News Weitere 1,5 Milliarden Euro sollen IKB vor Insolvenz retten

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25 April 2006
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[N] Weitere 1,5 Milliarden Euro sollen IKB vor Insolvenz retten

Folgende News wurde am 13.02.2008 um 22:56:16 Uhr veröffentlicht:
Weitere 1,5 Milliarden Euro sollen IKB vor Insolvenz retten
DPA-News

Berlin (dpa) - Weitere 1,5 Milliarden Euro sollen der angeschlagenen Mittelstandsbank IKB*aus der Krise helfen. Das gaben Bundeswirtschaftsminister Michael Glos und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück bekannt. Eine Milliarde der Summe will der Bund aufbringen. Steinbrück rief die Kreditwirtschaft auf, sich an der Lösung zu beteiligen und einen Beitrag von 500 Millionen Euro zu leisten. Das Bankenlager will jedoch nicht mitziehen. Die IKB hatte sich mit US-Immobilienkrediten verspekuliert.
 
Das finde ich einfach nur unverschämt.
Unsere Politik hat aber gleich mal überhaupt keinen Bezug mehr zum Wert des Geldes.
`ne MRD hier - eine da ... :-?
Ich möchte gar nicht ausrechnen, wieviele Arbeitnehmer wie lange arbeiten müssen um das zu finanzieren :ugly:

smile
 
Ausbaden müssen es so oder so wir, ob nun direkt Geld in die Bank gepumpt wird oder wir es anders zu spüren bekommen, tut sich nix.
 
Ausbaden müssen es so oder so wir, ob nun direkt Geld in die Bank gepumpt wird oder wir es anders zu spüren bekommen, tut sich nix.

Versteh ich nicht?
Warum blutet der Steuerzahler für die Fehler der Banken?
Mir ist irgendwie nicht bekannt, dass die deutschen Banken bei Superbilanzen `nen Bonus an den Staat abgeben.

smile
 
Der Staat buttert ja nur in quasi-Staatsbanken (Staat ist Haupt- oder zumindest Großanteilseigner). IKB ist so eine, auch die Landesbanken, die zuletzt fast Pleite gingen oder großer Verluste abschrieben mussten (SachsenLB, WestLB, aktuelle BayrischeLB). Da blecht der Steuerzahler eben auch mit.

Wie hieß es im Radio heute? Bei der IKB wurde gezockt wie im Casino... Mal sehen, ob die Knülche aus dem Vorstand wenigstens ihre horenden "Erfolgsboni" zurückzahlen müssen...
 
Der Staat buttert ja nur in quasi-Staatsbanken (Staat ist Haupt- oder zumindest Großanteilseigner). IKB ist so eine, auch die Landesbanken, die zuletzt fast Pleite gingen (SachsenLB, WestLB, aktuelle BayrischeLB). Da blecht der Steuerzahler eben auch mit.

Meines Wissens is dat ne Privatbank.
Mich kotzt dieses scheinheilige Getue echt an. Aber bei Nokia `nen Riesen Aufriß machen ...

smile
 
Meines Wissens is dat ne Privatbank.
Mich kotzt dieses scheinheilige Getue echt an. Aber bei Nokia `nen Riesen Aufriß machen ...

smile

Die IKB ist im MDAX gelistet, größter Aktionär ist mit 38 % die staatliche KfW Bankengruppe.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/IKB_Deutsche_Industriebank

und
Die KfW Bankengruppe bzw. KfW (früher: Kreditanstalt für Wiederaufbau) ist eine Anstalt öffentlichen Rechts (AöR).
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/KfW_Bankengruppe

Nokia kann man damit nicht wirklich vergleichen. Im Endeffekt versucht der Staat ja, sein (also unseres) Geld zu sichern. Ginge die Bank pleite, wäre das Geld definitiv futsch.
 
Versteh ich nicht?
Warum blutet der Steuerzahler für die Fehler der Banken?
Mir ist irgendwie nicht bekannt, dass die deutschen Banken bei Superbilanzen `nen Bonus an den Staat abgeben.

Wir sind halt als normale Bürger das Ende der Kette, Manager machen mist und zahlen tuen es dann die Bürger. Natürlich nicht direkt, aber wenn eine Bank pleite ist, dann steigen z.B. die Zinsen für Kredite. Im Falle der IKB hat es besonders Auswirkungen, dadurch das der Mittelstand keine Kredite bekommt, kann er nicht expandieren, modernisieren, mithalten und muss u.a. Angestellte entlassen und die kosten halt im Endefekt wieder den Bürger Geld.

Egal wo ein Politiker/Manager Müll baut, ausbaden muss es immer der Bürger.

Hoffe jetzt hast du mich verstanden.

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Nokia passte halt einfach gut in den Wahlkampf, bei anderen Unternehmen die fette schwarze Zahlen hatten und viele Stellen abgebaut haben, war die Unruhe nicht so groß und das Medieninteresse kleiner.

Gerade Arbeitnehmer anderer Unternehmen wo es momentan genauso abläuft wie bei Nokia haben unter dem Medieninteresse bei Nokia zu leiden, da über sie nur am Rande berichtet wird.
 
Wenn die Banken wissen, dass im Notfall immer der Steuerzahler einspringt, wird sich an der Zockerei nix ändern.
Die Milliarden sollten besser in die Bildung fließen - dann könnten die Deppen vielleicht sogar richtig rechnen.

smile
 
Wenn die Banken wissen, dass im Notfall immer der Steuerzahler einspringt, wird sich an der Zockerei nix ändern.
Die Milliarden sollten besser in die Bildung fließen - dann könnten die Deppen vielleicht sogar richtig rechnen.

Sicher hast du recht, nur muss man halt auch über den Tellerrand schauen und nicht nur sehen, das dort Geld in private Unternehmen gepumpt wird.

Denn wenn der Staat/Land/Kreis/... nicht Bürgschaften, Subventionen, Finanzspritzen, ... an Unternehmen zahlen würde, dann wären wir im internationalen Wettbewerb abgeschrieben.

Sicher ist es oft auch unfair, wenn man einem Unternehmen hilft und dem anderen nicht.

Vielen wird sicher noch der Holzmann-Fall etwas sagen.

Nur gerade im Fall der IKB kann ich den Schritt zur Finanzspritze nachvollziehen, da diese Bank für unsere Wirtschaft einfach zu wichtig ist.
 
Lieber ein Schrecken mit Ende, als ...

Wenn diese Bank ein "schreckendes" Ende wiederfahren würde, würde das die gesamte deutsche Bankenlandschaft mitziehen und das wäre für die deutsche Volkswirtschaft erst recht eine Katastrophe.


Wenn die Banken wissen, dass im Notfall immer der Steuerzahler einspringt, wird sich an der Zockerei nix ändern.

Da liegt aber leider auch ein Fehler im System. Die operative Vorstand is ja letztendlich nur das ausführende Organ. Über diesem Vorstand steht ja noch ein Aufsichtsrat, welcher den Vorstand überwachen soll und bei den öffentlichen Banken gibt es zusätzlich sogar noch ein Verwaltungsrat. Wenn diese beiden Organe ihre Arbeit auch mal richtig machen würden, dann hätten sicher einige (nicht alle) Fehler vermieden werden können.
 
Wenn diese Bank ein "schreckendes" Ende wiederfahren würde, würde das die gesamte deutsche Bankenlandschaft mitziehen und das wäre für die deutsche Volkswirtschaft erst recht eine Katastrophe.

Vielleicht würden sich die Banken dann vielleicht wieder dem deutschen Geschäft zuwenden und aufhören, Geld in Übersee zu verbrennen.


Da liegt aber leider auch ein Fehler im System. Die operative Vorstand is ja letztendlich nur das ausführende Organ. Über diesem Vorstand steht ja noch ein Aufsichtsrat, welcher den Vorstand überwachen soll und bei den öffentlichen Banken gibt es zusätzlich sogar noch ein Verwaltungsrat. Wenn diese beiden Organe ihre Arbeit auch mal richtig machen würden, dann hätten sicher einige (nicht alle) Fehler vermieden werden können.

Wozu? Der Steuerzahler springt doch ein, wenn was schief geht.
Mit der Kohle, die immo für ein paar Banken ausgegeben wird, hätte man auch 10.000en überschuldeten Unternehmern und Privathaushalten helfen können. Oooops - die haben ja keine Lobby.

smile
 
Vielleicht würden sich die Banken dann vielleicht wieder dem deutschen Geschäft zuwenden und aufhören, Geld in Übersee zu verbrennen.

Du bist ja ein Held!

Wie sollen denn dann global agierende Unternehmen Ihre Geldgeschäfte abwickeln?

Und über massenweise andere ausländische Gewinne deutscher Unternehmen regst Du Dich hoffentlich entsprechend auf.

gruss kelle!
 
Du bist ja ein Held!

Wie sollen denn dann global agierende Unternehmen Ihre Geldgeschäfte abwickeln?

Und über massenweise andere ausländische Gewinne deutscher Unternehmen regst Du Dich hoffentlich entsprechend auf.

gruss kelle!

Was hat der Steuerzahler in Deutschland mit dem Häuslesbauer in den Staaten zu tun?
In den Staaten selbst hat man meines Wissen 2 große Immobilienfinanzierer pleite gehen lassen, ohne denen staatliche Hilfe zu gewähren.

Es werden in Deutschland genügen Kredite von Unternehmern abgelehnt, die wesentlich weniger risikobehaftet sind, als die internationale Geldspielerei, die Gang und Gebe scheint.

smile
 
Kann Smile nur zustimmen!

Auch wenn es vielleicht von manchen als Kurzsichtig oder was weiß ich empfunden wird!


Es werden in Deutschland genügen Kredite von Unternehmern abgelehnt, die wesentlich weniger risikobehaftet sind, als die internationale Geldspielerei, die Gang und Gebe scheint.
 
Was hat der Steuerzahler in Deutschland mit dem Häuslesbauer in den Staaten zu tun?
In den Staaten selbst hat man meines Wissen 2 große Immobilienfinanzierer pleite gehen lassen, ohne denen staatliche Hilfe zu gewähren.

Gegenfrage: Was haben private Immobilienfinanzierer mit Staatsbanken zu tun?

Es geht um Landesbanken und, wie schon erwähnt, um die IKB, die ein Tochterunternehmen einer Staatsbank ist. Was glaubst du, was passiert, wenn der Staat als gesellschafter diese Banken fallen lässt wie eine heiße Kartoffel? Die Reputation der anderen Landesbanken ist über Jahre hinweg beim Teufel - auch wenn sie NICHT beim Immobilieb-Monopoly in den USA mitgemacht hätten.

Das die Spekulation mit US-Hypotheken Dumm und zu riskant war, steht wohl außer Frage, aber was die Folgen wären, wenn der Staat eine Bank wie die IKB zu macht, steht auf einem anderen Blatt. Wie schon gesagt - es geht auch um andere Banken.
 
Gegenfrage: Was haben private Immobilienfinanzierer mit Staatsbanken zu tun?

Es geht um Landesbanken und, wie schon erwähnt, um die IKB, die ein Tochterunternehmen einer Staatsbank ist. Was glaubst du, was passiert, wenn der Staat als gesellschafter diese Banken fallen lässt wie eine heiße Kartoffel?

Zwischen Tochterunternehmen und 38% Anteil sehe ich schon einen Unterschied.
Aber der Staat (oder die KfW) trägt nicht "nur" 38% der benötigten Mittel.
Was passiert wenn? Das, was mit jedem anderen Unternehmen passiert, welches sich am Markt verspekuliert, dessen Kunden zahlungsunfähig werden, dessen Mitarbeiter oder Chefs Sch... bauen.

Die Reputation der anderen Landesbanken ist über Jahre hinweg beim Teufel - auch wenn sie NICHT beim Immobilieb-Monopoly in den USA mitgemacht hätten.

und? Ich sehe nur mit Entsetzen zur Bayr. LB ...

Das die Spekulation mit US-Hypotheken Dumm und zu riskant war, steht wohl außer Frage,

Ganz im Gegenteil - die Banken in Deutschland wissen jetzt, dass sie alles machen können, wenn sie nur groß genug sind - im Zweifelsfall springt doch der Staat ein - das Risko ist gleich 0.

Jedem Unternehmer (nungut - fast jedem) geht bei solchen Vorgängen das Messer in der Tasche auf.

smile
 
Ganz im Gegenteil - die Banken in Deutschland wissen jetzt, dass sie alles machen können, wenn sie nur groß genug sind - im Zweifelsfall springt doch der Staat ein - das Risko ist gleich 0.

Klar, deshalb gibt es ja inzwischen quasi täglich achtzehn Holzmann Repliken.

gruss kelle!
 
Ganz im Gegenteil - die Banken in Deutschland wissen jetzt, dass sie alles machen können, wenn sie nur groß genug sind - im Zweifelsfall springt doch der Staat ein - das Risko ist gleich 0.

Komisch, warum müssen Deutsche Bank, Commerzbank und verschiedene andere Banken mittlere bis größere Beträge abschreiben? Da springt der Staat NICHT ein -*ups*