Was haltet ihr von Stadttauben?

CashButterfly

abgemeldet
1 Mai 2006
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In unserer Tageszeitung wird gerade eine hitzige Diskussion geführt, über die Reduzierung der Stadttauben...mit sehr kontroversen Meinungen.

Ich wohne in einem netten 55000-Einwohner Städtchen, mit einem schönen Marktplatz im Zentrum. Dort befinden sich 2 Kirchen, das Rathaus, Geschäfte und ein Eiscafe mit Sitzgelegenheiten im Freien.

Seit Jahren schon, haben Tauben den Platz für sich erobert. Ist ein schöner Zeitvertreib, im Cafe zu sitzen und den Tauben zuzuschauen.

Jetzt will man sie wegen Überpopulation vergiften.

In der Zeitungsdiskussion gibt es 2 Parteien, die ihre Argumente einbringen.

Die Stadtverwaltung sagt:
- Die Tauben verunreinigen die Gebäude und eine Sanierung wäre zu teuer
- Die Tauben würden Salmonellose übertragen
- Der morgendliche Lärm störe die Anwohner
- Überpopulation muß im Griff behalten werden
- Die Menschen würden sich nicht an das Futterverbot halten
- Wegen der reichlichen Nahrung, würden die Tauben ganzjährlich brüten, was zur Überbevölkerung geführt hat

Der Tierschutzverein argumentiert:
- Vergiftung ist der falsche Weg. Man solle die Tauben mit Futter aus der Stadt, auf ein naheliegendes städtisches Gelände (Fuhrpark) locken, einen Taubenschlag bauen und ihnen beim Brüten die Eier mit Atrappen austauschen
- Die Taubenzüchter aufklären, damit ihnen die Tauben nicht wegfliegen, weil Stadttauben ehemalige Haustauben wären
- Schilder aufstellen, die besagen, dass Füttern verboten ist und die Folgen erklären
- Auf bessere Hygiene im Stadtzentrum achten (speziell das Eiscafe)
- Einen Taubenbeauftragten einstellen, der die Leute auf verbotene Fütterung hinweist
- In den Gelegen die Eier austauschen, falls sie sich nicht weglocken lassen

Jetzt meine Frage: Wie denkt ihr darüber? Welche Partei bringt die besseren Argumente und wie steht ihr generell zu Stadttauben?

Ich erinnere nur an den Markusplatz in Venedig, wo die Tauben die Attraktion schlechthin sind.

Gruß
CashButterfly
 
Wenn man die Situation als Außenstehender nicht kennt, ist sie etwas schwierig zu beurteilen, aber ich kann es ja mal versuchen. ;)

Teilweise finde ich die Aktionen und Argumente von irgendwelchen Tierschutzvereinen überzogen und unnötig. Hier jedoch klingen die Vorschläge durchaus plausibel, auch wenn ein Taubenbeauftragter sicherlich etwas übertrieben wäre. :LOL: Eine Umsiedlung sollte aber durchaus möglich sein, wenn man die Tauben vor der Vergiftung retten will. Denn raus aus der Stadt sollten sie, da sie in der Tat sehr viel Schmutz verursachen können! :-?

Letztendlich muss aber die Stadtverwaltung beurteilen, ob die Kosten für eine Umsiedlung tragbar wären. Eine Vergiftung ist da sicherlich die einfachere und schnellere Möglichkeit!
 
Irgendwie haben beide Recht. Stadttauben bezeichne ich immer als fliegende
Ratten, weil sie eben wirklich Krankheiten übertragen können.
Und wenn du schon mal ein Auto gesehen hast, was über nacht eine neue
"Lackschicht" bekommen hat, weißt du auch was diese Tiere für einen Schaden
anrichten können.
Vergiften sehe ich aber eher problematisch. Denn nicht nur Tauben werden diese
Gift fressen, sondern auch andere Tiere und vielleicht kommen auch Menschen
mit dem Gift in Verbindung. Außerdem kann man nach so einer Aktion überall die
Kadaver rumliegen sehen, was zusätzlich Probleme schaffen würde.
Also, was tun?
- Ein Fütterungsverbot aussprechen und gleichzeitig eine Aufklärungskampangne starten.
Die Leute müssen auch verstehen, warum sie die Tiere nicht mehr füttern dürfen.

- Gleichzeitig müsste die Stadt regelmäßig Falkner einsetzen, die die Tauben
von den belebten Plätzen fernhalten. Denn nicht nur das überreiche Nahrungsangebot lässt die Population der Tauben fast täglich wachsen, sondern auch der Magel an natürlichen Feinden. Falkner und ihre Raubvögel sind eine gute und natürliche Art die Tauben zu verjagen. Meines wissens nach auch eine Preisgünstige Alternative zum Gift.

Wenn man die ortsansässigen Taubenzüchter in die Aktionen mit einbezieht
ist es noch besser. Die Jungens uns Mädels kämpfen eh um ihren Ruf und
sind für jede Aktion dankbar, aus der sie als Helfer hervorgehen.

[EDIT]
Wichtig bei solchen Aktionen ist, dass die Stadt, Tierschützer, Taubenzüchter
und interessierte Bürger zusammen an einem Tisch sitzen und zwar gleichberechtigt.
Nur so kann nachher keiner mehr meckern und alle können sich bei Erfolg
feiern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das mit den Falkner hat noch keiner bedacht.

Da die Tauben sich aber kaum wegbewegen, ihre Nester auf den Kirchen und am Rathaus haben, wird sich wohl kaum ein Falke mitten auf den belebten Marktplatz stürzen, um Beute zu machen, auch wenn Falken meist in der Morgendämmerung auf Jagd gehn.
Ich stelle mir grad bildlich das Szenario vor, wenn ein Falkner früh morgens mit seinem Falke kommt und die Tauben eine nach der anderen erbeutet.

Auch sollte man bedenken, dass die weggelockten Tauben (falls es gelingt) ihre Freiheit verlieren würden, wenn sie in dem Taubenschlag gefangen gehalten werden.

Die Stadt Bochum hat eine Studie erstellt, die besagt, dass Tauben keine Krankheiten übertragen, also wäre die Salmonellose kein Argument.
Das mit dem Weglocken wäre dort erfolgreich gelungen.

Allerdings sagt die Stadtverwaltung meiner Stadt, dass die Haltung der Tauben in diesen Taubenschlägen, einen oder mehrere qualifizierte Mitarbeiter benötigt und dafür kein Geld da wäre.

Der Tierschutzverein will diese Aufgabe auch nicht übernehmen, weil auch dort Mangel an Mitarbeitern besteht und sie jetzt schon mit der vielen Arbeit überfordert sind.

So wie es im Moment aussieht, wird es zum Todesurteil der Tauben hinauslaufen.

Mich berührt das Thema sehr, ich hab mich bei einem Stadtspaziergang schon von jeder Taube persönlich verabschiedet :yawn:
 
Die Aufgabe der Falkner ist nicht die Dezimierung der Tauben. Sicher werden
einige Tiere geschlagen aber Abschreckung ist die eigentliche Aufgabe.
Die Raubvögel halten die Tauben in erster Linie in Bewegung, so das sie sich
zwangsläufig bald einen anderen Platz suchen werden, vielleicht außerhalb der
Stadt.
Auf Flughäfen werden Falken sehr effizient eingesetzt um alle möglichen Vögel
von Start- und Landebahnen fernzuhalten. Alle anderen Maßnahmen waren mehr
oder weniger erfolglos. Einzig die natürliche Methode hatte bisher den meisten
Erfolg!
 
Ich sollte vielleicht mal einen Leserbrief an die Zeitung schreiben und ihnen die Falkner ans Herz legen.

Kenne mich aber mit dem Thema zu wenig aus.

Nicht dass die mich dann mit einem Schwall von Gegenargumenten überschütten :LOL:

Die Stadtverwaltung sagt auch, für eine Aufklärungskampagne der Bevölkerung wäre kein Geld da. Dabei kann man es doch z.B. in der Zeitung veröffentlichen. Lesen aber wohl nicht alle Einwohner die Zeitung. Jedenfalls hätte man dies schon vor Jahren versucht, ohne Erfolg.

Glaube kaum, dass sie dann Geld hat, um einen Falkner für längere Zeit zu engagieren.

Auch ist es wohl eine politische Frage, weil man herauslesen kann, dass sich ein bestimmter Politiker besonders hervortut, wenn es um dieses Thema geht.
Wenn Politiker im Spiel sind, ist es eh meist schon beschlossene Sache, bevor die in die Öffentlichkeit gehen.
Also ist es schon von vornerein eine einseitige Angelegenheit. Die Tierschützer werden nur noch pro forma gefragt, um besser dazustehn.
 
Gift ist auf den ersten Blick immer eine leichte Lösung.
Aber, und jetzt kommt's, hat keinerlei Abschreckungseffekt. Die Tauben werden
kurzfrisstig zwar in ihrer Population geschwächt, langfrisstig bleiben sie aber
da wor sie sind, nämlich in der Stadt.
Gift hat auch IMMER einen schädlichen Einfluss auf die Umwelt, da sicher nicht
nur Tauben das Gift fressen werden, sondern auch andere Tiere.
Die toten Tauben müssen außerdem auch entsorgt werden um zu vermeiden,
dass Kinder und Haustiere mit ihnen in Kontakt kommen. Das kostet zusätzlich
Geld.
Anfänglich wird der Einsatz von natürlichen Feinden sicherlich etwas
kostenintensiver sein auf längere Zeit wird so eine Lösung aber weniger Geld
kosten und mehr Erfolg haben.

[EDIT]
Wenn ich mich recht erinnere hat die Stadt Olfen, in Westfalen erfolgreich
Raubvögle eingesetzt um die "Taubenpest" einzudämmen.
Ich bin mir aber nicht zu 100% sicher! Ist auch schon "ein paar Jahre" her.
 
Wenn man sich für Gift entscheidet, wird das sicherlich in gewissen Abständen wiederholt werden.

Damit muß man aber sehr korrekt umgehen. Quasi jeder einzelnen Taube den vergifteten Happen hinwerfen und warten bis sie tot umfällt, um sie gleich einsammeln zu können. Nachts schlafen Tauben, also müßte das am hellen Tag stattfinden...und alle Menschen schauen zu. Das ist ja wie früher beim Schaffott.
Oder legt man ihnen den Köder direkt an die Schlafstätte? Ne, geht ja nicht...dann würden den ganzen Tag über tote Tauben rumliegen.

Die Behörden haben sich noch nicht weiter darüber ausgelassen, wie man das bewerkstelligen will. Aber so ähnlich müßte es wohl abgehn, wenn man keine anderen Tiere oder sogar Menschen gefährden will.

Meine Güte, welch ein Horrorszenario :roll:
 
Nun, man wird sich schon einen geeigenten Platz suchen um das Gift auszulegen.
Problematisch am Gift ist die Dosierung. Nicht jedes Tier wird die Dosis zu sich
nehmen, die zum schnellen Tod führt.
Im Idealfall dauert das Sterben "nur" ein paar Stunden. Wenn es aber nicht so
dolle läuft, kann das Sterben sich über mehrer Tage hinziehen, je nach Dosis
eben. Taubenvergiften ist nicht so einfach wie die Giftspitze oder einschäfern.
Sicherlich werden sich auch ein paar Dramen abspielen, wenn Tierschützer
versuchen Tiere, die im sterben sind, das Leiden zu nehmen.
Ich darf garnicht dran denken. Da wird mir jetzt schon Kotzeübel!
 
Gestern kam dazu auf VOX auch ein Fallbeispiel. Dort haben sich Tierschützer für die Stadttauben eingesetzt. Hier wurde auch gesagt, dass der Taubenkot zB die Gebäude nicht beschädigt. Sie haben die Taubenbevölkerung reduziert und in Griff bekommen, in denen sie ein Taubenhaus gebaut haben. Hier hatten die Tauben Nester und in denen wurden die Eier gegen Gipseier ausgetauscht. Die Tauben haben diese bebrütet und keine Eier mehr nachgelegt.
 
Tauben im Übermaß sind in der Stadt sicherlich ein Problem und ich selbst hasse diese Viecher..
Und spontan geistert mir ein Lied von Georg Kreisler im Kopf rum - Tauben vergiften im Park :ugly:
Aber im Ernst: An der Überpopulation sind zum großteil wir selbst dran schuld, und die Tauben zu töten ist nicht der richtige Weg. So lange es noch Alternativen gibt (wie Wunjo85 schon so schön erzählt hat), sollte man doch vom töten absehen.
 
Wunjo85 schrieb:
Hier wurde auch gesagt, dass der Taubenkot zB die Gebäude nicht beschädigt.
Naja, wenn ich mir mal die 2 Kirchen so anschaue, sind sie schon verunreinigt. Dass sich das Zeug in den Putz frißt, kann ich mir auch gut vorstellen.

Das Taubenhaus und die flaschen Eier haben sie bei uns ja auch vorgeschlagen, aber es scheitert an der Bedienung bzw ist kein Geld da um es zu bauen.

Vielleicht sollte man mal eine Initiative starten und Freiwillige suchen, die das Haus aufbauen und später die Tauben auch pflegen.

Für sowas ist sich die Stadtverwaltung aber zu stolz, weil dann gleich hinterfragt wird, wo unsere Steuergelder hin versickern, wenn noch nicht einmal die paar Tausend Euro da sind?
 
Wunjo85 schrieb:
Hier wurde auch gesagt, dass der Taubenkot zB die Gebäude nicht beschädigt.
Nicht? Das ist mir ehrlich gesagt genauso neu wie es das CashButterfly offensichtlich auch ist! :hö:

In vielen Städten sind auf öffentlichen Gebäuden auch Metallspitzen angebracht, die gegen die Tauben sehr wirksam sind. So wird ihnen keine Gelegenheit geboten auf Dächern zu sitzen. Ein ähnliches System haben wir auf unserem Balkon angewendet, weil dort jedes Jahr sehr hartnäckig Vögel in dem überdachten Teil auf den Balken brüten. Seit dort Nägel drin sind ist das vorbei! :)
 
Diese Metallspitzen kenne ich vom Krankenhaus, in dem ich der öfteren bin.

Die sind aber nur da, damit sie keine Nester bauen.
Die Tauben sitzen trotzdem fröhlich auf dem Balkongeländer und die armen kranken Menschen dürfen bei der Hitze nicht raus, weil sie Taubenkot ins Zimmer bringen könnten. Da helfen auch keine bunten Bänder, oder Krähenatrappen.

Die eine Kirche hat auch solche Spitzen drauf, aber nur über dem Eingang.
Die Tauben sollen wohl der Braut nicht auf den Kopf kacken :LOL:

Vor einem Jahr hat die Kirche einen ultrachicken, neuen Eingangsbereich bekommen, der überhaupt nicht zu diesem alten Gemäuer passt.
Also haben sie doch Geld.

Fürs Sanieren der Fassade wollen die Kirchen wohl der Stadt ins Säckel greifen, weil sie die Taubenplage nicht unter Kontrolle hat.

Glaube aber nicht, dass sie damit durchkommen.
 
CashButterfly schrieb:
Vor einem Jahr hat die Kirche einen ultrachicken, neuen Eingangsbereich bekommen, der überhaupt nicht zu diesem alten Gemäuer passt.
Also haben sie doch Geld.
Die Renovierung bezahlt ja erstmal die Kirche. Das hat nur bedingt etwas mit der Finanzlage der Stadt zu tun! ;)
 
Gift halte ich für keine gute Idee. Spätestens nach 2 Wochen gehen die ersten Anwohner auf die Barrikaden, weil eine Katze/Hund nach Kontakt mit einer toten/vergifteten Taube gestorben ist.

Also bei uns wird die Taubenanzahl so viel ich weiss durch Verhinderung der Fortpflanzung verhindert:
-Die Stadt stellt im Park/marktplatz diese 4-eckigen großen Taubenschläge auf
-Tauben nisten sich ein & brüten dort
-In bestimmten Zeitabständen schüttelt jemand (v.d. Stadt bezahlt) die Taubeneier, so dass der Dotterfaden reist
-Tauben brüten auf den "toten" Eiern weiter, aber aus dem Ei schlüpft natürlich nix
-Tauben können sich nicht vermehren & werden logischerweise immer weniger, kein Gift, kein Abschießen. Ich finds genial...

(Hört sich etwas schräg an, aber der Vater meines Schwagers ist Förster,
tu mir das nicht ausdenken ;))
 
Ich weiß nicht, wie unser Marktplatz aussehen würde, wenn da für ca 200 Tauben Taubenschläge rumstehen würden?

Die Idee mit dem Eierschütteln ist mir noch garnicht gekommen.
Dann bräuchte man keine Eieratrappen unterlegen.

Schade nur, dass die Nester der Tauben so hoch auf den Kirchtürmen liegen, sonst könnte man ja einfach dorthin klettern und Eier schütteln.

Wäre auch nicht sooo teuer.

Wir haben in unserer Stadt die Deutsche Meisterin im Freeclimbing, vielleicht könnte die mal eine Trainingseinheit an den Kirchturm verlagern?

Muß ich mal in meinem Leserbrief vorschlagen :LOL:
 
HI!

Ich habe vor einiger Zeit einen Bericht genau zu diesem Thema im TV gesehen.
Wenn ich mich richtig erinner, hat die Stadt Augsburg ein intressantes Modell
entwickelt, um der "Tauben-Problematik" Herr zu werden.
Kurzform:
1. die Tauben nicht füttern! (wer weiß, was Tauben eigentlich wirklich essen, bzw. für ihren Organismus überhaupt benötigen?)
2. ein fachgerechter und fachbetreuter Taubenschlag muß sein (eventuell am Rande der Stadt)
3. Geburtenkontrolle im Taubenschlag (Ersetzen der Eier durch Holz-Duplikate, da sonst die Tauben bei fehlenden Eiern sofort wieder neue legen)

ergo:
- natürliche Reduzierung des Bestandes
- gesunde Tauben (hingegen der allgemeinen Meinung sind Tauben gar keine großen Krankheitsüberträger,..)

Es gibt bestimmt Infos dazu, hoffe das Augsburg die richtige Stadt war *erinner*
 
So ist das immer beim Menschen: Erst schafft er sich selber Probleme, dann will er sie auf die Radikalkur lösen. Im Moment passiert das mit den Tauben. Ein hausgemachtes Problem soll jetzt mit Gift gelöst werden... Na toll.

Was kommt dann: Wilde Katzen? Erschiessen? Wilde Hunde? Abknallen? Kinder ohne Eltern? Erwürgen?

Ein Taubenhaus, wo die Tiere kontrolliert gefüttert werden, lockt die Tiere an, sie bauen dort Brutplätze und bleiben dort. Dann kann man die Vermehrung kontrollieren. Und das dürfte allemal billiger sein, als die Vergiftung, Einsammlung und Entsorgung der Tiere.

Gestern hat bei uns ein Hund auf die Strasse geschissen. Macht das nicht den Bürgersteig auch kaputt? Darf ich den Hund vergiften? Und daneben hat ein Mann an eine Häuserwand gepinkelt. Darf ich? Erschiessen oder vergiften?

Marty
 
MartyMcFly schrieb:
[...]
Gestern hat bei uns ein Hund auf die Strasse geschissen. Macht das nicht den Bürgersteig auch kaputt? Darf ich den Hund vergiften? Und daneben hat ein Mann an eine Häuserwand gepinkelt. Darf ich? Erschiessen oder vergiften?

Marty

Keines von beiden. Erwürgen wäre gut. Vergiftet kotzt der wahrscheinlich
seinen gesamten Mageninhalt in meinen Vorgarten und/ oder rennt
unkontrolleriert über Straßen. Erschießen fällt aus, weil z.B bei einem gezieltem
Kopfschuss derart viel Blut austritt, dass ich später mehrere Stunden mit der
reinigung des Bürgersteiges beschäftigt bin. Bei der Hitze benötige ich mein
Wasser aber zum sprengen des Rasens und der Blumen.
Was sollen denn die Leute denken, wenn der Rasen braun wird.
Erwürgen ist schnell erledigt. Je nach Konstitution des Pinklers benötigt man
zwischen 2 und 4 Minuten bis der Hirntod eintritt. Der Bürgersteig bleibt
sauber und die Straßen sicher.