[VWL] Adam Smith - Unsichtbare Hand

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ID: 374854
L
26 Juni 2007
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71
Hallo ihr Lieben,

ich sitze gerade vor den ganzen Wirtschaftstheorien von Smith, Say und Keynes. Klingt auch alles größtenteils ganz logisch, doch finde ich kein passendes Beispiel für die "unsichtbare" Hand von Smith seiner Theorie.

Klar, die "unsichtbare Hand" bewirkt, dass alle Menschen ohne es zu wollen, dem Allgemeinwohl dienen, aber mit welchen leichten Beispiel lässt sich dies belegen.

Liebe Grüße
 
Lt Wiki sollte dies doch ein ganz gut passendes Beispiel sein, oder?
Also mir (der da kein Wirtschaftstheorethiker ist) wird der ganze Sachverhalt schon deutlicher, wie es gemeint ist.

Wikipedia schrieb:
Als Beispiel hierfür führt Rudi Keller die Trampelpfadtheorie an:
Über den Universitätscampus zieht sich ein Netz von Trampelpfaden, welche die kürzesten Verbindungen zwischen den wichtigsten Gebäuden und Einrichtungen darstellen. Dieses Netz ist sehr viel logischer und ökonomischer angelegt, als die vom Architekten geplanten Pflasterwege. Obwohl zur Erzeugung dieser Trampelpfade weitaus weniger Verstand benutzt wurde, als zum Anlegen der Pflasterwege, ist das System doch sehr viel rationeller als die künstlichen Wege. Die Invisible-hand-Theorie zu diesem System ist also folgende: Zu Beginn steht die Hypothese, dass die meisten Menschen kürzere Wege längeren vorziehen. Es lässt sich allerdings beobachten, dass die gepflasterten Wege dieser Tendenz nicht entsprechen, da sie oft nicht die kürzesten Verbindungen zwischen den häufigsten Anlaufstellen der Studenten darstellen. Es ist allgemein bekannt, dass der Rasen an Stellen, an denen er häufig begangen wird, verkümmert. Keller schließt daraus, dass das System der Trampelpfade die nicht-intendierte kausale Konsequenz derjenigen (intentionalen, finalen) Handlungen ist, die darin bestehen, bestimmte Ziele zu Fuß zu erreichen unter der Maxime der Energieersparnis.

Würd mich interessieren in wie fern dieses Beispiel deinen Anforderungen gerecht kommt, oder warum du damit nichts anfangen kannst.

Hoffe dir hiermit weitergeholfen zu haben.

Liebe Grüße
Mibo
 
Also ich würde das ganze so aufziehen:

Marktmechanismus beruht auf Angebot und Nachfrage.
Ein Beispiel der unsichtbaren Hand wäre zum Beispiel der Benzinpreis. Wenn aufgrund von zu hoher Nachfrage und zu geringem Angebot der Preis steigt, entschließen sich einige ein Dieselfahrzeug zu tanken, andere sagen sie fahren Fahrrad und einige gehen laufen.
Die unsichtbare Hand reguliert also das Wirtschaftsmodell indem sie die Nachfrager reduziert (in dem Fall die Nachfrager dazu bringt zu laufen oder Fahrrad zu fahren). Der Markt bringt sich selber wieder ins Gleichgewicht ...

Oder klingt doch zumindest gut ;)
 
Angenommen ich will am Wochenende um die Häuser ziehen und meinen Spaß haben. Primär denke ich dabei halt an meinen Spaß, aber sekundär (unsichbarer Hand) helfe ich auch dem Allgemeinwohl, da ich in jeder Bar 100 Euro lasse. (Welches Geld dann folglich auch wieder umverteilt werden kann.)