News Volltreffer für Marcus Wolter

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25 April 2006
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[N] Volltreffer für Marcus Wolter

Folgende News wurde am 02.08.2008 um 15:30:00 Uhr veröffentlicht:
Volltreffer für Marcus Wolter
Kino/TV-News

Noch-9Live-Chef macht derzeit ausschließlich positive Schlagzeilen – auch außerhalb des Büros läuft es gut.

Kritiker sagen, Marcus Wolter sei der Besitzer der weltgrößten Telefonzentrale. Befürworter erinnern daran, dass es Wolter war, der die ProSieben-Erfolgsshow «TV Total» erfunden habe. Beides stimmt wohl – aktuell ist aber nicht von der Hand zu weisen, dass die Sterne gut stehen für den noch amtierenden Chef des Call-In-Kanals 9Live. Seit dem Weggang von Christiane zu Salm leitet der 1968 geborene Fernsehmacher die Stricke des zur ProSiebenSat. 1 Media AG gehörenden Kanals.

Doch der Mitmachsender steuert schwierigen Zeiten entgegen – bereits in den vergangenen Monaten brachen die Erlöse aus dem Anrufgeschäft massiv ein. Da dürfte es Wolter gelegen kommen, dass er den Sender zum 30. September verlassen und ab Oktober Chef von Endemol Deutschland wird. Er folgt damit auf Borris Brandt, der den Produktionsriesen offenbar im Clinch mit Finanzinvestoren verlässt.


Doch auch außerhalb des Büros weiß Wolter derzeit zu glänzen: In Ismaning fand nun der alljährliche ProSiebenSat. 1 Europe Cup, ein Fußballturnier der besonderen Art, statt. Am Freitag sorgte Marcus Wolter mit seinem Team, Selecao 9Live, für einen wahren Torreigen. Im Finale des Turniers setzte sich die Mannschaft des Mitmachsenders mit 5:0 gegen TV2 aus Ungarn durch. Wolter war es auch, der am späten Nachmittag den Siegerpokal glücklich von Andreas Bartl, Vorstand German Free-TV des Fernsehkonzerns, entgegen nahm. Vielleicht tritt er ja im kommenden Jahr mit einer Mannschaft des holländischen TV-Giganten an.
 
Nach Stephan Mayerbacher erfährt auch Marcus Wolter einen Aufgabenwechsel. Der zu begrüßende Rückgang der Anrufquoten hat schließlich dazu geführt, den Funktionären des Telephonzockbetriebs mit den parasitären Betreibergebühren Beine zu machen.

Marcus Wolter geht zu Endemol, denen im Call-in-Geschäft bereits im Heimatland auf die Finger geklopft worden ist wegen zweifelhafter Call-in-Auswüchse.

In beiden Fällen steht aber zu befürchten, dass die Nachfolger nichts besser machen werden. Um das kleiner werdende Marktsegment im Call-in-Geschäft noch zu bedienen, müssen die Nachfolger nämlich noch viel stärker auf aggressives Vorgehen setzen und die von den Landesmedienanstalten vorgegebenen Gewinnspielregeln noch weiter links liegen lassen.

Im Falle der von Mayerbachers Callactive "unterbeauftragten" Mass Response, einer Tochter der Telekom Austria, wird wohl auch noch die Meinung hinzukommen, die deutschen Medienanstalten wären das Hauptproblem der deutschen Kunden, wenn diese das denn überhaupt sind.

Marcus Wolter ist, um darauf wieder zurückzukommen, auf keinen Fall auch nur der Hauch einer "Person der Woche". Dazu ist im Call-in-Bereich zu vieles geschehen.