News USA: Mann saß 20 Jahre unschuldig im Gefängnis - DNA-Test brachte die ...

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25 April 2006
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[N] USA: Mann saß 20 Jahre unschuldig im Gefängnis - DNA-Test brachte die ...

Folgende News wurde am 19.08.2009 um 20:30:00 Uhr veröffentlicht:
USA: Mann saß 20 Jahre unschuldig im Gefängnis - DNA-Test brachte die Freiheit
Shortnews

Vor 20 Jahren wurde ein Mann in Amerika wegen Mord und Vergewaltigung zu 50 Jahren Haft verurteilt. Jetzt brachte ein DNA-Test den Beweis für seine Unschuld hervor. Er soll im US-Staat Connecticut damals eine Mutter von vier Kindern missbraucht und dann ermordet haben. Jetzt konnte ein DNA-Test für die neue Aufrollung des Verfahrens sorgen. Daraufhin hat ein Richter den Vorwurf der Vergewaltigung und des Mordes fallen gelassen.
 
Na dann ist er ja jetzt ein reicher Mann. Wird sicherlich einige Milliönchen an Entschädigung bekommen.
 
Na dann ist er ja jetzt ein reicher Mann. Wird sicherlich einige Milliönchen an Entschädigung bekommen.

Mit Sicherheit nicht. Pro abgesessenes Haftjahr gibt es +/- 50.000 Dollar. Die bekommt man aber nicht vom Staat ausgezahlt, die muss man sich in einem sog. Haftentschädingsprozess erstreiten. Im Prinzip muss man den Staat auf Freiheitsberaubung verklagen. Im Senat wird dann - falls die Haftentschäding überhaupt zugesprochen wird - über die Höhe der Entschädigung abgestimmt. Und wenn man kein Geld hat einen Haftentschädigungsprozess anzustreben, der hat Pech und bekommt halt nichts. Und wer sich nicht beeilt mit der Klage (innerhalb v. 2 Jahre nach Haftentlassung) bekommt ebenfalls nichts.

Schau mal beim Innoncence Project nach - die Meisten, die unschuldig saßen, warten bis dato auf Haftentschädigung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mein Gott, wenn einer 20 Jahre gesessen hat, dann werden sich die Medien darauf stürzen, dann wird er auch genügend Geld haben und dann werden die Anwälte bei ihm Schlange stehen, um für ihn die Kohle einzuklagen.
 
Na gut, dann vermarktet er seine Story eben in den Medien.

Tritt bei 1,2, vielen Talkshows auf, schreibt ein Buch und investiert das Geld nicht in Anwälte, sondern behält es selber...
 
Ich denke wenn man 20 Jahre im Bau gesessen hat dann ist es nicht einfach so mit Geld wieder gut zu machen.

Das seelische möchte ich nicht wissen von dem :roll:
 
Es mag zynisch klingen, aber er hatte doch noch Glück - es gibt US-Bundesstaaten, in denen es für so ein Verbrechen die Todesstrafe gibt. Demnach kann er immens glücklich sein, das seine Unschuld noch bewiesen werden konnte!

Ich möchte nicht wissen, wie viele Menschen in den USA und anderswo als Unschuldige umgebracht wurden. Das kann man dann nicht mehr ändern, auch wenn man 20 Jahre im Knast nicht gutmachen kann.
 
Es mag zynisch klingen, .

Es klingt nicht nur so es ist *zynisch*
.
Ich möchte nicht wissen, wie viele Menschen in den USA und anderswo als Unschuldige umgebracht wurden. Das kann man dann nicht mehr ändern, auch wenn man 20 Jahre im Knast nicht gutmachen kann..
Da sehe ich einen wiederspruch.?
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Na gut, dann vermarktet er seine Story eben in den Medien.

Tritt bei 1,2, vielen Talkshows auf, schreibt ein Buch und investiert das Geld nicht in Anwälte, sondern behält es selber... .
Was hat er denn vom Geld wenn er 20 Jahre mit dem Wissen nichts getan zu haben im Knast war??
 
Es klingt nicht nur so es ist *zynisch*
für wenn? Für den, der Frei kommt, oder den, der getötet wurde? Oder nur für den Zuhörer?
Da sehe ich einen wiederspruch.?
20 Jahre sind unverzreihlich, Todesstrafe ist unwiderruflich - wo ist der Widerspruch
Was hat er denn vom Geld wenn er 20 Jahre mit dem Wissen nichts getan zu haben im Knast war??
Das er drüber erzählen kann? Es gibt hunderte von Leuten, die verdienen mit irrelevanteren Lebensgeschichten Millionen.
 
Da ich nicht so TOP bin mit zitieren von mehreren Post´s :
Zynisch finde ich Deine Aussage / Post er kann ja in ein,zwei, mehreren Talkshows auftreten um Geld zu bekommen.
Da haben die unschuldig am elektrischen Stuhl gelandeten oder mit Gift getöteten nix davon.
Wenige Stunden später warst Du der Meinung die 20 Jahre Haft kann der Staat nicht wieder gutmachen.?
Ich finde in einem Rechtstaat soll man zu Fehlern stehen dem Unschuldigen ohne langem Prozess einen Einstieg in ein normales Leben ermöglichen - Wohnung - Job und eine ordentliche Entschädigung.
Da weltweit Fehler in der Rechtsprechung mit Fehlurteilen passieren sollten sich die Staaten an der Nase fassen und lieber einmal mehr prüfen als einmal zu wenig.
 
Da ich nicht so TOP bin mit zitieren von mehreren Post´s
Ist nicht schwer: Beiträge zittieren (Forenhilfe ist manchmal echt praktisch ;) )
Zynisch finde ich Deine Aussage / Post er kann ja in ein,zwei, mehreren Talkshows auftreten um Geld zu bekommen.
Da haben die unschuldig am elektrischen Stuhl gelandeten oder mit Gift getöteten nix davon.
Er schon, er saß unschuldig ein. Wenn der Staat ihn, sagen wir mal, nur symbolisch entschädigt, dann steht ihm frei das beste daraus zu machen...
Wenige Stunden später warst Du der Meinung die 20 Jahre Haft kann der Staat nicht wieder gutmachen.?
ich weiß nicht, wie es dir geht, aber 20 Jahre ohne meine Familie kann mir niemand wiedergeben - auch nicht mit allem Geld der Welt. Aber das hindert mich doch nicht, genau DAS gegen Bezahlung zu sagen!
Ich finde in einem Rechtstaat soll man zu Fehlern stehen dem Unschuldigen ohne langem Prozess einen Einstieg in ein normales Leben ermöglichen - Wohnung - Job und eine ordentliche Entschädigung.
Tja, und in Bürokratischen Staaten wird das durch gerechnet, abgewogen und in Schemata gepresst, und dann kommt ein Betrag von z.B. 25 € pro Hafttag (in Deutschland) heraus. das gilt dann als angemessen.
Da weltweit Fehler in der Rechtsprechung mit Fehlurteilen passieren sollten sich die Staaten an der Nase fassen und lieber einmal mehr prüfen als einmal zu wenig.
Die Rechtsprechung und auch die Beweisfindung und die Anklage obliegt Menschen, und diese machen Fehler.
 
Das hört sich jetzt grausam an, ich weiß - und ich bin auch gegen die Todesstrafe - aber vielleicht wäre es für den Betroffenen "einfacher" gewesen, eine Spritze zu bekommen und "weg vom Fenster" zu sein, als so lange Zeit psychische und vermutlich auch körperliche Qualen zu erleiden.
Natürlich wäe es furchtbar, jemanden der Todesstrafe zuzuführen, der unschuldig war, andererseits weiß man nicht, wie oft ihm jetzt "die Seife runtergefallen ist" oder ähnliches.


Edit: Ich finde es nicht gut, dass es so ist und ich war vor kurzem noch eurer Meinung, dass die Todesstrafe nicht besser sein kann als das Gefängnis. Aber nachdem ich etwas darüber nachgedacht hatte, musste ich meinem Gesprächspartner Recht geben: 20 Jahre sind eine verdammt lange Zeit und wir wissen, dass es in (US) Gefängnissen nicht gerade anständig zugeht. Was genau dort den Einzelnen passiert wissen wir nicht aber Viele müssen dort Qualen erleiden. Einem Mörder wird das oft noch "gegönnt" nicht aber einem Unschuldigen.
Das Weitere ist natürlich eine Glaubensfrage -und darüber kann man nicht diskutieren- aber die meisten Möglichkeiten die es so nach dem Tod gibt -Himmel/Paradies, Wiedergeburt, einfach-nichts-passiert-und-man-ist-weg, kA., was gibts noch? - erscheinen mir besser als so lange Zeit unter Qualen gefangen zu sein.
(In die Hölle wird er ja als Unschuldiger nicht kommen....)
 
Zuletzt bearbeitet:
Schön, dass du die Aussage ein wenig konkretisiert hast, dennoch muss ich dir trotzdem widersprechen. Ich denke der Umstand schuldlos einzusitzen ist sicherlich eine starke psychische Belastung und auch eine Qual. Dennoch hat der Inhaftierte ja mehr oder weniger immer die Möglichkeit des "Freitod"s gehabt, die er nicht gewählt hat und somit denke ich, dass er nicht lieber tot wäre. Unvorstellbar ist trotzdem, wie ein großer Teil seines Lebens durch solch einen Irrtum futsch ist.
 
Dennoch hat der Inhaftierte ja mehr oder weniger immer die Möglichkeit des "Freitod"s gehabt, die er nicht gewählt hat und somit denke ich, dass er nicht lieber tot wäre.

Naja, also ich kenne ja auch nur Fernsehberichte weil ich selbst noch nie im Knast war, erst recht nicht in den USA. Aber ich bin mir da nicht so sicher ob man die Möglichkeit hat.
(außer sich jetzt horrorfilmmäßig selber anzuknabber oder so :ugly:)
 
Dennoch hat der Inhaftierte ja mehr oder weniger immer die Möglichkeit des "Freitod"s gehabt, die er nicht gewählt hat und somit denke ich, dass er nicht lieber tot wäre.

:ugly:
Ich kenne Gefängnisse im Grunde nur aus dem Fernsehen, wenn es halbwegs so stimmt, dann haben die Inhaftierten kaum Möglichkeiten sich selbst umzubringen, es sei denn gegen eine Betonwand zu laufen und sich selbst den Schädel einzuschlagen.
Also ehrlich, was geht in euren Köpfen vor. :roll: Vielleicht hat er nie die Hoffnung aufgegen, dass die Wahrheit ans Licht kommt?

Was auch immer er jetzt kriegt, durch Bücher, Interviews, Verfilmungen oder Entschädigung, hat er verdient. Soll er sich damit das Leben finanzieren, was er möchte. Die Jahre kann man ihm sowieso nicht zurückgeben. Und das ist schlimm genug.
 
Ist nicht schwer: Beiträge zittieren (Forenhilfe ist manchmal echt praktisch ;) )

Er schon, er saß unschuldig ein. Wenn der Staat ihn, sagen wir mal, nur symbolisch entschädigt, dann steht ihm frei das beste daraus zu machen...

ich weiß nicht, wie es dir geht, aber 20 Jahre ohne meine Familie kann mir niemand wiedergeben - auch nicht mit allem Geld der Welt. Aber das hindert mich doch nicht, genau DAS gegen Bezahlung zu sagen!

Tja, und in Bürokratischen Staaten wird das durch gerechnet, abgewogen und in Schemata gepresst, und dann kommt ein Betrag von z.B. 25 € pro Hafttag (in Deutschland) heraus. das gilt dann als angemessen.

Die Rechtsprechung und auch die Beweisfindung und die Anklage obliegt Menschen, und diese machen Fehler.

Hy darkkurt
Zu 1:
Er kann das beste aus Deiner Sicht daraus machen.In Talkshows sein Leid schildern -körperlich und psychisch.
Mit dem Geld dann entweder Leben oder den Staat klagen.
Zu 2:
Ich habe mit einigen Frauen in meinem Umfeld dieses Thema besprochen und alle waren sich einig nicht 20 Jahre zu warten.*Da waren es vom Urteil 50 Jahre*
Zu 3:
Dann vergiss nicht das da noch 6 € für die gute Unterbringung und Verpflegung in Rechnung gestellt werden.
Zitat:
Abgezogen werden können von der Entschädigung allerdings die Kosten für Betreuung und Verpflegung während der Haftzeit, ca. 6,- Euro, sodass die reale Entschädigung noch erheblich gemindert wird.
https://de.wikipedia.org/wiki/Haftentschädigung
Zu 4:
Klar Menschen machen fehler.Diese sollten aber nach erkennen ohne wenn und aber in einfacher Form - Haftentschädigung - aus der Welt geschaffen werden.
@timo_hildebrand
Warum sollte sich ein Häftling der mit dem Wissen UNSCHULDIG zu sein den *Freitod*wählen? Weil er als Häftling Vergewaltigung und Mord an Spickzettel hat ? Für die anderen ist er der Fussabstreifer und beim Duschen sollte die Seife nicht runterfallen.Was dann in der Zelle passiert fällt keinem der JVA - Bediensteten auf.