News USA: Mann bezahlte Jugendliche dafür, dass sie ihm ins Gesicht spucken

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klamm-Bot
25 April 2006
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Folgende News wurde am 21.11.2009 um 13:59:00 Uhr veröffentlicht:
USA: Mann bezahlte Jugendliche dafür, dass sie ihm ins Gesicht spucken
Shortnews

Die Polizei nahm an der Westlake Promenade (Südkalifornien) einen Mann fest, der Jugendliche dafür bezahlte, dass sie an ihm demütigende Handlungen vollzogen. Am Mittwoch war Charles H. wegen Belästigung eines Jungen festgenommen worden, nachdem ihn die Polizei während einer verdeckten Fahndung dabei erwischt hatte, wie er diesem 31 US-Dollar dafür gab, dass er ihm ins Gesicht spuckte. Der Täter hatte Schüler der Westlake High School im Internet über das soziale Netz MySpace kontaktiert. Für Geld mussten sie ihn anspucken, beschimpfen oder ins Geschichte schlagen. Einige erzählten, er habe von ihnen verlangt, ihn anzupinkeln.
 
:hö: Du weist, wie man es nennt, wenn man(n) Minderjähriger dafür bezahlt, das sie die eigenen niederen Gelüste zu befriedigen?

Und das hat noch nicht mal was mit der prüden Grundhaltung in den USA zu tun...
 
:hö: Du weist, wie man es nennt, wenn man(n) Minderjähriger dafür bezahlt, das sie die eigenen niederen Gelüste zu befriedigen?

Soll auch Gymnasiasten >18j geben, genauso wie auf der High School...
Mal davon abgesehen sehe ich keinen Schaden, den die Kinder daran nehmen sollten.
Wenn es jemand geil findet Kindern Geld für Süßigkeiten zu geben, wird er dann auch veknackt?
 
Der Schaden sieht dan wie aus?
Oder willst du mir sagen, dass Sekundarschüler nie gespuckt haben und keine Schimpfwörter kennen?


Das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun.
der Typ ist scheinbar recht devot und hat Lust wenn er so behandelt wird. Kindern und auch Jugendlichen kann das sehr wohl großen Schaden zufügen.
Nicht nur das manche diese Handlungen witzig finden und ihr Empfinden für Menschlichkeit und einem respektvollem Miteinander ein anders Gesicht bekommen, nein andere tragen psychische Schäden davon, weil es mit ihrer Erziehung nicht übereinstimmt oder sie es in ihrer Entwicklung noch nicht verstehen. Muß das vielleicht immer so sein...und so weiter....das kann echt schwere Folgen haben.
Der Mann hat seine persönlichen sexuellen Gelüste mit/an Kindern ausgelebt, das ist eine nicht zu streichende Tatsache.
 
In der Meldung sowie in dieser Diskussion wurden mehrere Faktoren vernachlässigt bzw. nicht beachtet:

1. Ein Problem, das einem bei vielen derartigen Meldungen nach dem Schema "kuriose Rechtsfälle aus Amiland" auffällt, wenn man darauf achtet:
Die USA werden als rechtlich homogener Staat betrachtet. In den USA hat jedoch jeder Bundesstaat seine eigenen Gesetze, siehe z.B. die teils sehr unterschiedliche zu Gesetzgebung zu Todesstrafe, Homoehe usw.. Was in Ohio legal ist kann in Virginia gut verboten sein und umgekehrt. Die Meldung sollte daher lauten:
Kalifornien: Mann bezahlte Jugendliche dafür, dass sie ihm ins Gesicht spucken

2. Das Alter der Schüler wird in der Klamm-Meldung nicht genannt, es ist nur von Jugendlichen oder Teenagern die Rede, was heißt dass es sich genau so gut um 19jährige wie um 13jährige handeln kann. Dies macht in meinen Augen jedoch einen gewaltigen Unterschied, da sich in diesen Jahren das Urteilsvermögen eines Menschen bedeutend verändert, wie jeder weiß. Trotzdem wurde hier wild spekuliert. Ich habe nun etwas recherchiert: Das Alter der "Jugendlichen" konnte ich zwar in keiner der Meldungen zu dem Fall finden, doch der Vorwurf gegen den Täter, Charles Hersel, lautet "child annoyance", also etwa "Belästigung von Kindern". Dazu ein Auszug aus dem kalifornischen Gesetz:

To prove that the defendant is guilty of this crime, the People must prove that:

1. The defendant engaged in conduct directed at a child;

[...]

4. The child was under the age of 18 years at the time of the conduct.
https://www.justia.com/criminal/docs/calcrim/1000/1122.html

Daraus kann man also ableiten, dass es sich wohl um Minderjährige gehandelt haben muss.

3. Hersel hat sich nicht nur dafür bezahlt, sich anspucken und schlagen zu lassen, sondern auch dafür, dass die Kinder ihn anpinkelten. Das ist in meinen Augen eine explizit sexuelle Handlung.

Fassen wir also zusammen: Ein Erwachsener (39 Jahre) hat Kinder (<18 Jahre) für eine Gegenleistung dazu gebracht, an ihm sexuelle Handlungen vorzunehmen. Das ist ein Straftatbestand, der in so ziemlich jedem zivilisierten Land geahndet wird, auch in Deutschland, und meines Erachtens zu Recht.

Wer nun anmerken möchte, dass Anpinkeln etwas anderes ist als S*x, der hat natürlich völlig recht. Tatsächlich es sich bei bei dem Vorwurf gegen Hersel auch nur um den eines "misdemeanor", also eines geringen Gesetzesverstoßes. Der deutsche Ausdruck dafür wäre Vergehen. Die maximale hierfür in Kalifornien vorgesehene Freiheitsstrafe ist ein Jahr.

4. Festgenommen heißt nicht verurteilt. Der Prozess läuft noch, und vielleicht wird Hersel auch freigesprochen.
 
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