Unmut über Zypries-Pläne (zu heimlichen Vaterschaftstests)

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25 April 2006
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Folgende News wurde am 15.02.2007 um 07:54:04 Uhr veröffentlicht:
Unmut über Zypries-Pläne
DPA-News

Berlin (dpa) - Der Vorstoß von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD), heimliche Vaterschaftstests unter Strafe zu stellen, hat für Unmut in Union und FDP gesorgt. «Einen Straftatbestand einzuführen, wäre völlig überzogen. Das ist mit uns nicht zu machen», so Unionsfraktionsvize Wolfgang Bosbach (CDU) zur «Passauer Neuen Presse».Heimliche Vaterschaftstests könnten einen Beitrag zum Familienfrieden leisten. Denn in den meisten Fällen erweise sich der Verdacht der Männer als unbegründet, ...
 
jetzt reicht es aber langsam!!!

Was für Rechte haben wir Väter denn schon, außer brav die Alimente zu Zahlen.
Jetzt kommt der Bundesgerichtshof daher und sagt heimliche Test sind illegal, d.h.
egal ob man der leibliche Vater ist oder nicht, brav Zahlen und schnauze halten.
In diesem Land läuft was schief und das schon seit längerem.
Stellen wir uns mal vor, da ist eine Frau mit 3 Kindern, von drei verschiedenen
Vätern (in dieser Zeit gar nicht so unvorstellbar ;) ).
So, jetzt werden drei mal Alimente fällig, ca. 290 EUR (egal ob der Kindes Vater das kann, oder nicht!!!) pro Kind und Monat, das sind schon 870 EUR!!!
Wer jetzt noch selber seine Kinder "macht" ist schön doof.

Jetzt bin ich auf Euer Meinung gespannt!

MfG
der schmipez
 
Zuletzt bearbeitet:
Bevor ich mir da eine Meinung bilde: Kann mir jemand sagen, wie man denn "Vater" wird? Also, Frau entbindet. Muss dann ein Mann anerkennen, dass er der Vater ist?

Wenn das so ist, dann hat er die Vaterschaft doch wissentlich anerkannt. Er kann das doch, bevor er zustimmt, prüfen lassen.

Marty
 
eben nicht!

die mutter muss zustimmen.ohne die erlaubniss der mutter ist nix mit test
verweigert der erzeuger den test jedoch wird er vom gericht angeordnet und dann darf er den auch noch zahlen wenn er der vater ist
 
eben nicht!

die mutter muss zustimmen.ohne die erlaubniss der mutter ist nix mit test
verweigert der erzeuger den test jedoch wird er vom gericht angeordnet und dann darf er den auch noch zahlen wenn er der vater ist

Es geht um die ERSTANERKENNUNG der Vaterschaft direkt nach der Geburt, das meine ich. Wie wird man da Vater. Ich stelle mir das so vor, dass es eine Geburtsurkunde gibt, wo ein Mann erklärt, dass er der Vater ist. Oder kann eine Frau nach der Entbindung einfach irgendeinen Mann als "Vater" definieren und der ist es dann einfach?

Marty
 
trotzdem fast wie oben!

mutter sagt:der wars!
er sagt:nö

gericht ordnet vaterschaftstest an und dann.............

es sei denn er erkennt es halt gleich an
 
Was für Rechte haben wir Väter denn schon, außer brav die Alimente zu Zahlen.

Für die Frauen zählt das noch zur Gleichberechtigung :LOL:

Ironie des Schicksals?
Die Frauen fordern Gleichberechtigung und den Männern werden Rechte entzogen?
 
Da das ja grad aktuell ist, stand auch heute was dazu in unserer Lokalzeitung.
Da ich selber "Scheidungskind" bin, denke ich natürlich auch viel über so etwas nach, und heute bin ich auf etwas gekommen, worüber ich noch nie nachgedacht habe.
Der Mann zahlt Unterhalt, das kennt man ja. Dann wohnt das Kind oft bei der Mutter, die arbeitet nicht, sondern erzieht das Kind, und der Mann verdient das Geld für alle, aber die Mutter erzieht nur das Kind, was hat der Vater davon?
Natürlich kann man so nicht denken, und wenn so etwas gerichtlich entschieden werden muss, ist es wirklich ein Armutszeugnis, auch wenn der Vater oder die Mutter noch so heult, die größten Verlieren dabei sind die Kinder, aber an die wird am wenigsten gedacht.

Übrigens halte ich es auch für bescheuert, wenn das Kind nur bei der Mutter wohnt und den Vater nur alle 14 Tage oder so sieht, gilt selbstverständlich auch andersrum. Außer natürlich in Sonderfällen, wie Vater gewalttätig oder Mutter Alkoholikerin, oder oder oder...

Bei mir ist es praktisch, meine Eltern wohnen in der selben Stadt, ich bin mobil und ich und meine beiden kleinen Brüder wechseln jetzt wöchentlich. Es ist klar, dass man seinen Eltern nichts vorwerfen kann, jedoch habe ich immer noch ein kleines rotes Kind in mir, dass meinen Eltern die Schuld dafür gibt, dass es nie wirklich rauskommen konnte, weil es immer drüber nachdenken musste, wo jetzt Klamotten sind, wo das Deutschbuch liegt, wo es nach der Schule hin muss, usw (Früher haben wir zweimal die Woche gewechselt).

Oftmals habe ich wirklich das Gefühl, dass die Eltern bei Scheidungsstreiten oft als letztes ans Kind denken.
 
trotzdem fast wie oben!

mutter sagt:der wars!
er sagt:nö

gericht ordnet vaterschaftstest an und dann.............
Versteh ich jetzt nicht. Das wäre doch ideal, wenn man wirklich nicht der Vater ist. Dann ordnet das Gericht den Test an, es wird festgestellt, man ist nicht der Vater und muss auch nicht zahlen.

Trotzdem dürfte es schwierig sein, in einer (noch) funktionierenden Partnerschaft der Mutter im Krankenhaus zu sagen: "Du, ich möchte da jetzt erst mal einen Test haben, bevor ich die Vaterschaft anerkenne. Es könnte ja sein, dass das Kind nicht von mir ist." Ich glaube, dann wäre die Partnerschaft ganz schnell zu Ende.

Ansonsten ist es doch kein Thema: Der Vater ist entweder tatsächlich der Vater oder er hat freiwillig die Vaterschaft anerkannt. In beiden Fällen halte ich es für richtig, dass er da auch nicht mehr rauskommt, wenn er plötzlich seine Meinung ändert.

Marty
 
Ich denke mal es geht um die Fälle, wo erst geraume Zeit nach der Geburt bei dem Vater Zweifel aufkommen. In diesem Fall kann der Vater die Beziehung auf die Probe stellen durch solch eine Frage - stimme ich MartyMcFly zu, sehr riskantes Unterfangen. Wenn die Partnertschaft nicht mehr besteht hat der Vater doch keine Chance zur Zeit - die Mutter muss dem test zustimmen.

Deshalb finde ich das Urteil gut, weil dieser rechtsfreie Zustand ja durch den Gesetzgeber beendet werden muss durch eine Regelung, wie ein Mann auf legalem Wege einen Vaterschaftstest erzwingen kann. Vorgabe für dieses Gesetz ist bis 2008 glaube ich.

fossiebaer
 
Also, Frau entbindet. Muss dann ein Mann anerkennen, dass er der Vater ist?
Wird ein Kind in der Ehe geboren, ist der Ehemann automatisch der vater - ob er es auch tatsächlich ist, ist dabei egal. DA liegt der Hase im Pfeffer, zumal er (der Pappi) nur eine beschränkte Frist hast (2 Jahre glaube ich) zu beweisen, dass er nicht der Vater des Kindes ist und so die Vaterschaft off. aberkennen zu lassen. Dazu braucht er aber den Vaterschaftstest und genau das ist ja nun das Problem... wie kriegen, wenn nicht heimlich?

Mal sollte eigentlich grundsätzlich direkt nach der Geburt einen Vaterschaftstest machen und erst danach die Vaterschaft jemanden auf die Nase binden. Die automatische "Vaterschaftsvergabe" für ehelich geborene Kinder ist einfach unfair.
 
Mal sollte eigentlich grundsätzlich direkt nach der Geburt einen Vaterschaftstest machen und erst danach die Vaterschaft jemanden auf die Nase binden. Die automatische "Vaterschaftsvergabe" für ehelich geborene Kinder ist einfach unfair.

Ich weiß ja nicht, welche Einstellung du zu Zwischenmenschlichen Beziehungen hast, aber ich halte das für schwachsinn. Ehen und Lebenspartnerschaften beruhen zu einem nicht unerheblichen Teil auf Vertrauen. Ein obligatorischer vaterschaftstest negiert diese Grundlage völlig.