News Universitäten drohen mit Ausweitung des Numerus clausus

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25 April 2006
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[N] Universitäten drohen mit Ausweitung des Numerus clausus

Folgende News wurde am 11.06.2007 um 16:56:36 Uhr veröffentlicht:
Universitäten drohen mit Ausweitung des Numerus clausus
DPA-News

Berlin (dpa) - Im Streit um eine bessere Finanzierung der Hochschulen haben die Universitäten mit einem flächendeckenden Numerus clausus gedroht. Das wäre die einzige Maßnahme, um das Recht der jungen Generation auf angemessene Studienbedingungen zu sichern, hieß es bei der Sitzung der Hochschulrektorenkonferenz und des Deutschen Hochschulverbandes. Die Regierungschefs von Bund und Ländern wollen am Donnerstag den Hochschulpakt unterzeichnen. Bis 2010 sollen rund 90*000 zusätzliche ...
 
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Reaktionen: TCS
Eigentlich eine Frechheit.

Ich hab noch nicht mal was gegen Studiengebühren, wenn das Geld zu 100% in die Lehre fließt, spricht; die Zustände an den Unis durch die Bank verbessert werden.

Aber nein, das Geld wird zur Haushaltssanierung der Länderkassen "missbraucht"
 
Ich halte den Numerus Clausus für eine sehr sinnvolle Sache... Aber nur so, wie es die ZVS macht... Das heißt jedes Bundesland bekommt seine Quote und nicht nur die "besten" NCs werden berücksichtigt, denn das benachteiligt Schüler in Ländern mit schwierigeren Abis... Es ist ja kein Geheimnis, dass die Abinoten in Bremen wesentlich besser ausfallen... Und dort leben ja auch keine klügeren Menschen als in Bayern... ;)
@darkkurt: Was hat dein Post für einen Sinn? Schon einmal was von Elitenförderung gehört? Die ist eben ein bisschen teurer...
 
Was hat dein Post für einen Sinn? Schon einmal was von Elitenförderung gehört? Die ist eben ein bisschen teurer...

Was nützt Elitenförderung, die auf Kosten der Masse finanziert wird? Nichts! Elitenförderung ist ein teil der Verbesserung, nicht das Nonplusultra.

Ein NC ist dann sicher, wenn unterhalb eines gewissen levels die Studienabbrüche imens ansteigen, oder auch bei "Mode-Studiengängen", aber nicht als "Studiums-Verhinderungsinstrument" zur Begrenzung der Kosten.
 
das problem beim numerus clausis ist, dass schüler in bayern es schwerer haben diesen zu erreichen als schüler in berlin oder brandenburg. Die Wanderung von Nord nach Süd kann man bereits heute schon gut erkennen. :roll:
 
das problem beim numerus clausis ist, dass schüler in bayern es schwerer haben diesen zu erreichen als schüler in berlin oder brandenburg. Die Wanderung von Nord nach Süd kann man bereits heute schon gut erkennen. :roll:
Und daher denke ich, dass es sinnvoll wäre, wenn die ZVS über sehr viel mehr Studiengänge die Entscheidungsgewalt hätte... Denn das würde einerseits verhindern, dass Schüler aus Bayerrn (oder sonstwo) benachteiligt würden und anderseits würde es die Hochschulen entlasten, die mit der Auswahl der Studenten zumeist überfordert sind... Außerdem könnte man sich dann nicht bei 10 verschiedenen Unis anmelden und Nachrückverfahren könnten so mehr vermieden werden...
 
Traurig. In unserer postindustriellen Gesellschaft dürfte es eigentlich keine Diskussion darüber geben, ob man Bildungsetats auf hohem Niveau halten sollte.
 
Ich hab noch nicht mal was gegen Studiengebühren, wenn das Geld zu 100% in die Lehre fließt, spricht; die Zustände an den Unis durch die Bank verbessert werden.
Die Studiengebühren sollen , wie der Numerus Clausus auch, dazu dienen die Anzahl der Studenten zu begrenzen. Wie das Geld dann verwendet wird spielt eigentlich keine Rolle.
 
Die Studiengebühren sollen , wie der Numerus Clausus auch, dazu dienen die Anzahl der Studenten zu begrenzen. Wie das Geld dann verwendet wird spielt eigentlich keine Rolle.

Ein Studium zu finanzieren ist ein Kredit auf eine erfolgreiche Zukunft zu nehmen - nichts weiter. Bildung kostet nun mal Geld - und das Geld sollte wohl wieder in die Bildung fließen.
 
Ein Studium zu finanzieren ist ein Kredit auf eine erfolgreiche Zukunft zu nehmen - nichts weiter.
Das gilt nicht im Allgemeinen, sondern nur im Speziellen für bestimmte prädestinierte Personengruppen.
Und auch ein Studium ist keine Garantie für ein erfolgreiches Leben oder einen guten Beruf.

Bildung kostet nun mal Geld - und das Geld sollte wohl wieder in die Bildung fließen.
Dann wäre eine Leihbücherei einer Universität um Längen überlegen. Universitäten doch lieber abschaffen :?:
 
Aber nein, das Geld wird zur Haushaltssanierung der Länderkassen "missbraucht"

Zitat:
Die Gebühreneinnahmen sind echte Zusatzeinnahmen der Hochschulen. Das Gesetz schreibt vor, dass die Gelder zweckgebunden für Studium und Lehre eingesetzt werden: zum Beispiel für die Ausstattung der Bibliotheken, für die Studienberatung, für Tutorien, vor allem aber für zusätzliches Lehrpersonal. Damit kann die Betreuung der Studierenden erheblich verbessert werden. Die Studiengebühren werden nicht mit den staatlichen Zuschüssen für die Hochschulen verrechnet. Diese bleiben weiterhin stabil.

Marty
 
Zitat:
Die Gebühreneinnahmen sind echte Zusatzeinnahmen der Hochschulen. Das Gesetz schreibt vor, dass die Gelder zweckgebunden für Studium und Lehre eingesetzt werden: zum Beispiel für die Ausstattung der Bibliotheken, für die Studienberatung, für Tutorien, vor allem aber für zusätzliches Lehrpersonal. Damit kann die Betreuung der Studierenden erheblich verbessert werden. Die Studiengebühren werden nicht mit den staatlichen Zuschüssen für die Hochschulen verrechnet. Diese bleiben weiterhin stabil.

Marty

Tja, und was hindert die Länder daran, sich an den "regulären" Etats der Unis zu bedienen (nötige Erhöhungen nicht durchführen - es muss ja nicht expliziet darauf verwiesen werden, dass diese Ausfälle durch die Studiengebühren ausgeglichen werden können/müssen)?
 
Zitat:
Die Gebühreneinnahmen sind echte Zusatzeinnahmen der Hochschulen. Das Gesetz schreibt vor, dass die Gelder zweckgebunden für Studium und Lehre eingesetzt werden: zum Beispiel für die Ausstattung der Bibliotheken, für die Studienberatung, für Tutorien, vor allem aber für zusätzliches Lehrpersonal. Damit kann die Betreuung der Studierenden erheblich verbessert werden. Die Studiengebühren werden nicht mit den staatlichen Zuschüssen für die Hochschulen verrechnet. Diese bleiben weiterhin stabil.

Marty

Da wüsste ich mal gerne die Quelle, denn in NRW sieht das etwas anders aus. Es wird sehr wohl davon Gebrauch gemacht, andere Zuwendungen an die Universitäten zu kürzen bzw. nicht an steigende Kosten wie z. B. Energieausgaben anzupassen. Es stimmt zwar, dass die Studiengebühren zweckgebunden verwendet werden müssen, das ist ganz klar geregelt. Das den Hochschulen jetzt aber automatisch ein um die Studiengebühren erhöhter Betrag zur Verfügung steht, ist aber keinesfalls gegeben.
 
Da wüsste ich mal gerne die Quelle, denn in NRW sieht das etwas anders aus. Es wird sehr wohl davon Gebrauch gemacht, andere Zuwendungen an die Universitäten zu kürzen bzw. nicht an steigende Kosten wie z. B. Energieausgaben anzupassen. Es stimmt zwar, dass die Studiengebühren zweckgebunden verwendet werden müssen, das ist ganz klar geregelt. Das den Hochschulen jetzt aber automatisch ein um die Studiengebühren erhöhter Betrag zur Verfügung steht, ist aber keinesfalls gegeben.

Das weiß ich nicht, sehe da aber auch keinerlei Problem drin. Hauptsache, die Studiengebühren landen da, wo sie landen sollen.

https://bildungsklick.de/pm/51441/ministerium-geht-jedem-hinweis-zu-zweckfremder-verwendung-nach/

Marty
 
Das gilt nicht im Allgemeinen, sondern nur im Speziellen für bestimmte prädestinierte Personengruppen.
Und auch ein Studium ist keine Garantie für ein erfolgreiches Leben oder einen guten Beruf.
Das gilt durchaus im Allgemeinen. Ein Maschinenbauingenieur wird IMMER mehr gehalt bekommen als ein Maschinenschlosser Lohn, auch wenn der fachlich ebenso kompetent ist.
Oder Diplom-Pädagogen mehr als Erzieher, oder...

Dann wäre eine Leihbücherei einer Universität um Längen überlegen. Universitäten doch lieber abschaffen :?:

Jaaa, Polemik ist immer gut... :yawn:
Selbst Klippschülern sollte der Unterschied zwischen Uni und Bibliothek auffallen...

@MartyMcFly: IN Hessen fehlt der Sachbezug, bzw. wird fehlen.

Allerdings ändert sich NICHTS für den Bildungsetat, wenn ein Bundesland (hypothetisch) 200 mio Einnahmen aus Studiengebühren erwirtschaftet und im Selben Jahr den Hochschuletat um 200 mio kürzt... Eben dann fließt die Gebühr eben NICHT in die Bildung, sondern dient, wenn auch nur indirekt, anderen Zwecken. Das kann man den Unis nicht vorwerfen, aber den Landesregierungen.
 
Allerdings ändert sich NICHTS für den Bildungsetat, wenn ein Bundesland (hypothetisch) 200 mio Einnahmen aus Studiengebühren erwirtschaftet und im Selben Jahr den Hochschuletat um 200 mio kürzt... Eben dann fließt die Gebühr eben NICHT in die Bildung, sondern dient, wenn auch nur indirekt, anderen Zwecken. Das kann man den Unis nicht vorwerfen, aber den Landesregierungen.

Das ist genau der Punkt. Im Prinzip ist das dann doch letzlich das Stopfen von Haushaltslöchern, nur eben durch die Hintertür. Von einer besseren finanziellen Ausstattung der Hochschulen kann i. d. R. keine Rede sein. Gespart wird, wo es geht, auch bei den Gehältern der wissenschaftlichen Mitarbeiter und den der Professoren, den neuen Entgeltgruppen sei Dank. Auch nicht gerade dazu geeignet, qualifiziertes Personal an Land zu ziehen und damit eine gute Lehre zu garantieren.
 
Und daher denke ich, dass es sinnvoll wäre, wenn die ZVS über sehr viel mehr Studiengänge die Entscheidungsgewalt hätte... Denn das würde einerseits verhindern, dass Schüler aus Bayerrn (oder sonstwo) benachteiligt würden und anderseits würde es die Hochschulen entlasten, die mit der Auswahl der Studenten zumeist überfordert sind... Außerdem könnte man sich dann nicht bei 10 verschiedenen Unis anmelden und Nachrückverfahren könnten so mehr vermieden werden...


Das wundert mich aber das ausgerechnet ein bekennder Bayer gegen die Autonomie der Länder und Hochschulen ist. Ausserdem könnte das Resultat eines besseren Abidurschnitts in Bremen auch mit einer höheren Qualität der Bildung dort begründet werden, das muss nicht mit höherer Intelligenz im Zusammenhang stehen. Zumindest hier in Berlin war es im Nachwendejahrzehnt so das das geforderte Niveau an der Ost-FH(TW) höher war als in der West (T)FH. Was teilweise zu Wanderbewegungen unter Studenten führte, übrigens in beide Richtungen.