denisale81
Well-known member
- 20 April 2006
- 1.590
- 31
So ich möchte euch heute einmal von einer Sache berichten, die mich selber relativ viel beschäftigt.
Mein Lebensgefährte hat aus erster Ehe einen 10 Jährigen Sohn.
Dieser ist jetzt gerade mal 1,30 m gross und bringt stolze 54 kg auf die Waage.
Nach einigen Gesprächen mit einem Psychologen stellte sich auch heraus, das er ein sogenannter "Frustesser" ist. Mich persönlich wundert das eigentlich gar nicht, denn leider wird er zu Hause von seiner Mutter und ihren wechselnden Freunden nicht gerade nett behandelt.
Ich möchte euch hier nun ein paar Dinge darüber erzählen.
Angefangen hat alles nach der Geburt ihres zweiten Kindes. Schnell wurde festgestellt, das die "Kleine" einen " Lungenfehler" hat, weshalb sie des öfteren im Spital behandelt wird und auch zu Hause zb. inhalieren muss.
Seit diesem Zeitpunkt ist sie die "arme kleine" und er wird immer recht schnell mit einer Schüssel voll Naschzeug abgefertigt und vor den Fernseher gesetzt.
Mir ist schon klar, das die kleine mehr Aufmerksamkeit benötigt, aber darf ich deshalb mein zweites Kind einfach vergessen.
Marco (so heisst er
) hat mir zb. auch schon vor ca. 2 Jahren erzählt das sein Oma relativ oft auf ihn aufpassen würde. Weiters berichtete er mir, das sie ihn mit einem Gürtel oder Kochlöffel schlägt.
Zu Beginn muss ich ehrlich gestehen glaubte ich er würde mich anlügen, da ich
wusste das er nicht gerne bei seiner Oma ist.
Doch jetzt über die Sommerferien war er drei Wochen bei uns. Was er mir da erzählte stellte mir teilweise die Haare auf. Wieder erzählte er mir das er von der Oma geschlagen wird. Des weiteren wurde er laut seiner Aussage auch schon von einem Mann (wechselnde Bekanntschaft der Mutter) am Ohr aus der Wohnung gezogen.
Mir ist natürlich schon klar das Kinder manche Sachen dramatisieren, andererseits glaube ich nicht, das er alles einfach erfindet.
Denn das ein Kind nach zwei Jahren noch die selbe Lügengeschichte erzählt kann ich mir einfach nicht vorstellen.
Ich hatte mich natürlich auch schon mit dem Jugendamt in verbindung gesetzt und es wurde ein Gespräch mit der Mutter und Marco vereinbart in dem er das selbe nochmals erzählt hat.
Das Problem daran war aber, das die Mutter ihn mit aussagen wie zb :" Was erzählst du hier das stimmt ja gar nicht" oder " Na so wie du das jetzt erzählst war das aber nicht" als Lügner hingestellt hat.
Er selber hat natürlich am Ende erzählt was seine Mutter hören wollte
Weiters hat er mir gesagt das er öfters auf seine "kranke" Schwester aufpassen muss, damit die Mama Radfahren bzw. einkaufen gehen kann.
Ich muss aber sagen, das Marco leider seinem Alter gerecht absolut nicht selbstständig ist.
Wie kann ich ihm da einfach so die Verantwortung übertragen, auf ein Kind aufzupassen das jederzeit an Atemnot leiden kann.
Dann erlebt er zu Hause einen Tiefschlag nach dem anderem. So hat er zum Schulende wegen des guten Zeugnisses einen Welpen von seiner Mutter geschenkt bekommen. Ich möchte anmerken das dies schon der dritte Hund war den er bekommen hatte. Die ersten beiden verschwanden unter beinahe misteriösen Umständen.
Jetzt ist er Sonntags wieder nach Hause gekommen, hat überall nach seinem Hund gesucht, doch er war nicht mehr da. Angeblich (so wurde es dem Kind erzählt) war er krank und musste eingeschläfert werden.
Das war natürlich wieder ein Schock für das Kind.
Leider ist es so das Marco schon verhaltensauffällig ist und solche Vorfälle sicher nicht dazu beitragen, ihm zu helfen.
Tja, nur ich habe es ehrlich gesagt schon aufgegeben mich mit dem Jugendamt in Verbindung zu setzten, da immer nur Gespräche zwischen der Mutter und dem Jugendamt stattfinden sich an der Situation aber absolut nichts ändert.
Der Junge wollte in den drei Wochen in denen er bei uns war nicht einmal mit seiner Mutter telefonieren, geschweige denn überhaupt wieder nach Hause fahren.
So, ich könnte wohl noch ewig so weiterschreiben aber ich denke das bis jetzt geschriebene sollte aufschlussreich genug sein.
Meine Frage wäre: Gibt es noch andere Institutionen an die man sich in solchen Fällen wenden kann?
Für Tips (bzw. vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht) wäre ich euch sehr dankbar
Mein Lebensgefährte hat aus erster Ehe einen 10 Jährigen Sohn.
Dieser ist jetzt gerade mal 1,30 m gross und bringt stolze 54 kg auf die Waage.
Nach einigen Gesprächen mit einem Psychologen stellte sich auch heraus, das er ein sogenannter "Frustesser" ist. Mich persönlich wundert das eigentlich gar nicht, denn leider wird er zu Hause von seiner Mutter und ihren wechselnden Freunden nicht gerade nett behandelt.
Ich möchte euch hier nun ein paar Dinge darüber erzählen.
Angefangen hat alles nach der Geburt ihres zweiten Kindes. Schnell wurde festgestellt, das die "Kleine" einen " Lungenfehler" hat, weshalb sie des öfteren im Spital behandelt wird und auch zu Hause zb. inhalieren muss.
Seit diesem Zeitpunkt ist sie die "arme kleine" und er wird immer recht schnell mit einer Schüssel voll Naschzeug abgefertigt und vor den Fernseher gesetzt.
Mir ist schon klar, das die kleine mehr Aufmerksamkeit benötigt, aber darf ich deshalb mein zweites Kind einfach vergessen.
Marco (so heisst er
Zu Beginn muss ich ehrlich gestehen glaubte ich er würde mich anlügen, da ich
wusste das er nicht gerne bei seiner Oma ist.
Doch jetzt über die Sommerferien war er drei Wochen bei uns. Was er mir da erzählte stellte mir teilweise die Haare auf. Wieder erzählte er mir das er von der Oma geschlagen wird. Des weiteren wurde er laut seiner Aussage auch schon von einem Mann (wechselnde Bekanntschaft der Mutter) am Ohr aus der Wohnung gezogen.
Mir ist natürlich schon klar das Kinder manche Sachen dramatisieren, andererseits glaube ich nicht, das er alles einfach erfindet.
Denn das ein Kind nach zwei Jahren noch die selbe Lügengeschichte erzählt kann ich mir einfach nicht vorstellen.
Ich hatte mich natürlich auch schon mit dem Jugendamt in verbindung gesetzt und es wurde ein Gespräch mit der Mutter und Marco vereinbart in dem er das selbe nochmals erzählt hat.
Das Problem daran war aber, das die Mutter ihn mit aussagen wie zb :" Was erzählst du hier das stimmt ja gar nicht" oder " Na so wie du das jetzt erzählst war das aber nicht" als Lügner hingestellt hat.
Er selber hat natürlich am Ende erzählt was seine Mutter hören wollte
Weiters hat er mir gesagt das er öfters auf seine "kranke" Schwester aufpassen muss, damit die Mama Radfahren bzw. einkaufen gehen kann.
Ich muss aber sagen, das Marco leider seinem Alter gerecht absolut nicht selbstständig ist.
Wie kann ich ihm da einfach so die Verantwortung übertragen, auf ein Kind aufzupassen das jederzeit an Atemnot leiden kann.
Dann erlebt er zu Hause einen Tiefschlag nach dem anderem. So hat er zum Schulende wegen des guten Zeugnisses einen Welpen von seiner Mutter geschenkt bekommen. Ich möchte anmerken das dies schon der dritte Hund war den er bekommen hatte. Die ersten beiden verschwanden unter beinahe misteriösen Umständen.
Jetzt ist er Sonntags wieder nach Hause gekommen, hat überall nach seinem Hund gesucht, doch er war nicht mehr da. Angeblich (so wurde es dem Kind erzählt) war er krank und musste eingeschläfert werden.
Das war natürlich wieder ein Schock für das Kind.
Leider ist es so das Marco schon verhaltensauffällig ist und solche Vorfälle sicher nicht dazu beitragen, ihm zu helfen.
Tja, nur ich habe es ehrlich gesagt schon aufgegeben mich mit dem Jugendamt in Verbindung zu setzten, da immer nur Gespräche zwischen der Mutter und dem Jugendamt stattfinden sich an der Situation aber absolut nichts ändert.
Der Junge wollte in den drei Wochen in denen er bei uns war nicht einmal mit seiner Mutter telefonieren, geschweige denn überhaupt wieder nach Hause fahren.
So, ich könnte wohl noch ewig so weiterschreiben aber ich denke das bis jetzt geschriebene sollte aufschlussreich genug sein.
Meine Frage wäre: Gibt es noch andere Institutionen an die man sich in solchen Fällen wenden kann?
Für Tips (bzw. vielleicht hat ja jemand ähnliche Erfahrungen gemacht) wäre ich euch sehr dankbar
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