Tierquälerei als Kunst

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claudioricardo

immer unterwegs
ID: 248274
L
13 August 2006
1.943
113
Durch des Newsletter eines Tierschutzvereines, dem ich angehöre, erfuhr ich von einem sogenannten "Künstler" aus Honduras, das er während einer Ausstellung vor den Besuchern einen Hund verhungern lies.

Der Werdegang des Tieres wurde in Fotos dokumentiert, die man u.a. in seinem Blog sehen kann:

https://elperritovive.blogspot.com/

Ein Video das zum Protest aufruft ist hier eingestellt:

https://www.youtube.com/watch?v=O6vP8CgTonQ

und wer dafür ist, das diesem "Künstler" sein Status aberkannt wird (was ihm u.a. finanzielle Nachteile bringt und ihn somit vor Folge-"Kunstwerke" abhält), der kann hier die Petition unterschreiben:

https://www.petitiononline.com/13031953/petition-sign.html?

Ist zwar alles in spanischer Sprache (ausser die Seite für die Petition), aber die Bilder sprechen wohl für sich.
 
Tjo spanisch müsste man können :roll:

Der Hund war schwer krank und wollte von sich aus nichts mehr Essen ... es war also ein ganz natürlicher Tod ..
 
@warlock: du siehst jeden tag indirekt zu, wie tausende menschen verhungern, wieso ist das nicht schwer krank?
Nicht, dass ich die Aktion gut heiße, aber der Künstler sagt durchaus was aus.
 
Gott, wie mir dieses populistische "irgendein böser Künstler lässt einfach weils im Spaß macht einen Hund verhungern" auf den Sack geht :roll:
Würden sich die Leute informieren anstatt irgendwelche Propaganda von einer Tierschutzorganisation zu übernehmen, wüssten sie sogar um was es geht.
Täglich verhungern in Honduras tausende wild lebende Hunde, doch niemand interessiert es. Der Künstler wollte darauf aufmerksam machen, aber nein, er ist ja ein böser, der einfach Spaß dran hat, einen Hund zu quälen. Was dann ansonsten noch rund herum passiert, ist für die blind hetzenden angeblichen "Tierschützer" natürlich egal. Sollen doch die anderen tausende Hunde weiter verrecken, hauptsache der eine Künstler wird für seine unkonventionelle Art auf leidende Tiere aufmerksam zu machen ordentlich gebasht - ist ja auch einfacher als das Übel wirklich an der Wurzel anzugehen.

Und böse Bilder posten und den Text dazu nicht zu verstehen ist natürlich auch schon lustig.

Tierschutz ist wichtig, aber man sollte nicht wegen irgendwelchen - im Vergleich zum wirklich großen Elend vieler Wesen auf der Erde (Mensch&Tier) - Nichtigkeiten einen irrsins Zirkus machen und dabei die eigentlichen Probleme aus den Augen lassen.

Wenn diesem Künstler jetzt der Künstlerstatus aberkannt wird und er somit in die Armut getrieben wird - wem hilft das dann? Dem toten Hund? Den tausenden sterbenden Hunden? Den Millionen leidenen Tieren? Den Millionen leidenden Menschen?
 
Mahlzeit,
Warum hat er das getan, bzw. was bewegte ihn dazu (ich verstehe kein spanisch)?

Die Beweggründe sind vollkommen Wurscht dabei :!: Denn es gilt uneingeschränt das hier:
Schwer krank sind die Menschen die einen Hund beim sterben zusehen und das dann als Kunst bezeichnen...

Kein Mensch hat das Recht ein Tier (oder Mensch) in was für Namen auch immer leiden zu lassen. Selbst wenn der Hund schwer krank war und allein nichts mehr fressen wollte, hätte man ihn behandeln oder erlösen können, Punkt und Ende.

(Genauso krank sind übrigens Menschen, die sich an der "Dokumentation" noch ergötzen! - im Übrigen bringt auch die Aufmerksamkeit der Gegner Klicks auf die Seite und damit Einnahmen und Beachtung, daran sollte man denken, wenn man solches weiter trägt.)

Edit:
@DelphiKing:
Genau und weil Menschen in Afrika verhungern, setzen wir mal zwei davon in einen Käfig und dokumentieren ihr Verhungern um darauf aufmerksam zu machen. Echt tolle Idee. Da gibt es andere Möglichkeiten ohne das Leiden eines einzelnen zur Schau zu stellen.

mfG
Andy
 
... Da gibt es andere Möglichkeiten ohne das Leiden eines einzelnen zur Schau zu stellen...
Genau, spenden wir an eine Futterorganisation welche 3fach subventioniertes Futter zB aus Holland nach Afrika schippert welches dank der 3fach subvention immernoch günstiger ist als das heimisch Angebaute und somit den heimischen Markt regelrecht untermauert und zerstört. Sonst könnten diese 3.Welt Länder ja auf einmal selbstständig werden und ansprüche fordern o_O

Nee nee lieber klein behalten und bissl Essen runterschicken ... bezahlt wirds ja von diversen stellen ... kostet mich ja nix ich hab sogar einen Gewinn dabei.
 
Täglich verhungern in Honduras tausende wild lebende Hunde, doch niemand interessiert es. Der Künstler wollte darauf aufmerksam machen, aber nein, er ist ja ein böser, der einfach Spaß dran hat, einen Hund zu quälen.
Es besteht für mich aber ein himmelweiter Unterschied zwischen dem Ignorieren des Sterbens von Strassenhunden und dem aktiven Töten eines Lebewesens.

Ich kann doch auch nicht aus der Tatsache, dass wir zusehen, wie in Afrika Kinder vehungern, ableiten, dass es völlig legitim ist, ein Kind aktiv zu töten.

Marty
 
@warlock: du siehst jeden tag indirekt zu, wie tausende menschen verhungern, wieso ist das nicht schwer krank?
Nicht, dass ich die Aktion gut heiße, aber der Künstler sagt durchaus was aus.

Und ein anderer Künstler kommt vielleicht auf die Idee, auf Kindesmissbrauch aufmerksam zu machen. Zu diesem Zweck kettet er ein Kind an und lässt es misshandeln, vor den Augen der Besucher.

Das sagt dann auch was aus ...
 
Nanu!? Normalerweise hat der Großteil hier recht zweck-/zielorientierte Ansichten, es ist interessant zu sehen, dass es bei diesem Thema wohl nicht der Fall ist.
 
Und ein anderer Künstler kommt vielleicht auf die Idee, auf Kindesmissbrauch aufmerksam zu machen. Zu diesem Zweck kettet er ein Kind an und lässt es misshandeln, vor den Augen der Besucher.

Das sagt dann auch was aus ...

" Zitat von Muebarekking
@warlock: du siehst jeden tag indirekt zu, wie tausende menschen verhungern, wieso ist das nicht schwer krank?
Nicht, dass ich die Aktion gut heiße, aber der Künstler sagt durchaus was aus."
 
Genau, spenden wir an eine Futterorganisation welche 3fach subventioniertes Futter zB aus Holland nach Afrika schippert welches dank der 3fach subvention immernoch günstiger ist als das heimisch Angebaute und somit den heimischen Markt regelrecht untermauert und zerstört. Sonst könnten diese 3.Welt Länder ja auf einmal selbstständig werden und ansprüche fordern o_O

Nee nee lieber klein behalten und bissl Essen runterschicken ... bezahlt wirds ja von diversen stellen ... kostet mich ja nix ich hab sogar einen Gewinn dabei.

...schon komisch, was du aus meinen Zeilen liest, konnte mich gar nicht erinnern, dass ich dahingende Vorschläge gemacht habe. 8O Aber du wirst schon Recht haben ökonomische Überlegungen rechtfertigen natürlich jedes Leid auf dieser Erde um es mal verallgemeinert auf deinen Punkt zu bringen. Genau darum ist unsere Gesellschaft ja so menschlich verarmt, dass man seinem Gegenüber nichtmal mehr offen gegenüber tritt und doch eher anonym was hintenrum klatscht. (Klamm ist da übrigens ein nettes Beispiel für und wohl Spiegel des RL.) Gemeinschaft ist keine Anzahl von Einzelkäpfern mit Riesenego zu Lasten anderer, sondern ein Miteinander, eine Gegenseitigkeit mit Achtung vor dem Anderen. Wer das beherrscht hat auch Achtung vor anderem Leben wie diesem armen Hund, der hier missbraucht wurde. Die Ziele dabei sind unerheblich Missbrauch bleibt Missbrauch!

mfG
Andy
 
hachja, schon interessant wie hier wieder alle schlagkräftigen Argumente ignoriert werden und alles so hingedreht wird, wie man es gern hätte. So wird aus
Der Hund war schwer krank und wollte von sich aus nichts mehr Essen ... es war also ein ganz natürlicher Tod ..
plötzlich
Es besteht für mich aber ein himmelweiter Unterschied zwischen dem Ignorieren des Sterbens von Strassenhunden und dem aktiven Töten eines Lebewesens.

Mit dem Unterschied dass einer der beiden die Hintergründe kennt und der andere nicht.

Jeder von uns - oder, weil das so unbequem klingt lieber "Jeder in Honduras lebende" - schaut jeden Tag dabei zu wie Tiere verhungern auf den Straßen. Aber da kann man ja einfach wegschauen, das ist das praktische. Dann ist es ja auch nicht mehr schlimm.

Wenn aber einer dieses Elend in die Öffentlichkeit zieht, dann kann man nicht mehr einfach die Augen verschließen, dann muss man natürlich was tun. Am besten eine Kurzschlussreaktion und auf den nächstbesten Pseudoschuldigen einprügeln (den Künstler in dem Fall).
 
Mit dem Unterschied dass einer der beiden die Hintergründe kennt und der andere nicht.
Ich kannte die Hintergründe auch, bevor ich gepostet habe. Die standen ja weiter oben im Thread.

Aber der Hund auf den Photos war anscheinend in einer Gallerie angekettet und man hat in aktiv verhungern lassen. Wenn man gewollt hätte, hätte man das verhindern können. Es ist unmöglich, sich als Künstler hinzustellen, zu sagen "Der Hund ist krank und will ja auch nichts mehr fressen" und das dann als Entschuldigung zu bringen.

Genauso verwerflich ist es, wenn man die Strassenhunde verhungern lässt. Evtl. spielt da aber auch der nicht vorhandene Wohlstand in Honduras eine Rolle. Bisher war mir das Land nicht bekannt als Wohlstandsstaat. Und da ist vielen Menschen vielleicht der eigene Magen näher als der eines Strassenhundes. Das mag vielleicht nicht politisch korrekt sein, rechtfertigt aber aus meiner Sicht trotzdem nicht das Zurschaustellen eines sterbenden Tieres.

Ich erspare mir hier, Beispiele mit Menschen zu bringen. Obwohl ich mir durchaus vorstellen kann, dass es kranke Hirne gibt, die auch das Verhungern eines Menschen als "Kunst" betrachten würden.

Marty
 
Man sollte vielleicht auch das Verhältnis der Menschen dort zu Hunden mit unserem nicht gleichstellen. Hier dienen Hunde ja auch einem ganz anderen Zweck als den Leuten in Mittelamerika, somit entwickeln sie auch nicht diese Gefühle wie wir sie entwickeln.
 
Man sollte vielleicht auch das Verhältnis der Menschen dort zu Hunden mit unserem nicht gleichstellen. Hier dienen Hunde ja auch einem ganz anderen Zweck als den Leuten in Mittelamerika, somit entwickeln sie auch nicht diese Gefühle wie wir sie entwickeln.

Klar, große Tiere mit Kulleraugen sind eben bessere Tiere die ein höheres Anrecht auf Leben haben. [/sarkasmus]
Wenn im Garten jetzt ne Schnecke verhungert weil ich die Wiese zubetoniert hab, dann ist das ja egal, aber ein knuffelig süßes Hundchen weckt halt mehr Mitgefühl^^
 
Man sollte vielleicht auch das Verhältnis der Menschen dort zu Hunden mit unserem nicht gleichstellen. Hier dienen Hunde ja auch einem ganz anderen Zweck als den Leuten in Mittelamerika, somit entwickeln sie auch nicht diese Gefühle wie wir sie entwickeln.


Naja, anscheinend ja schon, denn wenn es dort kein Interesse für das Leid der Hunde geben würde, hätte sich wohl kein Künstler die Mühe gemacht darauf in seiner Ausstellung aufmerksam zu machen und es in seinem Blog zu veröffentlichen und es hätten sich nicht so viele angeschaut.
Oder er hat es einfach gemacht um öffentliche Aufmerksamkeit zu erzielen und somit mehr Geld zu verdienen und als die Kritik zu groß wurde hat er sich halt einen heroischen Grund gesucht. Weil warum sollte er die Bilder des verhungernden Hundes (ich hab mir den schice nicht angeguckt) im I-Net veröffentlichen, damit es auch ja jeder sehen kann, wie eine Lebewesen elendig krepiert. Wo steckt die Aussage? Wenn mir jemand erzählt, da verhungern Tiere dann weiß ich, dass das schrecklich ist, dann sag ich nicht erst "Ey, zeig mir erstmal Bilder damit ich weiß wie so ein verhungernder Hund aussieht und dann beurteile ich erst ob es schlimm ist oder nicht".
Wie hier schon erwähnt wurde, man kettet ja auch nicht die verhungernden Kinder aus Afrika irgendwo an und schaut zu, wie sie sterben, man braucht sowas nicht sehen, man weiß das es schlecht ist! Auch das Argument, dass der Hund ja krank war ist absoluter Schwachsinn, man hätte ihn erlösen können und ihn nicht noch extra lange seinen Schmerzen und seinen Qualen überlassen sollen, Tiere empfinden auch Schmerz und so etwas ist absolut sadistisch und Leute die sich so etwas angucken sind genauso sadistisch....einfach wiederlich!
 
Naja, anscheinend ja schon, denn wenn es dort kein Interesse für das Leid der Hunde geben würde, hätte sich wohl kein Künstler die Mühe gemacht darauf in seiner Ausstellung aufmerksam zu machen und es in seinem Blog zu veröffentlichen und es hätten sich nicht so viele angeschaut.

Nein, deswegen hat er es ja gerade gemacht: weil kein Interesse besteht! Um vielleicht über diese etwas "krassere" Aktion diesen Missstand aufzuzeigen ...

Zum Hund erlösen .. ich frag mich warum der Mensch sich dass immer rausnimmt irgendwelche Tiere von ihren Leid zu befreien?!? Sterbehilfe beim Menschen ist dann aber wieder total daneben...?
 
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