Studium oder Ausbildung?

Haenna

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2 Dezember 2010
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Hallo erstmal.

Ich habe diesen Sommer mein Abitur gemacht und war mir jetzt noch unschlüssig was und vorallem wie ich weitermachen sollte. Ich würde schon gerne in den Marketingbereich und in die Werbung gehen, bin aber immer noch unentschlossen ob es jetzt ein Studium oder eine ausbildung sein soll.
Obwohl ich die ausbildung eher präferiere, weil ich da nicht erst ein haufen schulden mache. Aber viele sagen mir, dass meine beruflichen chancen mit einem studium einfach besser wären, vorallem in der werbebranche. Das problem ist aber auch, dass ich nicht gerade den besten NCI habe (2,8 ) und das den "studienwunsch" ja auch ziemlich einschränkt...
Im Moment mache ich ein Praktikum im Online-Marketing bereich um wenigsten etwas zu tun zu haben und auch etwas zu lernen, was ich vielleicht (hoffentlich) gebrauchen könnte.
Habt ihr irgendwelche Ratschläge ob ichs nun bezüglich des Studiums versuchen soll oder weiter auf eine Ausbildung bewerben? (Wobei ich da wirklich schon einige Absagen bekommen habe...)
 
Also wenn du mal einen "guten" Job willst und nicht nur das Notizbuch vom Chef sein willst, dann brauchste schon nen Studienabschluss. Was willst du denn genau studieren? Es gibt ja nicht auf jedem Studiengang einen NC. Wie wäre es mit einer Fachhochschule? Vorteil bei einer FH wäre, das die meisten eh schon eine Ausbildung haben, d.h. du könntest ohne Probleme eine Ausbildung machen, ohne dass du dann gleich zu alt bist usw.

Kannst du gut mit Photoshop umgehen? Schnitttechnik usw?

Gruß
 
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was du genau machen sollst, dazu kann man dir schlecht was raten.

Aber hast du dir schonmal ein BA-Studium angesehen? Das ist ein Studium kombiniert mit Ausbildung direkt im Betrieb. D.h. du kriegst Geld dafür und hast nach Ende des Studiums auch ein Diplom in der Tasche ;)

Problem dabei könnte der Abischnitt schon werden, aber wenn du mit dem Praktikum jetzt zufrieden bist und dich net doof anstellst, kannst du das Arbeitszeugnis dafür sicherlich auch in deine Bewerbung mit reinpacken.
Das macht dann schon ordentlich was her, wenn jemand schon in der Richtung was gemacht hat und sich sicher ist, dass ihm das Spaß macht.

Alternative zu "Marketing": BWL, VWL, und die ganzen andern Wirtschaftsstudiengänge. Dafür gibts mehr BA-Plätze und du hast danach ein viel breiter gestreutes Studium hinter dir, das dich befähigt mehr als "nur Marketing" zu machen.
 
ja also vom Studiengang (das ist ja auch von Bundeland zu Bundesland und Uni zu Uni unterschiedlich...) her würde ich schon richtung BWL dann mit Schwerpunkt Marketing gehen wollen, weil wie du schon sagst mighty-mohab, dann hätte ich ein breitere Sparte an Möglichkeiten.

Ja über das duale Studium hatte ich auch nachgedacht, aber eben aufgrund meines Notendurchschnittes quasi auch gleich den Gedanken daran verworfen...

Ich würde wenn ich eine Ausbildungsstelle bekomme ( da dann als Kauffrau für Marketingkommunikation) vermutlich im Anschluss dann noch meinen BA machen wollen. So sieht es jetzt zumindest aus. Da versucht mir meine Mutter natürlich ziemlich reinzureden weil sie unbedingt will dass ich studiere.

Und @ Jango: Mit Photoshop kann ich umgehen ja ;) Ich habe als Leistungskurs Kunst gehabt und darin ja mein Abi gemacht, also wäre das ja geradezu peinlich wenn ich es nicht könnte XD Aber da habe ich eben bemerkt, dass dieses auf Knopfdruck kreativsein bei mir nicht lange klappt. Deshalb will ich auch nicht mehr in die Kreation, wie vorher.
 
Also ich kenne das Problem aus dem ersten Beitrag, und habe nach dem Abi eine Lehre gemacht. Es ist aber meiner Erfahrung nach wirklich so das man für viele Positionen im Job ein Studium braucht und ich studiere nun nebenbei. Schau' dir mal die Seiten der Fernuni Hagen an.

:)
 
Also ich kenne das Problem aus dem ersten Beitrag, und habe nach dem Abi eine Lehre gemacht. Es ist aber meiner Erfahrung nach wirklich so das man für viele Positionen im Job ein Studium braucht und ich studiere nun nebenbei. Schau' dir mal die Seiten der Fernuni Hagen an.

:)

Kommst du damit zurecht? Stelle mir das schon schwer vor, zu arbeiten und mal so nebenbei zu studieren. Oder studierst du etwas, wo man weniger lernen muss. Technische Studiengänge oder naturwissenschaftliche Studiengänge könnte ich mir so nebenbei mal nicht vorstellen. Auch BWL oder ähnliches, was ja viel an Masse sein soll.
 
Ich mach die Abi-Ausbildung zum Handelsfachwirt. Nebenbei hab ich auch im Oktober an der Fernuni Hagen angefangen. Ich hab 2 Module belegt. Dafür sollte man jede Woche 20 Stunden investieren. Ich bin allerdings im Schnitt 40 Stunden auf der Arbeit und bereit zu Hause auch mal was vor.

Es gibt Zeiten, da kommt man damit klar. Es gibt Zeiten, da geht gar nichts. Man könnt das durchziehen, aber irgendwann macht der Körper und Geist das nicht mehr mit. Ich werde im zweitem Semester nur ein Modul belegen. Dann dauert das Teilzeitstudium 9 Jahre mit Abschluss Bachelor.
 
Hey, ich mache auch gerade mein Abitur und bin nächstes Jahr fertig.

Die Wahl zwischen Ausbildung und Studium ist eigentlich nicht schwer zu wählen. Wenn du die Chance und ich betone wirklich die Chance haben möchtest in deiner Karriere weiter aufzusteigen, d. h. du bist kein Familienmensch sondern präferierst eher das Singleleben, Auslandssemester und viel Geld, dann ist das Studium definitiv die richtige Wahl. Falls dies nicht der Fall ist und du auch keine Lust hast längerfristig kein Geld zu verdienen würde ich mich eindeutig für die Ausbildung entscheiden.

Fakt ist, dass der Marketingbereich sehr riesig ist und man mit einem Studium sehr viele Möglichkeiten hat. Es gibt auch sehr viele neue Studiengänge, die damit zutun haben, wie beispielsweise International Business oder Business Administration. Teilweise ist dort soweit ich weiss auch kein NC drauf. Aber das Studium ist mit Sicherheit nicht einfach, da der komplette Unterricht auf Englisch ist, sowie auch Auslandssemester vorgesehen sind. Mit Marketing kannst du ebenfalls andere Bereiche wie BWL verbinden. Informiere dich mal in diese Richtungen, da lässt sich viel Geld machen, vorrausgesetzt - kein Familienleben, wie ich schon
erläuterte.;)

Ein Fachhochschulstudium ist quasi ein Zwischending, für mich die richtige Wahl.
 
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Dazu kann ich nur sagen das ich es nicht bereu meine ausbildung gemacht zu haben. 3 jahre scheisse fressen und gerade so über die runden kommen. aber ich habe die prüfung absolviert und kann jetzt erst mal schaffe. lustig ist das ich das nicht im erllernten beruf mach. bürokaufmann turnt net so. schaff jetzt bei meiem dad als webentwickler. Und sobald was auf der Seite ist werde ich wohl noch mal die schulbank drücken. sprich so ein studium beginnen. dafür sollte es ja nie zu spät sein.

frohe weihnachten un nen guten rutsch.

grüßle
 
So eine Entscheidung sollte auch davon abhängig gemacht werden wie gut man in gewissen Bereichen Dinge erlernt.
Während eine Ausbildung praxisorientiert ist, ist ein Studium absolut theorieorientiert (weshalb Leute, die frisch von der Uni kommen im Prinzip erst mal gar nichts können/ weshalb übrigens Praktika extrem wichtig sind). Ich hab schon viele Menschen im Studium scheitern sehen, weil sie den Sinn hinter dem Auswendiglernen von Unmengen an liebevoll genannten „Theoriegewichste“ nicht gesehen haben. Nachvollziehbar, aber da muss man eben durch. Es gibt Menschen, die können und wollen das nicht machen.


P.S. kleiner Tipp am Rande (mittlerweile auch kein Geheimnis mehr). Mein Abitur war auch nicht gerade wundergut. Also bin ich nach Wien gegangen und studiere dort Publizistik- und Kommunikationswissenschaft mittlerweile schon im Masterstudium, dort gibt es keinen NC (noch!). Wir mussten ein Aufnahmeverfahren über uns ergehen lassen. Sehr fair! Da würde ich mich mal erkundigen, damit du das studieren kannst, was du auch wirklich willst.

LG und viel Erfolg
 
Und dann war deine Ausbildung wofür gut? :roll:

Das mit dem Studium solltest du vielleicht nochmal überdenken ;).

Naja die Ausbildung war in sofern gut als das ich durch sie gemerkt habe das ein Berufsleben als sachbearbeiter egal in welcher branche nichts für mich ist. Außerdem kursierte damals schon der satz mach ma ne lehre dann hast du was in der hand. wollte damals eigentlich wieder zur schule. Aber der schnellere weg um der ABM zu entgehen war die ausbildung. Naja und wenn mein Dad heute die Buchhaltung ansthen hat kann ich diese für ihn erledigen. war ja auch nicht alles für die füße was man da glernt hat.

Studium halt ich gar net für so verkehrt. Ich kann mein wissensspektrum erweitern, und was eigentlich den ausschlag gibt, mein vater würde alles rundrum finanzieren. so dass ich mich komplett aufs studium konzentrieren könnte. Schließlich kann man nie genug abschlüsse haben, oder?

Oder warum sollte ich mir das nochmal überlegen?

greetz
 
Studium halt ich gar net für so verkehrt. Ich kann mein wissensspektrum erweitern, und was eigentlich den ausschlag gibt, mein vater würde alles rundrum finanzieren. so dass ich mich komplett aufs studium konzentrieren könnte. Schließlich kann man nie genug abschlüsse haben, oder?

und wen du dich mit 4 Abschlüssen irgendwann mal bei einer Firma bewerben solltest, was wird die denken? Sicherlich nicht, dass es toll ist, dass du soviel gelernt hast, sondern viel eher, dass du nicht weißt/wusstest, was du wirklich willst.

Warum du es dir überlegen solltest?
Ein Studium ist theoretisch, du hast dann zwar ein weites Wissensspektrum, in der Marktwirtschaft wird das dann aber nur bedingt von Nutzen sein, man wird dich wieder erst schulen müssen.
Also warum nicht gleich direkt den Weg übers Berufsleben gehen? Wenn du den direkten Weg gehst, hast du nachher schon Berufserfahrung, das zählt meist mehr als Wissen, es seidenn du willst natürlich in Bereiche, wo das unbedingt nötig ist Forschung&Entwicklung usw.
 
Warum du es dir überlegen solltest?
Ein Studium ist theoretisch, du hast dann zwar ein weites Wissensspektrum, in der Marktwirtschaft wird das dann aber nur bedingt von Nutzen sein, man wird dich wieder erst schulen müssen.
Also warum nicht gleich direkt den Weg übers Berufsleben gehen? Wenn du den direkten Weg gehst, hast du nachher schon Berufserfahrung, das zählt meist mehr als Wissen, es seidenn du willst natürlich in Bereiche, wo das unbedingt nötig ist Forschung&Entwicklung usw.

Danke für deinen Tipp!

Siehst du und genau das ist der springende punkt. mein vater und die kollegen hier im unternehmen können mir viel über den praktischen teil der programmierung und der sonstigen webentwicklung vermitteln. aber wies halt so ist bleibt nicht immer viel zeit um auch den rest zu erlernen.

Das mit der Berufserfahrung ist natürlich sehr wichtig und meiner meinung nach auch schon ausschlaggebend für die auswahl eines bewerbers (wie du sicher gelesen hast ging ich damals den direkten weg mit meiner ausbildung). Aber dieses praktische wissen sollte durch fundierte hintergrundkenntnisse erweitert werden. Manchmal find ichs gut zu wissen warum etwas funktioniert und nicht nur wie. Kann man das so sagen? - ich glaube schon.:roll:

grüßle
 
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Vorsicht, es gab schon etliche Fälle wo Leute von Firmen abgelehnt wurden, weil sie "überqualifiziert" waren....

Dsa mag sein aber als Webentwickler wirst du eher eine anstellung finden wenn hinter deiner praktischenBerufserfahrung noch ein Studium abschluss steht.
Ich meine in meiner branche gibts leute wie sand am meer. da muss man rausragen. Bin der Meinung überqualifiziert kann man hier nicht sein. Jedenfalls nicht wenns umm wissen geht was mit der branche zu tun hat.


greetz
 
Dsa mag sein aber als Webentwickler wirst du eher eine anstellung finden wenn hinter deiner praktischenBerufserfahrung noch ein Studium abschluss steht.

ehrlich gesagt, wer in die Webentwicklung gehen will, der kann sich ein Studium zu 90% auch sparen, derjenige wird aus seinem Studium rauskommen und trotzdem "nichts" können.
Und sein gelerntes Wissen über Prozessoren, den Aufbau von Rechnern, Assembler, Image Processing, formale Sprachen usw. wird er bestimmt nie wieder brauchen.
Wer wirklich nur Webentwicklung machen will, ist mit einer Ausbildung oder einem Selbststudium* am besten dran.

* learning by doing
 
Also ich geh nicht in die webentwicklung ich bin eigentlich schon gut eineinhalb jahre mittendrin. Und weisst du es geht mir ja auch nicht unbedingt darum mit allem wissen was ich erlange was anfangen zu können, als vielmehr dieses wissen zu besitzen.

Nehmen wir mal mein beispiel. Ich will irgendwann mal das unternehmen meines vaters übernehmen. Ich bekomme heute schon mit wie die akquise abläuft. Merke immer wieder wie dich die kunden schon allein nach deiner kleidung einer bestimmten gesellschaftsschicht zuordnen. Und jetzt komm ich daher mit ner ausbildung (hat nix mit der branche zu tun) und learning by doing.

Verstehst du was ich mein.

folgendes beispiel:
ich setz mich mit dem potenziellen kunden und meinem konkurrenten an den tisch. er ist studiert und ich autodidakt. was meinst du bei wem der kunde einkäuft? Is scheisse aber is nunmal so.

wer heut rausstechen will muss über möglichst viele qualifikationen verfügen.


greetz