Student - Die lockerste Zeit seines Lebens?!

cygnus

back to the roots
ID: 55152
L
2 Mai 2006
1.779
226
Mit diesem Thread möchte ich gern mal alle Studenten bei klamm ansprechen. Das Bildungsniveu ist hier ja so hoch, dass es hier einfach viele Studenten geben muss :mrgreen: ;)

Wollte mal so fragen wie das bei euch läuft. Lebt ihr euer Leben genau so wie es immer propagandiert wird, sprich ala dem Motto "saufen, schlafen, ficken" ?

Oder sieht die Realität doch gaanz anders aus?
Also ich studiere jetzt Wirtschaftsinformatik (bin in der 4ten Woche), und ich weiß nicht wo mir der Kopf steht. Ich renne von einer Vorlesung zu anderen, die Pausen verbringe ich in der Bücherei und zu Hause angekommen sollte das lernen dann weiter gehen.
Weiß momentan wirklich nicht wo mit der Kopf steht, und auf welches Fach man sich konzentrieren soll, da man von allen Seiten mit Lernstoff zubombadiert wird.

Vom angenehmen Studentenleben sehe ich nich nicht viel.

Wie ist das bei euch? Legt sich das vlt. erst nach einer gewissen Zeit.
Ist das 1. Semester immer so beschissen?

cygnus,
der sich momentan nix sehnlicher wünscht als einen Tag Ablenkung...
 
Keine Panik, spätestens ab Weihnachten kommst du erst um 9 und lässt die ein oder andere Veranstaltung ausfallen.
Ich hab Medizin studiert und klar, es gab immer Phasen, wo man nicht wusste, wie man das alles schaffen soll, aber eigentlich lernt man studieren.
Hätte man mir am Anfang gesagt, dass uns 2. Staatsexamen an 4 Tagen in einer Woche (Mo, Di, Do, Fr) ist und aus 17 Fächern besteht, hätte ich wohl im ersten Semester verzweifelt. (Und das Hammerexamen, wie es nun heißt und gerade stattfindet ist zwar nur 3tägig, dafür sind es jetzt 35 (!) Fächer, die geprüft werden!!!)
Also vorurteilsmäßig lief es auch nicht bei mir ab, da das Medizinstudium recht verschult ist und wir viele Vorlesungen mit Anwesenheitspflicht haben. Trotzdem pickt man sich das relevante aus, und dann muss halt mal jemand anderes für einen die Unterschrift holen... Geht auch.
Also ich habe es geschafft in den Semestern eigentlich nie was nachzuarbeiten, vor den Klausuren hat man mich dann halt mal ne Woche oder 2 nicht mehr vor die Tür gehen sehen.
Komisch war das beim 3. Staatsexamen, da hab ich 6 Wochen vorher angefangen (kannte das ja noch vom 2.) und war nach 5 Wochen fertig.
Das war richtig Mist, weil irgendwie die Panik fehlte sich noch wirklich mir was zu befassen.
Mach dich nicht verrückt.
Mach am Anfang deine Übungen, aber versuch nicht alles immer nachzuarbeiten, das klappt eh nicht. Und genieß das Leben ein bisschen. Gerade jetzt sind ja noch soviele Semesteranfangspartys, da muss man auch erstmal hin und Leute kennenlernen. (Das ist wohl im 1. Semester fast wichtiger als der Stoff, den man lernt!!!)
Wirst schon merken, studieren macht deshalb Spaß, weil man immermehr das lernen kann, was einen interessiert...
 
Tja kommt immer drauf an, was, wo und wie man studiert. Um den Bezug zum Berufsleben nicht so ganz zu verlieren (und damit meine ich nicht irgendwelche Minijobs in Kneipen etc.), bietet sich eher ein Verbundstudium wie auf einer Berufsakademie o.ä. an. Jedenfalls habe ich mich aus diesem Grund gegen eine Uni oder FH entschieden (bin jetzt aber auch nicht BA)..
 
hey ich bin im 1 Semster in alle Vorlesungen gegangen wow (musss mich mal loben) im 2 hab ich so chronische Fehltage gehapt z.B. Mittwochs lohnte es sich nicht obwohl/weil wir bis nachmittag um 15 uhr hatten. Jetz bin ich im 3 Semster und hab auch mein vordiplom (müsst ich mal holen)...
meine Noten könnten besser sein aber hab ja jetzt zeit...

achja als Informatikstudent muss ich auch sagen das du das Falsche studierst ;) wie kann man nur......

mfg
Samy
 
Also sicherlich hängt es schon ein ganzes Stück vom Studienfach ab ob und wieviel Freizeit man hat. Studiere jetzt im 7. Trimester Mathematical Engineering. Hab am Anfang auch gedacht das wird nichts, aber man arrangiert sich ganz gut damit. Man lernt halt recht schnell Prioritäten zu setzen, realisiert, dass man alle Übungen nicht rechnen kann und einfach einiges sein lassen muss.

Wichtig ist, dass du dir bewusst freie Tage nimmst, also ruhig mal sagen am Sonntag nichts für die Uni machen, ausspannen, ablenken, irgendwas anderes machen und gar nicht an die Uni denken, sonst drehst du durch und machst dich selbst fertig.
Kontakte zu anderen Studenten sind auch ganz wichtig, gerade wenn es z.B. um alte Klausuren und Übungen geht - mit denen man sich vorbereiten kann.

Also immer Ruhe bewahren, das wird schon.

HTH
 
Du bist im 3 Semester und hast dein Vordiplom?
ja türlich
1-2 Semester sind bei uns Grundstudium, danach besitzt man wenn man alles geschafft hat sein Vordipl.
Ab dem dritten fängt das BasisHauptstudium an und endet dann irgendwann mitm Diplom ;)

@Threadersteller
achja wichtig such dir leute aus höheren Semester erspart dir viel Stress (wegen abgabetermine, Prüfungen oder sonstige Veranstaltungen die man braucht aber keiner was von sagt ;))
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich studiere ebenfalls Wirtschaftsinformatik (4. Semester). Wie hier auch schon geschrieben wurde, am Anfang solltest du dich nicht zu sehr unter Druck setzen und versuchen alles mitzubekommen. Klar, am Anfang ist man hochmotiviert, will alle Vorlesungen besuchen und immer gleich alles nachbearbeiten, aber das geht sowieso nicht.

Das Wichtigste ist: Kontakte knüpfen. Zum einen zu Leuten aus höheren Semestern, die dir bestimmt einige Tipps zu Professoren, Prüfungen etc geben können und vor allem natürlich auch zu Studenten deines Semesters. Versuchen, sich alleine durch Studium zu kämpfen ist relativ aussichtslos. Man braucht Leute , die dir Mitschriebe geben wenn du mal nicht da warst, mit denen man Lerngruppen bilden kann oder halt nach den Vorlesungen was unternimmt um ein wenig zu entspannen.

Du wirst noch recht schnell mitbekommen, welche Vorlesungen und Übungen wichtig sind und welche nicht. Man muss nicht in jeder Veranstaltung gewesen sein. ;) Und wenn man mal was nicht kapiert, ist das ganz normal.

Also knüpfe Kontakte, teile dir deine Zeit sinnvoll ein und gehe auf Semesterpartys, und die Studienzeit wird sicherlich nicht nicht unangenehmste Zeit deines Leben. :mrgreen:

Gruß Micha
 
Zwischen Schule und Studium iss n großer unterscheid: erstens hast du mit dem studium ewig viel mehr zu tun als in der schule, und zweitens bist während des studiums viel mehr am feiern ^^

Klar, das erste Semester iss noch relativ hart, weil alles neu ist, weil du noch Leute kennenlernen musst, und dich halt erstmal ans Studenten-sein gewöhnen musst.
Aber glaub mir, danach wird es nur besser. Dann haste deine Freunde gefunden, dann kennst du die guten locations zum ausgehen oder trinken...
Darunter leidet dann meistens auch das Studium, aber wer will schon in Mindeststudienzeit fertig werden (die die wollen sag ich immer: lernen ist nicht alles).

Ich habe eine Freundin, die mit 16 Abi gemacht hat, im Januar 20 wird und die ab nächsten Sommer anfängt zu arbeiten. ARBEITEN. Da sind sich meine Freunde, meine Eltern und allen denen ich das gesagt hab einig: Die verpasst die beste Zeit ihres Lebens...
 
Governator schrieb:
ARBEITEN. Da sind sich meine Freunde, meine Eltern und allen denen ich das gesagt hab einig: Die verpasst die beste Zeit ihres Lebens...
Ich bin damals mit 15 ausgezogen um Arbeiten zu gehn... Ich hab mit 15 meine Lehre zum Sysinf. angefangen.. und ich muss dazu sagen,.. das war auch ne schöne Zeit.. ;)
 
Dann bin ich hier wohl der einzige, der grad die geilste Zeit seines Lebens hat :biggrin:

Allerdings bin ich Gesellschaftswissenschaftler. Ich krieg keinen Stundenplan vorgesetzt. Den darf ich mir selber machen. Die Woche 10 Pflichtstunden, 9 Freiwillig (Vorlesungen...)
Klar sollte man da drin sitzen, aber mir fehlt da die nötige Motivation..

Bin jetz allerdings im 3. Semester und hab die Stundenzahl der ersten beiden jetz zusammen *g*
Das heisst ich hatte in einem Jahr viel Zeit für anderes...
allerdings auch nur eine Klausur geschrieben... Alles andere immer nur Referate oder Hausarbeiten :ugly: für die nimmt man sich ja mehrere Tage Zeit...

Also ich kann mir das alles recht gut einteilen ;)


und das Studenten-Shirt mit den 3 Bildchen hab ich auch ab und zu an *g*
 
Dann bin ich hier wohl der einzige, der grad die geilste Zeit seines Lebens hat :biggrin:
Also ich hatte die damals auch. Klar, es gab immer welche im Jahrgang, die jetzt schon irgendwas gelernt hatten. Ich hab mich immer gefragt wofür, da die Prüfungen erst im Februar sind (bzw. dann halt August). Vor allem, weil alles was ich montags lerne, hab ich spätestens mittwoch vergessen.

und das Studenten-Shirt mit den 3 Bildchen hab ich auch ab und zu an *g*
Das sagt mir gerade nix.

@Threadersteller: So als Tipp. Finde mal raus, wieviele Stunden bei euch die Prüfungen sind. Und dann überlege mal, wieviel von dem Stoff der Vorlesungen da abgefragt werden können. Und dann schau dir einfach den Stoff an und überlege, ob man darüber überhaupt sinnvoll irgendwas in der Prüfung fragen kann. Und schon haste viel weniger zu lernen. (ok, nen 1er-Schnitt kriegst damit vielleicht net, aber lebst viel entspannter)

anddie
 
Ich reih mich als auch-Gesellschaftswissenschaftler mal bei mimo ein :mrgreen:

Also im ersten Semester hab ich im Endeffekt EIN Seminar mit 2 SWS belegt. Und naja... Mittlerweile sind es so 3-4 pro Semester mit 6-8 SWS, die sich dann allerdings auch nur auf Dienstag bis Donnerstag aufteilen. Bei meinem Studenplan achte ich schon darauf, dass nichts vor 12 beginnt, besser nicht vor zwei und halt nicht Montags ;)
Naja, dieses Semester werden es wohl nur 4 SWS und aber das Empiriepraktikum und sonst halt viele Hausarbeiten und ähnliches...
Außerdem bin ich jetzt erfreulicherweise im Hauptstudium und schreibe bis zu den Diplomprüfungen keine Klausur mehr. Nur noch wissenschaftliche Arbeit.

Das ist insgesamt schon sehr angenehm und ich freue mich, dass unser Fachbereich sich noch gegen die Verschulung wehrt und echtes selbstbestimmtes, wissenschaftliches Studium möglich ist.
Allerdings geh ich in der Regel dennoch nur am Wochenende mal feiern oder was trinken, nutze meine übrige Zeit vor allem für erwerbliche, aber auch ehrenamtliche Arbeit und freue mich über diese Zeit meines Lebens, in der ich die Zeit noch nutzen kann, wie und für was ich möchte und für sinnvoll halte, ja.
 
Danke, Danke für die Antworten!
So eine Aufmunterung habe ich gebraucht ... :)

Vor allem, weil alles was ich montags lerne, hab ich spätestens mittwoch vergessen.

stimmt, geht mir genauso :mrgreen:

Ich habe mir deinen Tipp mal zum Herzen genommen, die Klausuren sind relativ klein. ~ 6 mittelschwere Aufgaben, zu jedem Teilthema eine.

Dann wird sich halt vor den Prüfungen 2 Wochen eingeschlossen und gelernt.