Steuerberater - Kosten

27o8

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2 Mai 2006
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Hallo,
kann mir jemand sagen wie teuer es in etwa für mich sein wird wenn ich zum Steuerberater gehe und er mir meinen Steuerkram machen soll, also alles was man so machen muss wenn man ein Gewerbe hat, Umsatzsteuererklärung, Buchhaltung etc.

Die Tage bekomme ich nämlich endlich (nach über 2 1/2 Monaten warten) den "Fragebebogen zur steuerlichen Erfassung" und möchte damit direkt zum Steuerberater gehen ;)

Gruß
Gremlin
 
Das hängt ganz stark vom Einzelfall ab. z.B ob Du Buchungen schon vorbereitest oder einfach nur einen Sapel Paier bei ihm reinschmeisst... dann von der Anzahl Geschäftsvorfälle, von der Frage, ob EÜR oder Bilanzierung etc...

Marty
 
Ich habe den Steuerberater noch nicht gefragt ;) wollte erstmal hier fragen was das kostet wenn es all zu teuer wäre dann hätte ich mich doch hingesetzt und versucht es alleine zu machen ;) Aber ich sag mal so er wird wohl nicht mehr nehmen als man verdient? xD
 
Wie wäre es mit einer Steuersoftware? Da gibts ganz gute auch relativ günstig - jedenfalls günstiger als Steuerberater
 
Kannst du mir da eine empfehlen? Wenn ja was können die alles etc.

Gruß
Gremlin
 
Die Steuer-Spar-Erklärung 2007 von Akademische Arbeitsgemeinschaft ist sehr gut.

Da wird auch alles ziemlich genau erklärt, und es werden Jahr für Jahr in der gleichen Reihenfolge die wichtigsten Punkte abgearbeitet.
Also wenn sich bei Dir nicht viel ändert, dann brauchst Du nur das Jahr zu ändern ;) (abgesehen von den gesetzl. Änderungen).

Kann man aber auch schlecht erklären, versuch´s einfach mal mit der Demo.

cu
Mr.Mok
 
Die Steuer-Spar-Erklärung 2007 von Akademische Arbeitsgemeinschaft ist sehr gut.
Die ersetzt doch nicht die Buchhaltung eines Einzelunternhemers...

Da ist schon eher Wiso-Buchhaltung sinnvoll, aber auch nur dann, wenn man etwas von Buchhaltung versteht.

Marty
 
Die Kosten sind abhängig vom Umsatz und vom Aufwand.
Ich hatte mir damals eine Buchhaltungshilfe geholt, der ich die Unterlagen gegeben habe (Kassenbuch mit Quittungen und Kontoauszüge mit angehängten Quittungen), also einfache Sortierung. Die hat es eingegeben und an die Datev gesendet, Umsatzsteuererklärung gemacht, unterschrieben hat der Steuerberater, aber eben kaum was gemacht..
Funktioniert ganz gut und ist billiger, als wenn es ein geprüfter Steuerberater selbst macht. Er trägt so nur die Verantwortung, rechtlich gesehen sauber.
Kosten waren so etwa 2% vom Umsatz, wenn ich mich recht entsinne
 
Gut ich bin in der Frage natürlich befangen, aber ich möchte mal folgendes einwenden:
  1. Bei Existenzgründern kann ein Steuerberater relativ schlecht Geld verdienen, also auch bei Abrechnung über die StBGebV wird oft so gewählrt, dass nur knapp an den Selbstkosten abgerechnet wird, um nicht gleich wieder eine Firmenpleite zu verursachen. Um den Aufwand möglichst gering zu halten, werden Kontoumsätze elektronisch verarbeitet und für "ungezogene" Belegabgaben eine Strafgebühr erhoben. Wer aber ordentlich sortiert und pünktlich abgiebt etc. kann die ersten Monate, vielleicht sogar das erste Jahr sehr günstige Leistungen bekommen.
    Für den Steuerberater lohnt sich das aus der Spekulation auf einen wachsenden Mandanten. Unbelehrbare Zeitgenossen werden dagegen auch gerne mal wieder Mitbewerbern empfohlen :D
  2. Keinen Steuerberater zu haben kann sehr sehr teuer werden. Erst kürzlich gab es das mal wieder bei uns zu bewundern, als jemand einfach viel zu spät gekommen ist. Kleiner Geschäftsbetrieb (Gaststätte), der Mann arbeitet hart rund 10-14 Stunden pro Tag, die Frau hilft oft mit Getränken etc. Sehr gut gelegen, viele Stammgäste, knapp 2 Jahre geöffnet. Was ist passiert? Ein Steuerberater war - wie üblich bei solchen Fällen - "zu teuer", also wurde einer dieser ach so allwissenden Buchführungshelfer (nein keine Verallgemeinerung, aber gehäufte Erfahrung) beauftragt. Es stellt sich raus, dass der eigentlich gar nichts gemacht hat, Fristen versäumt, Voranmeldungen und Erklärungen nicht eingereicht etc. In der Konsequenz hat das Finanzamt in der Umsatzsteuer die Vorsteuer für die Ladeneinrichtung gestrichen, viele Säumniszuschläge usw. draufgehauen usw.
    Konsequenz: Die Bescheide sind bestandskräftig, es steht eine Hohe Forderung ans Finanzamt aus, die aber nicht beglichen werden kann. Geplatzter Kredit, Ladenschließung, Haft.
    Im Ergebnis natürlich ein - zum Glück - nicht alltäglicher Fall, aber diese Einstellung, dass man erst dann zu einem Steuerberater geht, wenn es wirklich brennt und dann Wunder verlangt ist leider sehr verbreitet.
  3. Andersrum kann es aber auch sehr sehr vorteilhaft sein bei einem Steuerberater zu sein. Man kann sehr leicht etwas falsch machen, das dann entweder viel Geld kostet oder man auf viel Geld vom Finanzamt verzichtet. Gerade bei Häusern kann dieser Unterschied leicht deutlich fünfstellige Beträge ausmachen. Diese Fehler gehen oft sogar von Notaren aus, weil die nichts mit Steuerrecht im Sinn haben, aber auch dort sollte es zumindestens im eigenen Interesse Pflicht sein auch zu einem Steuerberater zu gehen.
 
Die ersetzt doch nicht die Buchhaltung eines Einzelunternhemers...

Da ist schon eher Wiso-Buchhaltung sinnvoll, aber auch nur dann, wenn man etwas von Buchhaltung versteht.

Marty

Achso, hat ich wohl überlesen, na in dem Fall kann ich die Produkte von Lexware empfehlen; arbeiten wir schon Jahre mit, gute bis sehr gute Erfahrungen mit gemacht.
Allerdings ist etwas KnowHow zur Buchhaltung auch hier gefragt.
 
Dafür sind 250-300 EUR im Jahr sehr günstig, das ist bestimmt kein Steuerberater oder?
 
Nein, das ist eigentlich der "normalsatz" wenn man im Monat zw. 10-30 Rechnungen hat.

Aber es wird denke auch auf die Höhe der Rechnungen ankommen ;) Wenn du jetzt sagen wir 30 Rechnungen zu je 10€ (LOL) hast dann wird er wohl nicht soviel nehmen wie wenn du 30 zu je 1000€ hast ;)

Sprich: Er wird doch nicht mehr nehmen als du einnimmst ? ;)
 
Aber es wird denke auch auf die Höhe der Rechnungen ankommen ;) Wenn du jetzt sagen wir 30 Rechnungen zu je 10€ (LOL) hast dann wird er wohl nicht soviel nehmen wie wenn du 30 zu je 1000€ hast ;)

Sprich: Er wird doch nicht mehr nehmen als du einnimmst ? ;)
Doch, das würde er. Er bekommt sein Geld pro Vorgang. Wenn Du jetzt 1000 Rechnungen a 0,01 Euro bei ihm anlieferst, dann zahlst Du mehr für den Berater als Du Umsatz hast.

Marty
 
Kleines Rechenbeispiel für Buchführungen (soweit nicht ein separater Vertrag außerhalb der StGebV vereinbart wurde):
Unterste Stufe der Tabelle C (= bis 15.000€ Gegenstandswert): 58€
Darauf kann der Steuerberater je nach Aufwand 20-120% (2/10 - 12/10) erheben, macht also 11,60 - 69,60€ + Post/Telek.-Pauschale (20%, max. 20€) + 19% USt macht brutto 16,56 - 99,39€.
Bei quantitativ vielen Belegen wird es sich also eher an der oberen Grenze bewegen.