News Stasi-Beauftragte will Strafe für Unrechtsleugnung

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25 April 2006
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[N] Stasi-Beauftragte will Strafe für Unrechtsleugnung

Folgende News wurde am 26.04.2009 um 14:51:55 Uhr veröffentlicht:
Stasi-Beauftragte will Strafe für Unrechtsleugnung
DPA-News

Erfurt (dpa) - Die Leugnung von Verbrechen kommunistischer Staaten muss nach Ansicht der Thüringer Stasi-Beauftragten Hildigund Neubert unter Strafe gestellt werden: «Kommunistische Regime waren Unrechtssysteme. »«Das zu leugnen, gefährdet die Identität heutiger Demokratien und bereitet künftigen Diktaturen den Weg», warnte sie in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa zum Ende des Bundeskongresses der Landesbeauftragten für Stasi-Unterlagen am Sonntag in Erfurt. Die Unterdrückung von Grund- und Freiheitsrechten sei die Basis dieser Diktaturen gewesen. Die Leugnung zu bestrafen, helfe, dem Verbreiten totalitärer Gedanken entgegenzutreten.
 
„Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“

Voltaire

Ein Zitat, welches man vielen heutigen Pseudodemokraten immer und immer wieder um die Ohren hauen muss.
 
Unrechtsleugnung, Holocaustleugnung - was kommt als nächstes? Ist es denn so schwer, die Meinungsäußerung nicht, in keinster Weise, nicht einmal minimal, einzuschränken?
 
Ein ganz großes JA

Warum? Es fängt immer klein an und weitet sich dann aus. Bei JEDER Art der Einschränkung von Freiheitsrechten behaupten die Politiker, sie würden
- die Freiheit nur schützen wollen
- es würde ja niemanden betreffen außer die wenigen gemeinten

Und ehe man es sich versieht ist man bei Stasi 2.0. Und das will ich nicht.
 
...was uns eigentlich mal zu der Frage führen sollte, warum unsere "Volksvertreter" eigentlich an jeder Ecke an unseren Freiheiten herum schnippseln können und niemand wirklich auf die Barrikaden geht.

Ein bißchen muss ich allerdings doch schmunzeln. Seit des Bestehens der Bundesrepublik ist es bei Strafe verboten, die Opferzahlen des Holocausts nach unten zu korrigieren oder gar ganz zu leugnen. Nach oben ist es kein Problem, je mehr Nullen man sich dazu spinnt, desto angesehener ist man in der Historikerlobby. Und jetzt geht der gleiche Unfug weiter nur "seitenverkehrt"? Ok, der Holocaust ist ja inzwischen ausgereizt, jetzt können sich "Nachzüglerhistoriker" einen Namen machen, wenn sie sich gegenseitig mit neuen Opferzahlen der linken Diktaturen gegenseitig beeindrucken wollen. Wenn eine Korrektur nach unten auch hier verboten wird, dann weiß ich schon, wohin das führt :D

Einfach klasse ist aber die Tatsache, dass die Verbote von jenen gefordert werden, die Diktaturen als vorbildliche "Demokraten" strikt ablehnen und sich immer ganz brüskiert geben, wie man den Menschen mit der "falschen" Einstellung (die ja nach aktuellen Maßstäben die richtige ist) nur den Mund verbieten konnte :D Liebe Scheindemokraten in der Politik und anderswo: Wenn man mit dem Strom schwimmt und immer politisch korrekt ist, hat man es auch in einer Diktatur nicht schwer ;) Denkt mal drüber nach... Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden.

Gruß,
Photon
 
Solange die rechtsstaatliche Justiz weiterhin nicht das Wohl ehemaliger Stasi-Spitzel höher stellt als das öffentliche Interesse und ich einen enttarnten Stasi-Spitzel auch öffentlich "Stasi-Spitzel" nennen darf, ist doch alles bestens.

Mit "Verboten" bewirkt man nix. Statt dessen tut Aufklärung not. Vor allem an die Generation[en], die erst nach der Einheit Deutschlands aufwachsen.

Hier kann ich nur immer wieder den Besuch des Museums in der Berliner Normannenstrasse oder in der "Runden Ecke" in Leipzig empfehlen.
Ebenfalls gibt es über dieses dunkle Kapitel ein paar sehr empfehlenswere Bücher wie "Die Täter sind unter uns - über das Schönreden der SED-Diktatur", "Verrat verjährt nicht", "Gefangen in Hohenschönhausen ..." oder "Todesautomatik".
 
Und was kommt als nächstes? "9/11 was an inside job" = 10 Jahre Guantanamo?