News Rücktrittsforderungen gegen neue Juso-Chefin

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25 April 2006
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[N] Rücktrittsforderungen gegen neue Juso-Chefin

Folgende News wurde am 30.11.2007 um 13:34:21 Uhr veröffentlicht:
Rücktrittsforderungen gegen neue Juso-Chefin
DPA-News

Berlin (dpa) - Unions- und FDP-Politiker haben die neue Juso-Vorsitzende Franziska Drohsel wegen ihrer Mitgliedschaft in der vom Verfassungsschutz beobachteten linken Organisation «Rote Hilfe» scharf attackiert. Der stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende Wolfgang Bosbach (CDU) verlangte in der «Bild»-Zeitung eine Stellungnahme von SPD-Chef Kurt Beck. CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer sagte der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung»: «Dieser Verein unterstützt die Rote Armee Fraktion. Frau Drohsel bekennt sich damit zu linksextremer Gesinnung. Das ist mit ihrem Amt als Juso-Vorsitzende unvereinbar, sie muss zurücktreten. » Das FDP-Vorstandsmitglied Johannes Vogel forderte Drohsel in der Zeitung auf, aus dem Verein auszutreten. Ähnlich äußerte sich der innenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dieter Wiefelspütz. Die am vergangenen Wochenende zur neuen Vorsitzenden der SPD-Nachwuchsorganisation gewählte Berliner Juristin wies die Rücktrittsforderung zurück. Die Mehrheit der Jusos und sie selber seien der Auffassung, dass «die Mitgliedschaft und das Amt als Juso-Bundesvorsitzende nicht im Widerspruch zueinander stehen», teilte Drohsel mit. Das zeige auch ihr Wahlergebnis von 76 Prozent. Sie werde daher nicht aus der «Roten Hilfe» austreten. «Man stelle sich einmal vor, Philipp Mißfelder, der Vorsitzende der Jungen Union, wäre Mitglied in einem rechtsradikalen Verein. Es würde zu Recht einen Aufschrei von Flensburg bis Mittenwald geben», sagte Bosbach der «Bild»-Zeitung. Beck müsse sagen, «ob die Mitgliedschaft von Frau Drohsel in einer linksextremistischen Organisation vereinbar ist mit den Grundsätzen der Sozialdemokratie». Auch Haderthauer forderte SPD-Chef Kurt Beck zum Handeln auf. «Er muss entscheiden, ob Drohsel noch dem SPD-Vorstand angehören soll», sagte sie der «Süddeutschen Zeitung». Juso-Vorsitzende gehören automatisch dem SPD-Vorstand an. Wiefelspütz sagte der «SZ», Drohsel sei gut beraten, ihre Mitgliedschaft in der «Roten Hilfe» zu überdenken. Diese Organisation werde aus guten Gründen vom Verfassungsschutz beobachtet. Die CDU-Studentenorganisation RCDS bezeichnete Drohsel als «Terror-Sympathisantin». Die «Rote Hilfe» unterstützt linke Demonstranten, die bei Kundgebungen festgenommen werden. Sie ruft zudem zur Solidarität mit inhaftierten RAF-Terroristen auf. Von diesen Aufrufen distanzierte Drohsel sich und erklärte: «Keinesfalls trage ich sämtliche Positionen der Roten Hilfe. »
 
mittlerweile scheint die Gute ja ausgetreten zu sein - und damit noch mehr Wirbel zu erzeugen als die Konservativen es je gewollt haben können.
Mittlerweile bekennen sich laut offizieller "Rote Hilfe"-Homepage mehrere Juso-Regionalverbände zur RH, sowie eine bundesweite Initiative, da war Frau Drohses austritt wohl eher (mehr oder weniger) unfreiwilliges Märtyrertum.