Rechnungswesen Aktivtausch oder Bilanzverlängerung

Bully47

New member
25 November 2009
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Hallo,

in eine meiner letzten Klausuren wurde eine Aufgabe gestellt, in der entschieden werden musste, ob es sich um einen Aktitausch, Passivtausch, eine Bilanzverlängerung oder -verkürzung handelt.

Gegeben war u.a. folgender Geschäftsfall:

Der Finanzchef des Unternehmens lässt 200,- bar auf das betriebliche Konto einzahlen.

Mein Denkansatz:
1.) Der Finanzchef ist nicht Inhaber des Unternehmens und daher kann er keine Privateinlage leisten.


Ich habe mich für den Aktivtausch (BS: Kasse an Bank 200,-) entschieden.
Diese Antwort wurde als falsch gewertet, da es sich dabei um eine Privateinlage handeln soll.
Ich kann der Argumentation nicht folgen und bitte euch daher um eure Unterstützung in der Unterfütterung meiner Argumentation.

Grüße
 
Hey Bully,
Hast du dich extra für die Frage hier angemeldet? :D

Also, wenn du bis zum Wochenende wartest, kann ich dir vllt. helfen, weil ichs da lernen will. Aber bis dahin, hat dir sicher schon wer geholfen.

War die Aufgabenstellung wirklich so kurz? Denn dann würde ich davon ausgehen, dass er 200Ocken aus der Kasse nimmt und aufs Konto bringt. Kasse und Konto müssten beides Aktivpositionen sein, also Aktivtausch. Aber wie gesagt, ich musses mir erstmal anschaun ;)

Gruß
Surferer
 
Gegeben war u.a. folgender Geschäftsfall:
Der Finanzchef des Unternehmens lässt 200,- bar auf das betriebliche Konto einzahlen.
Diese Antwort wurde als falsch gewertet, da es sich dabei um eine Privateinlage handeln soll.
Also wenn Dir nur die 4 zur Auswahl standen und die Angaben nichts weiter hergeben, würde ich mich schon fragen, was der Aufgabensteller sich dabei dachte....
Ohne weitere Angabe woher das Geld stammt, hätte ich jetzt auf Bilanzverlängerung oder Aktivtausch getippt. (Kasse/Bank, wie schon von dir erwähnt, oder einer Bareinzahlung aus seinem Privatvermögens, wobei hierzu wirklich die passive Formulierung "lässt einzahlen" in die Irre führen kann. Immerhin würde er ja dann einfach "einzahlen" (aktive Formulierung)

Ein Finanzchef kann jedoch sehr wohl auch gleichzeitig der Inhaber sein. Also eine Privateinlage könnte so gesehen schon möglich sein. (Er kann ja wen anderen als Geschäftsführer bestellen und sich selbst in der Position des Finanzchefs einbringen) Nur ohne weitere Angabe? - dann könnte in der Aufgabenstellung ja bestimmt 50% der Lösungen auf Privateinlage lauten :mrgreen:
 
Die Frage stellung ist eindeutig zu schwammig. Wenn es ein Einlage sein soll hätte das eindeutig dort stehen müssen.

z.Bsp. .... lässte 200 Privates Gled aufs Bankkonto einzahlen.
 
Der Finanzchef des Unternehmens lässt 200,- bar auf das betriebliche Konto einzahlen.

Die Betonung auf das "betriebliche Konto" klingt für mich nach, dass es vorher nicht betrieblich war, also privat.

Bully47 schrieb:
Aktivtausch (BS: Kasse an Bank 200,-)

Bei Aktivkonten stehen auf der Soll-Seite die Zugänge und auf der Haben-Seite die Abgänge. Erst Soll, dann Haben! Nach deinem Buchungssatz hätte Kasse einen Zugang und Bank einen Abgang. Das wäre der Geschäftsvorfall "Der Finanzchef zahlt 100 € aus vom Konto".
 
Ich muss Brownie zustimmen, er zahlt es auf das BETRIEBLICHE Konto ein, dass heißt für mich dass sich meine Bilanz erhöht somit muss eine Aktiv-Passiv Mehrung vorliegen.

Aber es stimmt schon, dass es eine ziemlich unkonkrete Fragestellung bzw. Aussage ist, aus diesem Grund hätte ich als Lehrer diese Aufgabe rausgelassen oder präzisere Aussagen gewählt.
 
Nun, weil betriebliches Konto da steht, so heißt es doch nciht, das ess nciht aus der Kasse kommen kann. Egal ob er es privat einzahlt oder aus der Kasse, es bleibt ja das Ziel das betrieblicheKonto.

Wenn da nciht stehen würde betriebliche konto, dann könnte es ein Privatkonto sein und damit eine Privatentnahme.

kenne Übrigens den Begriff Bilanzverlängerung bzw verkürzung nicht. Bei uns hieß das AktivPassivMehrung/Minderung.

Also ich hätte den Lehrer während der Klausur gefragt, was gemaint ist...