Steuer Offenbar Steueraffäre ungeahnten Ausmaßes

das ist nicht wirklich wahr, wenn eine Mio Steuern hinterzogen und eine Mio vom Staat verschwendet wird ist das zunächst einmal genauso schlimm
Nein, die Steuerverschwendung ist schlimmer, weil damit das Vetrauen der Bürger in die staatlichen Institutionen erschüttert wird und damit entsteht und rechfertigt sich Steuerhinterziehung.

Aber von der Mio die vom Staat verschwendet wurde, wurden meist immernoch Arbeitsplätze geschaffen/erhalten und ein großer Teil fließt dann direkt wieder durch Steuern und Konsum an den Staat zurück...bei der Million die hinterzogen wird kann zwar auch etwas zurückfließen wenn sie z.B. in Konsum investiert wird aber der Rücklauf dürfte hier ungleich geringer ausfallen, schon deshalb weil das Geld z.B. im Ausland bleibt
Die Milliarden der IKB, WestLB, Sachsen-LB, etc. sind im Ausland gelandet.
 
Aber Du kannst ja mal ne konkrete Realisierung zur bedarfsbezogenen Besteuerung vorschlagen...
Ich seh da schon die Datenschützer kommen...

gruss kelle!


ich will garkeine bedarfsbezogene Besteuerung, viele Leute mit Kindern und die meisten die unterm Durchschnitt verdienen könnten dann Ihre Steuern gar nicht mehr zahlen.... es kann nur so sein das die, die den größten Anteil vom wirtschaftlichen Gesamtoutput abgreifen, also die 20 % die naturgemäß 80 % an sich reißen für die anderen mitbezahlen....es geht nicht anders wenn so große Teile der Kohle bei sowenigen Leuten liegt
 
Nein, die Steuerverschwendung ist schlimmer, weil damit das Vetrauen der Bürger in die staatlichen Institutionen erschüttert wird und damit entsteht und rechfertigt sich Steuerhinterziehung.

Wenn der Staat knallhart gehandelt hätte, wäre die Krise der IKB zur Pleite mutiert.
Die Auswirkungen auf andere deutsche Banken wären enorm gewesen und der wirtschaftliche Schaden (auch für Kleinanleger und Sparer) exorbitant.

Sicherlich sind fast 1,2 Milliarden Euro woanders besser aufgehoben.
Wie aber hätte die Öffentlichkeit reagiert wenn eine Bankenpleite zum Verlust von sauer erspartem Vermögen als auch Arbeitsplätzen geführt hätte ?

Die Zwickmühle konnte nur mit Verlusten gelöst werden.
 
Mein Kollege erzählt mir da allerdings etwas anderes dazu ...

Ach ja ... und Du hast die Mutter vergessen ;)

Nach https://www1.ubm.de/ ergeben sich aus 2.500 € Beträge zwischen 136 und 175 € Einkommenssteuer pro Monat bei LSK3.

Bei zwei Kindern stehen dem aber schon 308 € Kindergeld gegenüber.

Die Mutter rechne ich Dir auch noch dazu, mit halbtags und 800 € in Klasse 5, macht 108 € Lohnsteuern.

Wären wir ohne Einberechnung von Freibeträge, Zurückerstattungen durch Steuererklärungen etc. bei max. 283 € Lohnsteuer und 308 € Kindergeld.

Macht mit Frau noch 25 € plus.

gruss kelle!
 
[N] Ermittler haben Daten weiterer Liechtensteiner Bank

Folgende News wurde am 23.02.2008 um 16:10:11 Uhr veröffentlicht:
Ermittler haben Daten weiterer Liechtensteiner Bank
DPA-News

Berlin (dpa) - Die Affäre um Steuerhinterziehungen über Liechtenstein zieht immer weitere Kreise. Die Ermittler verfügen inzwischen nicht mehr nur über die Kundendaten der LGT-Bank, sondern mindestens einer weiteren Bank aus dem Fürstentum. Allein in dem LGT-Material tauchen nach einem Medienbericht 1400 deutsche Anleger auf. Bis zu 20 Mitarbeiter deutscher und liechtensteinischer Finanzinstitutionen stehen demnach im Verdacht, an Steuersparmodellen mitgearbeitet zu haben. Auch die USA sollen die Daten erhalten und bereits im vergangenen Sommer 50 Verfahren eingeleitet haben. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach sich am Samstag für eine strenge Verfolgung der Steuersünder aus. Bei dem Informanten, der die LGT-Daten dem Bundesnachrichtendienst (BND) verkauft hatte, handelt es sich nach Medienberichten doch um jenen ehemaligen LGT-Beschäftigten, der im Fürstentum bereits 2004 wegen Datendiebstahl vor Gericht gestanden hatte. Die Magazine «Der Spiegel» und «Focus» berichteten am Samstag ausführlich über den 42- Jährigen und sein Geschäft mit dem BND. Demnach war er von der LGT beauftragt, das Papierarchiv zu digitalisieren, und hatte deshalb Zugang zu den sensiblen Daten. Laut «Süddeutscher Zeitung» (Samstag) gab er sich bei seiner Kontaktaufnahme mit Pullach in einer E-Mail am 24. Januar 2006 als Frau aus und tarnte sich mit einem falschen Namen. Das Kanzleramt war laut «Spiegel» seit dem 14. Dezember 2006 informiert. Nach einer Probelieferung an den BND übergab der Mann demnach am 12. Juni 2007 Wuppertaler Steuerfahndern bei einem vom BND abgeschirmten Treffen persönlich die DVDs mit den Daten. «Focus» berichtete, er habe vom BND zwei falsche Pässe erhalten, nachdem das Bundeskriminalamt (BKA) es abgelehnt habe, ihn ins Zeugenschutzprogramm aufzunehmen. Das BKA wollte sich dazu auf Anfrage nicht äußern. Das den Behörden vorliegende Material besteht laut «Spiegel» aus 4527 Datensätzen der LGT über Stiftungen und Institutionen, darunter denen von etwa 1400 Deutschen. Allerdings liegen sie offensichtlich nicht allein der federführenden Bochumer Staatsanwaltschaft vor. Seiner Behörde seien «mehrere hundert Datensätze bekannt», sagte Oberstaatsanwalt Hans-Ulrich Krück auf dpa-Anfrage. «Ob so viele Daten (insgesamt) in der Republik sind, weiß ich nicht. » Laut «Spiegel» sollen rund 65 Prozent der Stiftungen noch existieren. Der Bochumer Oberstaatsanwalt Bernd Bienioßek bestätigte der «Süddeutschen Zeitung» (Samstag) aber, dass die Behörde neben den deutschen Kundendaten der LGT noch die einer weiteren Bank hat. «Wir haben eine zweite Liechtensteiner Bank im Visier», sagte er. Bienioßek schloss allerdings aus, dass es sich dabei um die Liechtensteinische Landesbank LLB handelt. Allerdings berichtete «Focus», dass - nicht genannte - deutsche Finanzbehörden bereits Daten der LLB erhalten hätten. Ein Bremer Anwalt habe im August 2005 zehn Datensätze übergeben. Dabei handelt es sich offensichtlich um jenen bereits bekannten Fall von Datendiebstahl in Liechtenstein, in den ein in Rostock inhaftierter mutmaßlicher Erpresser verwickelt ist. Bisher hatte die dortige Staatsanwaltschaft lediglich zu verstehen gegeben, dass sie hofft, von dem Beschuldigten die Steuerdaten zu erhalten. Das Münchner Magazin berichtete auch, dass in den Bochumer Ermittlungen gegen drei Liechtensteiner Treuhänder deutscher Kunden bereits Haftbefehl erlassen sei. Oberstaatsanwalt Krück verwies auf Anfrage aber lediglich auf eine für Dienstag geplante Presseerklärung. Am Freitag hatte die Behörde bereits bestätigt, dass sie gegen mehrere im Fürstentum ansässige Treuhänder ermittelt. Die Steuersünderdateien aus Liechtenstein sollen auch Namen mehrerer Bundestagsabgeordneter enthalten. Möglicherweise sind die betroffenen Personen aber längst aus dem Parlament ausgeschieden. Der «Süddeutschen Zeitung» sagte Krück: «Es stehen keine Ermittlungen gegen aktive Bundestagsabgeordnete bevor. »Merkel sagte in ihrer wöchentlichen Video-Botschaft, für Verstöße gegen das Steuerrecht gebe es «keine entschuldigenden Ausnahmen». An die Adresse der Wirtschaft appellierte sie, «sich an Recht und Gesetz (zu) halten». Es gehe auch darum, «welche Verantwortung die einzelnen Teile unserer Gesellschaft für das Gelingen der gesamten Gesellschaft haben».