News Oberhausen: Acht Monate altes Kind in einer Kirche ausgesetzt

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25 April 2006
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[N] Oberhausen: Acht Monate altes Kind in einer Kirche ausgesetzt

Folgende News wurde am 22.03.2007 um 19:36:00 Uhr veröffentlicht:
Oberhausen: Acht Monate altes Kind in einer Kirche ausgesetzt
Shortnews

In der Marienkirche in Oberhausen fanden Besucher am heutigen Donnerstag ein Baby in einem Kinderwagen. Der Wagen war im Vorraum des Gotteshauses abgestellt worden. Nach Angaben der Polizei befand sich ein Notizzettel im Kinderwagen. Darauf hatte man die Bitte geschrieben, man möge den Jungen in einer richtigen Familie unterbringen. Laut Polizei war das Kind gesund, befand sich aber in einem ungepflegten Zustand. Der Junge kam vorübergehend in eine Klinik und wurde dann einer Pflegefamilie ...
 
Und soetwas ist eine Schlagzeile wert?
Heutzutage muss man ja schon froh sein, wenn die Leute ihre Kinder nicht vom Balkon werfen, also sollte man Leute, die aus Verzweiflung Ihre Kinder in eine Kirche legen nicht unnötig durch die Medien ziehen... aber passt halt zur Zeit zu den Themen der anderen Medien... :-? :(
 
[...] also sollte man Leute, die aus Verzweiflung Ihre Kinder in eine Kirche legen nicht unnötig durch die Medien ziehen.
Solche Meldungen ziehen im Moment leider viel Aufsehen auf sich, da ist jede kleinste Nachricht eine Meldung wert.

Das erweckt natürlich den Eindruck, dass es solche Vorkommnisse vor fünf Jahren noch nicht gab. :-?
 
@hfbk: Stimmt ich zu.

Und sonst war das doch durchaus eine bessere Alternative als das Kind zu töten oder?
 
Kann man sich das nicht alles vorher ueberlegen. Aber grundsaetzlich isses so "besser" als zu toeten, keine Frage.

Aber das es immer erst so weit kommen muss .. :roll:
 
Kann man sich das nicht alles vorher ueberlegen.

Kann man schon, es sei denn man glaub an die unbefleckte Empfängnis. Aber anscheinend macht man sich darüber wenig Gedanken.... wobei das Thema ja nicht nur die Frau angeht, sondern auch den Erzeuger.

Eigentlich war ich der Meinung, dass die Aufklärung weit fortgeschritten wäre aber manchmal bekomme ich da so meine Zweifel.

Trotzdem bleib ich dabei das dieses Kind, wenn es nun schon ungewollt ist, noch Glück im Unglück hatte.
 
Kann man sich das nicht alles vorher ueberlegen.
Vielleicht ist aber auch nicht unbedingt jedes Kind gewollt? :-?

Die Meldung ist leider mal wieder total oberflächlich, sodass wir über die Hintergründe rein gar nichts wissen. Da erübrigt sich eigentlich jeder Kommentar.

In der Kirche ist das Kind aber sicherlich in guten Händen und wird versorgt werden.
 
Naja das meint ich ja damit. Will ich n Kind oder keins? Bin ich schwanger und kann/sollte/muss abtreiben? Muss man ueberhaupt schwanger werden?
 
Sure.

Aber ich pflanz mich nicht fort, wenn ich psychsich, physisch oder aus welchen Gruende auch immer, mich nicht in der Lage sehe, ein Kind grosszuziehen.

Letzendlich ist es jedem seine persoenliche Entscheidung was er macht, aber wenn ich solche News lese, kann ich nur den Kopf schuetteln.
 
Vielleicht ist aber auch nicht unbedingt jedes Kind gewollt? :-?

1) Pille ?!
2) Kondome ?!
3) .....

Jetzt mal ausgenommen Schwangerschaften durch Vergewaltigung oder meinetwegen gewollt und Partner stirbt oder sonstwas... da kann ich vielleicht noch verstehen das das Kind nicht gewollt ist und weggeben werden kann/muss (obwohl zumindest im ersteren Fall ist galube ich ne Abtreibung durchaus legitim).

Sonst kommt es mir im Momment so vor das wild rumgepo*** wird ohne sich in irgendeiner Art und Weise auch der Verantwortung bewusst zu sein - auch im Hinblick auf z.B. AIDS. Jeder will schon mit 12 am besten rummachen ohne zu wissen was abgeht. Und danach kommt dann die Leier - "oh die Arme war psychisch noch nicht so weit" bla bla bla....

Das Problem ist: Alle Rechte haben wollen, alle Rechte ausleben und für die Nutzung aller Rechte auch psychisch voll da zu sein, aber wenn es um Verpflichtungen geht ist es plötzlich ganz anders.

Nur um es richtigzustellen: Es ist natürlich Verallgemeinerung was ich hier schreibe, unter Umständen war es in diesem Fall ganz was anderes, aber leider ist das in meinen Augen der derzeitige Normalfall...:roll:
 
Jetzt mal ausgenommen Schwangerschaften durch Vergewaltigung oder meinetwegen gewollt und Partner stirbt oder sonstwas... da kann ich vielleicht noch verstehen das das Kind nicht gewollt ist [...]
Na siehst du, damit entkräftigst du dich doch schon selber.

Wir wissen hier, wie schon geschrieben, nichts über die Mutter des ausgesetzten Kindes, also kann man doch auch von so einem Fall wie von dir beschrieben ausgehen. Was spricht dagegen?

Es ist natürlich Verallgemeinerung was ich hier schreibe, unter Umständen war es in diesem Fall ganz was anderes, aber leider ist das in meinen Augen der derzeitige Normalfall.
Nee, der Normalfall ist das sicher nicht, das sind alles absolute Einzelfälle.

Nur die wenigsten jungen Leute sind heutzutage noch unvorsichtig und können durchaus abschätzen, wann sie die Verantwortung für ein Kind in jeglicher Hinsicht übernehmen können.

Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.
 
Na siehst du, damit entkräftigst du dich doch schon selber.
Wir wissen hier, wie schon geschrieben, nichts über die Mutter des ausgesetzten Kindes, also kann man doch auch von so einem Fall wie von dir beschrieben ausgehen. Was spricht dagegen?

She ich nicht so - im Falle das es wirklich so ist, ist auch dies kein grund für mich solch eine Tat auszuführen. Hier hätte man entweder direkt einen Abtreibung durchführen können oder das Kind zur Adoption freigeben können. Das man sowas dann durchdenkt, das muss man von einem Erwachsenen zumindest verlangen können oder?

Nur die wenigsten jungen Leute sind heutzutage noch unvorsichtig und können durchaus abschätzen, wann sie die Verantwortung für ein Kind in jeglicher Hinsicht übernehmen können.
Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.

Es gibt eine ziemlich große Ausnahme von der Regel, wenn man bedenkt das die Zahl sowohl der Geburten als auch der Abbrüche bei Minderjährigen von 2002 mit ca. 13600 auf ca. 14900 in 2004 gestiegen ist. Versagt hier die Aufklärung oder liegt es vielleicht doch daran das es heute sehr einfach ist sich von pflichten und Verantwortungen freizusprechen wo man vorher Rechte in Anspruch nimmt?

Und das zeigt mir leider das sich viele anscheinend überschätzen....

(ach Quelle ist das Statistische Bundesamt und www.profamilia.de)
 
Hier hätte man entweder direkt einen Abtreibung durchführen können oder das Kind zur Adoption freigeben können.
Abtreibung ist noch wieder ein anderes ganz großes Thema, damit könnte man alleine zig Threads füllen.

Ich finde, dass das Kind gerade in einer Kirche ausgesetzt wurde wirft noch mal ein anderes Licht auf die Sache. Da steckt für mich eher Verzweiflung der Mutter dahinter. Vielleicht befand sie sich in einer ausweglosen Situation, über die wir besser nicht weiter spekulieren. In der Kirche, so dachte sie vielleicht, sei das Kind dann noch in den besten Händen.

[...] das die Zahl sowohl der Geburten als auch der Abbrüche bei Minderjährigen von 2002 mit ca. 13600 auf ca. 14900 in 2004 gestiegen ist.
Diese Statistik allein sagt ja nun noch nicht so viel über gewollte und ungewollte Schwangerschaften aus. Und im Verhältnis zu der Zahl der Jugendlichen ist das noch immer eine deutliche Minderheit.
 
Da steckt für mich eher Verzweiflung der Mutter dahinter. Vielleicht befand sie sich in einer ausweglosen Situation, über die wir besser nicht weiter spekulieren. In der Kirche, so dachte sie vielleicht, sei das Kind dann noch in den besten Händen.

Sehe ich auch so, denn es muß nichtmal der Fall gewesen sein, dass das Kind ungewollt zur Welt kam. Vielleicht ist etwas dramatisches passiert und die Frau war/ist einfach mit der Situation überfordert. Genau so gut, kann sie zum Beispiel gerade ihren Mann verloren haben. Oder vielleicht hat sie gerade erfahren, dass sie Krebs/AIDS/Weißwasich hat? Ist weit hergeholt, aber nicht unmöglich.

Ich möchte auch nicht urteilen über jemand, wenn ich nicht genau alle Hintergründe kenne. Ich rechne es der Mutter jedenfalls sehr hoch an, dass sie das Kind das Leben geschenkt (in der Kirche aussetzen) und nicht genommen (aus dem Fenster werfen) hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man kann nur vom Glück für das Kind reden, dass es a) nicht einfach in eine Mülltonne geworfen wurde und b) rechtzeitig gefunden wurde. Aber es stellt sich die Frage, warum das Kind nicht gleich in einem Krankenhaus abgegeben wurde. Das geht zur Not auch anonym. Und: wenn es total anonym abläuft, wird es für das später mal ganz schwer, wenn es über seine wahren Wurzeln etwas wissen will.
 
ich bin froh das es in der Kirche abgeben wurde....über gründe brauchen wir nicht zu diskutieren.hauptsache das kind ist gesund und wurde nicht wie andere von ihren Eltern......