Steuer Neue Steuer? Worauf ist zu achten und was kann man noch anlegen?

mond53

Member
18 April 2007
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Hallo Zusammen,
ich bin gerade in der Vorbereitungsphase meine Ersparnisse gewinnbringend anzulegen und hatte daher schon diverse Termine bei der Bank.
Mein Bankberater riet mir zu einem Dachfonds. Jedoch Habe ich nach einer kurzen Recherche festgestellt ,dass es nicht gerade preisgünstig ist. Da ich jedoch an den Markt grundsätzlich glaube, wäre ich schon sehr daran interessiert in Fonds zu investieren.
Dann habe ich noch diese Werbung gesehen : https://www.finanzoptimierung.de/stopandgo/index.fhtml und bin sehr überrascht wie günstig diese Firma im Verhältnis zu meiner Bank die Leistungen anbietet. Naja, ich hoffe mir kann jemand seine Erfahrung weitergeben oder ein paar Infos ?
Mich beschäftisgt auch die Frage, was mit das genau mit der neuen Steuer auf Kapitalerträge zu tun hat die ab 2009 in Kraft tritt.Heisst das ich muss auch das Kapital von 2008 versteuern ?
LG
 
Generell musst Du Dein Einkommen, egal aus welcher Quelle versteuern.

Bisher gelten da die Sätze der Einkommensteuer.
Dazu gibt es Freibeträge und Möglichkeiten, gewisse Aufwendungen gegenzurechnen.

Ab 2009 ändert sich nur Steuersatz und evtl. Freibeträge, sonst bleibt alles wie bisher.

gruss kelle!
 
Ab 2009 ändert sich nur Steuersatz und evtl. Freibeträge, sonst bleibt alles wie bisher.
Und mal eben so wird die Regelung, dass private Veräusserungsgeschäfte nach einem Jahr steuerfrei sind, abgeschafft.

Und das wir mond53 voll erwischen, wenn er ab 2009 Fonds kauft, um die in 20 Jahren mal mit dickem Gewinn verkaufen zu wollen und dann auf den Gewinn Steuern zahlen muss.

Marty
 
auch die zwischengewinne werden mit 25% abgeltungssteuer belegt. also ALLE gewinne, die du in einem jahr machst, denn die abgeltungssteuer betrifft JEDES jahr. sprich du machst mit investmentanteilen, die du 2009 gekauft hast für insgesamt 10.000€ 10% gewinn, dann darfst du 1.000€ abzüglich dem freibetrag mit 25% versteuern..........
 
Ganze 50 € Steuern...

Daran wird man zu Grunde gehen...

gruss kelle!


vorher wars nach 12 monaten steuerfrei nach dem fifo-prinzip. und wenn man sich nun eine kapitalanlage anlage betrag 10.000€ mit einer jährlichen angenommenen verzinsung von 10% über eine laufzeit von 20 jahren anschaut, dann sind aus deinen 50€ aber schon eine andere hausmarke geworden...
 
vorher wars nach 12 monaten steuerfrei nach dem fifo-prinzip. und wenn man sich nun eine kapitalanlage anlage betrag 10.000€ mit einer jährlichen angenommenen verzinsung von 10% über eine laufzeit von 20 jahren anschaut, dann sind aus deinen 50€ aber schon eine andere hausmarke geworden...

Es wären nach meiner Rechnung weiterhin pro Jahr 50 Euro wenn man sich den jährlichen Zinsen auszahlen lässt - soweit ich weiss ist das ja möglich.

Somit zwar zinsmässig unattraktiver (weil kein Zinseszins anfällt) aber attraktiver um den jährlichen Sparer-Pauschbetrag auszunutzen.
 
Und wie sieht es mit deinem Häuschen aus? Heute für 200.000 gekauft, in 20 Jahren für 400.000 verkaufen, weil es ohne die Kieddies zu gross ist... und mal schnell 50.000 Steuern weg...

Ist das so ? Das wäre ja absolut blöde ...

Werden die Kreditzinsen während der Laufzeit des Kredits in dieser Rechnung denn nicht berücksichtigt ?

:edit:

Habs schon selbst gefunden ... Gewinne aus Immobilienverkäufen mit einer Haltedauer von mehr als 10 Jahren bleiben steuerfrei.
 
Zuletzt bearbeitet:
Habs schon selbst gefunden ... Gewinne aus Immobilienverkäufen mit einer Haltedauer von mehr als 10 Jahren bleiben steuerfrei.

OK, dann nehmen wir halt den über 30 Jahre laufenden Dauerauftrag in einen schönen Investmentfonds.

Wenn man Steuern auf Kleckerbeträge runterrechnet, dann kommt man immer auf Peanutsbeträge.

Fakt ist, dass jemand, der heute 0 Steuern auf einen Millionengewinn zahlen muss (wenn er es richtig macht), in Zukunft davon 25% an Steuern zahlen muss.

Marty
 
Ganze 50 € Steuern...

Daran wird man zu Grunde gehen...

gruss kelle!

wenn man den Freibetrag ausgeschöft hat sind es pro 1000 Euro Gewinn schon 250 Euro die ich mehr zahle, und es ist ja nun wirklich nicht die einzige Steuererhöhung in letzter Zeit

und der Freibetrag waren vor nicht langer Zeit mal 1550 Euro jetzt sind es noch ganze 801 Euro :ugly: (für ledige )



hm schade drum, aber hier mal halbwegs gerechtfertigt um leistungslose Einkommen nicht vollkommen besser als erarbeitete Einkommen zu stellen


edit: O.K. die Rechnung stimmt so nicht wenn es um Einnahmen aus Kapitalgesellschaften geht---> da nimmt man ja das Halbeinkünfteverfahren und zahlt damit nur für 50 % der Gewinne Steuern, allerdings wurde ja das Halbeinkünfteverfahren mal gewählt weil die Körperschaftssteuer der Unternehmen für den Anteilhaber unabsetzbar wurde, also um Doppelbesteuerung zu vermeiden, es sollte also unterm Strich ganz grob auf 25 % rauskommen , hab jetzt aber keine Lust nachzuforschen ob das wirklich hinkommt *g*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Zusammen,
ich bin gerade in der Vorbereitungsphase meine Ersparnisse gewinnbringend anzulegen und hatte daher schon diverse Termine bei der Bank.
Mein Bankberater riet mir zu einem Dachfonds.
Würde ich nur bedingt empfelen, nämlich nur dann wenn die STreuung der Fons so gut ist, das nicht zu viel durch überlappung der Firmen zu groß ist. Wenn möglich in eine Art dachfonds investieren wo nur Fonds einer gesellschaft sind.
Dazu muss sie aber groß genug sein, den im Schnitt haben Fongdsgesellschaften nur 10-15 Fonds.

Jedoch Habe ich nach einer kurzen Recherche festgestellt ,dass es nicht gerade preisgünstig ist.
Die Preise schwanken zwichen 4% und bis zu 30% es gibt natürlich auch Anbieter mit noch höheren kosten aber die sind unseriös. Bis max. 10-12% ist noch O.K.
Da ich jedoch an den Markt grundsätzlich glaube, wäre ich schon sehr daran interessiert in Fonds zu investieren.
Dann habe ich noch diese Werbung gesehen : https://www.finanzoptimierung.de/stopandgo/index.fhtml und bin sehr überrascht wie günstig diese Firma im Verhältnis zu meiner Bank die Leistungen anbietet. Naja, ich hoffe mir kann jemand seine Erfahrung weitergeben oder ein paar Infos ?
Hmm ich kenne diese Seite nicht hab sie nur kurz überflogen würde da aber ehrlich gesagt die Finger von lassen. Gerade der Punkt das keine Kosten auf einen bei einen Wechsel des Fonds auf einen zu kommen haben mich stutzig gemacht. In der regel entstehen den Gesellschaften Kosten und wie wollen die das umgehen?
lediglich, wenn man innerhalb der selben Fondsgesellschaft bleibt können die Kosten unter Umständen wegfallen.

Mich beschäftisgt auch die Frage, was mit das genau mit der neuen Steuer auf Kapitalerträge zu tun hat die ab 2009 in Kraft tritt.Heisst das ich muss auch das Kapital von 2008 versteuern ?
LG
 
RE

Hey,
vielen Dank für die zahlreichen Antworten. Ich finde, dass es ein schwieriges Thema ist und man sich die Frage stellen sollte, wofür man Geld anlegt und wie wichtig es einem ist daraus einen Gewinn zu erzielen. Ich für meinen Teil denke schon fast , man sollte in Immobilien investieren und den Kreditzeitraum auf 10Jahre legen....Dafür braucht man allerdings erstmal ein Gewisses Startkapital, um in den Anderen Teil selbst zu finanzieren.Oder was meint Ihr.?Ich denke ich brauche ganz dringend einen Berater;-)der mir alles erzählt über die Abgeltungssteuer erzählt und mich zusätzlich mit den Fonds berät.
LG
 
Ich für meinen Teil denke schon fast , man sollte in Immobilien investieren und den Kreditzeitraum auf 10Jahre legen....

Hmmm, kommt darauf an, mit welchem Zweck Du in Immobilien haben willst.

Für Eigenbedarf sicherlich passend.

Willst Du es vermieten, kann es Dir unter Umständen teurer kommen, da Du die Überschüsse aus der Vermietung mit dem normalen Einkommenssteuersatz versteuern musst, der bis zu 50 % oder so hochgehen kann.

gruss kelle!
 
Es wären nach meiner Rechnung weiterhin pro Jahr 50 Euro wenn man sich den jährlichen Zinsen auszahlen lässt - soweit ich weiss ist das ja möglich.

Somit zwar zinsmässig unattraktiver (weil kein Zinseszins anfällt) aber attraktiver um den jährlichen Sparer-Pauschbetrag auszunutzen.
Dafür hast du laufende Wiederanlagekosten, die du auch nicht unterschätzen darfst.

Meines erachtens ist eine klassiche Buy-And-Hold-Strategie mit passiven Investments (z.B. ETFs) derzeit (sprich Anlage vor 2009 und langer Haltedauer) keine schlechte Idee. Ich werd's auch so machen und meine (Aktien)-Fonds werd' ich ungefähr so aufteilen:
45 % Europa (je 15 % DJ Euro Stoxx / DJ Stoxx 600 / MSCI EMU Small Cap)
25 % MSCI World
25 % MSCI Emerging Markets
5 % Japan (entwdere Topix, Nikkei 225 oder MSCI Japan)

Dachfonds o.ä. werde ich langfristig nicht nehmen, da mir die Fondsperformance zu sehr vom jeweiligen Manager abhängt und sowieso nur die wenigsten auf Dauer ihre Vergleichsindizes schlagen. Da kann ich auc gleich den Index kaufen, da bin ich immer genau so gut wie der Markt. Zudem sind aktive Fonds teuer (lfd. Kosten: TER, Ausgabeaufschlag; evtl. Performance-Fee)
 
edit: O.K. die Rechnung stimmt so nicht wenn es um Einnahmen aus Kapitalgesellschaften geht---> da nimmt man ja das Halbeinkünfteverfahren und zahlt damit nur für 50 % der Gewinne Steuern, allerdings wurde ja das Halbeinkünfteverfahren mal gewählt weil die Körperschaftssteuer der Unternehmen für den Anteilhaber unabsetzbar wurde, also um Doppelbesteuerung zu vermeiden, es sollte also unterm Strich ganz grob auf 25 % rauskommen , hab jetzt aber keine Lust nachzuforschen ob das wirklich hinkommt *g*

Ahh, stimmt so nicht, das Halbeinkünfteverfahren wurde mit dem Jahressteuergesetz 2008 auch geändert in ein Teileinkünfteverfahren. Soviel günstiger gestaltet sich das auch nicht mehr, wie man denkt....... Hinzu kommt ja auch noch, das z.b. die Gewerbesteuer nicht mehr in den unternehmerischen Teil fällt, somit auch keine Betriebsausgabe mehr darstellt, erhöhtes Körperschaftssteuereinkommen, dafür ist die GewSt dann anrechenbar auf die Einkommensteuer.... Aber egal, defakto gibt es das Halbeinkünfteverfahren ab 2009 im Bereich der Kapitalgesellschaft so nicht mehr
 
RE

Mhh also man könnte natürlich auch als deutscher Privatinvestor in ein breit diversifiziertes Immobilienportfolio in Asien inverstieren und dann an mehreren großen "Fischen" beteiligt sein, die aufgrund sonst hoher Mindestbeteiligungssummen in der Regel Großinvestoren vorbehalten ist.(ist halt nur eine Möglichkeit von vielen)
Ich finde, der Asien Markt ist stark im kommen. Habe ich gestern noch einen interessanten Bericht gehört.
LG
 
Mhh also man könnte natürlich auch als deutscher Privatinvestor in ein breit diversifiziertes Immobilienportfolio in Asien inverstieren und dann an mehreren großen "Fischen" beteiligt sein, die aufgrund sonst hoher Mindestbeteiligungssummen in der Regel Großinvestoren vorbehalten ist.(ist halt nur eine Möglichkeit von vielen)
Ich finde, der Asien Markt ist stark im kommen. Habe ich gestern noch einen interessanten Bericht gehört.
LG
Eine gewisse Streuung sollte man aber schon allein aus Risiko-Gesichtspunkten im Depot haben. Nur auf eine Region setzen gefällt mir nicht, da hat man auch Wechselkursrisiken mit drin.