News Minderjährige sollen keine Sonnenstudios mehr besuchen dürfen

News-Bot

klamm-Bot
25 April 2006
7.470
209
[N] Minderjährige sollen keine Sonnenstudios mehr besuchen dürfen

Folgende News wurde am 29.05.2008 um 17:52:00 Uhr veröffentlicht:
Minderjährige sollen keine Sonnenstudios mehr besuchen dürfen
Shortnews

Das Bundesumweltministerium gab bekannt, dass man sich vermehrt für den Schutz Jugendlicher einsetzen will, die regelmäßig die Sonnenbank aufsuchen. Da viele freiwillige Projekte ignoriert wurden, droht nun ein generelles gesetzliches Verbot für Minderjährige. Durch den Besuch von Sonnenstudios kann die Haut nachhaltig geschädigt werden und schneller Hautkrebs hervorrufen. Obwohl es immer mehr Hauterkrankungen gibt, setzt nach Angaben des Bundesamts etwa jeder zehnte Jugendliche auf dieses Schönheitsideal.
 
Wann wird man in Ämtern und in der Politik begreifen, dass Verbote weder die Selbstkontrolle noch einen vernünftigen Umgang fördern...
 
Wann wird man in Ämtern und in der Politik begreifen, dass Verbote weder die Selbstkontrolle noch einen vernünftigen Umgang fördern...

Anders wird man es aber nie schaffen, die Sonnenstudios die Jugendlichen das Bräunen ermöglichen davon abzuhalten es zu tun.

Leider kommt diese Gesetzesinitiative für viele wieder mal zu spät und hätte schon vor Jahren kommen müssen, als vor dem Problem gewarnt wurde.
 
Wann wird man in Ämtern und in der Politik begreifen, dass Verbote weder die Selbstkontrolle noch einen vernünftigen Umgang fördern...

Mag sein, aber die Androhung von hohen Geldstrafen wird die Eltern und die Betreiber der Sonnenstudios motivieren, auf die Minderjährigen zu achten.

Ich finde den Vorschlag gut.
 
Wann wird man in Ämtern und in der Politik begreifen, dass Verbote weder die Selbstkontrolle noch einen vernünftigen Umgang fördern...

Wenn Eltern es nicht schaffen, ihre Kinder beizubringen, dass es für Teenies absolut überflüssig und ungesund ist, braungebrannt wie ein Schokomännchen rumzulaufen und Sonnenstudiobetreiber nur ans Geld, und nicht an die Gesundheit der Kiddies denken, dann muss der Staat wohl oder übel eingreifen.

Wenn die Kiddies etwas mehr an die frische Luft gehen würden, statt am PC oder vor der Glotze rumzugammeln, hätten sie von sich aus eine gesunde Naturbräune - dann bräuchten sie auch keinen Hautkrebs auf ner viren- und bakterienverseuchte Sonnenbank zu züchten. Nebenwirkung Sonnenbankverzicht: sie könnten ihr Taschengeld auch mal an etwas Sinnvollerem ausgeben.

Teenies auf der Sonnebank ist eine Modemarotte, die schleunigst wieder verschwinden sollte. Schau nach Australien (Hautkrebsland Nr. 1 der Welt), was die Regierung da für die Bürger (vor allem für die Kinder) tut, damit sich keiner länger in der Sonne aufhält wie nötig. Die würden dir dort den Vogel zeigen, wenn du dort dein Kind auf die Sonnenbank gehen lassen würdest.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wann wird man in Ämtern und in der Politik begreifen, dass Verbote weder die Selbstkontrolle noch einen vernünftigen Umgang fördern...
Du bist also für die Abschaffung aller Einschränkungen für Minderjährige, oder was soll uns Dein Satz sagen?

Mag sein, aber die Androhung von hohen Geldstrafen wird die Eltern und die Betreiber der Sonnenstudios motivieren, auf die Minderjährigen zu achten.
Warum die Eltern? Was haben die damit zu tun? Die dürften kein Geldstrafe bekommen.

Marty
 
[edit by darkkurt : Wo Renommee-Bewertungen kommentiert und diskutiert werden, dürfte doch langsam aber sicher bekannt sein...]

Du bist also für die Abschaffung aller Einschränkungen für Minderjährige, oder was soll uns Dein Satz sagen?

Nein, das bin ich nicht, ich bin für die Abschaffung gewisser Einschränkungen die nicht besonders wirksam sind und einfach nur blindem Aktionismus entspringen. Man sieht ja beim Rauchverbot wie gut das funktioniert (Ich spiele auf die sogenannten "Raucherlokale" an).

Abgesehen davon könnte auch eine "Solarium ab 18" Regelung ohne großen Aufwand umgangen werden. Man drückt den Kiddies einen Wisch in die Hand, den sie von ihren Eltern unterschreiben lassen sollen.

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten, entweder den Eltern ist es egal und sie unterschreiben den Kram, die Eltern sagen "Nein" und das Kind gehorcht, es fälscht die Unterschrift oder sucht sich sonstige Möglichkeiten das Solariumpersonal zu täuschen/überreden etc...

Und jetzt sag mir mal wieviele Jugendliche im Alter von 14-17, die auf Grund des Schönheitsideals nicht auf die Sonnenbank verzichten wollen, auf ihre Eltern hören würden?

Dazu kommt, dass ein Solarium nicht sofort gesundheitsschädlich ist, sondern eben bei übermäßiger und häufiger Einstrahlung zu Hauterkrankungen führt.

(Jetzt kommt mir nicht mit Kommentaren wie "AHA! Dann sollten sie wohl auch ein paar Zigaretten rauchen dürfen!" Nein, sollten sie nicht, da Tabakkonsum unmittelbar schädlich ist, genauso wie Alkohol bei einmaligem exzessivem Konsum zu schweren Schäden führen kann und den Menschen auch noch ihren Verstand vernebelt, sodass sie im Suff die größten Dummheiten anstellen.)


Daher fände ich eine teilweise einschränkende Regelung sinnvoller, d.h. man gewährt Minderjährigen nur eine bestimmte Anzahl an Besuchen im Solarium.

So besteht die Möglichkeit, dass zum einen die Kinder zufrieden gestellt sind, zum anderen unnötig häufige Besuche ausgeschlossen sind und unter Umständen verliert die Sonnenbank auch noch den Reiz.

Ich steh halt auf Kompromisse :)

Marty schrieb:
Warum die Eltern? Was haben die damit zu tun? Die dürften kein Geldstrafe bekommen.

Eltern haben ihren Kindern gegenüber nunmal eine Aufsichtspflicht.
Aber Geldstrafen für die Eltern sind auch keine Patentlösung, da sie ihre Kinder nicht 24/7 überwachen können.
 
Abgesehen davon könnte auch eine "Solarium ab 18" Regelung ohne großen Aufwand umgangen werden. Man drückt den Kiddies einen Wisch in die Hand, den sie von ihren Eltern unterschreiben lassen sollen.

Solche Wische sollte es erst gar nicht geben dürfen.

Und was die eingeschränkte Menge an Sonnenbädern angeht... der Körper verträgt nur eine gewisse Dosis (Sonnen)strahlung im Leben. Jeder Sonnenbrand erhöht das Risiko später an Hautkrebs zu erkranken um ein Vielfaches. Ein einziger Sonnenbrand im Kleinkindalter reicht da sogar schon aus um später Hautkrebs zu bekommen. Jeder Hautarzt wird dir erzählen können, wie das aussieht mit übermässige Sonnenstrahlung und erhöhtes Hautkrebsrisiko bei unter 18-Jährigen. Mal davon abgesehen, dass die Haut auch auf andere Arten leidet von der Sonnenbankhüpferei: die Haut altert frühzeitig - es können sehr fiese Pigmentstörungen entstehen - man kann diverse Augenleiden bekommen - man kann sich sogar durch die Sonnenbank eine Sonnenallergie holen - das Immunsystem kann durch übermässige Solarienbesuche geschädigt werden, wodurch sogar im gesamten Körper Organschäden auftreten können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Abgesehen davon könnte auch eine "Solarium ab 18" Regelung ohne großen Aufwand umgangen werden. Man drückt den Kiddies einen Wisch in die Hand, den sie von ihren Eltern unterschreiben lassen sollen.
Du findest also ein Verbot dieses gesundheitsschädlichem Zeugs für Jugendliche nicht in Ordnung, weil Verbote wirkungslos sind. Und im nächsten Satz schlägst Du ein Verbote für alle Jugendlichen vor, es sei denn, sie lassen von ihren Eltern einen Zettel unterschreiben? Das ist inkonsequent.

Und jetzt sag mir mal wieviele Jugendliche im Alter von 14-17, die auf Grund des Schönheitsideals nicht auf die Sonnenbank verzichten wollen, auf ihre Eltern hören würden?
Keins. Deshalb sollen sie ja auch auf den Gesetzgeber hören. Der sagt NEIN. Und das Personal hat das umzusetzen. So wie das erfolgreich mit Lottoannahmestellen gemacht wird. Probier mal als Minderjähriger Lotto zu spielen. Das dürfte zumindest schwer werden.

Daher fände ich eine teilweise einschränkende Regelung sinnvoller, d.h. man gewährt Minderjährigen nur eine bestimmte Anzahl an Besuchen im Solarium.
Das wäre dann wieder ein Verbot, das man nach Deiner obigen Aussage ja nicht kontrollieren kann.

Eltern haben ihren Kindern gegenüber nunmal eine Aufsichtspflicht.
Aber Geldstrafen für die Eltern sind auch keine Patentlösung, da sie ihre Kinder nicht 24/7 überwachen können.
Ach, und Eltern sind also mit der Aufsichtspflicht verpflichtet, zu kontrollieren, ob ihre 17-jährigen Töchter auf die Sonnenbank gehen?

Marty
 
Und wie willst du das kontrollieren? Es gibt ja wohl mehr als 1 Solarium pro Stadt.

Vielleicht mit einer örtlichen Datenbank für die Solarien.

Marty schrieb:
Du findest also ein Verbot dieses gesundheitsschädlichem Zeugs für Jugendliche nicht in Ordnung, weil Verbote wirkungslos sind. Und im nächsten Satz schlägst Du ein Verbote für alle Jugendlichen vor, es sei denn, sie lassen von ihren Eltern einen Zettel unterschreiben? Das ist inkonsequent.

Nein, da verstehst du mich falsch. Das sollte nicht ein Vorschlag meinerseits sein, sondern eine Möglichkeit für die Betreiber der Solarien, dieses Verbot zu umgehen um keine Kundschaft zu verlieren.

Keins. Deshalb sollen sie ja auch auf den Gesetzgeber hören. Der sagt NEIN. Und das Personal hat das umzusetzen. So wie das erfolgreich mit Lottoannahmestellen gemacht wird. Probier mal als Minderjähriger Lotto zu spielen. Das dürfte zumindest schwer werden.

Nunja, das ist unterschiedlich. In der Nähe unserer alten Wohnung gab es eine Lottoannahmestelle, die Scheine von mir angenommen hat, als ich noch 14 war. Genauso wurde mir mit 16 in diversen Supermärkten harter Alkohol verkauft. Es gibt also solche und solche.

Das wäre dann wieder ein Verbot, das man nach Deiner obigen Aussage ja nicht kontrollieren kann.

Es wäre kein reines Verbot sondern ein Kompromiss.
Man richtet z.B. eine Datenbank für die städtischen Solarien ein, in die jeder Kunde eingetragen wird. Dann kriegt jeder ein Kärtchen mit Magnetstreifen (wie im Fitnesscenter), welches vor jedem Besuch eingelesen wird, sodass man die Anzahl der Besuche dokumentieren kann.

Ach, und Eltern sind also mit der Aufsichtspflicht verpflichtet, zu kontrollieren, ob ihre 17-jährigen Töchter auf die Sonnenbank gehen?

Da hast du mich wieder falsch verstanden.
Ich habe ja geschrieben, dass ich Geldstrafen für die Eltern nicht unbedingt als sinnvoll erachte, gerade weil sie ihre Kinder nicht ständig "überwachen" können. Bei der Aufsichtspflicht ist natürlich von Altersgruppe zu Altersgruppe zu unterscheiden.
 
Man richtet z.B. eine Datenbank für die städtischen Solarien ein, in die jeder Kunde eingetragen wird. Dann kriegt jeder ein Kärtchen mit Magnetstreifen (wie im Fitnesscenter), welches vor jedem Besuch eingelesen wird, sodass man die Anzahl der Besuche dokumentieren kann.
Und dann gibt es ein Studio, was sich einen Mist um diese Karten schert und den Jugendlichen trotzdem lässt.

Dann lieber ganz verbieten.

Marty
 
Ich finde die Idee schon gut, aber genau wie bei der Geschichte mit dem Rauchen und dem Alkohol sollte man lieber statt auf härtere Gesetze (die man umgehen kann) lieber auf vernünftige Aufklärung sorgen. In die Schulen sollte ab einem gewissen Alter mal ein Hautarzt kommen, der ein paar Bilder von Hautkrebspatienten dabei hat. Es ist ja nicht nur das Sonnenstudio, sondern auch das "natürliche" Sonnenbaden. Man will einem Schönheitsideal nacheifern, das im Grunde genommen gar keines ist. Nur weil viele braungebrannte Stars rumlaufen, will man dem nacheifern.
Früher galt die "vornehme" Blässe als Schönheitsideal.
Egal, was für strenge Regeln man einführt und wie hoch die Strafen sind. Erreichen tut man damit - leider - nicht viel, wenn es nicht in die Köpfe der Leute reingeht.
In Australien bringt man den Kindern schon im Kindergarten bei:
slip-slap-slop
(Slip = Shirt überziehen Slap = Hut aufsetzen Slop = mit Sonnencreme einschmieren)
 
In die Schulen sollte ab einem gewissen Alter mal ein Hautarzt kommen, der ein paar Bilder von Hautkrebspatienten dabei hat.
Ich habe in der Schule Raucherlungen gezeigt bekommen und Leberschäden. Trotzdem habe ich geraucht und Alkohol getrunken. Wieviel % der jungen Mädels würden sich wohl von solchen Photos beeindrucken lassen?

Marty
 
Ich habe in der Schule Raucherlungen gezeigt bekommen und Leberschäden. Trotzdem habe ich geraucht und Alkohol getrunken. Wieviel % der jungen Mädels würden sich wohl von solchen Photos beeindrucken lassen?

Marty

So gesehen hast Du recht. Aber vielleicht lassen sich wenigstens ein paar davon abschrecken.
Man müsste eben in den Köpfen dieses Schönheitsideal zurechtrücken, dass Braun mit Gesund und Blass mit Krank verbindet. Dann würde sich das Problem ganz von selbst lösen.
 
Man müsste eben in den Köpfen dieses Schönheitsideal zurechtrücken, dass Braun mit Gesund und Blass mit Krank verbindet. Dann würde sich das Problem ganz von selbst lösen.

Schön wärs. Vielleicht können wir das dann mit dem spindeldürr und schlank auch noch machen, damit die sich nicht auch noch zu Tode hungern...

Aber ich glaube, mit Aufklärung kommt man da nicht weit.

Marty
 
Wieviel % der jungen Mädels würden sich wohl von solchen Photos beeindrucken lassen?

Marty

Wenn man neben jeder einzeln Sonnenbank gleich 10 übelste Hautkrebsfotos aufhängen würde, dann denke ich schon, dass die Modepüpchen schnell einen Rückzieher machen würden. Welcher 17-jähriger Teenie möchte denn mit 25 aussehen wie 45 und voller Narben von entfernte Melanome sein?
 
Und dann gibt es ein Studio, was sich einen Mist um diese Karten schert und den Jugendlichen trotzdem lässt.

Dann lieber ganz verbieten.

Marty

Genauso könnte es Studios geben, die sich nicht um das uneingeschränkte Verbot kümmern. Natürlich kann man ihnen dann Sanktionen auferlegen, aber das könnte man auch bei der Karten-Methode.


Bernie1969 schrieb:
Man will einem Schönheitsideal nacheifern, das im Grunde genommen gar keines ist. Nur weil viele braungebrannte Stars rumlaufen, will man dem nacheifern.
Früher galt die "vornehme" Blässe als Schönheitsideal.

Das ist in manchen Ländern immer noch so.
Mir kommt es sogar fast so vor, dass immer Aspekte des Ideals sind, welche man selbst gerade nicht hat. So gibt es in Indien immer mehr Jugendliche und Stars, die ihre Haut "aufhellen" lassen.

Naja, ich brauche kein Solarium um braun zu werden und da eine eher dunkle Hautfarbe anscheinend dem Schönheitsideal hierzulande entspricht, brauche ich mich auch nicht zu bleichen :mrgreen: