News Merkel will mit Obama offenes Gespräch führen

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25 April 2006
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[N] Merkel will mit Obama offenes Gespräch führen

Folgende News wurde am 21.07.2008 um 18:16:15 Uhr veröffentlicht:
Merkel will mit Obama offenes Gespräch führen
DPA-News

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will mit dem Präsidentschaftsbewerber der US-Demokraten, Barack Obama, bei seinem Berlin-Besuch über eine intensivere transatlantische Partnerschaft sprechen. Merkel werde bei dem Treffen am Donnerstag die Wirtschaftspartnerschaft zwischen der Europäischen Union und den USA zum Thema machen, kündigte Regierungssprecher Thomas Steg am Montag in Berlin an. Die Kanzlerin wolle ein «sehr offenes, ausführliches Gespräch» mit Obama führen, das etwa eine Stunde dauern werde. Letztlich gehe es auch darum, dass sich beide kennenlernten. In Berlin begannen unterdessen die Vorbereitungen für die mit Spannung erwartete öffentlichen Rede Obamas. Mindestens 700 Polizeibeamte sollen nach Angaben eines Behördensprechers von Montag seinen Auftritt an der Siegessäule im Tiergarten - der größten Grünanlage im Zentrum Berlins - sichern. Obwohl der US-Senator als Privatmann komme, gelte für ihn dieselbe Sicherheitsstufe wie für einen amtierenden Präsidenten, berichtet die «Thüringer Allgemeine» (Dienstag) unter Berufung auf die Berliner Senatskanzlei. Der unmittelbare Personenschutz werde darum auch vom US-Sicherheitsdienst (Secret Service) übernommen, der alle hohen amerikanischen Regierungsvertreter im In- und Ausland schützt. Der Auftritt des 46-Jährigen auf der Ostseite der Siegessäule - «von hinten gefilmt vor vielen Menschen und dahinter das Brandenburger Tor», wie der USA-Experte Harald Wenzel sagte - ist die einzige öffentliche Rede während der Europa-Reise des Senators aus Illinois, der dem Republikaner George W. Bush im Weißen Haus nachfolgen will. Das Brandenburger Tor in Sichtweite der Siegessäule sei das europäische Bauwerk, das am stärksten für Wandel stehe - und «change» sei ein Schlüsselwort der Obama-Kampagne, sagte der Politikwissenschaftler vom John-F. -Kennedy-Institut der Freien Universität Berlin im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Organisatoren des Auftritts überlassen dabei nichts dem Zufall: «Plakate oder Transparente sind nicht gestattet», heißt es auf Handzetteln, die seit Montag für das Ereignis werben. Rund um den Veranstaltungsort sollen von Dienstag an umfangreiche Sperrungen eingerichtet werden. Die Verkehrslenkung riet Autofahrern, das Zentrum bis Freitag früh möglichst zu meiden. Obama wird nach den bisherigen Planungen am Donnerstag mit einer Sondermaschine auf dem militärischen Teil des Flughafens Berlin-Tegel landen, wie es hieß. Um 11. 00 Uhr ist dann das Gespräch mit Merkel im Kanzleramt vorgesehen, am Nachmittag folgt ein Besuch bei Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD). Als «kleinkariert» kritisierte SPD-Generalsekretär Hubertus Heil den Streit um einen zunächst ins Gespräch gebrachten Auftritt Obamas am Brandenburger Tor. Unabhängig vom Ausgang der US-Präsidentenwahl im November gebe es «einen Regierungswechsel - und das ist die Chance für eine Erneuerung des transatlantischen Verhältnisses». Deshalb sei die Reaktion Merkels und anderer Unions-Politiker unangemessen gewesen. «Wer so kurzsichtig und kleinkariert reagiert wie das, was aus der Union in den letzten Tagen zu erleben war, der ergreift nicht diese Chance. »
 
Was haltet Ihr davon, was einem amerikanischen Politiker, der (soweit ich weiß) keinerlei Amt innehat, sondern nur KANDIDAT dafür ist (völlig egal, ob nun Obama oder ein anderer, von seiner oder einer anderen Partei), da zugestanden wird?
ICH find es absolut daneben!
Obwohl der US-Senator als Privatmann komme, gelte für ihn dieselbe Sicherheitsstufe wie für einen amtierenden Präsidenten..
Das ist jawohl lächerlich, denn er hat (doch wohl!?) keine (US-)Funktion bzw. kommt zumindest nicht in einer! Wenn er hier her kommen will, darf er das gerne, aber wieso dieser Wirbel?! Wieso darf er überhaupt öffentlich reden?!
..einzige öffentliche Rede während der Europa-Reise..
Ob die anderen Staaten da weniger US-sklavisch auftreten und das untersagt haben - eben WEIL er nur Privatmann ist?
Mindestens 700 Polizeibeamte sollen..seinen Auftritt..sichern. ..umfangreiche Sperrungen..Zentrum..möglichst zu meiden.
DAS macht das Ganze sogar SKANDALÖS - und somit mich richtig wütend!
Wir Deutschen müssen dafür a) bezahlen und b) Einschränkungen in Kauf nehmen, dass ein amerikanischer Privatmann eine Reise hierher unternimmt?!?!

Gespannt auf Eure Meinungen!
 
Was haltet Ihr davon, was einem amerikanischen Politiker, der (soweit ich weiß) keinerlei Amt innehat, sondern nur KANDIDAT dafür ist (völlig egal, ob nun Obama oder ein anderer, von seiner oder einer anderen Partei), da zugestanden wird?
ICH find es absolut daneben!
Und ich halte es für absolut angemessen und gewöhnlich.

Willst du das Risiko eingehen, dass einem Präsidentschaftskandidaten der USA hier in Deutschland etwas passiert? Was meinst du wie es dann zwischen den USA und der Bundesrepublik rumpeln würde.
 
Was sollte da schon rumpeln?

Da kommt irgendein Senator (einer von vielen) nach Berlin und will da ein bisserl rumhampeln. Man sollte das eigentlich gekonnt ignorieren, der Kerl ist immerhin nichts ein als ein Bewerber. Sollte dieser Typ mal Präsident werden kann man immer noch an einem Tisch sitzen.

Na ja, immerhin zahlt er den Mist selber. Auch wenn ich glatt gedacht hätte, dass USPD, öhm, SPD und Kommunisten den Heilsbringer aus der sexy Berliner Landeskasse auszahlen. 8)
 
Ich finde es amüsant. Aus folgenden zwei Gründen:

1. Die Wandlung Merkels.
Erst reagierte sie mit einem "gewissem Befremden" auf die Absicht Obamas, am Brandenburger Tor zu reden, da es unüblich sei "im Ausland Wahlkampf zu machen". Ok, sie hat als Kanzlerkandidatin Bush besucht, aber das zählt ja nicht, weil, ähm, nun ja, es zählt einfach nicht. Mittlerweile hat man das Gefühl, sie würde am liebsten wie anno dunste mal zusammen mit Obama in MeckPom grillen. :mrgreen:
Weshalb dieser Wandel? Ich vermute, daß sie (bzw. ihr Stab) spät, aber nicht zu spät, bei der Beliebtheit Obamas erkannt hat, daß sich damit im Wahlkampf punkten läßt.
Interessant auch, daß Merkel innerhalb kürzester Zeit mit dem Interview, bei dem sie mangelnde Kenntnisse bei HARTZ IV offenbarte; dann die Geschichte mit dem Gelöbnis; und halt der "Fall Obama" in kleine Fettnäpfchen getreten ist - aber ihre Beliebtheit sehr hoch ist und bleibt. Das Wahlvieh ist halt eine sehr seltsame Spezies. :mrgreen:

2. Guter Ami, böser Ami
Nun, daß Bush mit seiner Allergie gegen alles diplomatische kaum Sympathien erwarten konnte, ist klar, aber wie schnell die Stimmung umkippt, bloß weil stattdessen charmante Grinseberts wie jetzt Obama oder Bushs Vorgänger Clinton Präsidenten sind, ist schon erstaunlich. Dabei ist die Politik nicht groß anders, sie verkaufen sie nur besser.
Das jetzt tausende sich die Rede anschauen wollen ist schon etwas albern. Quasi Public viewing. Mal schauen ob's danach auch Autokorsos gibt. Und mal schauen, ob Obama ein Berliner ißt. :ugly:
 
-> hfkb: Ich finde ja, dass er erst gar nicht so einen großen Auftritt genehmigt bekommen sollte! Geschweige denn organisiert!! Geschweige denn sogar finanziert!!! Soll er doch, wie jede andere Privatperson es auch müsste, in den Park gehen, oder einen Saal/eine Halle mieten! Auf jeden Fall aber ALLES selbst organisieren und zahlen!

-> Stardust: - Absatz 2: eben
- Absatz 3: Wie kommst Du denn darauf, dass er selber zahlt?! Wär ja das einzig Richtige! Ist aber leider nicht so. Lies mal den Artikel von heute! Allein der Polizeieinsatz kostet 1/4 Mio! Und das Land Berlin muss es zahlen! Dazu kommen natürlich noch weitere Kosten und Probleme, u.a. Verkehrsumleitungen etc..

-> perlini: Dein politischer Teil interessiert mich weniger. Deine letzten beiden Sätze aber find ich gut! Ob der wirklich ein(en) Berlina is(s)t? ;)
 
Allein der Polizeieinsatz kostet 1/4 Mio! Und das Land Berlin muss es zahlen! Dazu kommen natürlich noch weitere Kosten und Probleme, u.a. Verkehrsumleitungen etc..

Mit der Argumentation kannst Du in Deutschland das Demonstrationsrecht und die Fußballbundesliga sowie Konzerte verbieten.

Wunderbar!

gruss kelle!
 
Ich finde ja, dass er erst gar nicht so einen großen Auftritt genehmigt bekommen sollte! Geschweige denn organisiert!!
Der Präsident der USA ist nun mal einer der wichtigsten Männer der Welt und Obama hat sicherlich keine schlechten Chancen dieses Amt zukünftig inne zu haben. Willst du den dann vor die Tür setzen?

Das ist alles Beziehungspflege auf internationaler Ebene. Sicherlich wird aus dem Besuch mittlerweile eine riesen Aktion gemacht, aber Staatsgäste bekommen nun mal eine gewisse Aufmerksamkeit.
 
man hätte ihn einfach reden lassen sollen. wenn mccain reden wöllte auch ihn. wobei man dann auch die russen quasi einladen müsste da sie die berliner bevölkerung kurz nach dem 2ten weltkrieg versorgt haben.
 
Mit der Argumentation kannst Du in Deutschland das Demonstrationsrecht und die Fußballbundesliga sowie Konzerte verbieten
Vergleich mal nicht Nilpferde mit Känguruhs! a) geht es in Deinen 3 Beispielen um Deutsche (die selber zu dem System gehören und beitragen), nicht Amis, b) ist er nur ein Kandidat, und c) schlug ich just etwas vor, dass Fußball + Konzerten ähnelt: nämlich, dass er sich eine Halle mieten und seine Veranstaltung da (selbst organisieren +) abhalten soll.

Der Präsident der USA ist nun mal einer der wichtigsten Männer der Welt und Obama hat sicherlich keine schlechten Chancen dieses Amt zukünftig inne zu haben. Willst du den dann vor die Tür setzen?
a) Wer sagt was von "vor die Tür setzen?" Selber machen soll er ja dürfen.
b) Du sagst es selbst: dann ist es natürlich anders!
 
bloß weil stattdessen charmante Grinseberts wie jetzt Obama oder Bushs Vorgänger Clinton Präsidenten sind, ist schon erstaunlich. Dabei ist die Politik nicht groß anders, sie verkaufen sie nur besser.

Ich versteh diese Obama-Euphorie auch nich ganz. Ich seh in seinen Grundsätzen keine deutliche Besserung. Ma sehn, was jetzt kommt. ^^
 
übersetzen die heinis von ard und co das eigentlich adhoc oder haben die den text schon vor sich liegen?
weil gleichzeitig hinhören und übersetzten is doch bestimmt nicht so einfach??
 
Mir ist egal wo er redet, mich würde nur mal interessieren, wie teuer seine Rede war und wer die Rechnung bezahlt. Immerhin hatte er die höchste Sicherheitsstufe.
 
Stellt euch mal vor, da spricht ein Obama und niemand hört zu :LOL:

Es ist doch schlimm. Da springen mit einmal die Deutschen auf, als würde Robbie Williams ein kostenloses Konzert am Brandenburger Tor geben. Dabei spricht dort nur ein Möchtegernmalwerden-US-Präsident. Eigentlich nicht mal die Fahrkarte wert, aber 200.000 Berliner rennen hin.

Ich habe es immer gesagt und sage es wieder: Wir haben hier zu viele Arbeitslose...

Gruß,
Photon
 
Der ganze Hype um Obama ist ziemlich übertrieben. Gut, er wäre mir auch lieber als McCain, aber lasst ihn erst einmal Präsident werden und schaut mal, was er dann macht.

Könnte aber gut sein, das er mit seinen Auslandsauftritten auf dem Holzweg ist. Während er in der Weltgeschichte rumreist, bearbeitet McCain in Amerika die Themen, die die Wähler wirklich interessieren, und holt immer mehr auf.

Das könnte wieder eine sehr knappe Entscheidung werden.
 
Vergleich mal nicht Nilpferde mit Känguruhs! a) geht es in Deinen 3 Beispielen um Deutsche (die selber zu dem System gehören und beitragen), nicht Amis, b) ist er nur ein Kandidat, und c) schlug ich just etwas vor, dass Fußball + Konzerten ähnelt: nämlich, dass er sich eine Halle mieten und seine Veranstaltung da (selbst organisieren +) abhalten soll.

Wenn die Nazis ihre Demonstrationen abhalten und durch die Städte marschieren werden auch hunderte Polizisten eingesetzt, damit sie und die Linken sich nicht gegenseitig die Schädel zermatschen. Mit Absperrung und alles, dann ist auch nicht mehr viel mit "einfach so durch den Park laufen" Und zahlen muss das ganze auch der Steuerzahler. Da ist mir der zukünftige Ami-Präsident schon sehr viel lieber.
BTW, kennst du eine Halle in die 200 000 Leute reinpassen? :LOL:
 
Könnte aber gut sein, das er mit seinen Auslandsauftritten auf dem Holzweg ist. Während er in der Weltgeschichte rumreist, bearbeitet McCain in Amerika die Themen, die die Wähler wirklich interessieren, und holt immer mehr auf.
Er hat halt von den guten alten Zeiten gesprochen und herausgestellt was die Amerikaner alles für die Deutschen im besonderen für die Berliner getan haben - dafür wurde ihm zugejubelt. Er hat auch verlangt dass die Deutschen sich mehr militärisch beteiligen. Das hat Methode weil Mccain eher die aussenpolitische Kompetenz zugesprochen bekommt.