Mein Freund macht mich wahnsinnig!

Mit der Mutter "absprechen" wäre wahrscheinlich sinnvoll, wird aber nicht funktionieren.. Seine Mutter ist seit sie wahrscheinlich denken kann, daran gewöhnt ALLES zu machen, auch für ihren Ehemann und ihre Kinder. Die machen alle so gut wie nichts.. Und selbst als wir mal aus dem Urlaub gekommen sind (mein Freund und ich) und zuerst zu meinem Freund gefahren sind, hat sie sich letztendlich um die Wäsche von uns beiden gekümmert! Ich wollte das nicht und hab noch im Auto beim Ankommen zu meinem Freund gesagt, dass es mir wichtig ist, dass WIR die Wäsche waschen und nicht seine Mutter und dann haben wir die Wäsche "in einem unbeobachteten Moment" in die Maschine getan (wäre ich nicht so energisch dafür gewesen, hätte das sowieso nicht funktioniert). Wollte sie dann danach aufhängen, aber kamen fünf Minuten zu spät an die Maschine nachdem sie abgelaufen war und seine Mutter hatte direkt alles erledigt. Die zweite Maschine, die wir dann aufstellen wollten, hat sie mir praktisch "aus der Hand gerissen" und mein Freund behauptet, dass sei nicht will, dass andere mit ihrer Maschine waschen, weil sie wohl denkt 1. dass es andere nicht können und 2. dass es ihre Aufgabe ist. Wie will man sowas ändern? Wenn ich ihr sagen würde, dass sie doch ihren Sohn mal waschen lassen soll, würde sie mit Sicherheit denken, dass ich ihre Erziehung (die "von früher" ;)) kritisiere und sich angegriffen fühlen. Und zum Zweiten würde sie es so wie ich sie in den drei Jahren kennen gelernt habe, niemals durchsetzen und es auch nicht mal versuchen. Ich glaube, da muss ich alleine durch, oder?!? Aber wenn ich seine Wäsche nicht mehr wasche, was ich jetzt eigentlich schon begonnen habe.. (wobei er letztes WE wieder seine Sachen trotz Aufforderung hier vergessen hat und ich kann sie die ganze Woche über ertragen), nimmt er sie - wenn er dran denkt - mit nachhause und muss sie NICHT selbst waschen!!!!
Wenn überhaupt ändert sich erst was wenn wir zusammen ziehen sollten und dann ist noch mehr Stress vorprogrammiert! Aber das wird wahrscheinlich sowieso noch dauern, wobei die Beziehung unter der aktuellen Wohnsituation sowieso schon leidet....

Liebe Grüße
 
Ähem. Irgendwie tut mir dein Freund mehr und mehr leid, wenn ich deine Texte lese? So wie du dich beschreibst, bist du ja der Stress pur. Ich hab echt nichts dagegen wenn Menschen etwas selber machen. Aber bei dir wirkt es ja schon zwanghaft. Wenn ich in einem fremden Haushalt bin würd mir bei weitem nicht einfallen gegen die dort herrschenden Zustände zu rebellieren. Du tust zudem so, dass die Mutter unglücklich sein müsse, da sie alles für Ihre Familie tut. Wenn die Familie einem aber zeigt, dass man der Mutter dankbar ist, dann ist das denke ich mal mehr Lohn als den man in der freien Wirtschaft durch Geld bekommen kann. Denn in dieser kann man für wirkliche scheiß Jobs mit einer schlechten Bezahlung davon kommen, wo hingegen die Mutter die Liebe und den Respekt ihrer Familie genießt. Es ist einfach unhöflich in einem fremden Haushalt an Dinge zu gehen, bei denen man weiß, dass es der Hausherr nicht möchte nur um seinen eigenen Drang zu befriedigen alles unter Kontrolle haben zu wollen. Dein Freund würde bei dem Bezug einer eigenen Wohnung mit einer hohen Wahrscheinlichkeit Selbständiger werden, für dich ist denke ich mal alle Hoffnung verloren, deinen Kontrollzwang irgendwann abzulegen und ich würde deinem Freund raten so schnell wie möglich abzuhauen.
 
Wannabe, ich such mal wieder verzweifelt die Ironie in deinem Post 8O

Empfindest du es als normal sich in einen fremden Haushalt einzumischen? Man muss die Mutter ja nicht die eigene Wäsche machen lassen (kann man ja auch mit nach Hause nehmen, wenn es einem unangenehm ist), aber ich finde es schon dreist einfach an fremde Sachen zu gehen mit dem Bewusstsein, dass dies nicht gewünscht ist.

Zudem finde ich es unnormal, wenn die Freundin des Sohnes darüber jammert, dass man die Mutter nicht ändern kann. Sorry, die Frau ist Erwachsen und wenn sie gerne so lebt, dann find ich es nunmal vermessen, wenn man aufgrund dessen, dass man ein anderes Lebensempfinden hat die Mutter bemitleidet führ deren Art.
 
Wannabe, ich such mal wieder verzweifelt die Ironie in deinem Post 8O

Vom Prinzip hat er aber Recht.
Umgedreht gesehen würde ich mir von meinem Schwiegersohn in meinem Haushalt auch nicht "rumpfuschen" lassen. Ich lass ja auch keinen Mann ran. Das ist mein Revier. und damit hab ich auch kein Problem, egal wie das andere sehen. Ich jammer ja auch nicht, dass ich alles machen muss. Ich muss es nicht, ich mache es einfach. ;) So läuft mein Leben einfach ruhiger ab, weil ich das endlose Gezeter nicht habe, wer nun wo wie was im Haushalt macht.
Und genauso wird es wahrscheinlich auch seine Mutter sehen.

Was ich nie getan habe ist, hinterher zu räumen. Wenn die Wäsche (als Beispiel) nicht im vorgesehenen Wäschekorb ist und in der Wohnung rumliegt, dann bleibt das da einfach liegen. Irgendwann ist es selbst dem allergrößten Macho oder auch Kind zu dumm, weil der Kleiderschrank leer ist ;)
 
Was ich nie getan habe ist, hinterher zu räumen. Wenn die Wäsche (als Beispiel) nicht im vorgesehenen Wäschekorb ist und in der Wohnung rumliegt, dann bleibt das da einfach liegen. Irgendwann ist es selbst dem allergrößten Macho oder auch Kind zu dumm, weil der Kleiderschrank leer ist ;)

Kann ich bestätigen :) Wenn einem die Wäsche ausgeht, weil die noch im eigenem Zimmer liegt ist das voll mies ^^ Hab ich als Jugendlicher auch mal ab und an gehabt und dann panisch in der gewaschenen Wäsche etwas gesucht, was man vielleicht doch noch von einem selbst ist und zudem tragbar ist.
 
Kann ich bestätigen :)

:biggrin:
siehste, es gibt immer eine suptilere Art, jemanden zur "Ordnung" zu bewegen als stundenlang rumzubrüllen: "bringst du mir jetzt endlich die Wäsche? Wie sieht dein Zimmer wieder aus, kannst du deinen Dreck nicht wegräumen? muss das hier so aussehen?

spätestens bei solchen Sätzen würde ich die Augen verdrehen und erst recht nix machen. Ich war auch mal jung, ich weiß noch genau, wie genervt ich war, von meiner Mutter. Diskutier mal mit einem Teenie :roll:. Genauso aufschlußreich, wie wenn in China ein Sack Reis umfällt.
 
Ich frag mich, wieso Wannabe, sich anmaßt zu schreiben, ich habe einen Kontrollzwang inklusive der Empfehlung für meinen Freund, er soll so schnell wie möglich verschwinden :LOL:
Sowieso: Wo steht, dass die Familie der Mutter auch nur einen Funken Respekt für ihre Arbeit zollt?? Ich kann's leider nirgends finden!
Wenn sie die Sachen gerne machen würde, weil sie mit Leib und Seele Hausfrau und Mutter ist, würd ich in ihrem speziellen Fall wohl noch anders darüber urteilen. Dem ist aber nicht so. Sie hat eigentlich keine Lust, dass alles auf ihr abgeladen wird, etc. trotzdem reisst sie die ganze Arbeit an sich. Sie kennt es aber auch nicht anders. Wenn man 25 Jahre allein mit solchen Dingen ist und sich niemand dafür interessiert, ist man evtl. irritiert und lehnt ab, wenn nach 25 Jahren mal jemand hilfsbereit ist.
Zum Thema "Wäsche nach dem Urlaub": Ich hab zu Anfang dieses Threads schon einmal geschrieben, dass mein Freund und ich weiter voneinander entfernt wohnen und nachdem wir aus dem Urlaub gekommen waren, waren wir damals noch eine Woche bei ihm und mussten aus dem Grund waschen, weil wir sonst nicht mehr genug Klamotten für die Woche gehabt hätten..
Zum Thema "in den Haushalt hineinpfuschen": Sorry, ich kenn es nur so: Bei meinem Exfreund war die Mutter immer enorm dankbar dafür, dass meine "Ex-Schwägerin" und ich zuhause so hilfsbereit waren, bei mir zuhause ist es eigentlich ähnlich. Wenn ich so lange mit jemandem zusammen bin und regelmäßig irgendwo bin oder jemand regelmäßig bei mir ist, gelten wir nicht mehr als "Gast", sondern vielmehr als Familienmitglied und Mitbewohner und da fallen nunmal auch mal Dinge an, die zu erledigen sind. Zudem kann jeder sich z.B. aus dem Kühlschrank bedienen, auf's Sofa fläzen etc. und sich ganz zuhause fühlen... Diese Dinge sind bei einem Gast meines Erachtens etwas anders.

Rosalie
 
Exfreund ist aber nicht jetziger Freund. Und da geb ich Wannabe dieses Mal sogar Recht. Wenn seine Mutter das so handhabt, dann hast du dich daran zu halten. Wenn ich mir vorstelle, dass ich etwas dreinrede beim Haushalt der Mutter meiner Freundin...na das kann ich mir gar net vorstellen :)

Also ich denke mal, dass nicht nur er an sich arbeiten sollte, sondern beide ;) Ihr liebt euch doch sonst auch, oder??
 
Ich bin auch kein Gast in meinem elterlichen Haushalt. Dennoch hat meine Mutter ein System beim Führen des Haushalts und ich sollte mich einmal Wagen ihre Planung durch eigenmächtiges Handeln und ohne vorherigem bescheidsagen durcheinander zu bringen. Dafür musst du nicht als Gast gelten, damit das eine unhöfliche Geste ist. Wenn dann kannst du zu der Mutter gehen und mit ihr offen darüber reden, dass dir das unangenehm ist, wenn andere deine Wäsche waschen und du entweder danach fragst wann du es bei ihr machen kannst oder aber du gehst in einen Waschsalon. Ich gehe davon aus, dass sie ihr Respekt zollen, du wärest doch sicherlich nicht mit einem Mann zusammen, der seine Mutter wie eine polnische Putze behandelt. Wenn doch, nutzen weitere Gespräche mit dir sicherlich nicht. Und zu ihrer 25-Jährigen unterdrückung, die du scheinbar wahrnimmst, vielleicht rufst du die frau Schwarzer mal an, die wird die Frau sicher aus den Fängen der Männerwelt retten ;)
 
Ich gehe davon aus, dass sie ihr Respekt zollen, du wärest doch sicherlich nicht mit einem Mann zusammen, der seine Mutter wie eine polnische Putze behandelt. Wenn doch, nutzen weitere Gespräche mit dir sicherlich nicht. Und zu ihrer 25-Jährigen unterdrückung, die du scheinbar wahrnimmst, vielleicht rufst du die frau Schwarzer mal an, die wird die Frau sicher aus den Fängen der Männerwelt retten ;)

Meines Erachtens nach wird da kein Respekt gezollt, wenn alles selbstverständlich ist, nicht mal kleine Hilfestellungen gegeben werden. Das ist die Sache der Familie, mein Problem wird es erst, wenn mich das eben stört, sobald das selbe in unserem Haushalt hier stattfindet, weil mein Freund es auch nur so kennt.
Die Idee, mit der Mutter über ihre "Erziehungsmaßnahmen" zu sprechen wurde in einem anderen Beitrag vorgeschlagen und das waren lediglich meine Antworten, um zu erklären, dass dies keinen Sinn hat, weil die Situation sehr festgefahren ist. Ich hab's doch gar nicht versucht (bis auf das eine Mal nach dem Urlaub), wieso kommen da direkt diese "Anfeindungen"?! Wobei ich immer noch ähnlicher Ansicht bin.. Bei Familienfesten z.B. bei meiner "Schwiegeroma" helfe ich durchweg in der Küche, wasche das Geschirr, damit sich die Gastgeber aus der Küche verkrümeln können und mehr Zeit für ihre Gäste haben.. Bisher fand ich das immer recht nett von mir, aber heut überleg ich mir ernsthaft, ob ich da wohl zu sehr in deren Haushalt "hineingefuscht" hätte. Auf so eine Idee würde ich nie kommen!!! :roll:
 
Ähm? Sorry, aber deine letzten Sätze verstehe ich nicht. Alle Menschen sind unterschiedlich, sprich, es ist nicht immer schlecht zu helfen, es ist aber auch nicht immer gut. Wenn man zum Gastgeber geht und fragt ob man helfen kann, oder sich einfach dazustellt und hilft ist es doch was anderes, als wenn ich einfach in die Küche gehe und den Gastgeber damit überraschen will (außer man weiß durch Erfahrungen, dass es dem Gastgeber (oder wenn man kein Gast ist, ob es dem Hausherren/Hausherrin) recht ist). Ich will dich auch sicherlich nicht anfeinden, aber so wie du die Situationen beschreibst, denke ich manchmal ich bin im falschen Film. Du wirkst auf mich so, als wenn du deine Erziehung und dein Verhalten als den Maßstab ansiehst der richtig ist und alles andere Falsch läuft. Aber speziell bei Lebensweisen gibt es nicht immer richtig und falsch und unterschiedliche Menschen sind mit unterschiedlichen Lebensweisen zufrieden. Natürlich musst du später mit deinem Partner kompromisse finden, so dass beide nicht unzufrieden sind. Aber dies kann man doch nicht auf alle anderen Menschen ausweiten.

Ich räum bei meiner Freundin daheim auch mal das Geschirr ab... Das ist kein reinpfuschen... 8O

Und du denkst, dass das Vergleichbar ist? Besetzt du denn beim Geschirrspühlen mehrere Stunden die Spühle? Belegst du die Geschirrablage mehrere Stunden um das Geschirr zu trocknen, so dass niemand anderes nach dir Spühlen kann? Wäsche waschen (speziell nach dem Urlaub) klappt nur koordiniert und nicht so, dass jeder mal ebend seine Wäsche wäscht und man hofft als nächster schnell genug dran zu kommen...
 
Also ich war die Schuldige, die anregte, darüber nachzudenken, mit der Mutter zu sprechen, also massakriert die arme Rosalie mal jetzt nicht gleich. Sie erklärte in ihrer Antwort nur, warum das nicht möglich wäre. Ich finde auch, dass man nicht losgehen sollte und bei wem anders Wäsche waschen, aber genauso finde ich, die Mutter hätte die Finger von der Wäsche der Freundin lassen sollen, so nett es auch gemeint ist. Es gibt nun einmal Leute, denen das unangenehm ist (mir zum Beispiel). Die Lösung wäre gewesen, die Mutter vorher zu fragen, ob "ich" (also als die Freundin) mal eben die Waschmaschine nutzen kann und wenn die Mutter dann sagt, sie könne das doch machen, (möglichst diplomatisch) zu erklären, dass und warum man es lieber selbst möchte. So wäre die Situation, dass sie sich an der fertigen Wäsche vergangen hätte, gar nicht entstanden.
Um nochmal zu seiner Schmutzwäsche in deiner Wohnung zurückzukommen: Es kann dir doch egal sein, ob er die Wäsche zu Hause selbst wäscht. Lässt er sie bei dir und du wäschst sie nicht, wird er auf jeden Fall erstmal darauf verzichten müssen. Wichtig ist, dass er sieht, er kann nicht alles egal wo liegen lassen und es erledigt sich von selbst. Und es macht ja wohl einen Unterschied, ob alle wichtigen Frauen in seinem Leben ihm alles abnehmen oder nur seine Mutter (und wir wissen alle, dass Mütter im Normalfall immer ein speziell aufopferungsbereit sind).