News Liberalisierung des Postmarkts: Viele Postzusteller müssen Hartz IV ...

News-Bot

klamm-Bot
25 April 2006
7.468
209
[N] Liberalisierung des Postmarkts: Viele Postzusteller müssen Hartz IV ...

Folgende News wurde am 18.05.2007 um 11:24:00 Uhr veröffentlicht:
Liberalisierung des Postmarkts: Viele Postzusteller müssen Hartz IV beantragen
Shortnews

Die Liberalisierung des Postmarkts hat einer Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) zufolge zu so geringen Löhnen geführt, dass viele der Postzusteller auf ergänzende Hartz-IV-Zahlungen angewiesen sind. In der Mehrzahl der Fälle (60 Prozent) bedienten sich Konkurrenten der Deutschen Post Minijobbern. Der Lohn liege dabei häufig brutto knapp über 5 Euro. Betriebsräte und Tarifverträge seien häufig nicht vorhanden. Beim zukünftigen Ablauf des Briefmonopols fürchtet ...
 
Reaktion auf die Reaktion

mein Kommentar zu dieser Meldung war:

... allerdings frage ich mich schon, was die leute für ein gehalt bei einer arbeit wie post austragen u.ä. erwarten. zu solchen und ähnlichen tätigkeiten ist schließlich weder ein besonders guter schulabschluß, noch eine großartig geistig oder körperlich aufwendige ausbildung nötig. es ist gesellschaftlich absolut unmöglich, alle menschen hervorragend zu bezahlen, es werden immer welche in einfachen verhältnissen leben müssen. was nicht zu verwechseln mit "arm" ist. ansprüche relativieren!

da man nicht direkt antworten kann, mach ich's hier:

... über eure antworten kann ich nur lauthals lachen! ich bin weit übers rentenalter hinaus, ihr könnt euch also vorstellen, was ich in meinem leben schon für arbeiten machen musste um meine familie (mit arbeitender frau und vier kindern) durchzubringen. habe studiert, zweimal "umgelernt", war u.a. angestellt und selbstständig. von nicht bezahlt bis sehr gut bezahlt war alles dabei und ich arbeite immer noch ehrenamtlich! also nochmal an alle jammerlappen deutschlands: ansprüche relativieren!
 
Zuletzt bearbeitet:
Meien Reaktion auf deine Reaktion:

:yawn: - Toll was du alles geleistet hast.....

Und was hat das damit zu tun das Menschen die arbeiten gehen, trotzdem vom Staat unterstützt werden müssen. Und damit die Gesellschaft über Steuern dafür sorgen das Firmen mehr Gewinne machen können? Natürlich kann nicht jeder für jeden Job fürstlichen Lohn erhalten, das wird auch nicht verlangt (zumindest nicht von mir) - wenn das ganze aber langsam in Richtung Ausbeutung von einzelnen und Gewinnmaximierung auf Kosten aller geht, finde ich es nicht in Ordnung.

Davon ab ko*** es mich an wenn jemand die Arbeit anderer so niedrig achtet und so abwertet wie du durch deinen Kommentar.
 
Das Kernproblem der "Liberalisierung" ist dass ja nicht die neuen Dienstleiter den gesamten Transportweg übernehmen. Ähnlich wie bei der Telekom werden die neunen Dienstleister an das Netz der Deutschen Post angeschlossen, welche die Briefe der Konkurrenz zu von der Regulierungsbehörde festgelegten Preisen befördern muss - ob sich das lohnt oder nicht. Die Kosten bei sich drücken werden die neuen Dienstleister, indem sie nicht sozialversicherungspflichtige Arbeit schaffen - und damit sozialversicherungspflichtige Arbeit zerstören.
Das härteste an der Sache: die neuen Dienstleister werden (zumindest am Anfang) sich die Rosinen im Postmarkt herauspicken - und die Belieferung von Schwarzwalddörfern und der Ostfriesischen Inseln der Deutschen Post aufs Auge drücken. Das sich der Aufwand für eine Briefmarke nicht lohnt dürfte jedem einleuchten. Ade jeder Brief 0,55€. Ein Preischaos ähnlich wie am DSL Markt wird die Folge sein. Und da soll ich dann als Kunde noch durchblicken welche Briefmarke ich bei welchem Anbieter gekauft habe usw. ???
Ich bin eher liberal eingestellt, doch im Falle der Liberalisierung des Briefmarktes muss sicher gestellt werden, dass die neuen Dienstleister auch die Bedingungen ihren Mitarbeitern geben, wie bei der Deutschen Post. Und selbst das ist nicht viel. Desweiteren muss für den Verbraucher sicher gestellt sein, dass ein transparentes Preissystem bestehen bleibt.

MfG

Lynx72