Krankenkassenbeiträge steigen

Cyberbob

Member
ID: 85223
L
11 April 2008
20
0
Das Gesundheitsministerium und Bundesversicherungsamt empfahl am Donnerstag in Bonn die Kassenbeiträge 2009 zum Start des Gesundheitsfonds auf 15,5 Prozent einheitlich zu erhöhen.Aber die Krankenkassen halten die für zu wenig und fordern sogar 15,8 Prozent.
Der durchschnittliche Beitrag liegt momentan bei 14,9 Prozent,inklusive des von den Arbeitnehmern allein getragenen Sonderbeitrag.
Doris Pfeiffer,Chefin des Spitzenverbandes der Krankenkassen,erklärte,daß der geforderte Beitrag von 15,8 Prozent notwendig sei, um die Kosten für das kommende Jahr zu finanzieren.
Im gegenzug betonte Josef Hecken,Präsident des Bundesversicherungsamts,daß ein Beitrag von 15,5 Prozent völlig ausreichend sei.
Man muss sich mal vorstellen,daß die gesetzliche Krankenkassen durch diese Erhöhung im kommenden Jahr mehr als zehn Milliarden Euro zusätzlich erhalten.
Viele Krankenversicherung wollen aber schon vor Jahresende ihre Beiträge auf 15 Prozent erhöhen um nochmals zusätzlich Gelder einzufahren.
Um die vorgeschriebene Entschuldung zu erreichen erhöhte im Oktober die AOK Baden Württemberg ihre Beiträge um 0,6 prozent auf 16 Prozent inklusive 0,9 prozent Sonderbeitrag.
Wieviel wollen die denn noch von uns abkassieren, damit sie ihre prunkvollen Gebäude und Vorsitzende finanzieren.
Wie soll das noch weiter gehen.
 
Erst kamen die 10 Euro Gebühr wen nman zum Arzt geht und jetzt werden die Beiträge wieder erhöht :roll:
Bekommen die denn die Hälse nie voll?
 
Ist gar nicht so schwer die Behauptung zu stützen.

Dann vergleich das mal bitte mit den Ausgaben für Notfallmedizin.
Ich habe eben mal gegooglet.
2006 hatte die hessische AOK ungeplante Mehrausgaben von über 90 Millionen € für Medikamente.
Das waren mehr als 100% dessen, was der Verwaltungsposten von 45 Millionen im gesamten Jahr beanspruchte.

Jetzt mal Butter bei die Fische...

Wie viel Prozent der Einnahmen geben die Krankenkassen für Ihre Prunkbauten und Vorstände aus.

gruss kelle!
 
Das Problem der steigenden Beiträge sind nicht mehr die Arzthonorare oder Krankenkassenverwaltungsapparate sondern die Kosten für Medikamente.

Die Apotheker und die Pharmaindustrie machen sich in Deutschland die Taschen voll auf Kosten der Versicherten.

Vergleicht man die Preise für Medikamente in Deutschland mit denen anderer Länder gibt es in der Masse Unterschiede von bis zu 70%!

Hier kann man sich mal anschauen wie sowas ganz legal funktioniert.
Der Staat schaut zu [bzw. weg].
 
Erst kamen die 10 Euro Gebühr wen nman zum Arzt geht und jetzt werden die Beiträge wieder erhöht :roll:
Bekommen die denn die Hälse nie voll?

Ähm, wer sind denn die? Achja... Die bösen Politiker, Manager, Amerikaner... :LOL:

@komerzhasi: Medikamente werden vor allem aufgrund des Patentschutzes teurer.. 1993 wurde für solche Mittel noch weniger als 2 Milliarden Euro ausgegeben... Dieses Jahr werden wohl die 10 Milliarden Euro überschritten... Aber was ist hier die Lösung? Patentschutz abschaffen? Wer soll dann noch forschen? High-Tech-Arznei gibt es nunmal nicht zum Nulltarif... In den nächsten zwanzig Jahren ist es eh nicht mehr finanzierbar, dass jeder die beste Versorgung bekommt, denn das ist für die Gesellschaft unbezahlbar...

Aber natürlich ist das interessant mal zu lesen, dass Apotheken auf diese Art und Weise viel Geld verdienen... Es sollte mal wirklich überprüft werden, ob das notwendig ist, für das Verdünnen von Medikamenten generell 90 Prozent des Einkaufspreises zuzuschlagen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kenn' ehrlichgesagt keine .. ich kenne allgemein wenig Amis und von denen weiß ich sowas sicher nicht :biggrin:

Wollt mich aber auch nicht weiter in diese Diskussion hier einmischen, vor allem wenn es sowas langweilig ausgelaugtes wie "Amis sind alle toll" vs "Amis sind alle Scheiße" ist....
 
Man fragt sich aber wirklich wohin das Geld geht.

Seit es die 10€ gibt geht man doch eher weniger zum Arzt, man verkneift sichs doch eher, als früher. Höre das auch von anderen. Der Krankenstand ist immer weiter am Sinken...
Es werden günstige Medikamente ausgegeben... Höre in der Apotheke immer nur "Sie erhalten ein Ersatzpreparat, das Günstiger ist aber die gleichen inhaltsstoffe..."
 
Ein Beispiel: Jedes Jahr leben die Deutschen im Durchschnitt ein Monat länger... Glaube nicht, dass dieses Monat preisgünstig ist... ;)
 
Naja, Gesundheit kostet halt Geld und irgendwo her muss es kommen. Gerade, wenn die Bevölkerung immer älter wird, werden die Kosten wohl weiter steigen. Was soll man da machen? Die Krankenhäuser sparen schon, wo sie können, Ärzte schieben lange Schichten und Überstunden, Pflegepersonal wird nur das allernötigste eingestellt, usw. ich seh da kaum ne Verpulverung von Geld. Und dass die Verwaltung von ner Krankenkasse net in nem Bierzelt untergebracht werden kann, ist jetzt auch nicht so unverständlich.
 
Gerade, wenn die Bevölkerung immer älter wird, werden die Kosten wohl weiter steigen. Was soll man da machen?

Ganz ehrlich?

Abschaffung des hippokratisch Eides und Bewertung der Behandlungsmöglichkeiten nach wirtschaftlichen Aspekten.

Ich weiß, es klingt verdammt unmenschlich...
Aber warum soll man nem 70jährigen ne Krebstherapie finanzieren, um ihm mit 75 neue Hüftgelenke zu spendieren, um mit 80 Jahren zwei Augen OPs durchzuführen, um mit 83 Jahren die Knie zu wechseln...

Eine palliative Behandlung wäre deutlich wirtschaftlicher.

Bleibt nur die Frage, was wir wollen...
Ein ethischer Wandel der Gesellschaft oder zahlen bis das Konto leer ist.

gruss kelle!
 
Das ist nie und nimmer durchsetzbar und das ist auch gut so... Denn welcher Richter über das Leben will entscheiden, dass ein Mensch kein Geld mehr wert ist? Wo soll das noch hinführen? Soll es eine Gesetzesänderung geben, dass es nur noch halb so schlimm ist einen 70-jährigen umzubringen? Und für 80-jährige gibt es dann eine Auszeichnung der Art:"Sie haben dem deutschen Staat erhebliche Kosten erspart"...
 
Wo soll das noch hinführen?

Gegenfrage:
Wo soll das bisherige System hinführen?
30% Rentenversicherung
20% Krankenversicherung
10% Pflegeversicherung
???

Wir sind halt auch bei der Medizin inzwischen so weit, dass wir technisch mehr können, als wir uns finanziell leisten können.

gruss kelle!
 
Gesund leben wird oft vergessen. Ich kenne so viele Menschen die Übergewicht haben, was oft*1 mit falscher Ernährung und zu wenig Bewegung zusammenhängt. Ich habe vor knapp 2 Jahren umdisponiert, mit Sport und Ernährungsumstellung begonnen, weil ich fest der Meinung bin, dass man zum großen Teil für seine eigene Gesundheit selbst veranwortlich ist. Das vermisse ich auch bei vielen. Eigenverantwortlichkeit im Bezug zum eigenen Körper. Klar kann ich jetzt hier mit auf den Zug aufspringen, Politik und Krankenkassen anprangern, dass sie mich berauben und aussaugen, aber das ist mir ...

*1 Sicherlich gibt es auch Außnahmen, aber ich durfte auf einen Geburtstag meinen Cousin treffen, der als Kind sehr gewichtig war, aber durch Sport mittlerweiler eine richtige Surferfigur bekommen hat. Er hats mit 6 Jahren Fitnessstudio und 2-3 mal die Woche Sport treiben geschafft.