News Kongo: Ausbruch von Lungenpest und Beulenpest - Schon mehr als 100 Todesopfer

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25 April 2006
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[N] Kongo: Ausbruch von Lungenpest und Beulenpest - Schon mehr als 100 Todesopfer

Folgende News wurde am 14.06.2006 um 18:07:00 Uhr veröffentlicht:
Kongo: Ausbruch von Lungenpest und Beulenpest - Schon mehr als 100 Todesopfer
SternShortnews

Nach einer Meldung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch sind im Osten der Demokratischen Republik Kongo in Südafrika mehr als 100 Personen der Pest erlegen. 19 der Todesopfer sollen aus dem Bezirk Ituri stammen. Der Bezirk Ituri meldet jährlich 1.000 Infizierungen mit der Pest und gilt als eine der am stärksten befallenen Regionen der Welt. Mitarbeiter der WHO, Ärzte ohne Grenzen und des kongolesischen Ministeriums für Gesundheit sind in der Region eingetroffen. Inzwischen hat man ...
 
Unsere Soldaten werden sich freuen. :-? Nicht nur, daß sie befürchten müssen abgeknallt zu werden, nein, sie müssen auch befürchten mit einer tödlichen Krankheit angesteckt zu werden bzw. die sogar nach Deutschland einzuschleppen, sollten sie wieder zurückkehren vom Einsatz.
 
Wer Berufssoldat ist, weiß, worauf er sich einlässt. Zum Mörder zu werden oder zu sterben. Was schlimmer ist, darf immerhin noch jeder für sich entscheiden...
 
Soweit ich das sehe soll die Mehrheit der deutschen Soldaten in der Hauptstadt Kinshasa und im benachbarten Gabun stationiert werden um eine eventuell notwendige Evakuierung sicher zu stellen.

Der Einsatzort liegt also im Westen von Kongo - und immerhin ist der Kongo mehr als 6-mal so groß wie D. Ich sehe da jetzt nicht unmittelbar eine Gefährdung deutscher Soldaten, da die Krankheit ja tief im Osten ausgebrochen ist.

Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass man gut auf den Kongo-Einsatz hätte verzichten könnte, da die Bundeswehr ja ohnehin schon jenseits des machbaren operiert.
 
cmdr schrieb:
Wer Berufssoldat ist, weiß, worauf er sich einlässt. Zum Mörder zu werden oder zu sterben. Was schlimmer ist, darf immerhin noch jeder für sich entscheiden...

Aber musste er als deutsche Soldat damit rechnen, mal im Kongo zum Mörder werden zu müssen oder dort zu sterben?

Marty
 
MartyMcFly schrieb:
Aber musste er als deutsche Soldat damit rechnen, mal im Kongo zum Mörder werden zu müssen oder dort zu sterben?

Marty


ZUm Mörder werden? Wenn er das WILL, dann wird er zum Mörder, aber nicht einfach so. der Tatbestand "Mord" setzt Vorsatz voraus... von daher muss ich Seemann widersprechen: primär NEIN, es sei denn, er führt einen Plan aus...
 
darkkurt schrieb:
ZUm Mörder werden? Wenn er das WILL, dann wird er zum Mörder, aber nicht einfach so. der Tatbestand "Mord" setzt Vorsatz voraus... von daher muss ich Seemann widersprechen: primär NEIN, es sei denn, er führt einen Plan aus...
Es geht doch nicht so sehr um das "zum Mörder werden". Ich beziehe mich eher auf den zweiten Teil deiner ursprünglichen Aussage:

MartyMcFly schrieb:
Aber musste er als deutsche Soldat damit rechnen, mal im Kongo zum Mörder werden zu müssen oder dort zu sterben?
Diejenigen die sich verpflichtet haben Dienst an der Waffe zu leisten müssen nunmal damit rechnen fernab der Heimat eingesetzt zu werden und im Zweifelsfall auf Menschen zu schießen. Klar, manche haben deswegen vielleicht Gewissensprobleme, aber die müssen ja nicht zur Bundeswehr gehen. Heute wird niemand mehr gezwungen Dienst an der Waffe zu leisten.
 
darkkurt schrieb:
ZUm Mörder werden? Wenn er das WILL, dann wird er zum Mörder, aber nicht einfach so. der Tatbestand "Mord" setzt Vorsatz voraus... von daher muss ich Seemann widersprechen: primär NEIN, es sei denn, er führt einen Plan aus...
Ich habe auf cmdr's Aussage reflektiert, der das so geschrieben hatte. Man könnte jetzt darüber diskutieren, ob ein Soldat vorsätzlich tötet, wenn er auf jemanden schiesst und das dann strafrechtlich Mord ist, das wollte ich aber hier nicht.

Seemann schrieb:
Diejenigen die sich verpflichtet haben Dienst an der Waffe zu leisten müssen nunmal damit rechnen fernab der Heimat eingesetzt zu werden und im Zweifelsfall auf Menschen zu schießen.
Als ich Dienst an der Waffe gemacht habe, war die Bundeswehr eine Verteidigungsarmee und durfte nicht im Ausland eingesetzt werden. Es war die Rede davon, das Land gegen Eindringlinge zu verteidigen. Jetzt stellt sich die Situation anders dar und Soldaten werden als Interventionsarmee in Konflikten eingesetzt, die nun gar nichts mehr mit dem Auftrag der Bundeswehr zu tun haben. Ich finde, man sollte solche Kontingente nur aus Freiwilligen rekrutieren, soweit möglich.

Marty
 
MartyMcFly schrieb:
Als ich Dienst an der Waffe gemacht habe, war die Bundeswehr eine Verteidigungsarmee und durfte nicht im Ausland eingesetzt werden. Es war die Rede davon, das Land gegen Eindringlinge zu verteidigen. Jetzt stellt sich die Situation anders dar und Soldaten werden als Interventionsarmee in Konflikten eingesetzt, die nun gar nichts mehr mit dem Auftrag der Bundeswehr zu tun haben. Ich finde, man sollte solche Kontingente nur aus Freiwilligen rekrutieren, soweit möglich.
Ich bestreite nicht, dass sich die Rolle der Bundeswehr massiv geändert hat. Aber durch diverse Reformen besteht die Bundeswehr doch de facto nur noch aus Freiwilligen - mal abgesehen von einem gewissen "Altbestand" an Berufssoldaten. Für die mag es vielleicht überraschend sein, plötzlich ins Ausland zu gehen - aber man muss doch famit rechnen, dass sich der Auftrag des Arbeitgebers ändert. Das ist in allen Berufen so.
 
Seemann schrieb:
aber man muss doch famit rechnen, dass sich der Auftrag des Arbeitgebers ändert. Das ist in allen Berufen so.

In den meisten anderen Berufen begibt man sich durch so eine Änderung des Auftrages nicht in Lebensgefahr. Daß das Einigen nicht so sehr gefällt, irgendwie kann ichs nachvollziehen, auch wenn das dann unter 'dumm gelaufen' fällt.
 
wintermute schrieb:
In den meisten anderen Berufen begibt man sich durch so eine Änderung des Auftrages nicht in Lebensgefahr. Daß das Einigen nicht so sehr gefällt, irgendwie kann ichs nachvollziehen, auch wenn das dann unter 'dumm gelaufen' fällt.

Zumal ich da bei meinem Arbeitgeber ein Mitspracherecht habe.

Marty
 
wintermute schrieb:
In den meisten anderen Berufen begibt man sich durch so eine Änderung des Auftrages nicht in Lebensgefahr. Daß das Einigen nicht so sehr gefällt, irgendwie kann ichs nachvollziehen, auch wenn das dann unter 'dumm gelaufen' fällt.
Natürlich begibt man sich als Programmierer oder Ingenieur nicht in Lebensgefahr, wenn der Arbeitgeber plötzlich was anderes macht. Aber die "Lebensgefahr" kommt bei Soldaten nicht plötzlich, nur weil der Bund sagt "wir machen jetzt Auslandseinsätze". Lebensgefahr gehörte schon immer untrennbar zum Beruf des Soldaten dazu - und das weiß und wusste jeder der sich nach '45 als Soldat verpflichtet. Schön für viele, wenn es so lange Jahre ruhig war.
 
dazu mal ne frage,

wenn ich das hier so lese, komme ich auf den gedanken, dass es in de keine wehrpflicht mehr gibt, das kann ich mir aber nicht vorstellen,
so bleibt als zweite alternative, fuer derartige einsaetze werden nur zeit- und berufssoldaten herangezogen?

denn ein wehrpflichtiger, kann es sich nun mal nicht aussuchen, ob er zum bund geht oder nicht.

gruss

peter
 
PeterLV schrieb:
dazu mal ne frage,

wenn ich das hier so lese, komme ich auf den gedanken, dass es in de keine wehrpflicht mehr gibt, das kann ich mir aber nicht vorstellen,
so bleibt als zweite alternative, fuer derartige einsaetze werden nur zeit- und berufssoldaten herangezogen?
Ja, als Wehrpflichtiger kannst du nicht gezwungen werden an Auslandseinsätzen teilzunehmen (war zumindest beim mir Anno 2000 so). Um ins Ausland zu kommen, musst du IMHO einen Schnippel ausfüllen, in dem du dich bereit erklärst bei den KRK (Krisenreaktionskräften) mitzumachen.

PeterLV schrieb:
denn ein wehrpflichtiger, kann es sich nun mal nicht aussuchen, ob er zum bund geht oder nicht.
Ich dachte immer heute würde ein Schnupfen reichen um ausgemustert zu werden? Alternativ meldet man Ersatzdienst an. Sich vorm Bund zu drücken stellt doch keine wirkliche Hürde mehr dar.