News Kommt das Aus für das Überraschungsei?

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25 April 2006
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[N] Kommt das Aus für das Überraschungsei?

Folgende News wurde am 07.08.2008 um 12:41:51 Uhr veröffentlicht:
Kommt das Aus für das Überraschungsei?
DPA-News

Berlin (dpa) - Die Kinderkommission des Bundestags hat laut einem Zeitungsbericht ein Verbot von Überraschungseiern vorgeschlagen. Jegliche Kombination aus Nahrungsmitteln und Spielzeug solle verboten werden. So heißt es der «Welt» zufolge in einer Empfehlung gegen «Sicherheits- und Gesundheitsrisiken für Kinder im Alltag». Dazu gehören nach Ansicht des Kommissionsmitglied Miriam Gruß (FDP) auch Cornflakes mit Spielzeug. «Kinder unterscheiden nicht zwischen Spielzeug und Nahrungsmitteln. »In der Süßwarenbranche ernten die Pläne Unverständnis. «Es gibt keinen Nachweis von Gesundheitsgefahren durch die Kombination von Spielzeug und Lebensmitteln», sagte der Vizegeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Süßwarenindustrie, Torben Erbrath, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Experten hätten das Überraschungsei für ungefährlich befunden. Produkte, an denen Kinder sich verschlucken könnten wie etwa Gelee in Minibechern, seien vom Markt genommen worden. Die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder warnt vor Gefahren durch Spielzeug in Süßigkeiten «Die Gefahr liegt im Einatmen von kleinen Teilen», sagte die BAG-Präsidentin und Kinderchirurgin Stefanie Märzheuser der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin. «Es gibt europaweite Studien zur Gefährdung, die von der Vermischung von Lebensmitteln und Spielzeug ausgeht. » Es habe auch Todesfälle gegeben, sagte Märzheuser. Möglich seien auch schwere Lungenentzündungen. Das Verschlucken kleiner Teile sei dann nicht gefährlich, wenn sie wieder ausgeschieden würden. Die Experten haben der Bundestags-Kinderkommission empfohlen, sich für einen Verzicht auf die Verpackung kleinerer Spielzeuge in Lebensmittel einzusetzen. «Es ist völlig unnötig, dass Kinder an solche Kleinteile herankommen», sagte die Fachärztin für Kinderchirurgie an der Charité in Berlin. Deshalb müsse eine EU- Richtlinie für Kinderspielzeug die Forderung aufnehmen, Spielzeug und Lebensmittel nicht zu vermischen. «Das sagen alle Kindersicherheitsexperten in Europa. Es ist eine gemeinschaftliche Initiative. »
 
[...] mal eine Frage, haben DIE wirklich nichts besseres zu tun?
Sieht so aus... Von der "Kinderkommission" im Bundestag habe ich bisher auch noch nichts gehört.

Den Vorschlag gab es im Übrigen letztes Jahr auch schon, scheint wohl für das Sommerloch typisch zu werden. Ich schätze mal er wird sich auch dieses Jahr nicht durchsetzen.

Durch die gelbe Kapsel sind beim Überraschungsei Spielzeug und Schokolade klar getrennt. Ein Kleinkind bekommt die Kapsel ohne Hilfe erst gar nicht auf - würde ich jetzt mal so behaupten. Und in jedem Ei gibt es auch einen Zettel mit dem Hinweis bezüglich des Verschluckens von Kleinteilen.
 
Es gibt doch nur vier Alternativen um die Gefährdung von Kindern zu minimieren und eine vermeindliche Produktionseinstellung zu verhindern:

  • Abgabe von Ü-Eiern nur an volljährige Personen
  • Verkauf von Ü-Eiern nur in abgetrennten Verkaufsräumen
    • Ausnahmen bilden hierbei kleine "Ecksupermärkte" mit einer Verkaugsfläche von weniger als 45m²; sogenannte Büdchen
  • Im Zweifelsfall sollten die Mitarbeiter von Ferrero Streiken und jeder deutsche Liebhaber von Ü-Eiern sollte in den Sympathiestreik gehen
  • (Pflicht-)VHS-Kurse für Eltern zum 'richtigen Umgang mit Ü-Eiern und Kindern' einrichten
 
Es gibt doch nur vier Alternativen um die Gefährdung von Kindern zu minimieren und eine vermeindliche Produktionseinstellung zu verhindern:

  • Abgabe von Ü-Eiern nur an volljährige Personen
  • Verkauf von Ü-Eiern nur in abgetrennten Verkaufsräumen
    • Ausnahmen bilden hierbei kleine "Ecksupermärkte" mit einer Verkaugsfläche von weniger als 45m²; sogenannte Büdchen
  • Im Zweifelsfall sollten die Mitarbeiter von Ferrero Streiken und jeder deutsche Liebhaber von Ü-Eiern sollte in den Sympathiestreik gehen
  • (Pflicht-)VHS-Kurse für Eltern zum 'richtigen Umgang mit Ü-Eiern und Kindern' einrichten

Was ist mit Volksfesten? Dort ist aufgrund der Festzeltstruktur ein abtrennen von Ü-Ei-Räumen nur schwer möglich. Wie soll man das machen? Eine Ü-Ei-Kontrolle an den Eingängen?
 
Anscheinend soll nur der Verkauf geregelt werden, nicht aber der Konsum. Oder doch? Das heißt in den Niederlanden werden nun in den Shops neben Haschisch auch Ü-Eier vertickt, der Zoll bekommt mehr zu tun und muss jetzt schon Pakete nach Ü-Eiern durchsuchen. Ist denen eigentlich bewusst welche Maße das annimmt? Was zählt als Eigenbedarf? Was ist schon ein Verstoß gegen das Ü-Eiergesetz, was nicht? Oh man! :wall:
 
Was ist mit Volksfesten? Dort ist aufgrund der Festzeltstruktur ein abtrennen von Ü-Ei-Räumen nur schwer möglich. Wie soll man das machen? Eine Ü-Ei-Kontrolle an den Eingängen?

Dort gibts dann Kontrollen mit Scannern, und für die Sicherheit sorgen speziell ausgebildete Ü-Ei-Cops. Und damits alle richtig lernen, können sie ja noch VHS-Kurse zum ordnungsgemäßen Umgang mit Ü-Eiern einführen.:mrgreen:

Uns Deutschen scheints doch viel zu gut zu gehen, wenn sich unsere Politiker mit sowas beschäftigen.
 
Die 1. Frage die ich mir stellte, als ich das gestern in den Nachrichten sah, war - seit wann gibt es das Ü-Ei eigentlich schon? Wieviele Kinder sind durch unsachgemäßen Gebrauch verletzt, dauerhaft geschädigt bzw. getötet worden?

ernsthaft - das ist die Lachnummer des Jahres :roll:
 
Die Frage beantwortet sich doch von selbst oder?

War wohl auch eher eine rhetorische Frage ;)

B2T

Die Schmuggler von Ü-Eiern müssten dann ja auch in Ü-Haft, solange die Herkunft der Eier ungewiss ist bzw. ob sie nicht schon vor dem Verbot in dessen Besitz war. Oder gibt es bald eine große Rückruf-Aktion, wo 20 Mrd Eier zurckgerufen werden? Oo
Fragen über Fragen...

Mfg SC

edit: @ Drachenlady
laut Bild-TV (Punkt 9 :p) ist noch nicht einmal etwas gravierendes passiert bzw ist nichts bekannt in 30 Jahren. Ist ja auch meist halb so wild, wenn man mal ein kleines Teil verschluckt, wobei die Eltern natürlich trotzdem aufpassen sollten, ansonsten gibt es auch bald keine Kronkorken mehr auf Bier! Das Ende der Bierflasche...
 
lol ich glaub ich träum...

schön dass den Politikern so viel zeit bleibt um über die gefährlichkeit von Überraschungseiern nachzudenken^^ Auf die Idee muss man erstmal kommen. Als ob die kleinen nicht was anderes in den Mund nehmen würden als Überraschungseier wenn grad keines da is...

Wieso verbieten sie eigentlich nicht das ganze Obst wie Kirschen gleich mit? Das ist schließlich auch ein Lebensmittel mit einer kleinen verschluckbaren "überraschung" drin ^^

"Es ist völlig unnötig, dass Kinder an solche Kleinteile herankommen"
lol, ok, verbieten wir alle kleinen Dinge an die Kinder rankommen könnten. Rollsplit zum Beispiel.


Ich nehme an Europa legt bald einen 25-Seitigen Gesetzesbeschluss über das Verbot von Ü-Eiern vor...

Die zehn Gebote Gottes enthalten 279 Wörter, die amerikanische Unabhängigkeitserklärung 300 Wörter, die Verordnung der europäischen Gemeinschaft über den Import von Karamelbonbons aber exakt 25911 Wörter
 
Also laut Stellungnahme der Firma, werden die kleinen Spielzeuge extra noch in einem Plastikei / Plastikbehälter zusätzlich geschützt. Als ich die News das erste mal im Internet gelesen habe, mußte ich erhlich gesagt lachen :biggrin: Dachte die machen scherze...:roll: Sieht man mal wieder, wofür wir Steuergelder zahlen :p

MfG

Turbulence
 
Die Politikerin, die diesen Schwachsinn verzapft hat, ist ja schon wieder zurückgerudert und meinte, sie hätte nie ein Verbot gefordert. Da ist es mal wieder nicht um die Sache gegangen, sondern nur wohl darum, sich zu profilieren und eben auch mal in den Medien zu erscheinen.
 
Die Politikerin, die diesen Schwachsinn verzapft hat, ist ja schon wieder zurückgerudert und meinte, sie hätte nie ein Verbot gefordert. Da ist es mal wieder nicht um die Sache gegangen, sondern nur wohl darum, sich zu profilieren und eben auch mal in den Medien zu erscheinen.

Stimmt, ich wusste schließlich auch nicht dass es überhaupt eine "Kinderkommision" gibt :)
 
Die Politikerin, die diesen Schwachsinn verzapft hat,
Es war nicht "die Politikerin", sondern eine Kommission, bestehend aus mehreren Politiker, die auf Grund von Expertenanhöhrungen einen Forderungskatalog erstellt haben.
ist ja schon wieder zurückgerudert und meinte, sie hätte nie ein Verbot gefordert.
Hat sie ja auch nicht direkt. In dem 13 Punkten umfassenden Katalog lautet eine Zeile "Keine Kopplung von Spielzeug und Nahrungsmitteln". Eine durchaus zu begrüßende Forderung, betrifft es schließlich auch irgendwelchen kleinteiligen Mist in Cornflakes-Packungen. Das es die deutlich ungefährlicheren Ü-Eier mit ihrem enthaltenen Plunder auch betrifft, wurde von der Kommission wohl nicht bedacht (wenn ich das richtig verfolgt habe, wurde das mit den Ü-Eiern auch von einem Blöd-Reporter aufgebracht).
Da ist es mal wieder nicht um die Sache gegangen, sondern nur wohl darum, sich zu profilieren und eben auch mal in den Medien zu erscheinen.
Es geht nicht um die Sache!? Weder die Medien noch der Pöbel interessieren sich für die Sache. Schwerpunkt des Papieres sind Gefahrenquellen für Kinder im Alltag und zu schwere Schulranzen. Gefordert wird deshalb vor allem Präventionskampagnen und Beratungsangebote für Eltern, eine Fahrradhelmpflich für Kinder und Gewichstreduzierung von Schulranzen (Paperback, Material in der Schule lagern). Aber der von den Medien geschaffenen Schlagzeile "Ü-Eier-Verbot" schenkt man halt mehr Beachtung.

Stimmt, ich wusste schließlich auch nicht dass es überhaupt eine "Kinderkommision" gibt :)
Kein Wunder, wenn man sich noch von Eiern überraschen läßt. :ugly:

"EIER, WIR BRAUCHEN EIER!"
 
Nur dass in Cornflake-Packungen die "Beilagen" oft mitten in im Füllmaterial versteckt sind,und oft noch nichtmal extra in einem Tütchen eingeschweißt sind. Das landet beim Ausschütten dann öfters auch mal im Teller bzw. mitten in der Milch.
Auf den Ü-Eiern steht immer eine Warnung drauf:Nicht geeignet für Kinder unter....Verschluckbare Kleinteile!"..Wer als Elternteil so eine Warnung ignoriert handelt grob fahrlässig.Dazu brauchts aber bestimmt keine gesetzliche Regelung.