Kleine Frage zum Lebenslauf

Eisfee

Well-known member
ID: 143573
L
20 April 2006
1.552
351
Hallo Ihr,

hätte da mal eine kleine Frage zum Lebenslauf.
Und zwar geht es um folgenden Teil:

Beruflicher Werdegang:

2003 - 2006
Ausbildung bei der Bayer AG in Wuppertal
Ausbildungsinhalte/Erlernte Fähigkeiten:
- Allgemeine organische und anorganische Chemie
- Präparative, organische Synthesen
- Vorbereitung für Radioaktivsynthesen
- Forschung und Verfahrensentwicklung
- Instrumentelle Analytik: HPLC, NMR, LC/MS, GC, IR
- Isolierung bioaktiver Naturstoffe mittels präparativer HPLC
- Arbeiten unter GMP-Bedingungen
- Qualitätskontrolle
- Nasschemische Analyseverfahren

2006 - 2008
XXX
XXX:
- Durchführung von in vitro – Metabolismusstudien mit 14C-markierten Substanzen
- Umgang mit potentiell infektiösem Material (Humanlebermikrosomen/Hepatozyten/Myocard)
- Bedienung von verschiedenen Liquid-Handling-Systemen (Multiprobe II und Janus v. Perkin Elmer)
- Analyse per HPLC (Radiodetektion)



Ich suche eine angemessene Formulierung analog dem Teil mit der Ausbildung für den zweiten, fettgedruckten Teil. Das soll die Überschrift für den dazu gehörigen Teil darstellen.
Naja nu weiß ich nicht genau, was ich bei den XXX hinschreiben soll.
Es geht um ein normales Angestelltenverhältnis in meiner jetzigen Firma.
Und darunter halt ein netter Begriff für das, was ich hier im Moment noch tuhe.
 
Ja genau die Richtung und eben eine Formulierung für das erste XXX, also "Beschäftigungsverhältnis bei blablabla", halt nur was, was sich besser anhört.
 
Kleiner Tipp:

Bei Lebensläufen immer nach der umgekehrten chronologischen Reihenfolge posten. D.h. ganz oben steht das, was du aktuell machst bzw. was du zuletzt gemacht hast, in deinem Fall also XXX.

Ist Standard und wird von Personalern gerne gesehen.
 
Glaube kaum, dass das Standard ist. In mehrtägigen Bewerbertrainings und Beratung durch meine damals zuständige Personalabteilung wurde das nie erwähnt, es so zu machen, wie du sagst...

@FischVolk: Naja, anhand der Tätigkeiten in der Ausbildung und dem was ich jetzt mache, sieht man ja, dass es ein und derselbe Beruf ist. Ok, zumindest Leute, die sich damit auskennen.
 
Kleiner Tipp:

Bei Lebensläufen immer nach der umgekehrten chronologischen Reihenfolge posten. D.h. ganz oben steht das, was du aktuell machst bzw. was du zuletzt gemacht hast, in deinem Fall also XXX.

Ist Standard und wird von Personalern gerne gesehen.

Glaube kaum, dass das Standard ist. In mehrtägigen Bewerbertrainings und Beratung durch meine damals zuständige Personalabteilung wurde das nie erwähnt, es so zu machen, wie du sagst...

@FischVolk: Naja, anhand der Tätigkeiten in der Ausbildung und dem was ich jetzt mache, sieht man ja, dass es ein und derselbe Beruf ist. Ok, zumindest Leute, die sich damit auskennen.

Als Standard kann man es nicht bezeichnen, wird aber gerne in der Personalabteilung gesehen, es gibt ja auch einige, die den Arbeitgeber ständig wechseln oder gar andere Tätigkeiten ausüben.
Ich selber habe es auch so gemacht wie du also von alt nach jung.
Aber mir wurde von meiner Personalabteilung auch der Tip gegeben.

Außerdem ist das Problem, dass jede Personal"tante" es anders sieht, die einen wollen moderne Bewerbungen die anderen halt konservative.
Aber ich bin der Meinung mit den konservativen (so wie man es auch meist irgendwo lernt) kann man nichts verkehrt machen.

Eine Bezeichnung für XXX fällt mir nicht ein außer:

Übernahme nach der Ausbildung bei XXX
Schwerpunkte:
 
umgekehrte chronologische Reihenfolge?

Personaler sehen auch gerne, wenn man direkt draufschreibt, dass man untauglich is für den Job. Dann haben die nämlich keine Arbeit mehr.
Schön rot direkt vorne auf dem Deckblatt ein UNTAUGLICH in Schriftgröße 60.
;)
 
Ich wurd ja nicht übernommen, sondern hab nach der Prüfung in ner anderen Firma angefangen...

Naja ist ja auch egal, ich finds so wie ich es hab schöner, und mir hat noch keiner gesagt, dass es beschissen ist. So schlimm kann es auch nicht sein, sonst hätte ich mit dem Lebenslauf keinen Job bekommen :roll:...
 
@FischVolk: Naja, anhand der Tätigkeiten in der Ausbildung und dem was ich jetzt mache, sieht man ja, dass es ein und derselbe Beruf ist. Ok, zumindest Leute, die sich damit auskennen.

Ich verstehe das noch immer nicht.

Du hast ja in deiner Ausbildung einen bestimmten Job erlernt.
Also:

Ausbildung zum Anstreicher bei MalerKunz


dann wäre der 2. Punkt für mich:

Anstreiber bei Kleckserpaul

Wo ist denn mein Denkfehler?
 
...

Beruflicher Werdegang:

2003 - 2006
Ausbildung bei der Bayer AG in Wuppertal
Ausbildungsinhalte/Erlernte Fähigkeiten:
- Allgemeine organische und anorganische Chemie
- Präparative, organische Synthesen
- Vorbereitung für Radioaktivsynthesen
- Forschung und Verfahrensentwicklung
- Instrumentelle Analytik: HPLC, NMR, LC/MS, GC, IR
- Isolierung bioaktiver Naturstoffe mittels präparativer HPLC
- Arbeiten unter GMP-Bedingungen
- Qualitätskontrolle
- Nasschemische Analyseverfahren

würde nicht schreiben Ausbildung bei der Bayer AG sondern ganz einfach als Beispiel:

Ausbildung zum Klinkenputzer bei der Klinkendrecker GbR

2006 - 2008
XXX
XXX:
- Durchführung von in vitro – Metabolismusstudien mit 14C-markierten Substanzen
- Umgang mit potentiell infektiösem Material (Humanlebermikrosomen/Hepatozyten/Myocard)
- Bedienung von verschiedenen Liquid-Handling-Systemen (Multiprobe II und Janus v. Perkin Elmer)
- Analyse per HPLC (Radiodetektion)

und wenn du einen Arbeitsvertrag hast, dann steht da definitiv drin als was du dort angestellt bist und dass schreibst dann dort hin...

Beispiel: Klinkenputzer bei der Firma Klinker GmbH



und btw. ich kenn es auch so das die jüngste Anstellung zu erst genannt wird. aber mach das so wie du das gelernt hast ;) ist ja dir überlassen.
 
Also ich persönlich würde die Ausbildung und die Berufserfahrung sauber trennen. Es würde da bei dir also etwa

Ausbildungsgang:
1793 - 1811 Ausbildung an den Pfälzischen Anilin und Soda Fabriken zur Reagenzglasschüttlerin
Ausbildungsinhalte:
  • Haber-Bosch-Verfahren zur Ammoniaksynthese
  • Analyse von Fürzen mit Hilfe des Gas-Chromatographen
  • Photometrische Titration am Beispiel Kondensmilch in Kaffee
Beruflicher Werdegang:
1812 - 1847 Tätigkeit als Katalysatorin im Naßlabor der staatlichen Heroinfabriken, Kandahar
Aufgabengebiete
  • Bestimmung des Reinheitsgehaltes des Rohopiums
  • Photometrische Bestimmung des Farbortes des Heroin-Destillates
  • Qualitätskontrolle der Verpackungen auf Geschmacksneutralität

Wichtig ist zu nennen, was interessiert und wegzulassen, was eh klar ist. Wen jemand einen Gesellenbrief im KFZ-Mechaniker Gewerbe vorlegt, brauche ich nicht extra gesagt bekommen, daß der Kerl ein Getriebe ausbauen kann. Wenn er aber in Buchhaltungssoftware der Firma DATEV eingearbeitet ist, ist das interessant. Das eine ist Gegenstand der Ausbildung - muß also erwartet werden, das andere ist eine eher ungewöhnliche Zusatzqualifikation. Die ist interessant, selbst wenn am angestrebten Arbeitsplatz keine Buchhaltungsaufgaben anfallen: man sieht, daß der Kerl sich auch in andere Dinge einarbeiten kann.
Die Bewerbung kommt übrigens nicht nur in die Personalabteilung. Üblicherweise überprüft die HR nur die formalen Einstellungsvoraussetzungen. Wird ein Meister als Werkstattleiter gesucht, fällt die Bewerbung des Gesellen ohne Meisterbrief gleich raus. Ist ein Ingenieur für Gutachten gesucht, kann auch der Meister einpacken. Du solltest also den durch Deine Ausbildung erlernten Beruf bei seiner Bezeichnung nennen (Chemielaborantin, Chemikantin, CTA, Dipl.-Ing. (FH) fachrichtung allg. Chemie...). Was Du in der Ausbildung gelernt hast ist - sofern es zum normalen Kanon des Lehrstoffs gehört - uninteressant. Das ergibt sich schon aus der Berufsbezeichnung. Was eventuell an Zusatzfähigkeiten erlangt wurde (z.B. Glasbläserei zur Herstellung von Apparaturen), sollte erwähnt werden.
Bei den bishreigen Jobs ist interessant, welche Aufgaben Du hattest, welche Position (ein Werksleiter ist eben eine andere Position als ein Schichtleiter als ein Maschinenführer als ein Hilfsarbeiter...) du innehattest und eventuell, welche Fortbildung dein bisheriger Arbeitgeber Dir hat angedeihen lassen (z.B. Schulung an besonderen Geräten oder besonderer Software, aber auch ein Kurs in erster Hilfe kann interessant sein).
Bei allem was Du schreibst oder auch nicht schreibst sollte Deine Absicht sein, mit so wenig Worten wie möglich so präzise wie möglich ein Bild von Deinen Fähigkeiten zu zeichnen. In manchen Fällen kann sogar interessant sein, was Du nicht kannst, beispielsweise wegen Einschränkungen gesundheitlicher Art, wie Farbenblindheit, Zuckerkrankheit o.ä., eventuell sind auch fachliche Defizite erwähnenswert, wenn Dir etwa als Geigenbauer partout keine Lackierung gelingen will. Sowas wäre ungewöhnlich, weil man ja normalerweise volle Einsatzfähigkeit erwartet. Wenn das, was Du nicht kannst, überhaupt nicht von Dir erwartet wird (z.B. wenn Du als Kellner Schwierigkeiten hast, 5 Teller auf einmal zu tragen, Du aber in einem Nobelschuppen anfangen willst, bei dem ohnehin 5 Kellner den Tisch entern, wenn das 5 Leute sitzen, nur damit keiner sagen kann, er habe sein Essen später bekommen) wird das nicht stören, aber wenn Du nun eine Arbeit, die regelmäßig von Dir erwartet wird, nicht erfüllen kannst, macht es keinen Sinn, wenn Du die Stelle antrittst. Insofern ersparst Du Dir und dem neuen Arbeitgeber eine Enttäuschung - wirst aber möglicherweise genau deshalb eingestellt: Weil Du nicht nur weißt, was Du kannst, sondern auch, was Du nicht kannst. Unser Ex-Personalchef hat mir mal auf einer Feier erzählt, daß er sowas immer als Argument für bevorzugte Einstellung sieht, wenn das Defizit nicht ausgerechnet genau den angestrebten Arbeitsplatz betrifft.
 
zum Thema: Chronologische Reihenfolge - Ja oder Nein?

Die umgekehrte Reihenfolge (aus Amerika stammend) wird besonders denen an's Herz gelegt, die schon einige Anstellungen verbuchen können. Hierbei ist der Personalleitung meistens wichtig, was der Bewerber als letztes getan hat. Wer schon z.B. über 15 Jahre hier und da gearbeitet hat, hat auch eine Menge aufzulisten. Hier möchte der Personalchef nicht erst durch eine Liste wandern, sondern gleich das Aktuelle erblicken.

Schul- und Studienabgänger wird die herkömmliche Methode empfohlen, da sie noch nicht viel unter "beruflichen Werdegang" schreiben können und hier nichts haben, was chronologisiert werden kann.

So habe ich das gelernt ;) Klar ist es jedem selbst überlassen, wie er es macht, denke aber auch, dass sich die umgekehrte Chronologie durchsetzen wird.

Gruß, Poo

Achso: zum eigentlichen Frage würde ich es so machen, wie Dubberle es so schön erklärt hat. ( "... Analyse von Fürzen mit Hilfe des Gas-Chromatographen ..." *lach*... die Fähigkeit wird bestimmt bald gebraucht
rauchen8.gif
)