Jobwechsel und Ortswechsel - Zeitlicher Ablauf

JSP

Mr. Mystery
ID: 82422
L
3 Mai 2006
1.139
38
Folgende hypothetische Situation:

Angenommen, ich bekomme im Dezember in einer 80 km entfernten Stadt einen neuen Job nach Vorstellungsgespräch. Da ich einen Monat Kündigungsfrist zum Monatsende bei meinem aktuellen Arbeitgeber habe, kann ich diesen ja erst zum 01.02. antreten.

Gut, WENN das geklärt wäre mit dem neuen Arbeitgeber habe ich folgendes Problem: ich möchte ja zum 01.02. auch in der neuen Stadt wohnen. Klar, 80 km könnte man notfalls auch täglich fahren, will ich aber nicht da mir die Kohle fehlt und ich nicht in Jobs komme in denen ich soviel verdienen werde um das wegzustecken. Das wären monatlich 312 Euro bei meinem jetzigen Auto und Spritpreis von 1,30 Euro pro Liter. Da ich Single bin und nur ne 2-Zimmer-Wohnung brauche ohne Schnickschnack wie Balkon oder Garage oder sowas sollte das doch eigentlich leichter zu finden sein, oder nicht?

Wie sind da eure Erfahrungen? Geht das schnell von statten oder sollte ich mir lieber doch irgendwelche altbekannten chat-Fruende fragen, ob ich notfalls dort nen Monat unterkommen würde bis ich ne Wohnung finde?

Viele Freunde hier sagten mir, ne kleine 2-Zimmer-Wohnung (bis vielleicht 55 m²) ist sowas von einfach zu finden. Ich sollte dazu sagen, dass diese Stadt in 80 km Entfernung rund 200.000 Einwohner hat.

Was meint ihr? Geht das?
 
Ich würde mich vielleicht mal erkundigen ob es sowas wie möblierte Wohnungen gibt die sind dann meist auch Tageweise mietbar und eigentlich auch garnicht so teuer. Dann könnteste da erstmal unterkommen und dir in Ruhe ne ordentliche Bude suchen.
Sowas gibt es z.b. öfters für Bauarbeiter oder Hotels bieten sowas zu vergünstigten Konditionen an.
Gut bei 200k Einwohnern ist das so ne Sache ob es sowas gibt aber umhören kostet ja bekanntlich nix.
 
Hm zeitlich alles recht eng gepackt, könnte Probleme geben.
Es gibt bestimmt in der Stadt auch kleine Appartements angeboten, die wochenweise vermietet werden, so als Übergang. Dann musst du dich nicht allzu sehr beeilen eine "richtige" Wohnung zu finden.

Läuft grad bei mir auch so, muss dazu sagen, dass ich nen netten Arbeitgeben hab, der das so gut durch organisiert.
Bekomme vom Arbeitgeber in den ersten 6 Monaten ein Appartement, was der Firma gehört, bezahlt, so lange ich am alten Wohnort noch meine Wohnung habe. habe also 6 Monate Zeit mir eine eigene, "richtige" Wohnung zu suchen, wenn ich schon vor Ort bin. Ist echt leichter als aus der Ferne eine Wohnung suchen zu müssen.
Vielleicht kannst du da eine ähnliche Regelung mit deiner zukünftigen Firma vereinbaren oder dir selber ein kleines möbliertes Zimmer suchen für ein paar Wochen, damit du dir dann dort vor Ort genügend Zeit lassen kannst eine vernünftige Wohnung zu finden und den Umzug zu organisieren, aber bei 80km geht das ja noch mit nem Umzug.
 
Ich würde die ersten Wochen mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren und dann, wenn ich feststelle, der Job ist toll und ich will da bleiben, dann würde ich umziehen.

Mit Öffis kostet das niemals 312 €.*denk*
 
Dauert aber übelst lang. 80km sind nicht wenig um mitm Zug jeden Tag zu fahren, je nachdem wie oft er umsteigen muss usw ist er bestimmt gute 2 bis 2 einhalb std. unterwegs. hab des selber 3 monate gemacht, waren nur 50km, aber trotzdem 2 std hin und 2 zurück...
 
Meiner Erfahrung nach sind es gute 1,5 Stunden ohne IC oder sowas schnelles mit einmal Umsteigen. Das würde schon gehen, aber was das monatlich bei der Bahn kostet.. kein Plan. Müßte man mal nachfragen.
 
Gut, ohne IC, heißt also normaler Nahverkehr, gleicher verkehrsverbund? dann tuts doch n Ticket200 Preisstufe C. Wenns anderer verbund ist, wirds bestimmt richtig teuer, hör mal da nach könnte ne Alternative sein, aber eher nur für kurze Zeit.
 
Man kann schon gut aus der "Ferne" nach Wohnungen suchen. Zum Beispiel übers Internet, oder halt vor Ort Zeitungen kaufen, wenn man eh mal dort in der Gegend ist. Bei meiner Wohnung fürs Studium hat das so jedenfalls gut geklappt, da musste ich nicht vor Ort suchen sondern hab alles von zu Hause organisiert (bis auf die Besichtigungen natürlich :ugly: ).
 
Ich hab damals ne günstige Pension erwischt, wo ich erstmal für ca. 6 Wochen eingezogen bin.

Dann hab ich vor Ort mit der Wohnungssuche angefangen.

Hat mehrere Vorteile:
- Abschätzung des Arbeitsweges
- Persönliche Erkundigungen über die Wohnlage (teure - günstige - billige Gegend)
- vielleicht helfen persönliche Kontakte (ich wohn bei der Mutter meines Kollegens in ner eigenen Wohnung zur Miete)
- zeitlich flexibler bei Besichtigungen

Man kann sich natürlich auch, wenns ne Unistadt ist, bei der Mitwohnzentrale nach Angeboten für Zwischenmieter umschauen...

gruss kelle!
 
Man kann schon gut aus der "Ferne" nach Wohnungen suchen. Zum Beispiel übers Internet, oder halt vor Ort Zeitungen kaufen, wenn man eh mal dort in der Gegend ist. Bei meiner Wohnung fürs Studium hat das so jedenfalls gut geklappt, da musste ich nicht vor Ort suchen sondern hab alles von zu Hause organisiert (bis auf die Besichtigungen natürlich :ugly: ).

Öhm klaar darum gehts ja, suchen kann ich auch, wenn ich mitm Arsch zuhause sitz, aber zum anschauen kommen die Wohnungen nicht zu mir...
 
Naja, wie ich das kenn, legt man sich halt die Termine möglichst hintereinander und macht dann ein paar Tage lang richtige "Touren". Ich kann das allerdings nur aus Studentensicht beschreiben, da hat man eh net so hohe Ansprüche ;)
 
Es ist trotzdem definitiv einfacher, sich eine Wohnung zu suchen, wenn man schon da wohnt, also halt Apartement/Pension o.ä. Nur allein schon um zu wissen, dass Nordstadt Mist ist, wie in fast jeder Stadt oder schöne gegenden oder teure. das kriegst eigentlich nur raus, wenn du da schon länger bist bzw dich mal mit leuten von da unterhälst.

klar, zur not gehts auch so wie du das gesagt hast, aber ich würds einfach nich machen. dann nehm ich mir lieber für n paar wochen ne pension oder so und nehm mir dann die zeit ne passende wohnung zu finden, als unter zeitdruck zu stehen.
 
80km sind nicht wenig um mitm Zug jeden Tag zu fahren [...]
Als Übergangslösung ist das aber in jedem Fall brauchbar.

Und ob du die 80 Kilometer schnell oder langsam zurücklegst hängt ganz vom Nahverkehrssystem bei dir im Raum ab. Wenn du Glück hast und es da eine gute Verbindung gibt ist das halb so wild.

dann nehm ich mir lieber für n paar wochen ne pension oder so und nehm mir dann die zeit ne passende wohnung zu finden, als unter zeitdruck zu stehen.
Geht auch, oder eben zuerst pendeln. Eine feste Wohnung würde ich aber auf keinen Fall sofort nehmen.

Wie hier auch schon geschrieben wurde ist es viel sinnvoller, sich zunächst mal den Job anzugucken und dann die Sache mit der Wohnung zu entscheiden. Sonst sitzt du nachher auf einem Mietvertrag und hast die Kosten am Hals, obwohl der Job gar nichts für dich ist.
 
Wie sind da eure Erfahrungen?

Ich hab während dem Studium mal ein Praktikum in Hamburg gemacht. Zwischen Zusage und Arbeitsbeginn lagen knapp 2 Wochen. Ich musste zwar eine Kaltmiete Provision für einen Immobilienmakler zahlen, hatte aber innerhalb von 2 Tagen eine schnucklige möblierte Wohnung im schönen Hamburg. ;)

Was ich damit sagen will: Klar geht das! Fang sobald du den Arbeitsvertrag unterschieben hast an zu suchen (immobilienscout24.de ist mit Abstand der größte Anbieter in diesem Bereich). Und falls du bis zum Arbeitsbeginn keine schöne Wohnung findest, dann suchst du dir erstmal eine günstige Pension oder pendelst. Aber ich würde sagen in einem guten Monat findest du sicher etwas. :)

Viel Erfolg bei der Wohnungssuche und beim neuen Job!

Gruß, Zera
 
Wenn es auch, wie eigentlich immer, ums Geld geht dann würde ich mir das alles nochmals überlegen. Es hört sich fast so an, als ob du noch daheim wohnst und wenn du meinst das du dir 312€ nicht so einfach leisten kannst, dann überleg dir nochmal alle weiteren kosten die auf dich zukommen.
Mit einer einfachen Wohnung mit Miete und Nebenkosten ist es ja nicht getan. Irgendwann kommt Telefon/Internet dazu und die kosten für monatlichen Lebensmittel sollte man nicht unterschätzen.