Soziales Homo-Ehe bei Zusatzversorgung nicht mit Ehe gleichgestellt

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klamm-Bot
25 April 2006
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Folgende News wurde am 14.02.2007 um 14:05:02 Uhr veröffentlicht:
BGH-Urteil: Homo-Ehe nicht komplett mit Ehe gleichgestellt
DPA-News

Karlsruhe (dpa) - Die so genannte Homo-Ehe muss bei der Zusatzaltersversorgung im öffentlichen Dienst nicht wie eine normale Ehe behandelt werden. Der Bundesgerichtshof (BGH) wies am Mittwoch die Klage eines Mannes ab, der als Angestellter die Gleichstellung der eingetragenen Lebenspartnerschaft gefordert hatte.Der Mann hatte geltend gemacht, er wolle bei der Zusatz-Altersversorgung wie ein verheirateter Angestellter behandelt werden. Der Kläger lebt seit 2001 in einer eingetragenen ...
 
Also wenn man die Argumentation des BGH zuende denkt, muss man in Zukunft kinderlose Ehen mit der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft auf Privilegien und Pflichten bezogen gleichsetzen, und nur ehen mit Kindern subventionieren. Dies ist aber nicht der Fall, deshalb ist die Begründung für mich absolut fadenscheinig.
 
Aber bei gleichgeschlechtlichen Ehen wird es nie Kinder geben und daher ist die Begründung so schon richtig... Ich finde der Begriff Homo-Ehe wird der Sache ja sowieso nicht gerecht, denn diese Verbindung stellt keine Ehe dar, so wie sie eigentlich gedacht ist... Die "Homo-Ehe" ist eine eingetragene Partnerschaft... Nicht mehr und nicht weniger...
 
Also wenn man die Argumentation des BGH zuende denkt, muss man in Zukunft kinderlose Ehen mit der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft auf Privilegien und Pflichten bezogen gleichsetzen, und nur ehen mit Kindern subventionieren. Dies ist aber nicht der Fall, deshalb ist die Begründung für mich absolut fadenscheinig.


Nein ist die Begründung definitiv nicht. Der Staat hat von Lebensgemeinschaften einfach nichts (damit auch die Bevölkerung) in denen es niemals Kinder geben wird (durch Geburten). Durch die Ehe soll ja auch schon vor dem ersten Kind ein finanzielles Polster geschaffen werden können wodurch ein Paar animiert wird ein Kind zu bekommen, weil es keine Angst um die Zukunft haben muss. Bei rein schwulen Paaren ist es biologisch aber einfach nicht möglich das einer der beiden Schwanger wird. Bei lesbischen Paaren könnte man eventuell streiten, weil es im Zeitalter von Samenbanken und künstlicher Befruchtung ja da durchaus die Möglichkeit gibt die Geburtanrate "natürlich" zu steigern. Wobei hier dann wieder eine Diskussion herrschen würde ob es positiv für ein Kind ist in enem homosexuellen Haushalt aufzuwachsen. Aber das ist ja bei dem Gerichtsurteil erstmal uninteressant weil es sich ja auch um Männer gehandelt hat.
 
Nein ist die Begründung definitiv nicht. Der Staat hat von Lebensgemeinschaften einfach nichts (damit auch die Bevölkerung) in denen es niemals Kinder geben wird (durch Geburten).

Die Begründung ist eben doch ganz explizit so. Von willentlich kinderlosen "Hetero-Ehen" hat der Staat de facto auch nichts. Aus meiner Sicht sogar noch weniger als von kinderlosen Homo-Ehen, da diese ja noch mit negativem Beispiel vorangehen.

Durch die Ehe soll ja auch schon vor dem ersten Kind ein finanzielles Polster geschaffen werden können wodurch ein Paar animiert wird ein Kind zu bekommen, weil es keine Angst um die Zukunft haben muss.

Sehe da keine Notwendigkeit für ein Polster. Ist ein Kind da, sollte es umfangreiche Unterstützung geben, mit der man auch im Vorfeld schon planen kann. Jahrzehntelange Vergünstigungen für kinderlose Ehepaare mit der Begründung, man wollte es Ihnen schmackhaft machen, halte ich für realitätsfern und sinnlos. Subventionen aller Art gibt es ja auch nicht im Vorfeld, sondern dann, wenn sie gebraucht werden.
 
Sehe da keine Notwendigkeit für ein Polster. Ist ein Kind da, sollte es umfangreiche Unterstützung geben, mit der man auch im Vorfeld schon planen kann. Jahrzehntelange Vergünstigungen für kinderlose Ehepaare mit der Begründung, man wollte es Ihnen schmackhaft machen, halte ich für realitätsfern und sinnlos. Subventionen aller Art gibt es ja auch nicht im Vorfeld, sondern dann, wenn sie gebraucht werden.

Naja wenn du das dann verantworten möchtest wenn die Geburtenraten weiter rückläufig sind, dann soll es auch nciht mein problem sein. Denn auch ich würde erst über Kinder nachdenken wenn ich Bereits ein finanzielles Polster hätte und vielleicht schon ein Teil des Hauses abbezahlt hätte
 
Denn auch ich würde erst über Kinder nachdenken wenn ich Bereits ein finanzielles Polster hätte und vielleicht schon ein Teil des Hauses abbezahlt hätte

Haus abbezahlen mit Kindergeld? :ugly: ... wie gesagt, wer Kinder wirklich will und auch bekommt, dem sollte besagtes Geld ohne Wenn und Aber zustehen. Das ist auch eine Sicherheit, auf die man bauen kann.
 
Also natürlich ist es so, dass aus einer Homoehe kein Kind auf natürlichem Wege kommen kann.

Aber ich sehe überhaupt kein Problem darin, ein Kind in einer Homoehe aufzuziehen. Diese Debatte ist doch auch total emotional geführt, viele haben einfach noch Vorurteile bei schwulen (Lesben sind natürlich geil:roll: ) oder wenigstens ein komisches Gefühl.

So unnatürlich ist das ja auch nicht, ich merke es ja selber bei mir, wenn ich mir z.B. bei nem schwulem Kumpel denke, ob der jetzt das macht, weil er das ist, wie er denkt.... Jedoch gehe ich mit diesen Gedanken nicht so um, dass ich sie ins negative wandle, sondern nehme ihn halt ganz einfach so hin. Das ist glaub ich auch das Problem bei den meisten, wenn sie einfach mal nicht jeden Schwulen wie einen Aussätzigen behandeln würden, würden sie merken, dass er genauso ein Mensch ist wie sie und einen auch nicht bei jeder Gelegenheit an die Wäsche will.

Ob ein Leben in einer Homoehe einem Leben im Heim vorzuziehen ist, weiß man sofort, wenn man einen Menschen fragt, der im Heim aufgewachsen ist. Wenn Leute in einer Homoehe dann Kinder adoptieren dürfen, wofür ich stark bin, kann man diese Ehen auch genauso behandeln, wie die "normale" Ehe.
 
@valle wie oben erwähnt ist diese grundsatzdiskussion ja zum gück bei dem Richterspruch egal :) Weil es geht um 2 Männer ohne Kind. Und bei Lesben ist es halt nicht nur was anderes weil sie "geil" sind sondern auch weil eine von beiden oder sogar beide Schwanger werden können.