News Heroin auf Rezept für Schwerstabhängige

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25 April 2006
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[N] Heroin auf Rezept für Schwerstabhängige

Folgende News wurde am 28.05.2009 um 18:53:40 Uhr veröffentlicht:
Heroin auf Rezept für Schwerstabhängige
DPA-News

Berlin (dts) - Heroin darf in Zukunft auf Rezept an Schwerstabhängige gegeben werden. Der Bundestag hat heute nach jahrelangem Streit der Versorgung mit künstlichem Heroin zugestimmt. Damit konnte die SPD ihren Antrag mit der Unterstützung von FDP, Grünen und der Linkspartei durchsetzen. Demzufolge muss nun das Betäubungsmittelgesetz geändert werden. Eine Langzeitstudie hatte gezeigt, dass eine Herointherapie zu mehr Erfolg bei Abhängigen führt als die herkömmliche Methadon-Behandlung. Gerade Schwerstabhängige sprechen oft nicht auf den Wirkstoff Methadon an, die häufigen Nebenwirkungen treiben viele zurück in die illegale Heroinbeschaffung. Ein Sprecher des Hamburger Zentrums für Interdisziplinäre Suchtforschung stellte im Verlauf der Studie fest, dass die Teilnehmer der Heroin-Testgruppe weniger Kontakt zur Szene suchten, seltener mit dem Gesetz in Konflikt kamen und häufiger in Folgetherapien einstiegen als die Methadon-Vergleichsgruppe. Das künstliche Heroin wird als verschreibungspflichtiges Betäubungsmittel eingestuft. Zudem müssen die in Frage kommenden Abhängigen mindestens 23 Jahre alt sein, seit fünf Jahren abhängig sein und bereits zwei erfolglose Therapien gemacht haben.
 
[...] zum Anderen soll so geholfen werden die Sucht langsam zu bekämpfen (immer weniger Wirkstoff) [...]

Das wohl eher weniger.
Die Heroinabgabe soll an Menschen erfolgen, denen absolut nicht mehr zu helfen ist und einfach dazu da ist, dass sich diese Menschen nicht auf illegalem Wege den Stoff besorgen oder kriminelle Dienste / unmoralische Jobs annehmen.

Deswegen auch unter anderem die Vorrausetzung: mind. 5 Jahre Abhängig und 2 gecheiterte Therapien.
 
Deswegen auch unter anderem die Vorrausetzung: mind. 5 Jahre Abhängig und 2 gecheiterte Therapien.

Ist das aber nicht eher dann Ansporn? Wenn ich als Süchtiger weiß, irgendwann krieg ich das billiger, bis dahin schaff ich das auch noch so?

Nunja, ich hab keine Ahnung von Drogen. Kann mich natürlich irren.
 
Ist das aber nicht eher dann Ansporn? Wenn ich als Süchtiger weiß, irgendwann krieg ich das billiger, bis dahin schaff ich das auch noch so?

Nunja, ich hab keine Ahnung von Drogen. Kann mich natürlich irren.

Ich seh's aber auch so. Das is doch n Ansporn.. und nicht-süchtige bzw. Süchtige mit andren drogen denken sich: ach, kann ja eh nix passieren, krieg das Zeug am Ende ja vom Staat :roll:

Is halt zweischneidig... Natürlich holt man die Junk's so von den dreckigen Straßen, den kriminellen Jobs u.Ä weg.. aber naja :-?


P.s: Ich bin immernoch der Meinung, wer Drogen nimmt, ist an den Konsequenzen selbst schuld und soeiner kriegt keinerlei Mitleid oder Hilfe von mir. Und kommt mir ja nicht mit "ach, aber die ham soviel probleme, kein geld und pla" - Da gibts noch viele andere Leute die keine Drogen nehmen, und Geld ham sie ja genug.. für ihre drogen :-?
 
Ist das aber nicht eher dann Ansporn? Wenn ich als Süchtiger weiß, irgendwann krieg ich das billiger, bis dahin schaff ich das auch noch so?

Man darf nicht vergessen das es sich hier um Heroin dreht und nicht um irgendwelche Partypillen wie Ecstasy.
Ich kann mir kaum Vorstellen das ein Heroinsüchtiger die Droge später gerne nimmt und wartet bis er das vom Staat umsonst bekommt :roll:

Das ist verdammt hartes Zeug und soll wirklich die Beschaffungskriminalität mindern.
Ansporn fürs Drogennehmen ist das kaum!
 
Bayer

Warum hat die Firma wohl das ganze erfunden?

Vermutlich um Kohle zu verdienen, oder?

Dann sammelt doch mal und fragt Bayer, was man jetzt dagegen tun kann, wenn ihr ihnen euren Sammelbetrag überweist.

p.s.: Da hat glatt einer Heroin mit partypillen verglichen. Und dann denkt der auch noch, dass er besser liegt. Da ist die Frage ob der Alkoholiker mit Folgen auch besser im Grab liegt.

p.s.2: Ich habe einen Kumpel, der Heroin nahm. Nachdem ihm deswegen der Führerschein genommen wurde hat er komplett damit aufgehört.
Die MPU lies ihn nicht durch, aber das liegt ein bisschen an dessen Persönlichkeit.
Wenn es stimmt, dass er damit aufgehört hat, was ja anders nicht geht, denn bei der MPU wird das überprüft, dann ist es nicht so schwierig mit dem Schrott aufzuhören.
Rauchen aufhören ist sicher schwieriger.
Vielleicht solltet ihr dann eure Probs eher dem richtigen schildern, und nicht einem Fremden. Wenn der richtige nicht erreichbar ist.... Neue Pläne.
Je älter man wird, um so uninteressanter werden die potentiellen Geschlechtspartner. Zumindest ist das bei mir als Mann so.

p.s.3: Irgendwer lies mich mal welches einatmen. Es führt lediglich zu Gleichgültigkeit, was ich bemerkte.
Wenn ihr so krasse Probs habt, dann geht zum Psychiater, holt euch Tavor, und schaut aber, dass ihr schnell wieder davon loskommt.

Heroin ist und bleibt ein wissenschaftlich entwickeltes Medikament.

ps4: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass meist Frauen unter Heroinsucht leiden.

Könnt ja auf den Thread posten, wenn ihr wollt. Ich finde ihn interessant.
Bin selber Raucher, trink Alk. Nehm keine illegalen Drogen, aber das tut eigentlich nicht viel zur Sache...
 
Zuletzt bearbeitet:
Alter, was hast du geraucht das du so ein wirres Zeug schreibst? :-?

Wo vergleiche ich Heroin und Ecstasy? Hab ja extra geschrieben dass das was ganz anderes ist - von der Wirkung sowie vom Abhängigkeitspotenzial!

Und was deine "Erfahrung" von deinem Kollegen ist. Es kommt ganz stark darauf an wie man Heroin konusmiert. Obs nun gespritzt wird oder durch die Nase - ausserdem kommts drauf an wie lange man das zeug schon nimmt.

Aber wenn man einmal drinne ist dann hört man nicht einfach so auf.
Wenn ich so ein Blödsinn von dir lese wird mir schlecht!

btw:
Es ist klar das dein Kollege nicht mehr den Führerschein bekommt. Wenn man einmal Heroin genommen hat dann wird einem weiterhin unterstellt das man nicht fähig ist ein Kraftfahrzeug zu führen. Da muss man schon mehrere Jahre clean sein ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist typisch für unsere Gesellschaft, Heroinsucht nicht als Krankheit zu begreifen.

Ganz im Gegensatz zur Alkoholsucht. Da wird immer von Alkoholkranken gesprochen, nicht von Drogenabhängigen, was aber völlig zutreffend wäre. Die Sauferei ist gesellschaftlich akzeptiert, der Staat verdient wacker daran, es hängt eine Riesenindustrie dran. Erst wenn wer "aus der Rolle fällt", sich den Sprit nicht mehr leisten kann, wird er/sie geächtet.

Bei Heroinsüchtigen wird ganz anders verfahren, obwohl es das Gleiche ist. Ab einem gewissen Grad der Abhängigkeit braucht mensch einfach nur seine Tagesdosis um zu "funktionieren". Nur, dass er nicht zum Aldi gehen und sich seine Pulle holen kann. Nur durch die Illegalität muss er Schwarzmarktpreise zahlen, die mit "normaler" Arbeit nicht zu verdienen sind. So entsteht Beschaffungskriminalität und -prostitution.

Drogensucht wird als Unterschichtphänomen wahrgenommen. Reiche werden bei gleicher Sachlage nicht so gesehen. Wer es sich leisten kann, sauberen Stoff zu erwerben und einmal im Jahr eine Blutwäsche machen zu lassen, wird auch mit Heroin uralt. Keith Richards ist der lebende Beweis, dass Heroin nicht giftig ist. Heroin ist nicht toxisch, genau so wenig wie Morphium, was chemisch fast das Gleiche ist. Es macht süchtig, aber nicht tot.

Die oben beschriebene Regelung ist ein richtiger Schritt. Sie ermöglicht den Kranken ein menschenwürdiges Leben. Man darf sich nicht vorstellen, dass die Leute "high auf Staatskosten" sind. Wer so lange abhängig ist, braucht seine Dosis nur noch, um keine Entzugserscheinungen zu leiden. Da geht es um heftige Schmerzen, vom psychischen Druck nicht zu reden.

Besser wäre es jedoch, alle Drogen zu entkriminalisieren. Nur die Illegalität führt zu den Verhältnissen, die das Drogenmilieu kennzeichnen. Eine Tagesdosis kostet in der Herstellung keine fünf Euro. Erst der Vertriebsweg vorbei an den staatlichen Restriktionen führt zum horrenden Schwarzmarktpreis.

Es sind alle Möglichkeiten gegeben, das "Drogenproblem" zu lösen: die Bundeswehr sitzt in Afghanistan an der "Quelle", die Pharmaindustrie hat alle nötigen Kapazitäten, die Distribution kann durch die Unzahl an Apotheken laufen. Wir wären auf einen Schlag die unerwünschten Erscheinungen los, wie Mädchen und Jungs, die sich am Bahnhofsstrich verkaufen, Omas die Handtasche klauen, Einbrüche begehen. Die "bösen Dealer" wären arbeitslos, der organisierten Kriminalität würde die Geschäftsgrundlage entzogen.

Rechnet man zusammen was der Staat aufwendet, um den Drogenkonsum zu unterbinden, steht das in keiner Relation zum Schaden, den dieser anrichtet.
Und mal ehrlich, was wäre denn zu befürchten? Dass die Leute massenhaft anfangen zu spritzen, wenn sie deswegen nicht mehr ins Gefängnis müssten? Unsinn! Wer sich auf die Droge einlassen will, kommt an das Zeug ran, so oder so. Jede Prohibition erzeugt nur einen Untergrund, an dem richtig verdient wird.

Aber so sieht es halt aus: würde sich nicht bis ganz oben dumm und dämlich an der Illegalität verdient, wären wir das unselige Prozedere schon längst los. Ginge es der Politik um die Menschen, wäre anfangs beschriebene Praxis längst Gesetz.

Und jetzt trinken wir noch einen... :ugly:
 
Rechnet man zusammen was der Staat aufwendet, um den Drogenkonsum zu unterbinden, steht in keiner Relation zum Schaden, den dieser anrichtet.

Naja ich weiß ja nicht. Überleg mal allein die Kosten der Krankenkassen sowie die Belastung der staatlichen Geldtöpfe z.B für Hartz4.

Wer sich auf die Droge einlassen will, kommt an das Zeug ran, so oder so. Jede Prohibition erzeugt nur einen Untergrund, an dem richtig verdient wird.

Absolut nicht. Nehmen wir z.B Ecstasy / Kokain / Speed.
Es gibt Leute die beschäftigen sich damit, würden es auch gerne mal probieren haben aber nicht unbedingt die Leute im Freundeskreis die dies vertreiben.
Da es zusätzlich illegal ist lassen die lieber die Finger davon!

Wenn das Dreckszeug erlaubt wäre dann wäre die Hemmschwelle viel geringern und definitiv würden mehr Leute das Zeugs probieren und später warscheinlich daran kleben bleiben.

Diese Prohibitionen haben schon ihren Sinn!
 
Naja ich weiß ja nicht. Überleg mal allein die Kosten der Krankenkassen sowie die Belastung der staatlichen Geldtöpfe z.B für Hartz4.
Verstehe ich nicht. Sauberes Heroin führt nicht zu Krankheit oder Arbeitslosigkeit. Vielmehr führt der Dreck auf dem Schwarzmarkt und dessen Preise dazu.
Und im Umkehrschluss: sind abstinente Menschen nicht krankenversichert und beziehen keine Stütze? Bzw. sind sie alle pumperlgsund und im Brot und Lohn? Sind alle Kranken und Arbeitslosen rauschgiftsüchtig? Käse...

Überlege mal die Kosten für Zollfahndung, Polizei, Justiz und Strafvollzug. Von der Belastung der Gerichte mal abgesehen.

Absolut nicht. Nehmen wir z.B Ecstasy / Kokain / Speed.
Nee, nehme ich nicht! (kleiner Scherz)

Es gibt Leute die beschäftigen sich damit, würden es auch gerne mal probieren haben aber nicht unbedingt die Leute im Freundeskreis die dies vertreiben.
Da es zusätzlich illegal ist lassen die lieber die Finger davon!
Na, entweder möchten sie probieren oder die Finger davon lassen?
Wenn ich mich mit einem der Stoffe "beschäftige", wäge ich doch das Für und Wider ab und treffe dann eine Entscheidung. Die Prohibition ist nur ein Hindernis, aber wo ein Wille ist, ist auch ein Gebüsch.
Aber so läuft es doch nicht. Wer geht schon hin und sagt: "so, jetzt nehm ich mal Heroin. Wo ist der nächste Dealer?". Vielmehr ensteht der Erstkontakt doch dadurch, dass es im Bekanntenkreis kursiert und angeboten wird.

Wenn das Dreckszeug erlaubt wäre dann wäre die Hemmschwelle viel geringern und definitiv würden mehr Leute das Zeugs probieren...
Kann sein. Aber ich rede ja auch nicht von einer Erlaubnis, sondern einer Entkriminalisierung. Das ist was anderes. Ich sag ja nicht, dass ein Kid in die Apotheke gehen und ein Pfund Heroin verlangen können soll. Aber mal was ausprobieren, sich erwischen lassen, durch die Justizmühle gedreht werden, vorbestraft zu sein und den Rest des Lebens deswegen vergessen zu können, kann es ja auch nicht sein.

...und später warscheinlich daran kleben bleiben...
Mit Wahrscheinlichkeiten sollte man nicht argumentieren. Wäre ich an allem "kleben" geblieben was ich mal probiert habe, hätte ich heute eine veritable Polytoximanie. Tatsache ist, dass ich aus eigener Erfahrung weiß, wovon ich aus Überzeugung die Finger lasse und es mir nicht von saufenden Heuchlern vorschreiben lasse.

Aber das wird immer mehr Offtopic. Es geht darum, wie Schwerstabhängigen geholfen werden kann. Und das hier ist noch viel zu wenig...
 
Verstehe ich nicht. Sauberes Heroin führt nicht zu Krankheit oder Arbeitslosigkeit. Vielmehr führt der Dreck auf dem Schwarzmarkt und dessen Preise dazu.


Ähm wie bitte??? Diese Satz enthält ja mehr Müll als ich ür möglich gedacht habe.

Führt nicht zu Krankheit? ISt eine Sucht keine Krankheit? Wäre mir absolut neu!
Und Heroin macht dienen kompletten Körper kaputt, da kommt das eine zum anderen...


Vorher denken bevor man son Müll schreibt...
 
das kann man elegant zurück geben... Es geht nicht darum, JEDEM Heroin zugänglich zu machen, sondern SCHWERSTABHÄNGIGEN - und das ist sogar definiert.

Die Sind schon ganz unten. Sie sollen nur nicht noch weiter 'runtergedrückt werden.
 
Ähm wie bitte??? Diese Satz enthält ja mehr Müll als ich ür möglich gedacht habe.

Führt nicht zu Krankheit? ISt eine Sucht keine Krankheit? Wäre mir absolut neu!
Und Heroin macht dienen kompletten Körper kaputt, da kommt das eine zum anderen...
Ok, ich bezeichne Sucht selbst als Krankheit. Strike.

Aber ansonsten scheinst du ein Informationsdefizit zu haben. Heroin ist NICHT toxisch. Es macht NICHT deinen ganzen Körper kaputt.
Schädlich sind die Beimischungen mit denen es gestreckt wird, gefährlich sind verunreinigte Spritzen, krank macht das Milieu in das die Abhängigen gezwungen werden.
Ich muss mich leider wiederholen: wenn du es dir leisten kannst, dir reines Heroin und sterile Spritzen zu verschaffen, dann kannst du steinalt werden. Mr. Keith Richards von den Rolling Stones ist ein prominentes Bespiel dafür.
Ich habe den Sinn oder Unsinn einer kontrollierten Abgabe von Heroin an Schwerstabhängige vor Jahren für einen Zeitungsartikel gründlich recherchiert. Mein Artikel ist durchgegangen, meine Recherche war wasserdicht.
Ich werde aber den Teufel tun, dir jetzt einen dreiseitigen Artikel nebst Quellen vorzubeten. [POLEMIK]Das willst du bestimmt auch nicht, es würde deine Vorurteile zerstören - und dann...?[/POLEMIK]
Vorher denken bevor man son Müll schreibt...
Deshalb gebe ich dir das zurück. Erst mal schlau machen, bevor man mit seinem Nicht/Halbwissen rumpöbelt. Dein Einwurf ist unseriös. Ich weise ihn zurück.

Vielleicht liest du dir zur Einführung mal diesen Artikel durch. Dort findest du u.A. diesen Satz:
Wirkung

Heroin ist euphorisierend, schmerzlindernd und zugleich schlaffördernd. Es wirkt je nach Applikationsform mit einer Halbwertszeit von vier bis sechs Stunden und ist für die Organe des menschlichen Körpers nicht toxisch.

Um Einwänden bezüglich der Verlässlichkeit von Wikipedia zuvor zu kommen: als ich mein Zeug recherchiert habe, gab es Wikipedia noch nicht in seiner heutigen Form. Es gibt andere, seriöse Quellen. Der Wikipediaartikel fasst sie aber sinnvoll zusammen.

Dass die Versorgung Abhängiger mit bezahlbarem oder kostenlosem Heroin sinnvoll und gesamtgesellschaftlich förderlich ist erschließt sich sich aus einem Zitat aus eben dem Artikel (ich könnte es nicht besser zusammenfassen):
Wie Studien aus anonymen Befragungen in Drogenberatungen bestätigen, ist allerdings der weitaus größte Teil der Heroinkonsumenten im gesellschaftlichen Leben integriert und fällt nicht weiter auf. Ähnlich wie beim Alkohol ist es nur eine Minderheit, die gänzlich die Kontrolle verliert und die dann als „Straßenjunkies“ der Bevölkerung auffallen.

Und nochmal: der ganze Komplex, der gemeinhin als "Drogenkriminalität" bezeichnet wird, würde obsolet, wenn mensch Heroin wie ein Medikament erhalten könnte. Und DAS wäre ein Fortschritt. Primär für die Abhängigen, denen eine menschenwürdige Teilnahme am gesellschaftlichen Leben ermöglicht würde, denn Sozialfaschisten könnten sie nicht mehr so einfach identifizieren. Und sekundär bräche der ganze drecks Schwarzmarkt zusammen. Wer würde denn noch gestrecktes Heroin von der Strasse zu Horrorpreisen kaufen? Eben...

Aber ich kann es mir nicht verkneifen :ugly:: mit Leuten, die Haschsüchtige halluzinieren, die mit dem Joint in der Vene auf dem Bahnhofsklo gefunden werden, mag ich nicht diskutieren. 8)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Aber mal was ausprobieren, sich erwischen lassen, durch die Justizmühle gedreht werden, vorbestraft zu sein und den Rest des Lebens deswegen vergessen zu können, kann es ja auch nicht sein.
Sollte man dann also auch andere Straftaten wie Sachbeschädigung oder Körperverletzung ausprobieren können ohne dafür bestraft zu werden?

Entgegen deiner Meinung bin ich der Ansicht, dass es völlig unmöglich ist, sämtliche Drogen nicht mehr dem Betäubungsmittelgesetz zu unterstellen. Wenn Drogen legal wären, gäbe es mit Sicherheit viele junge und auch einige ältere Leute, die das einfach mal ausprobieren wollen und das dann vielleicht auch ein zweites und ein drittes Mal tun. Schon sind sie abhängig und kommen ihr Leben lang nicht mehr davon los. Möchtest du in Deutschland Millionen Drogenabhängige mehr haben als sowieso schon?

Und noch mal kurz zum zitierten Abschnitt oben:
Wenn ich weiß, dass etwas illegal ist, dann lasse ich es gleich bleiben. Mir persönlich wäre das Risiko einer Vorstrafe viel zu hoch.
 
Dann aber nur unter strengster ärztl. Aufsicht.....

madhead

Hey, ich bin Deutscher! Ohne strengste Aufsicht würde ich nicht mal pupsen:ugly:
Aber vielleicht liest du dir die News, aus der der Thread entstand noch mal durch:
Das künstliche Heroin wird als verschreibungspflichtiges Betäubungsmittel eingestuft. Zudem müssen die in Frage kommenden Abhängigen mindestens 23 Jahre alt sein, seit fünf Jahren abhängig sein und bereits zwei erfolglose Therapien gemacht haben.
Bei uns in Aachen macht das nicht der Hausmeister.

Sollte man dann also auch andere Straftaten wie Sachbeschädigung oder Körperverletzung ausprobieren können ohne dafür bestraft zu werden?
[SARKASMUS]Aber sicher doch! Wenn ich 23 bin, mindestens zwei Antiaggressionstherapien erfolglos hinter mir habe, dann will ich vom Arzt einen Baseballschläger auf Rezept kriegen. Das ist doch wohl das Mindeste. [/SARKASMUS]

Du hast gar nichts kapiert. Das staatliche Heroin heilt keinen Abhängigen. Dem Staat sind die Süchtigen scheißegal. Der Staat schnallt nur endlich, dass er sich einen Haufen soziale Probleme auf diese Art vom Hals schaffen kann. Mehr auch nicht.
Sachbeschädigung und Körperverletzung sind Taten, die sich gegen jemanden anderen als sich selbst richten. Die Folgen von Drogenkonsum macht man mit sich selbst aus. Das eine sind Äpfel, das andere Birnen.
Außerdem implizierst du, dass man für Drogenkonsum so wie für Gewaltdelikte bestraft werden müsste. Dann loche doch gleich jeden ein, der schwankend eine Kneipe verläßt.

Man kann zehn Tüten rauchen und breit wie eine Schaufel sein, aber solange man nicht Auto fährt, Kran führt oder so, dann ist das nicht gefährlich oder strafbar. Der Besitz und der Handel sind strafbar. Solange man nur selbst breit ist, verstößt man gegen kein Gesetz. Erst wenn man ein halbes Gramm von irgendwas in der Tasche hat, haben Bullen und Richter was zu melden. Nimmt mensch eine Droge ein, schädigt er nicht notgedrungen jemand anderen. Gewaltdelikte mit Drogenkonsum zu vergleichen ist Quatsch.


Entgegen deiner Meinung bin ich der Ansicht, dass es völlig unmöglich ist, sämtliche Drogen nicht mehr dem Betäubungsmittelgesetz zu unterstellen. Wenn Drogen legal wären, gäbe es mit Sicherheit viele junge und auch einige ältere Leute, die das einfach mal ausprobieren wollen und das dann vielleicht auch ein zweites und ein drittes Mal tun. Schon sind sie abhängig und kommen ihr Leben lang nicht mehr davon los. Möchtest du in Deutschland Millionen Drogenabhängige mehr haben als sowieso schon?
So viele Menschen sind in Deutschland nicht mehr übrig, die nicht von irgendwas abhängig wären. Verbiete bloß Handies, dann ist die ganze Jugend auf Entzug. Und keine fünf Minuten später steht wer an der Ecke, der den Kids ein Nokia für nen Tausender anbietet. Von Alkohol will ich erst gar nicht reden...

Und noch mal kurz zum zitierten Abschnitt oben:
Wenn ich weiß, dass etwas illegal ist, dann lasse ich es gleich bleiben. Mir persönlich wäre das Risiko einer Vorstrafe viel zu hoch.
Mit dieser Haltung erklärst du dich zum idealen Bürger.
Walter Moers hat es mal sehr treffend formuliert: "In Deutschland kannst du ruhig einen Bullen mit dem Kartoffelschäler häuten, aber trinke um Gottes Willen vorher eine Flasche Wodka. Dann kommst du mit ein paar Monaten auf Bewährung davon."
Wieviele Gesetze werden geändert oder verworfen? Wenn du nicht in der Lage bist, die Legitimität einer Vorschrift anzuzweifeln, dann hast du dein Gehirn an der Tür zu etwas abgegeben, was gemeinhin unter Landwirtschaft fällt.

Deine obige Aussage beweist, dass du das Betäubungsmittelgesetz nicht kennst. Über dein Wissen über andere Vorschriften möchte ich nicht mutmaßen. Oder doch....?

Nein, sonst wird Kurt böse ;)
 
Man kann zehn Tüten rauchen und breit wie eine Schaufel sein, aber solange man nicht Auto fährt, Kran führt oder so, dann ist das nicht gefährlich oder strafbar. Der Besitz und der Handel sind strafbar.
Wenn ich zehn Tüten geraucht habe, dann muss ich sie wohl vorher auch besessen haben. Strafbar habe ich mich also gemacht, nur vielleicht hat es keiner bemerkt.

Mein Vergleich beruhte außerdem auf deiner Aussage, dass es nicht sein könne, bei "nur" einer Straftat gleich für sein ganzes Leben vorbestraft zu sein. Das hat nichts damit zu tun, ob man jemand anderen oder sich selbst in Mitleidenschaft zieht. Es ging um das Ausprobieren an sich.

So viele Menschen sind in Deutschland nicht mehr übrig, die nicht von irgendwas abhängig wären. Verbiete bloß Handies, dann ist die ganze Jugend auf Entzug.
Du wirfst mir einen unpassenden Vergleich vor, setzt aber die Abhängigkeit von Drogen mit der von Handynutzung gleich. :-?

Zumal ich dich doch bitten möchte solche Pauschalisierungen gegen die gesamte Jugend sein zu lassen. Nur wenn man häufig SMS schreibt oder telefoniert ist man nicht gleich vom Handy abhängig.
Weiteres würde vom Thema wegführen...

Wieviele Gesetze werden geändert oder verworfen? Wenn du nicht in der Lage bist, die Legitimität einer Vorschrift anzuzweifeln, dann hast du dein Gehirn an der Tür zu etwas abgegeben, was gemeinhin unter Landwirtschaft fällt.
Kein Grund hier persönlich zu werden.

Ich persönlich habe aber keinen Grund irgendein Gesetz anzuzweifeln, welches das Verbot von Drogenbesitz besagt. Wenn du das anders siehst schön, ich sehe es eben so.

Über dein Wissen über andere Vorschriften möchte ich nicht mutmaßen. Oder doch....?
Nee du, lass mal lieber. Da das offensichtlich dein Spezialgebiet ist, scheinst du mir dazu zu neigen überheblich zu werden. Und ich habe eigentlich keine Lust mir dann sonstwas anhören zu müssen. :yawn:
 
Ok, beim dritten Durchlesen bin ich mir selbst etwas pampig vorgekommen.
Sorry, nichts für ungut.
Aber argumentativ habe ich nichts zu revidieren.
Das Thema ist eh tot geritten.