Haufaufgaben..Politik

Torti0889

Well-known member
8 Mai 2007
63
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Hey,
kann mir vielleicht jemand helfen?
Haben in PB eine These bekommen wozu wir einen kurzen Aufsatz schreiben sollen!allerdings fehlen mir da die Ideen u alles andere...

Also die These: Der soziale Status in unserer Gesellschaft wird (weiterhin) vererbt


Kann mir da jemand helfen?wäre echt sehr dankbar.
Liebe grüße und danke schon mal...
 
Zuerst muss man sich fragen, an was der soziale Status hängt.

Die erste Komponente ist vielleicht etwas knapp formuliert das, was man der Öffentlichkeit als (vermeintlichen) Besitz zeigen kann. Dies lässt sich durch eigenes oder geliehenes Geld - und natürlich auch der Wille es dafür zu verprassen - steuern.

Dazu kommt noch die Bildungskomponente, die aber früher sicher noch stärker ausgeprägt war. Früher war ein Arzt noch etwas heiliges, heute ist es.. na ein Arzt. Gleiches gilt natürlich auch für andere Berufe. Den Vergleich könnte man zur letzten Nachkriegszeit ziehen, aber noch einige Jahrhunderte/-tausende zurück, soweit es diese Berufe damals schon gab.

Und als drittens ist es die soziale Verbreitung bzw. die Fähigkeit Menschen anzuziehen. Beispielsweise als Mitglied in dutzenden Vereinen usw.

Ich würde sagen, dass diese Faktoren in absteigender Wichtigkeit aufgeführt sind, wobei es z.B. in kleinen Dörfern auch noch genau umgekehrt sein kann.


Als zweites muss man sich fragen, ob dieser Status vererbt werden kann. Die Komponenten 2 und 3 lassen sich nicht direkt vererben, denn es kommt immer auf den Willen und die Fähigkeit der Folgegeneration an. Die 1. Komponente kann sich natürlich vererben lassen und so lange genügend Kapital vorhanden ist, schaffen es nicht mal die unfähigsten Reichenkinder es auszugeben und so bleibt ihr darauf beruhender Status ewig oder zumindestens sehr lange erhalten. Gegenbeispiele sieht man öfters bei Lottogewinnern, die es in kürzester Zeit schaffen ohne Geld und mit mehr Schulden als vorher zu enden.

Als drittes sollte man sich fragen, was jemand mit geringem Status tun könnte, um ihn abzulegen und aufzusteigen. In aller Regel wird dann in der Familie kein Geld vorhanden sein (I), dementsprechend auch keine soziale Verbreitung (III) und wenn doch nur im eigenen Umfeld. Es müsste sich also etwas in Richtung Bildung tun (II) und genau hier tritt wohl oft ein eine andere Art von Vererbung ein:
Wenn Eltern keinen Erfolg haben (nur II betrachtet), werden sie ihre Kinder auch schwer dazu bewegen können nach Erfolg zu streben. Wenn Eltern erfolgreich sind (II, nicht I), dann haben es die Kinder auch leichter. Sie streben nach höheren Schulabschlüssen, landen schwerer in einer Kriminellenkarriere und können einfacherer aus der Ich-mag-keine-Schule-Mentalität geholt werden, sofern sie mal darin landen.

Die Komponenten II wird nun zwar nicht direkt vererbt, aber durch die Vorbildfunktion wird ein automatisch höheres Zielniveau der Kinder generiert und somit gibt es den ersten wichtigen Unterschied zwischen - ich mag diese Begriffe überhaupt nicht, aber ohne große weitere Erklärung etwas auszudrücken - Unter- und Mittelschicht.

Um dann den Schritt weiter zu kommen bedarf es auch einer gewissen Bildung und zwar im Umgang mit Geld. Aus dem im Unterschied zur Unterschicht vorhandenen stattlichen Einkommen gilt es Vermögen zu generieren, doch da das fast niemand gelernt hat und es somit weder Eltern, noch Schule lehren können und außerdem die menschlichen Bedürfnisse dagegen steuern ist es schwer diesen Sprung zu schaffen. Allerdings ist das ein Thema für sich.
 
Naja ich denke aber schon, dass die Frage den Sinn haben soll sich mit der Problematik zu beschäftigen, dass sozial Schwache Eltern meist auch Nachkommen haben, welche zu den sozial Schwachen gehören.

Dazu hast du ja nun schon Ansetze bekommen, die du einarbeiten kannst in den Aufsatz. Versuche für dich selbst zu analysieren, welche Gründe es für diese Tendenz geben kann. Gleichzeitig kannst du vielleicht darauf eingehen, dass diese "Vererbung" nicht wie früher "zwingend" war und das es schon eine Möglichkeit gibt aus dem sozialen Status der Familie auszubrechen durch Eininitiative etc.

Wichtig ist denke ich nur bei solch einem Thema, dass du hinter deinen Ausführungen selber stehst, sprich das du dir gedanken zu der Thematik machst.
 
Haufaufgaben? Wie weit sind wir gekommen... Abbutze...

Sorry, der musste sein.

Zum Thema: Sicherlich nicht mehr so stark wie "früher". Heute geht es eher um "Wissen". Das hat sicherlich auch damit zu tun, dass man nicht unbedingt den Beruf des Vater erlernen muss, wie das "früher" noch der Fall war.

Aber deine Frage ist auch etwas komplex.

Im dörflichen Rahmen: Sicher stark.
In der Großstadt: Ebenso schwach.
 
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