News Hannover: Polizisten erschießen Randalierer

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25 April 2006
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[N] Hannover: Polizisten erschießen Randalierer

Folgende News wurde am 25.06.2008 um 13:08:34 Uhr veröffentlicht:
Hannover: Polizisten erschießen Randalierer
DPA-News

Langenhagen (dpa) - Polizisten haben am späten Dienstagabend in Langenhagen bei Hannover einen 34 Jahre alten Mann erschossen. Der Randalierer sei mit zwei Messern auf einen 49 Jahre alten Beamten losgegangen. Um ihn zu schützen, hätten zwei Kollegen sofort ihre Dienstwaffen gezogen und mehrere Schüsse auf den Angreifer abgefeuert. Der Mann erlag wenig später in einem Krankenhaus seinen Verletzungen. Nach Angaben der Polizei hatte der 34-Jährige zuvor vor der Wohnung seiner Ex-Freundin randaliert. Die 22-Jährige hatte die Polizei gerufen. Ihr Ex-Partner stehe mit Messern bewaffnet vor ihrer Wohnung und drohe die Tür einzutreten oder eine Scheibe einzuschlagen, wenn sie ihm nicht öffne, habe die verängstigte Frau gesagt. Der 34-Jährige war der Polizei als gewaltbereit bekannt. Einem Streifenwagen-Team sei es nicht gelungen, den Mann zu beruhigen. Sie forderten Verstärkung an. Insgesamt vier Polizisten im Alter von 28 bis 49 Jahren bemühten sich schließlich, die Situation zu entschärfen. Auch mit Pfefferspray habe sich der Angreifer nicht auf Distanz halten lassen, er sei schließlich auf den 49 Jahre alten Polizisten losgegangen. Einer der abgegebenen Schüsse seiner Kollegen traf den 49-Jährigen. Der Polizist wurde am Bein verletzt. «Es geht ihm den Umständen entsprechend. Lebensgefahr besteht nicht», sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch. Routinemäßig seien wegen der Schüsse auch Ermittlungen eingeleitet worden. Es werde überprüft, ob der «Schusswaffengebrauch» rechtmäßig war.
 
Ich find die Sache absolut legitim...

Die haben ja nicht aus Jux und Dollerei auf den geschossen. Im Gegenteil: Man hat doch versucht die Sache anfangs friedlich zu lösen und ihn mit Worten zu beruhigen.
Als er dann ausgeflippt kam es zum Einsatz von Pfefferspray...

Das er dann noch mit ZWEI Messern auf einen Beamten losgeht, ist jawohl mehr als nur ne einfache Bedrohung; da muss man als Polizist schnell handeln und kann nich groß noch rumbetteln nach dem Motto: "Och sei doch so lieb und leg die Messerchen bitte beiseite"...

Da gehts um das eigene Leben, welches man binnen Bruchteile einer Sekunde verteidigen muss, da ist ein Griff zur Dienstwaffe einfach nur Notwehr meiner Meinung nach.
 
Auf der Reeperbahn ist ja seit gewisser Zeit absolutes Waffenverbot, auch für die dortige Polizei, also kann es auch ohne gehen, wobei es wohl keine Optimallösung gibt. Taserwaffen sind zwar ungefährlicher, werden daher aber auch - wie man in den USA und Canada sehen kann - öfters eingesetzt.
 
"Erschießen Randalierer" ist ja wohl mal total übertrieben :mrgreen: Ich mein hey, der Typ lebt und es geht ihm den Umständen entsprechend. Und an den Umständen ist er offensichtlich selber Schuld.
 
Musst du nochmal lesen. Der "Randalierer" ist im Krankenhaus verstorben, der 49 jährige Polizist, welcher angeschossen wurde, hat überlebt.
 
hast Recht, war wohl noch nicht ganz wach. Trotzdem halte ich es so wie geldverdienen84, schade drum aber selber legitim.
 
Ich finde in Deutschland nur ziemlich schlimm, dass nach jedem Schuss aus einer Dienstwaffe (im Einsatz) Ermittlungen eingeleitet werden.

Die vier Polizisten werden wohl kaum gesagt haben "Wir wollen einen erschießen obwohl er aufgegeben hätte und damit das ganze realistischer aussieht schießen wir unserem Kollegen noch ins Knie". :roll:

Wer Polizisten (bzw. andere Leute) mit Messer und Pfefferspray bedroht, dem sollte auch klar sein, dass der Schuss nach hinten los gehen kann... Meiner Meinung nach: Selbst Schuld!

Mir tun nur die Polizisten Leid, die nun mit dem Gedanken leben müssen: "Wir haben jemanden erschossen", selbst wenns gerechtfertigt war...
 
Ich finde in Deutschland nur ziemlich schlimm, dass nach jedem Schuss aus einer Dienstwaffe (im Einsatz) Ermittlungen eingeleitet werden.

Das ist eigentlich ganz gut so. Wenns gerechtfertigt war, werden die Polizisten freigesprochen. Es soll einfach nur eine Hemmschwelle bleiben, dass Polizisten nicht wild um sich ballern.

Für mich (als Laien) ist das Notwehr gewesen, wer trotz Warnung und Androhung mit Messern auf Menschen losgeht, ist eine Gefahr für Leib und Leben.
 
Ich finde in Deutschland nur ziemlich schlimm, dass nach jedem Schuss aus einer Dienstwaffe (im Einsatz) Ermittlungen eingeleitet werden.
Ich finde das völlig OK.

Die vier Polizisten werden wohl kaum gesagt haben "Wir wollen einen erschießen obwohl er aufgegeben hätte und damit das ganze realistischer aussieht schießen wir unserem Kollegen noch ins Knie".
Aber solche Leute gibt es. In Deutschland wohl anscheinend noch nicht, aus den Medien sind solche überzogenen Reaktionen aber schon berichtet worden. Also doch lieber bei jedem mal untersuchen. Dauert doch nicht lange.

Marty
 
Ich finde das völlig OK.

Ok finde ich es auf einer Seite ja auch...

Allerdings frage ich mich, wie soll nachgewiesen werden ob der Schusswaffengebrauch gerechtfertigt war oder nicht?
In einigen Fällen ist es sicher einfach durch Zeugen etc. zu beweisen, doch was ist wenn keine Personen außer dem Täter und 2 Polizisten am Ort des Geschehens sind?
Da ich weder bei der Kriminaltechnischen Untersuchung noch sonstigen "Institutionen" arbeite, kann/will ich dies nicht weiter beurteilen.

Doch bin ich mir sicher, dass es viel zu viele Beamte gibt, welche ihren Job durch ein Disziplinarverfahren verloren haben obwohl der Schusswaffengebrauch gerechtfertigt war.
Dann kommen noch diese tollen Kommentare gewisser Zeitungen dazu...

Aber solche Leute gibt es. In Deutschland wohl anscheinend noch nicht, aus den Medien sind solche überzogenen Reaktionen aber schon berichtet worden. Also doch lieber bei jedem mal untersuchen. Dauert doch nicht lange.

Andere Länder = Andere Kriminalitätsstatistik
Wie lange dauert denn die Untersuchung bis alles abgeschlossen ist?

Kann ich mir fast nicht vorstellen, dass das so schnell geht in unserem Bürokratischen Deutschland. :ugly:



Um das ganze abzuschließen:
Deutschland sollte endlich nichttödliche Waffen einführen.
 
Ich finde in Deutschland nur ziemlich schlimm, dass nach jedem Schuss aus einer Dienstwaffe (im Einsatz) Ermittlungen eingeleitet werden.

Ich finde das nötig!
Stell dir vor dem wäre nicht so, bei den Polizisten würde die Hemmschwelle erheblich sinken im Einsatz die Waffe zu nutzen. Die Waffe würde viel öfter eingesetzt werden auch an Punkten wo es total unnötig wäre und "Polizei dein Freund und Helfer" würde ich mir dann 2mal überlegen.
 
Um das ganze abzuschließen:
Deutschland sollte endlich nichttödliche Waffen einführen.

Alle Waffen sind tödlich, es kommt nur drauf an wie man sie einsetzt.

Schusswaffen können durchaus auch "nur" die Flucht verhindern, Teaser waren schon mehrmals tödlich, auch mit Knüppeln kann ich Menschen umbringen ...
 
Ich finde in Deutschland nur ziemlich schlimm, dass nach jedem Schuss aus einer Dienstwaffe (im Einsatz) Ermittlungen eingeleitet werden.

Das ist nicht nur in Deutschland so..in den USA wird das ebenfalls so gehandhabt, wahrscheinlich aber mit weniger Bürokratie.

Auch in den USA werden Mir tun nur die Polizisten Leid, die nun mit dem Gedanken leben müssen: "Wir haben jemanden erschossen", selbst wenns gerechtfertigt war...

Ähh, natürlich muss er mit dem Gedanken leben. Er HAT ja auch schließlich jemanden erschossen. Allerdings sind die Angebote der Polizei bezüglich Therapie und Bewältigung recht vielseitig, und jeder Polizist weiß, was ihn bei seinem Job erwartet.

Als ich die News das erste Mal gelesen habe, hatte ich mich allerdings wirklich gefragt, warum man auf einen Mann der 2 Messer hat, gleich mit zwei Waffen feuern muss....na ja...liegt nicht in meinem Ermessen.

Alle Waffen sind tödlich, es kommt nur drauf an wie man sie einsetzt.

Eben, ich kann auch jemanden mit meinen 12cm-Absätzen umbringen, wenn ich mag. Und sogar der Fuß gilt ja mittlerweile als 'schwere Körperverletzung'.
Von diesen 'Teasern' halte ich recht wenig. Man kann sie einfach nicht gezielt einsetzen. Es besteht die Gefahr, dass man sie zu leichtfertig einsetzt, weil 'is ja nur Strom, tötet ja nich''...tun sie aber, wenn auch nicht zwingend.
Vor dem Gebrauch einer Schußwaffe macht man als Polizist sich wohl eher Gedanken, ob das jetzt wirklich angemessen ist, oder ob Pfefferspray oder ein Schuß ins Bein doch nicht erstmal reicht.
 
Allerdings frage ich mich, wie soll nachgewiesen werden ob der Schusswaffengebrauch gerechtfertigt war oder nicht?
Da werden die "Täter" befragt, Zeugen, andere Umstände in Betracht gezogen etc.

Doch bin ich mir sicher, dass es viel zu viele Beamte gibt, welche ihren Job durch ein Disziplinarverfahren verloren haben obwohl der Schusswaffengebrauch gerechtfertigt war.
Ich würde vermuten, die Zahl kannst Du an einer Hand abzählen.
Wie lange dauert denn die Untersuchung bis alles abgeschlossen ist?
Manchmal Monate. Und solange gilt Beförderungsverbot.

Marty
 
Auf der Reeperbahn ist ja seit gewisser Zeit absolutes Waffenverbot, auch für die dortige Polizei, also kann es auch ohne gehen, wobei es wohl keine Optimallösung gibt. Taserwaffen sind zwar ungefährlicher, werden daher aber auch - wie man in den USA und Canada sehen kann - öfters eingesetzt.

Dort hat dann aber auch KEINER der Involvierten eine Waffe.
Aber wenn jemand mit 2 Messern dich angreift wie soll man sich dann ohne Waffen verteidigen? Ich bin abselut kein Freund von Waffen, Schießen und Töten schonmal gar nicht, aber bevor der Polizeibeamte sich niederstechen lässt, wäre ich meinen Kollegen sehr dankbar für die Schüsse.
 
Das ist eigentlich ganz gut so. Wenns gerechtfertigt war, werden die Polizisten freigesprochen. Es soll einfach nur eine Hemmschwelle bleiben, dass Polizisten nicht wild um sich ballern.

Für mich (als Laien) ist das Notwehr gewesen, wer trotz Warnung und Androhung mit Messern auf Menschen losgeht, ist eine Gefahr für Leib und Leben.


Die Entscheidung ob das gerechtfertigt war hängt aber wie immer dann nur von einem Gremiun bzw einer Person ab. Und wenn die der Meinung sind das wäre jetzt in dieser genannten Situation nicht gerechtfertigt gewesen, dann haben die Polizisten die Arschkarte gezogen. Es gibt meiner Meinung nach leider immer sone Leue die falsch entscheiden, auch wenn die Reaktion der Polizisten meiner Meinung nach richtig war. Ich wünsche ihnen viel Glück, sehe da aber EINDEUTIG für mich eine Notwehr bzw Nothilfe Situation. Da müsste ich garnicht weiter ermitteln lassen.
 
Ich würde vermuten, die Zahl kannst Du an einer Hand abzählen.

Marty

Das denkst du. Die Polizisten sind teilweise mehr als ein jahr vom Dienst suspendiert, weil sie irgendwas gemacht haben solln. Und dann fliegen sie womöglich noch raus. Schweinerei. UNd alles nur weil immer alles trtzdem offensichtlichkeit klitzeklein überprüft werden muss.

Sry für Doppelpost
 
Das denkst du. Die Polizisten sind teilweise mehr als ein jahr vom Dienst suspendiert, weil sie irgendwas gemacht haben solln. Und dann fliegen sie womöglich noch raus.

Meine, von Dir zitierte Aussage "Die kannst Du vermutlich an einer Hand abzählen" bezog sich auf die darüber zitierte Aussage:

Doch bin ich mir sicher, dass es viel zu viele Beamte gibt, welche ihren Job durch ein Disziplinarverfahren verloren haben obwohl der Schusswaffengebrauch gerechtfertigt war.

Dann nenne mir mal 6 Fälle, wo Polizisten ihren Job durch ein Disziplinarverfahren wegen Schusswaffengebrauchs verloren haben, obwohl dieser Schusswaffengebrauch offensichtlich (oder von einem Gremium festgestellt) gerechtfertigt war.

Ansonsten lerne, Zitate zu verstehen.

Marty
 
jo notwehr. und allein der prozess, dass sie versucht haben ihn zu beruhigen dann pfefferspray eingesetzt haben und anschließend erst geschossen haben ist doch wohl anchvollziehbar, auerßdem heißts in sonem moment, er oder ich.
und da kann denn glaub niemand verübeln, dass sie ihn niedergeschossen haben