News Gurken vor deutschem Konsulat ausgeschüttet

In 2008 Spain received €6,916 Million in EU farm subsidies or approximately €6,410 per farm.

70,083 recipients in Land Of Valencia received a total of €268,368,689

Quelle: https://farmsubsidy.org/ES/

"," ist hier ein tausender-Trennzeichen!

Und Deutschland ist einer der größten, wenn nicht sogar immernoch größter, Nettozahler in der EU. - wobei hier zu erwähnen ist die Seite listet glaube ich alle Subventionen auf, also auch Landesinterne. Aber der EU Teil ist eben nicht klein.

Oder anders ausgedrückt: Wir haben den Spaniern keinen Verlust beschert, wir haben nur aus berechtigter Vorsicht unser eigenes Geld verbrannt.
 
Man sollte vielleicht noch den kleinen (aber feinen) Unterschied bei den benannten Gurken berücksichtigen:
Es war die Rede von spanischen Gurken und bei einen TV-Interview mit einem Bauern aus Almeria stellte man verwundert fest, das dieser sehr gut deutsch sprach. Kein Wunder: es handelte sich um einen Holländer.

Und ebenso waren die ersten Gurken bei denen der Erreger entdeckt wurde "holländische Gurken", angebaut in Spanien.
Denn spanische Gurken sehen anders aus: sie sind kürzer und dicker. Die schlanken (holländischen) Salatgurken, die meist in Plastik eingeschweisst ausgeliefert werden, sind hier in Spanien eher verpönt.

Der Umstand, das Holländer hier im grossen Stil ihr Gemüse produzieren, und deswegen nun alle spanischen Gemüsebauern darunter leiden müssen, heizt den Zorn noch mehr an.

Nichtsdesdotrotz: das Verhalten der (deutschen) Verbraucher ist vollkommen normal, ebenso wurde Rindfleisch aus Grossbritannien gemieden, als der BSE-Erreger publik wurde, es wurde kein Huhn mehr verzeert, als die "Geflügelpest" ausbrach, usw.
Der Spanier würde sich nicht anders verhalten, wenn plötzlich im deutschen Bier ein Virus oder sonstwas nachgewiesen würde.
Nur würden die deutschen Bierbrauer dann bestimmt kein Bier vor dem spanischen Konsulat ausschütten.

Man möge den spanischen Bauern verzeihen: sie sind eben etwas impulsiv und temperamentvoll. Da kommt noch der ganze Frust dazu durch die landesweite Krise und das hat eben manche überreagieren lassen.

Dennoch bleiben die Deutschen Amigos und brauchen jetzt nicht befürchten das sie bei ihrem Spanienurlaub wegen der "Gurkenkrise" angepöppelt werden.
 
die Weltbevölkerung erreicht bald die 7 Milliarden-Marke
früher gab es die gefürchtete Pest
eine "natürliche Auslese"?
ist die Erde überbevölkert und schlägt jetzt die Natur zurück?
was erwartet uns noch in diesem Jahrhundert?
vielleicht eine starke "Reduzierung"?
welche Meinung habt ihr dazu?

Da gebe ich dir recht.
Eigentlich unterscheidet sich der Mensch nicht von Bakterien. Er wächst, er vermehrt sich und wenn der Platz nicht ausreicht bevölkert er ein anderes Gebiet. Alles was ihn stört gleich ob Flora oder Fauna wird platt gemacht und vernichtet. Soll aber noch eine vorsichtige These sein.
 
Was ich bei diesem Thema "gut" finde, ist die Tatsache, dass man jetzt nicht mehr dogmatisch von "Bio= gut und gesund" und alles andere als schlecht verteufelt...

Ich persönlich sehe keine Gefahr industriell angebaute Tomaten, Salat oder Gurken zu essen (sogar ohne Abwaschen... Mach ich aber trotzdem... ^^), da in einer industriellen Abfertigung das Gemüse höchstwahrscheinlich besser (da automatisiert und genormt) gewaschen wird als vielleicht beim Biobauer nebenan.

Es gibt ja verschiedene Gründe, warum viele Menschen bereit sind für Bio mehr Geld auszugeben... Das reicht von ressourcensparendem Anbau, den Verzicht auf Pestizide und Gentechnik und dem Glauben, dass diese Produkte gesünder sind... Bei näheren Hinsehen kann man zumindest einige dieser Annahmen relativieren... So gibt es meines Wissens nach weder einen beweisbar besseren Geschmack von Biogemüse/Biofleisch gegenüber normalen Artikeln (Lebensmittelchemiker können aber einen Unterschied je nach Verpackungsart testen).
Auch der Mehrwert an Gesundheit lässt sich nicht wirklich belegen.

Beim Umweltschutz kann man wohl davon ausgehen, dass der Kauf von Bioartikeln vom Bauer in der Nachbarschaft für die Umwelt vorteilhaft ist (wobei ich mich da fragen würde, ob dieser kleine Beitrag tatsächlich eigene Mehrkosten rechtfertigen... Liegt aber an jedem selbst das zu entscheiden). Derzeit kann man aber Biobananen, Biorosen und anderes Zeug kaufen, was beispielsweise aus China eingeflogen wird...

Auch bei dem Verzicht auf Pestizide kann man nicht unbedingt einem Biolabel glauben... So kann man "pestizidfrei" anbauen, wenn man Salze verwendet (wie beispielsweise die Salze von Barium und Nickel...)... Ob das jetzt gesünder ist? Ich kann mich an einem Beitrag erinnern, bei dem ein Bauer gefragt wurde, warum er denn nicht auch seine konventionell bebauten Flächen mit Salzen behandelt. Antwort paraphrasiert: "Das ist ihm eigentlich zu giftig". Das erinnert mich an das Label "Ohne künstliche Geschmacksverstärker"... Dann verwendet die Lebensmittelindustrie Hefe-Extrakte, was ja eigentlich nichts anderes ist als ein Geschmacksverstärker, aber der Verbraucher denkt "Ui, toll... Keine bösen Geschmacksverstärker"... ^^

Einzig die ehtischen Gründe Massentierhaltung abzulehnen, kann ich nachvollziehen... Das industrielle Töten von Tieren hat schon etwas abartiges (jährlich werden 53 Milliarden Tiere industriell getötet). Daher versuche ich persönlich fleischfreie Tage einzulegen, was aber nicht sehr einfach ist, da man sich damit schon sehr günstig ernähren kann (ich kaufe immer Hartwurst für 89 Cent/200 g). Ein schöner Beitrag über einige Aspekte des Fleischkonsums: Deutschland isst mit Tim Mälzer. Ich mag ja den Tim Mälzer jetzt nicht unbedingt, aber das ist ganz sehenswert.
Test Bio/Discount-Fleisch: https://www.youtube.com/watch?v=xSzxRDRqCqI

Gesünder bzw. kontrollierter und keimfreier ist wohl die Massentierhaltung (in Biohöfen wie bei meinem Onkel gibt es immer wieder irgendwelchen Befall mit Krankheiten)... Auch die industriellen Eier sind "gefahrfreier"... Trotz allem verstehe ich sehr gut, wenn man auf solches Fleisch verzichtet (ich fände es gut kein Fleisch mehr von Säugetieren zu essen... Habe ich aber noch nicht umgesetzt).

Ich frage mich ja die ganze Zeit, wo Greenpeace derzeit mit Stellungsnahmen zu dem Thema bleibt. Normalerweise sind die aus der Diskussion nicht wegzudenken, wenn es um Dioxin und andere Lebensmittelskandale geht. Aber diese Lobbyistengruppe scheint nur dann "sachlich" die Politik vor sich herzutreiben wenn es in ihre ideologischen Sichtweisen und einem Feind wie der Agroindustrie geht.

Es ist für mich eigentlich nur logisch, dass Bio "gefährlicher" ist(wobei man da wohl ebenfalls von einem verschwindend geringen Restrisiko sprechen kann) ,vor allem vom Kleinbauer nebenan, als industrielle Nahrungsmittel , da die Agroindustrie permanent die Produktion überwacht. Als die Lebensmittel komplett auf kleinen Höfen hergestellt wurden, gab es bestimmt sehr viele unentdeckte "Epidemien"... Mit Bioanbau, welchen man noch als Bioanbau bezeichnen kann und nicht nur mit aller Macht irgendwelche Kriterien erfüllt werden um ein Label zu erhalten, kann man wohl kaum für die hiesige Bevölkerung genügend bezahlbare Lebensmittel herstellen... Zumal der Ausbau von Bioanlagen grassiert und die Felder mit Maismonokulturen bepflanzt werden (eine weitere Auswirkung des Ausbaus erneuerbarer Energien).

Naja, gut, dass die Gentechnik beiträgt das Genom des Erregers in schwindelerregender Zeit zu sequenzieren und bereits jetzt Therapien angedacht werden (mittels Klonierung von Antikörpern)... Ob schwer erkrankte Greenpeace-Aktivisten auch dann noch gegen Gentechnik wären, wenn ihr Leben dadurch gerettet werden könnte (selbiges gilt natürlich für irgendwelche Priester und anderen Moralaposteln bei der embryonalen Stammzellenforschung)?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kaufe meine Lebensmittel ab und an auf dem Bauernhof auf meinem Fahrtweg. Besser für die Umwelt ist das nur, weil ich da sowieso vorbei fahre. Jeder Kilometer zusätzliche Fahrt würde die "Umweltbilanz" ja belasten.

Ich kaufe die Lebensmittel dort aber nicht, weil sie bio sind, gesünder oder ähnliches, sonder einzig und alleine, weil sie deutlich besser schmecken.

Das Steak vom Rind, die Kartoffeln etc. schmecken deutlich besser als die Massenware aus dem Supermarkt. Wer schon mal lokale Erdbeeren mit denen aus Spanien oder Nordamerika verglichen hat, der müsste das wissen. Holländische Tomaten schmecken mittlerweile nur noch wie Wasserbomben.

Nachteil dabei ist halt, dass man im Winter hauptsächlich Kohl bekommt :D Aber wir haben auch 16 Jahre Kohl geschafft.

Marty
 
Ich kaufe die Lebensmittel dort aber nicht, weil sie bio sind, gesünder oder ähnliches, sonder einzig und alleine, weil sie deutlich besser schmecken.

Das stimmt in der Tat bei vielen Sachen, aber nicht unbedingt bei den im Supermarkt gekauften "Bio-Artikeln"... Heimisch angebaute Erdbeeren sind in der Tat super lecker, leider nicht wirklich immer schön anzusehen... Im Erdbeerfeld nebenan sieht man immer wieder mal die Giftwagen durchfahren um die Erdbeeren schön aussehen zu lassen... Trotz allem schmecken die auch besser als die im Supermarkt...

Ich frage mich echt, wie Bioäpfel so schön aussehen können, wie sie oft verkauft werden... Die Äpfel an Bäumen, die ich so kenne und die keine Pestizide gesehen haben, besitzen durchweg braune Stellen und da ist auch mal der Wurm drin... ^^