News Geteiltes Echo auf Schavan-Vorstoß zu Fachkräfte-Zuzug

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25 April 2006
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[N] Geteiltes Echo auf Schavan-Vorstoß zu Fachkräfte-Zuzug

Folgende News wurde am 27.06.2007 um 17:27:20 Uhr veröffentlicht:
Geteiltes Echo auf Schavan-Vorstoß zu Fachkräfte-Zuzug
DPA-News

Berlin (dpa) - Bundesbildungsministerin Annette Schavan hält an ihrem Vorstoß fest, den Zuzug ausländischer Spitzenkräfte zu erleichtern. Es gehe nicht um ungesteuerte Zuwanderung, sondern um eine größere Attraktivität für hoch qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland, sagte Schavan in der ARD. Dafür solle die Einkommensuntergrenze im Zuwanderungsrecht gesenkt werden. Während sich SPD, Grüne, FDP und der Deutsche Gewerkschaftsbund dagegen aussprachen, signalisierten mehrere Verbände ...
 
Es ist doch nicht erst seit kurzem bekannt das zukünftig ein facharbeitermangel herrscht,oder?

Es kann ja sein, das es bereiche gibt, mit einem mangel an hoch qualifizierten fachkräften, aber eine herabsetzung der einkommensuntergrenze im zuwanderungsrecht, hätte mit sicherheit auch den effekt des mißbrauchs zu ungunsten örtlicher arbeitnehmer.

Dies würde mit sicherheit einigen Firmen die möglichkeit geben, lieber einen billigeren, ausgebildeten arbeitnehmer aus dem ausland zu holen, als einen örtlichen arbeitnehmer/student auch noch auszubilden.

Und das in einer situation, wo viele keine ausbildungsstelle erhalten oder junge ingeneure nach dem studium keine anstellung finden.
 
Schön, dass jemand diese News rausgekramt hat ... hab dies heute Nacht in den Nachrichten gesehen und musste lauthals lachen.

Warum sollte man nicht erstmal im eigenen Lande die doch noch arbeitswillige Bevölkerung zu Fachkräften ausbilden? - Nein ... stattdessen bekommen Leute mit Fachhochschulreife einfach mal aufgebrummt, sie müssen ihren ! Hauptschulabschluss! nachholen .. solch ein Unsinn.
Und ich kenn bestimmt einige Leute, welche statt schon wieder einen Computerkurs oder die fünfte Umschulung lieber eine fähige Ausbildung hätten.

Aber so kann man es sich natürlich auch leicht machen ... was es woanders schon gibt, wird halt günstig dort gekauft.

Die Ausbildung von deutschen Fachkräften wäre doch viel vorrausschauender.

Naja .. die Frau stößt auf mein vollstes Unverständnis.
 
Wo das mit den computerkursen und umschulungen erwähnt wird!

Es gibt tatsächlich menschen denen wird eine 2. ausbildung in der hinsicht verboten, das sie keinerlei staatliche unterstützung zu erwarten hätten, während der ausbildung, wenn sie eine abgeschlossene ausbildung besitzen.

Eine umschulung kommt aber auch nicht in frage, da sie ja eine ausbildung haben.
 
Die Ausbildung von deutschen Fachkräften wäre doch viel vorrausschauender.

Naja .. die Frau stößt auf mein vollstes Unverständnis.

Reflektieren wir mal... die Fachkräfte fehlen. Jetzt. EIn ING-Studiengang dauert roundabout 4-5 Jahre minimum, einen Facharbeiter bildet man in 3 Jahren aus.

Hinzukommen dann noch ein paar Jahre Praxis, und dann haben wir das gesuchte...

Was macht die Industrie in der Zwischenzeit? :ugly:

Sicherlich ist es sinnvoll und notwendig, im eigenen Land für Fachkräftenachwuchs zu sorgen, aber daran hätte man vor 6-8 Jahren denken müssen... Das Loch, das jetzt besteht, muss nun mal überbrückt werden, und wenn man dann noch bedenkt, das die Ausbildungslevel in anderen Ländern deutlich höher anzusiedeln sind, dann wird das Loch noch größer.
 
Es stimmt, man hätte viel früher mit dem züchten hochqualifizierter leute beginnen müssen.

Aber was ist mit den ingenieuren die jetzt keine stellung finden, kann mir nicht vorstellen, das die so schlecht sind.

Jedes jahr kommen doch neue Ingenieure von den hochschulen also werden wir nicht 4-5 jahre auf frische ingenieure warten müssen.
 
Hmm, als Unternehmer wäre mir ein Ing aus dem Ausland mit vielleicht 3 oder 4 Jahren Berufserfahrung lieber als ein "Frischling" von der Uni...
 
Aber was ist mit den ingenieuren die jetzt keine stellung finden, kann mir nicht vorstellen, das die so schlecht sind.
Ich habe vorgestern einen Bericht gesehen, dass Unternehmen mittlerweile an den Unis Studenten im 3 Semester unter Vertrag nehmen, damit sie nach dem Studium bei ihnen anfangen. Denen fehlen gute Ingenieure. Da wurden sogar Ruheständler reaktiviert, weil sonst Aufträge weg sind.

Wer also als Ingenieur zur Zeit arbeitslos ist, macht etwas falsch oder ist völlig untauglich.

Marty
 
Wenn ich mich in unserem Call-Center und auf den Straßen umseh, wieviel Potenzial dort einfach verbraten wird ... und was wird denn von manchen Unternehmen gefordert? 25 Jahre mit abgeschlossenem Studium und fünf Jahren Berufserfahrung (ich weiss ist reichlich übertrieben) ...
 
Hmm, als Unternehmer wäre mir ein Ing aus dem Ausland mit vielleicht 3 oder 4 Jahren Berufserfahrung lieber als ein "Frischling" von der Uni...

Klar, Inder statt Kinder ;)
Die Situation die wir jetzt haben ist ja nicht grundlos entstanden. Nur das sich da was ändert da hab ich so meine Zweifel. Stand ja heute schon 'wieder' in der Zeitung: 'In zehn Jahren könnten bis zu 200000 Ingenieure in Deutschland fehlen'.

MartyMcFly schrieb:
Ich habe vorgestern einen Bericht gesehen, dass Unternehmen mittlerweile an den Unis Studenten im 3 Semester unter Vertrag nehmen, damit sie nach dem Studium bei ihnen anfangen. Denen fehlen gute Ingenieure. Da wurden sogar Ruheständler reaktiviert, weil sonst Aufträge weg sind.

Wer also als Ingenieur zur Zeit arbeitslos ist, macht etwas falsch oder ist völlig untauglich.

Oder hat in den Augen der Arbeitnehmer völlig überzogene Gehaltsvorstellungen. Wobei die andere Seite dann wäre: Wer eine Stelle nicht besetzen kann zahlt keine marktgerechten Löhne oder ist ggf. nicht bereit einen Ingenieur einzuarbeiten.

Mag zwar Ausnahmen geben aber ich kenne Komilitonen bei denen 'alte' offene Stellen an 5% Differenz bei den Gehaltsvorstellungen gescheitert sind.
Derartige Fälle als dringendem Bedarf zu bezeichnen widerstrebt mir.
 
Man sollte auch nicht den Wendeknick vergessen...
In den fünf neuen Bundesländern gibt es ab nächstem/übernächstem Jahr nur noch halb so viele potentielle Studenten wie aktuell.

gruss kelle!