News Gesundheitsreform: Belastungen für Gutverdiener?

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25 April 2006
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[N] Gesundheitsreform: Belastungen für Gutverdiener?

Folgende News wurde am 21.06.2006 um 08:45:29 Uhr veröffentlicht:
Gesundheitsreform: Belastungen für Gutverdiener?
DPA-News

Berlin (dpa) - In der Debatte über die Gesundheitsreform gibt es neue Vorschläge für eine Finanzierung der Krankenkassen. Nach einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» will Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) Gutverdiener künftig stärker zur Kasse bitten.Laut einem vertraulichen Konzept des Ministeriums sollen die Einkommensgrenzen für die Krankenversicherung deutlich angehoben werden. Die Privatversicherungen werden dem Konzept zufolge in den Gesundheitsfonds einbezogen. Dies ist zwischen ...
 
Das ist eine riesen Frechheit was da jetzt gemacht wird.
Ich musste mich schon selber privat versichern, weil die gesetzliche mich nicht genommen hat,bezahle deshalb schon mehr und soll nun noch tiefer in die Tasche greifen.

Das alle Sportunfälle ausgeschlossen werden sollen, finde ich persönlich gut.
Das sind die selbstverschuldeten Unfälle und jeder der einen extremsport betreibt,sollte sich im klaren sein,das man sich verletzten kann und das das Risiko sich zu verletzten auch sehr viel grösser ist.
Zu den Extremsportarten zähle ich unter anderem auch Fussball, weil hier statistisch die meisten Sportunfälle passieren.
Und warum sollte die Allgemeinheit dafür mit Beitragserhöhungen mitbezahlen.
Wir kommen dem amerikanischen System immer näher. In ein paar Jahren wird es fast nur noch private Versicherungen geben.
 
Extremsport i

darunter sollen Fussball,Handball,Baskettball usw auch gezählt werden

was ich nicht gerade toll finde aber gut

Die da oben beschliessen ja eh was sie wollen, und bald wird es keine Privaten mehr geben. So sehe ich das
 
Und was ist mit dem löblichen Versuch, die PKV zur Mitfinanzierung des Fonds heranzuziehen?

Nur wer keine Ahnung von den betriebswirtschaftlichen Realitäten in der Assekuranz hat, wird auch nur einen Augenblick glauben, dass diese Lasten, wenn es denn dazu kommen sollte, tatsächlich den Gewinn der PKV beeinträchtigen.

Es werden einfach die Beiträge erhöht.

Und dass das ganz ohne Probleme funktionieren kann, das hat drei einfache Gründe:
Im Neugeschäft stehen den niedrigen Einstiegstarifen und allerbesten Leistungszusagen für absolut gesunde junge Menschen weiterhin hohe und höchste Beiträge der gesetzlichen Krankenversicherung gegenüber. Es wird sich also in jungen Jahren weiter lohnen, in die PKV auszuweichen.

Im Bestandsgeschäft kann die PKV machen was sie will. Wer einmal privat versichert ist, der darf nicht mehr zurück, in die gesetzliche Krankenversicherung. Das ist Gesetz, und dieses Gesetz sichert den Privaten Krankenversicherern einträgliche Geschäfte auch dann, wenn die ehemals gesunden Jungen irgendwann doch zu kränkelnden Alten werden, denn

Die PKV trennt in ihren Tarifen säuberlich sogenannte "Kohorten" von Versicherten.
Ein Tarif, der einige Jahre mit Erfolg an Junge verkauft worden ist, wird einfach geschlossen, oder aber einfach nur im Verkauf nicht mehr angeboten. Neukunden werden nach einem neuen, eigenständigen Tarif versichert. Was kaum jemand weiß: Der Risikoausgleich in der PKV findet ausschließlich innerhalb des einzelnen Tarifes, nicht etwa innerhalb der Versicherungsgesellschaft statt. Jeder Tarif wird gesondert kalkuliert. Wenn also ein Tarif nicht mehr an junge Menschen verkauft wird, werden die Versicherten in einem "Tariftopf" immer älter und verursachen immer höhere Kosten, die Folge: Die Prämien für die Versicherten steigen sehr schnell und in ziemlich astronomische Höhen. Jetzt wird, auch wenn der Tarif offiziell immer noch verkaufsoffen ist, kein Neukunde auf die Idee kommen, sich in diesen teuren Tarif einschreiben zu lassen. Das Schicksal der Tarifkohorte ist damit besiegelt. Die Kosten steigen immer schneller weiter - und wer das nicht mehr zahlen kann, oder will, der darf - auch das ist Gesetz - in einen Tarif zurückfallen, der nicht mehr kostet, als den Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenversicherung, aber auch nicht mehr leistet. In die GKV zurück führt im Regelfall kein Weg mehr.



Der Staat ist also über diese Mechanismen der "Zuhälter", der ganz perfekt dafür sorgt, dass die PKV ihre Gewinne machen kann, während die gesetzlichen Krankenkassen Verluste schreiben - und daran ändert sich prinzipiell nichts, auch dann nicht, wenn die PKV per Gesetz zur Einzahlung in den Fonds verpflichtet werden sollte und wenn die Klagen der PKV von den höchsten Instanzen abgewiesen werden sollten (was beides höchst unwahrscheinlich ist).

Gefunden bei:https://www.egon-w-kreutzer.de/

MfG

euro2you
 
doch, gerade die privaten wird es geben.
Die kürzen weiter und weiter, bis nur noch das notwendigste noch abgesichert ist und dich dazu zwingt entweder nach einer Privaten zu wechseln, die noch die Leistungen mit drin hat ,sich das dann aber teuer bezahlen lässt oder du schliesst für jeden Scheiss noch Zusatzversicherungen ab, um wenigstens noch eine einigermassen vernünftige Gesundheitsversorgung zu gewährleisten.

Soviel ich weiß, ist das Prinzip in Amiland so, das sich jeder selber versichern muss.
Wer nicht versichert ist,muss dort für Krankenhaus oder Ärtzlicher Versorgung direkt bar zahlen.
 
StargateSG1 schrieb:
Extremsport i

darunter sollen Fussball,Handball,Baskettball usw auch gezählt werden

was ich nicht gerade toll finde aber gut

Die da oben beschliessen ja eh was sie wollen, und bald wird es keine Privaten mehr geben. So sehe ich das

Hm, und mir wurde immer gesagt ich soll Sport machen um gesund zu belieben - kennt jemand zufällig eine Sportart ohne Verletzungsrisiko ? :evil: