News Gerichtsverhandlung: Mitarbeiter entlassen - Kündigungsgrund Homosexualität

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25 April 2006
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[N] Gerichtsverhandlung: Mitarbeiter entlassen - Kündigungsgrund Homosexualität

Folgende News wurde am 26.11.2006 um 17:05:00 Uhr veröffentlicht:
Gerichtsverhandlung: Mitarbeiter entlassen - Kündigungsgrund Homosexualität
SternShortnews

Einem Mann, der beim Kolpingwerk in Frankfurt Jugendliche pädagogisch betreute, ist im November 2006 fristlos gekündigt worden. Der 53-Jährige arbeitete bereits seit 25 Jahren in der Einrichtung. Als Kündigungsgrund gab der Arbeitgeber offiziell die Homosexualität des Mitarbeiters an. Dieser hatte im Internet in einem Schwulen-Forum das Chatprofil des betreffenden Mitarbeiters entdeckt. Aus diesem Grunde sei er nicht mehr tragbar. Vor dem Arbeitsgericht in Frankfurt fand am Freitag ein Termin ...
 
Wo leben wir denn ?

Also voll daneben ! In welcher Zeit leben wir denn ? Oder besser, in welcher Zeit lebt den derjenige, der die Kündigung ausgesprochen hat ?
Unglaublich !
Gruß Hexenkobel
 
Diese Meldung könnte mal wieder eine endlose Diskussion hervorrufen, wie wir sie schon kennen:
:arrow: https://www.klamm.de/forum/showthread.php?t=34109

Falls es dazu kommt, werden wir sicher feststellen, dass dieser Arbeitgeber nicht der einzige ist, der Homosexualität noch immer als abnormal ansieht. Dass es heutzutage ein gesellschaftsfähiges "Modell" ist, wollen einige Leute offenbar nicht einsehen.
 
Der Arbeitgeber steckt hier in ner argen Zwickmühle.

Als großer katholischer Verband ist er den Vorgaben und Leitbildern der katholischen Kirche verpflichtet, wo Homosexualität ein Fremdwort ist.

Zum anderen gibt es das deutsche (Berufs)recht, wonach die sexuelle "Ausrichtung" der Mitarbeiter dem Chef egal sein muss.

gruss kelle!
 
Genau das meint doch phip, den ich übrigens eher als Auswuchs betrachte.
Lt. AGG (Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz) darf die sexuelle Ausrichtung
kein Kündigungsgrund sein.

In UK ist das übrigens mind. seit 5 Jahren schon so.
 
Lt. AGG (Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz) darf die sexuelle Ausrichtung kein Kündigungsgrund sein.
Aber wenn wir ehrlich sind, dann kann ein Arbeitgeber fast immer einen Kündigungsgrund finden, wenn ihm die sexuelle Ausrichtung eines / einer Angestellten nicht passt. Vor das Arbeitsgericht kommen nur die wenigsten Fälle.

Und selbst wenn die Kündigung rückhängig gemacht wird, dürfte das Verhältnis zwischen Chef / Chefin und Arbeitnehmer / Arbeitnehmerin nie wieder besonders gut werden.
 
Aber wenn wir ehrlich sind, dann kann ein Arbeitgeber fast immer einen Kündigungsgrund finden, wenn ihm die sexuelle Ausrichtung eines / einer Angestellten nicht passt. Vor das Arbeitsgericht kommen nur die wenigsten Fälle.

Und selbst wenn die Kündigung rückhängig gemacht wird, dürfte das Verhältnis zwischen Chef / Chefin und Arbeitnehmer / Arbeitnehmerin nie wieder besonders gut werden.

Mag sein, dass ist aber bei jemanden, der 25 Jahre im Job ist, extrem schwer. Hier wurde aber explizit die Homosexualität als Grund angegeben.

Die katholische Kirsche an sich hat da evt. sozusagen einen Sonderstatus, früher war das mal so. Ich glaube aber nicht, dass dies auch für das Kolpingwerk gilt, außerdem gab es "damals" das AGG noch nicht. Mal sehen, wie das Urteil aussehen wird. Vielleicht schaue ich mir die Verhandlung mal an, die wird ja öffentlich sein.
 
Ich finde eh ein Arbeitgeber sollte frei Entscheiden dürfen wen er beschäftigt und wen nicht. Das ist eh ne Frechheit das sich der Staat bei sowas einmischt. Und falls hier wieder welche was lesen wollen was hier nicht steht, nein es geht nicht darum ob ich es richtig oder falsch finde etwas gegen homosexualität zu haben. Es geht generell darum, dass ich den Arbeitsmarkt gerne liberaler hätte.
 
Ein Arbeitgeber kann doch entscheiden, wen er beschäftigt=einstellt.

Aber es kann ja nicht angehen, dass er nach 25 Jahren jemanden rauswirft, weil ihm seine sexuelle Ausrichtung nicht passt. Wobei mich immer interessieren würde, wie der Arbeitgeber das erfahren hat.
Die Profile in dem Chatroom können nur angemeldete Mitglieder einsehen.
Weiterhin bin ich auf die Erklärung gespannt, wie der Arbeitgeber das denn meint:
Das Kolpingwerk wäre erpressbar geworden, „wenn alle wissen, dass der Mitarbeiter schwul ist“.
Warum eigentlich?
Der Vorstand räumte ein, dass sich der Mitarbeiter nie etwas zuschulden habe kommen lassen und eine hervorragende Arbeit geleistet habe.

Und einigen Leuten empfehle ich mal, die Quelle auch zu lesen, nicht nur die reißerische Überschrift, gell phip!
 
Der Arbeitgeber ist Bestimmt selber schwul sonst hät er garnicht so ein forum gesucht bzw gefunden.
Ermußte sowieso sparen und deswegen kamihm dieses als Grund zur Kündigung seines Mitarbeiters gerade recht.
 
Der Arbeitgeber ist Bestimmt selber schwul sonst hät er garnicht so ein forum gesucht bzw gefunden.

Naja jemanden (vor allem einen Forenuser) aufzuspüren ist in Zeiten von Suchmaschinen wie Google nicht mehr allzu schwer.

Fakt ist für mich aber: Wenn jemand nach jahrelanger offenbar guter oder zumindest zufriedenstellender Arbeit plötzlich wegen Homosexualität entlassen wird, ist das Diskriminierung.
 
Ermußte sowieso sparen und deswegen kamihm dieses als Grund zur Kündigung seines Mitarbeiters gerade recht.
Irgendwie unlogisch, da es ja seit kurzem diesbezüglich ein neues Gesetz gibt. Und auch ohne dieses Antidingsbumsgesetz wäre es nicht der cleverste Kündigungsgrund. Medialer Aufschrei und rechtlicher Ärger sind doch damit schon vorprogrammiert. Und das ist nicht gerade der Sinn für eine Ausrede (was es ja wäre, wenn's ihm nur um die Kosten geht).
 
Vielleicht war er ja nee schwule Flasche. Dann wurde ihm halt gekündigt weil er eine Flasche war und nicht weil er Schwul ist. Ist mir bums.

Nunja der wahre Grund, war wohl eher das er seine Abnormalität öffentlich machte und sich damit in Internetforen rühmte.
 
Vielleicht war er ja nee schwule Flasche. Dann wurde ihm halt gekündigt weil er eine Flasche war und nicht weil er Schwul ist. Ist mir bums.

Nunja der wahre Grund, war wohl eher das er seine Abnormalität öffentlich machte und sich damit in Internetforen rühmte.

Der Vorstand räumte ein, dass sich der Mitarbeiter nie etwas zuschulden habe kommen lassen und eine hervorragende Arbeit geleistet habe.

Ne Flasche ist eher derjenige, der so qualifizierte Beiträge ablässt, ohne mal den Thread, oder noch besser die Quelle zu lesen.

Ich finde dich übrigens auch abnormal, aber du sollst trotzdem arbeiten. :mrgreen:
 
Vielleicht war er ja nee schwule Flasche. Dann wurde ihm halt gekündigt weil er eine Flasche war und nicht weil er Schwul ist. Ist mir bums.

Nunja der wahre Grund, war wohl eher das er seine Abnormalität öffentlich machte und sich damit in Internetforen rühmte.

Ich finde, auch wenn man willendlich provoziert, sollte man sich ein Mindestmaß an Verstand und Faktenbezug bewahren

1. Er hat seit 25 Jahren in der Einrichtung gearbeitet, und der Kündigungsgrund war offiziell Homosexualität.

Der Vorstand räumte ein, dass sich der Mitarbeiter nie etwas zuschulden habe kommen lassen und eine hervorragende Arbeit geleistet habe.


2. Wie kommst Du auf die Behauptung, er rühme sich damit? Reine Diffamierung und dümmliche Falschdarstellung.

Der Mitarbeiter selbst sagte in der Verhandlung, dass er von seinem Arbeitgeber Fairness erwarte. Doch es habe kein Gespräch mit ihm gegeben. Er wäre auch bereit gewesen, sein Porträt aus dem Internet zu nehmen. Die Profile in dem Chatroom können nur angemeldete Mitglieder einsehen.
 
Vor Gericht erklärte Vorstandsmitglied Wolfgang Aumüller, für das Kolpingwerk sei die „sexuelle Neigung“ des Mitarbeiters „kein Problem“ gewesen, solange sie privat bleibe. Nachdem der Leitung jedoch ein Chatprofil des Mitarbeiters in einem Internet-Schwulenportal bekannt geworden sei, „konnten wir nicht länger Arbeitgeber für ihn sein“, so Aumüller.
https://www.welt.de/data/2006/11/24/1123421.html
hmm... :roll:

Gespannt bin ich auch auf die Theorien, wer ihn wohl verpetzt hat, wahrscheinlich die Katholiken im Schwulenforum :mrgreen: Defacto hat er geprahlt. Mal etwas zwischen den Zeilen lesen, meine Herren.