Parteien Franz Müntefering legt seine Ämter nieder

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klamm-Bot
25 April 2006
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Folgende News wurde am 13.11.2007 um 10:57:13 Uhr veröffentlicht:
Franz Müntefering legt seine Ämter nieder
DPA-News

Berlin (dpa) - Franz Müntefering (SPD) wird nach Angaben eines Ministeriumssprechers aus «ausschließlich familiären Gründen» seine Ämter niederlegen. Er werde noch im November sowohl vom Amt des Arbeitsministers als auch des Vizekanzlers zurücktreten. Münteferings Ehefrau ist seit Jahren an Krebs erkrankt.
 
Ich begrüße den Rücktritt aus politischer Sicht sehr. Hat nichts mit persönlichen Dingen zu tun, aber besser ist es auch für die SPD, glaube ich.

[edit by darkkurt : Off Topic]
 
Ich denke mal nicht dass er nur wegen seiner krebskranken Frau das Amt aufgegeben hat.
Müntefering hat sich sicherlich in letzter Zeit fehl am Platz gefühlt, die Richtung der SPD gefiel ihm absolut nicht.
Der Konfrontationskurs mit Kurt Beck ging ihm wohl zu sehr in die Nieren.
Als missverstandener Politiker, wo in letzter Zeit alle gegen ihn waren und er mitsehen musste wie sich die SPD immermehr von der Agenda 2010 (was auch sein großes Kind war) war wohl zuviel ...

Aber ich bin mal auf die Pressekonferenz heute gespannt.
 
Moin,

schade, dass Münte hinschmeißt. Aber er hat wirklich einen schweren Stand in der SPD. Immerhin ist Steinmeier ein guter Ersatz als Vizekanzler. Leider sieht es so aus als ob Nahles, Beck etc. sich auf Dauer durchsetzen werden, also die SPD noch radikaler nach links ausscheren wird. Bleibt nur zu hoffen, dass Steinmeier der SPD noch lange erhalten bleibt. Sonst gehts mit der Sachlichkeit bergab und die SPD wird in linker Polemik versinken.

mfg sgtslaughter
 
Eine Sache halte ich für erklärungsbedürftig. Er ist doch zurückgetreten, weil seine Frau gesundheitliche Probleme hat, nicht aus politischen Gründen, oder? Warum geht er dann zwei Tage später hin und macht eine Generalabrechnung mit der Regierung, speziell mit unserer Kanzlerin? Waren es vielleicht doch politische Gründe?

Marty
 
Grundsätzlich würde ich das mal nicht anzweifeln wollen, aber das dies kurz nach dem - für ihn wohl in der Deutlichkeit doch überraschendem - Nein der Union gegenüber seinen Mindeslohn-Plänen könnte das sicherlich auch ein Aspekt gewesen sein, vorallem da sich die Union (soweit ich das gehört habe) zunächst gesprächsbereit zeigte und die SPD entgegenkam (nur noch branchenspezifische Mindeslöhne gefordert).
Deshalb würde ich eher sagen, dass das der letztliche Auslöser gewesen sein könnte und nicht der eigentliche Grund.
Das was daran sein könnte, zeigt auch, dass er darum bat diese Begründung (Erkrankte Frau) als alleinigen Rücktrittsgrund zu akzeptieren.