Eure Erfahrung zum Thema Krankenkasse/Lebensgefährte

schnubbel1

Well-known member
20 April 2006
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Hallo zusammen...ich bin etwas sauer auf ....weiss ich gar nicht so ganz ..
die Politiker? Die Gesetze? ..gute Frage...

Also folgender Fall:

Ich lebe nun schon mit meinen Kindern längere Zeit bei meinem Lebensgefährten. Davor war ich verheiratet.
Nach der Scheidung ist mir sehr wohl verständlich, dass man als Ex-Frau keinen Anspruch mehr auf eine Familienversicherung bei dem Ex-Mann hat. Nur die Kinder....

Ich bin kein Mensch der gerne zum Sozialamt/Arge geht, da ich der Meinung bin, man kann auch für sein Geld bisschen was tun .
Nun hatte ich aber doch diesen Schritt gewagt, da man mir sagte, ich müsste mich nun privat versichern bzw freiwillige Krankenkassenbeiträge zahlen, um weiterhin krankenversichert zu sein.
Sei noch erwähnt. meine Kinder sind alle minderjährig, der Kleinste 5 Jahre alt.

Also bin ich zur Arge gegangen (Sozialhilfe in dem Sinne gibt es ja nun nicht mehr ) und habe gefragt, ob es die Möglichkeit geben würde, nur einen Antrag auf Unterstützung zum Krankenkassenbeitrag zu stellen, nicht aber auf Sozialhilfe oder sonstiges, denn das wollte ich ja gar nicht.
Die Mitarbeiterin meinte, es geht nur ein gesamter Antrag, ich könne aber dann später noch Einschränkungen mitteilen .

Also habe ich einen Antrag gestellt.
Dieser wurde abgelehnt mit der Begründung :
Ihr Lebensgefährte ist für sie verantwortlich (Gemeinsamer Haushalt)
Der Lebensgefährte ist auch in gewisser Weise für die Kinder verantwortlich, da sie ja im selben Haushalt leben
Da mein Lebensgefährte Hauseigentümer ist, ist es auch seine Sache, mich bei dem Krankenkassenbeitrag zu unterstützen.
Monatliche Zahlung bei freiwilliger Krankenversicherung : ca 170 Euro

Gut habe ich mir gedacht, wenn mein Lebensgefährte doch für mich verantwortlich ist, dann ruf ich mal die Krankenkasse an. Denn dann müssten auch diese eigentlich darüber bescheid wissen und es muss doch dort auch möglich sein, dass wir als Familie anerkannt werden, selbst wenn wir nicht verheiratet sind.

Naja, die Antwort können sich wahrscheinlich alle denken...
Wenn sie verheiratet sind, dann ja, ansonsten..leider nicht

Wisst ihr was ich nicht so ganz begreife ?
Er soll für mich verantwortlich sein, sprich mich und meine Kinder unterstützen (naja muss er eigenlich nicht, ich bekomme ja auch Geld durch Kg und UV, was auch reicht)
Wir gelten bei allen Stellen als Familie, da wir auch schon über 3 Jahre zusammen wohnen.
Nur wenn es um die Krankenkasse geht bzw die Kosten ....ist plötzlich doch jeder wieder ach so ganz alleine.....Mittlerweile hab ich auch gehört das es Krankenkassen geben soll, die auch Lebensgefährten als Familienmitglied mit aufnehmen...

Hat jemand vielleicht auch solche Erfahrungen gemacht ?
 
Zuletzt bearbeitet:
Nur wenn es um die Krankenkasse geht bzw die Kosten ....ist plötzlich doch jeder wieder ach so ganz alleine.....Mittlerweile hab ich auch gehört das es Krankenkassen geben soll, die auch Lebensgefährten als Familienmitglied mit aufnehmen...

Hat jemand vielleicht auch solche Erfahrungen gemacht ?

So etwas gibt es nicht, kostenlos familienversichert werden können nur Ehegatten und "eingetragene Lebenspartner", sprich einer Ehe gleichgestellte Beziehung Homosexueller in einer eingetragenen Partnerschaft.

Da die Familienversicherung kostenlos ist, ist logisch, dass die Mitversicherungsamöglichkeiten auf die Familie, sprich Ehegatte und Kinder, begrenzt sind. Schließlich müssen alle Beitragszahler dafür aufkommen, hätten alle Lebensgefährten Ansruch darauf, würde das die Solidargemeinschaft überstrapazieren.

Eine Lösung wäre, deinen Partner zu heiraten. Ansonsten werden ihr den Beitrag wohl oder übel zahlen müssen.
 
Heiraten ? ich ? nöööö.....lach..... meine Scheidungen haben mir gereicht ..grins..mehr brauch ich nicht...

Nunja...was mich ja nur so aufgeregt hat, überall wird man als Familie angesehen, da man mehr als 3 Jahre zusammenlebt usw....
bei einer Familienversicherung allerdings gilt dieses dann nicht..

Das ich die Krankenkassenbeiträge auch so zahle, kein Thema, denn es ist nun mal so...nur...finde ich es irgendwie nicht fair, dass bei manchen Ämtern die Partnerschaft als eheähnlich angesehen wird, bei anderen wieder nicht .
 
Heiraten ? ich ? nöööö.....lach..... meine Scheidungen haben mir gereicht ..grins..mehr brauch ich nicht...
Dann hilft nur ausziehen und getrennte Wohnungen beziehen. Dann bekommst Du Unterstützung vom Staat.

Nunja...was mich ja nur so aufgeregt hat, überall wird man als Familie angesehen, da man mehr als 3 Jahre zusammenlebt usw....
bei einer Familienversicherung allerdings gilt dieses dann nicht..
Na ja, erklären kann man das, weil das eine der Staat ist, der sparen will, und das andere eine Gesellschaft, die ebenfalls sparen will. Der Staat handelt da nach meiner Meinung auch sehr unsozial. Wenn es um Leistungen geht (nicht nur Hartz IV oder Sozialhilfe) seid ihr eine Familie, sobald es um Rechte (Erbe, Steuerklasse etc.) geht, seid ihr keine Familie.

Eine Möglichkeit, das zu ändern, ist, sich selber politisch zu engagieren. Was anderes bleibt leider nicht.

Gruss
Marty