Erwähnung als Fachschaftsvertreter eher schlecht als recht?

cygnus

back to the roots
ID: 55152
L
2 Mai 2006
1.779
226
Hallo zusammen,

habe mich letztens mit einem Kommilitonen darüber unterhalten, ob es sinnvoll ist die Aktivität in der Fachschaft im Lebenslauf anzugeben.

Er war der Meinung dass es nicht vom Vorteil ist, da man ja die Studenten in seinem Fachbereich vertritt und auch mal gegen Professoren und Dekane arbeitet. (was im Entferntesten an eine Gewerkschaft in der Arbeitswelt erinnern kann)
Aus dem Grund hat er mir davon abgeraten.

Meiner Meinung steht aber der soziale und kommunikative Aspekt im Vordergrund, allein weil es zeigt das man sich neben dem Studium selbst noch für etwas einsetzt..

Wie seht ihr das?
 
cygnus, ich würd's erwähnen, wenn Dein Zeugnis nicht schlecht ist.

Wenn Du gut bist, hast Du Engagement gezeigt, das über Deine normalen Verpflichtungen als Student hinaus geht, du hast initiative ergriffen und keine Angst vor dicken Fischen gezeigt. Im Berufsleben wirst Du fast immer mit Kunden/Lieferanten (manchmal sogar in-house) zu tun haben, bei denen Du Dich durchsetzen mußt.

Wenn Dein Zeugnis nicht so billant ist, würd ich's eher verschweigen, sonst könnte man annehmen, Du hättest die Prioritäten zwischen Studium und Fachschaftsarbeit nicht richtig austariert.
 
Teste es aus! Schreib in einigen CV die Fachschaftsarbeit rein, lass sie in anderen raus und warte auf die Reaktionen.
Wenn du es reinschreibst würde ich aber genau erklären, was du gemacht hast. So kannst du auch auf jedes Stellenangebot individuell reagieren. Wenn du dich zum Beispiel für eine Stelle bewirbst, in denen du in irgendeiner Form beratend tätig sein sollst, dann verkaufe die Fachschaftsarbeit entsprechend. Mach deutlich dass du Bindeglied zwischen Studis und Lehrenden warst, das du den Studis geholfen hast, das du Ansprechpartner warst.......Wird im Stellenangebot eine Führungspersönlichkeit gesucht? Auch da wirst du die richtige Tätigkeit aus deiner Fachschaftszeit finden. Glaub mir, man erkennt schnell, ob man einen "Lebenslauf.doc" liest, oder einen individuell erstellten CV vor sich liegen hat.
In einem Fall würde ich die Fachschaftsarbeit immer reinschreiben: Wenn dein Studium deutlich über der Regelstudienzeit lag, dann erklärt sich damit die längere Studiendauer für den Leser sofort, ohne das man es lange erklären muss.
 
Würde es abhängig machen vom Job
Wenn der Arbeitgeber auf der Suche nach Aufgeweckten, Aktiven Köpfen ist passt das sicherlich gut rein.. in eine Alteingesessene Firma mit klaren Hierachien allerdings eher nicht.