Einige Gedicht

Sonambulo

Master of Disaster
3 April 2007
26
7
Ich habe hier ein paar Gedichte, wo ich um fleisige Kommentare bitte...

Das Jahr 2006

Zum Ende dieses schönen Jahres,
erzähl ich euch nun etwas Wahres,
was geschah von Januar an,
bis an den heutigen Tag heran.

Am Anfang des Jahres war es sehr kalt,
Schnee bedeckte Wies'n und Wald,
meterhoch lag er überall,
und dann gab es einen großen Knall.

Zum Sommer wurde es sehr sehr warm,
man trug Oberteile mit halben Arm,
zum Winter sollte es kälter werden,
doch die Wärme blieb auf Erden.

Angie machte ihr erstes Jahr,
als Kanzlerin, das ist doch klar,
sie löste Gerhard endlich ab,
und hält das ganze Land auf Trab.

Die Mehrwertsteuer für '07,
werden die Deutschen hassen, nicht lieben,
die 19 ist ne blöde Zahl,
jeder überdenkt jetzt seine Wahl.

2006 war Amadeus top,
machte Klassik, kein Hip-Hop,
Mozart wär' 250 Jahr,
starb aber längst und ist nicht mehr da.

Im Januar waren viele geschockt,
die Ingenieure haben's verbockt,
das Dach der Halle stürzte ein,
von oben kamen Schutt und Stein.

Viele kamen dabei ums Leben,
keiner kann sie uns wiedergeben,
es war ein sehr schweres Unglück,
man kann nur nach vorne, nicht zurück.

Ein großer Mann verließ die Welt,
aus Witz und Charme machte er Geld,
er wünschte sich ein Sommer, wie er war,
doch zu diesem war er leider nicht mehr da.

Geboren wurde er im Niederland,
moderierte die Sendung 'Am laufenden Band',
7 Tage, 7 Köpfe war sein Produkt,
hat sehr oft aus der Runde geguckt.

Die WM war mal wieder hier in Deutschland,
was jeder Deutsche so richtig gut fand,
dass die Fussballer in Deutschland flanken,
haben wir Kaiser Franz zu verdanken.

Die deutsche Elf war sehr gut,
es fehlte nicht an Kraft und Mut,
gegen Italien haben wir verloren,
doch unsere Hoffnung wurde neu geboren.

Portugal schlugen wir ganz klar,
für viele wurde ein großer Traum wahr,
die Klinsmänner holten sicher Platz 3,
es wird gesagt, dass das gut sei.

In Gefangenschaft war sie 8 Jahr,
jetzt ist sie endlich wieder da,
sie lebte in einem Kellerzimmer,
und dachte sie bleibt de unten für immer.

Im Interview wirkte sie sehr stark,
weil sie wusste, dass sie jeder mag,
beeindruckt waren die Leute von ihr,
sie sahen sie im Fernsehen, nicht nur hier.

Ein Großer ging in diesem Jahr,
jetzt ist er nur für die Familie da,
oft stand er am Ende ganz weit oben,
für seine Leistung kann man ihn so loben.

Weltmeister wurde er sehr oft,
nach aussen wirkte er immer soft,
schade ist es, dass er geht,
doch besser jetzt als zu spät.

Als Agent war er immer gut,
denn er hatte sehr viel Mut,
für Russland besorgte er die Infos,
versteckte Wanzen, sogar auf Klos.

Er enthüllte viele interessante Sachen,
z.B. was russische Politiker machen,
den Verrat nahm man ihn sehr krum
und vergiftete ihn mit Plutonium.

In diesem Jahr gab es viele gute Lieder,
manche waren neu, andere kehrten wieder,
Juli sang über 'Das Leben',
Silbermond hatte 'Das Beste' zu geben.

Die Scissor Sisters couverten ein Lied,
sie fühlten sich tanzend mit keinem Unterschied,
die 3. Staffel gewann tobi mit Abstand,
weil nicht nur einer sein Singen gut fand.

Auch gab es Serien und Telenovelen,
ohne sie würde uns was fehlen,
'VIB' und 'Alles aus Liebe'
dort gibt es Streit und viele Triebe.
Neue Filme kamen auch ins Kino,
mit Leo Dicaprio und Al Pacino,
die WM 06 wurde festgehalten,
gegen Italien kann man umschalten.

007 schießt mal wieder scharf,
wobei das Bond-Girl nicht fehlen darf,
Daniel Craig ist der neue Bond,
gut gebaut, doch leider blond.

Zum Ende des Vortrages komme ich nun,
in diesem Jahr werde ich nichts mehr tun,
ich weiß das Jahr ist gleich vorbei,
im neuen Jahr tu ich allerlei.

Wir sind allesamt gespannt 'was wird es uns bringen?'
vieles wird gut werden anderes misslingen
Um 12 Uhr kann man es knallen lassen,
bunte Lichter werde den Himmel erfassen,

Fürs neue Jahr wünsche ich das Beste,
für die Gastgeber und alle Gäste.
mein Vortrag endet jetzt und hier
drum holt euch zum anstossen ein Glas --- sekt

(das sind so die wichtigsten Ereignisse, die mir von 2006 in Erinnerung geblieben sind (ich weiß, dass kommt ein wenig spät, weil das Jahr schon lange rum ist und wir schon April haben, aber ich wusste nicht, ob ich es jemals veröffentlichen sollte))


Abschied

Du wurdest aus meinem Leben gerissen,
Mit dir ging ein großer Teil meines Lebens,
Ich werde dich für immer vermissen,
Dich zu vergessen versuch ich vergebens.

In Kindertagen lernten wir uns kennen,
Haben im Sandkasten miteinander gespielt,
Wir versprachen uns 'uns wird keiner trennen',
Ich habe dich wie eine Schwester geliebt.

Großen Streit gab es bei uns nicht oft,
Wir sagten uns alles und mehr,
wir haben uns nur einmal richtig gezofft,
heute bereue ich das so sehr.

Am nächsten Morgen ist es geschehen,
Ein Autofahrer überfuhr dich einfach,
ich habe den Unfall von weitem gesehen,
Es wurde somit mein schlimmster Tag.

Ich werde dich für immer vermissen,
denn du wurdet aus meinem Leben gerissen,
Ein tiefes Loch ist nun in mir,
und diese Trauer zerreisst mich schier.

Werde ich dich wiedersehen?
Wie wird mein Leben weitergehen?
Viele Fragen quälen mich,
doch am meisten quält mich das Leben ohne dich!


(Dies Gedicht habe ich in Erinnerung an eine gute Freundin geschrieben)
 
(das sind so die wichtigsten Ereignisse, die mir von 2006 in Erinnerung geblieben sind (ich weiß, dass kommt ein wenig spät, weil das Jahr schon lange rum ist und wir schon April haben, aber ich wusste nicht, ob ich es jemals veröffentlichen sollte))

Für solche Gedichte ist es nie zu spät für eine Veröffentlichung. Nur wenn du sie uns vorenthältst, dann kann es überhaupt niemand lesen. :mrgreen:
Also Lob für deine beiden Gedichtbeiträge!
Jeder literarische Beitrag ist hier eine Bereicherung :D
 
Für solche Gedichte ist es nie zu spät für eine Veröffentlichung. Nur wenn du sie uns vorenthältst, dann kann es überhaupt niemand lesen. :mrgreen:
Also Lob für deine beiden Gedichtbeiträge!
Jeder literarische Beitrag ist hier eine Bereicherung :D

Danke...:D

Lass in Zukunft, wenn gewünscht, eventuell noch weiter Gedicht hier einfliessen.*g*

Oder ein paar meiner Kurzgeschichten...:mrgreen:
 
Aber gerne doch!!! Wir freuen uns sehr darauf! :biggrin:

Den Abschied mag ich, obwohl ich denke da könnte noch so ein bißchen mehr gekitzelt werden.....es sagt so viel aus, und doch habe ich das Gefühl das etwas fehlt. Da ich aber nicht der Megaliterat bin, kann ich nicht genau sagen was....aber ich mag es trotzdem :)
 
So, habe hier noch einmal eine 'Kurzgeschichte'

Ich und mein Freund, der Media-Marktverkäufer

Ich kann von mir behaupten, dass ich nicht introvertiert, sondern eher extrovertiert veranlagt bin. Das mag an meiner dominanten Mutter liegen, die beim Einkaufen gerne mal für fremde Personen den Typ-Berater spielt, aber ihrer eigenen Tochter noch nicht mal sagen kann, ob ihr rot oder blau besser steht. Ausserdem kann man mit ihr nicht durch das örtliche Einkaufszentrum gehen, ohne das sie jeden zweiten mit Namen anspricht und man sich ab und zu fragt, ob die Person, die da vor einem steht, einem bekannt sein müsste, sprich, ob man eventuell mit ihm/ihr verwandt ist.
So kam es auch, dass ich im zarten Alter von 1 Jahr und 4 Monaten beschloss, mich nicht mehr nur mit meinen stummen Kuscheltieren, meinen imaginären Freunden oder meinen nervigen Eltern zu unterhalten, sondern suchte mir beim Einkaufen im Media-Markt einen netten Verkäufer, stellte mich zu ihm und fing an ihn von meinen alltäglichen Problemen zu erzählen. So vertraute ich ihm an, dass ich den Karotten-Brei von Alete viel lieber aß, als den von Hipp, dass ich heimlich von der 'Sesamstraße' zu 'Unter Uns' umschaltete, dass ich meinen Nachbarn, den Marcel, sehr süß fand und dass ich der dummen Steffi letztens ihre Sandburg kaputt gemacht habe. Er schien mir auch sehr interessiert zu zuhören, selbst als ich im erzählte, dass ich mir gerade in die Windeln gemacht habe. Da er nichts unternahm, mich meiner 'Schandtat' zu entledigen, fasste ich das so auf, dass er mir nur mit halben Ohr zuhörte oder dass er keine Ahnung hatte, wie er sich in dieser Situation zu verhalten hatte und dann lieber gar nichts tat, bevor er das Falsche tat. Da ich hoffte, nein sogar eigentlich wusste, dass es nur die 2. Möglichkeit sein konnte, überlegte ich wie ich ihm helfen konnte und kam zu dem Entschluss meine Eltern ins Spiel zu rufen. Ich warf mich also auf den Boden und fing lauthals an zu schreien, sodass ich nach drei Sekunden die Aufmerksamkeit des gesamten Media-Marktes auf mich gezogen hatte und nach weiteren 20 Sekunden meine Mutter auf mich zu gerannt kam und mich auf dem arm nimm. Diese Situation war wieder eine mir bekannte situation und es dauerte wie gewöhnlich auch nur 5 Sekunden bis meine Mutter wahrnahm, warum ich geschrien hatte. Sie schaute sich kurz um und entdeckte am anderen Ende des Marktes die große Leuchttafel auf der man dezent zu den Toiletten manövriert wurde. Sie rief meinem Vater nur kurz zu, dass sie mir die Windeln wechseln möchte und ging mit einem kleinen Umweg über den Kinderwagen (um von dort saubere Windeln zu holen) zum Wickelraum. Ich kann nur sagen, dass ich sehr, sehr froh bin, dass viele Supermärkte so einen Wickelraum besitzen, denn wer möchte schon gerne Zuschauer dabei haben, wenn einem der Aller werteste sauber gemacht wird. Also ich nicht. Es mag sein, dass es Leute gibt, die so etwas sehr toll und erregend finden, aber ich gehöre definitiv nicht zu dieser Personengruppe. So aber nun weiter zu eigentlichen Geschehen. Meine Mutter hat mir also eine neue Windel verpasst und mich wieder entlassen. Ich bin also wieder raus gelaufen und habe mich nach dem netten Verkäufer um geguckt, um mich weiter mit ihm zu unterhalten, so von Kind zu Erwachsenem. Obwohl wenn ich es mir recht überlege, war der junge Mann gerade mal 18 oder 19Jahre alt. Wäre ich doch damals doch nur 14 15 Jahre älter gewesen. Da könnte ich mich schon wieder schwarz ärgern, dass meine Eltern es nicht eher geschnallt haben, also das Prinzip mit dem Blümchen und dem Bienchen. Aber was soll's. Andere Mütter haben auch schöne Söhne, ausserdem war der gar nicht so schön und richtig zu gehört hat er mir anscheinend auch nicht, denn sonst hätte er direkt meine Mutter gerufen, anstatt zu zulassen, dass ich mich vor den ganzen Menschen im Media-Markt blamiere. Ich stürzte also mit etwas Wut im Bauch los (die Wut rührte daher, dass er mir, obwohl ich ihm meine geheimsten Geheimnisse anvertraut habe, nicht zugehört hatte) und wollte ihn zur Rede stellen, was das denn sollte. Ich lief durch die CD-Abteilung, weiter zu den Waschmaschinen und fand ihn letztendlich bei den Fernsehern, wo er gerade einer Kundin erzählte, was an dem Gerät von Siemens besser sei, als an dem von Sony. Ich stellte mich in meiner 'ich-bin-beleidigt-wenn-du-dich-nicht-gleich-mit-mir-beschäftigst-Pose' vor im hin. (diese sah wie folgt aus: mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen; die Arme entweder vor der Brust verschränken oder in die Seiten stemmen; und die Unterlippe soweit hervor stellen, dass manche Frauen dafür tausende von Euros beim Chirugen auf den Tisch legen würden, nur um so eine Lippe zu bekommen; und dann, wenn nötig, drückte ich noch ein paar vereinzelte Tränen hervor um zu zeigen, dass irgendwas nicht stimmte (bei manchen hilft halt nur der Wink mit dem Zaunpfahl)) Wenn ich recht überlege, dann nehme ich diese Pose immer ein, wenn mir irgendwas nicht passt oder ich will, dass man sich mit mir beschäftigt. Und sie klappt immer wieder, so auch bei dem freundlichen Verkäufer, der sich kurze Zeit später wieder mir zu wendete. Er beugt sich zu mir runter und schien mittlerweile auch schon bemerkt zu haben, dass irgendwas mit mir nicht in Ordnung war. Ich stand weiter in der oben beschriebenen Pose da und würdigte ihn keines Blickes. Er redete mit mir, doch ich ignorierte ihn einfach, so wie er es vorher anscheinend bei mir gemacht hatte. Dabei kannte ich das Gefühl, dass mir keiner zuhörte von meinen nur zu gut, weil die auch nie das taten, was ich ihn sagte. Ich behielt den Zustand so lange bei, bis er mich aus trickste und mir einen Lolli anbot. Dazu muss ich sagen, ich war auch nur ein Kleinkind und mochte alles was süß und voller Kalorien war. So konnte er mich wieder besänftigen und ich hatte auf einmal das Gefühl, dass ich ältere Männer doch sehr interessant sein konnten.
 
In der Kurzgeschichte sehe ich ein paar ganz nette Ansätze, so zum Beispiel, dass das Kind einige nicht altersgemäße erwachsene Züge in seinem Denken aufweist. Alles in allem ist sie aber doch recht unbeholfen geschrieben.
 
wollte nix neues aufmachen

Du

Du bist gegangen
Doch bist nicht weg

Du hast mich allein gelassen
Doch lässt mich nicht los

Du hast wen anders
Doch du hast noch mich

Du hast gesagt du liebst ihn nicht
Doch du guckst ihn so an

Du gehörst nicht mehr zu mir
Doch mir fehlt was

Doch was???

ich weiß ist nen schlecht geschriebenes Gedicht, musste aber gerade mal von meiner Seele