Drogensucht? Wie jemanden wegbekommen davon?

web2null

ehem. assactions
ID: 131418
L
20 April 2006
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Wollte mal wissen vielleicht könnt ihr mir hilfreiche Tipps geben. Ich hab da einen Kumpel der hat vor kurzem nur Alkohol getrunken, dann hat er mal im besoffenen vom andern Kumpel "Pepp" bekommen, und irgendwie kommt es mir so vor als könnte er nicht mehr nein sagen wenn er was angeboten bekommt, vor ca. 8 Wochen fing es an, nun hat er mittlerweile schon fast jede Woche mindestens 1 mal Pepp gezogen, er erzählt mir zwar das war immer das letzte mal nach einem WE weil es ihm danach so Scheiße ging aber irgendwie macht er es immer wieder, heute dann folgende Nachricht bekommen

"xyz (04:46 AM) :
war ab 12 Uhr bis um 5 in Münster mit zxy und xzy :-D voll drauf alle :-D und in 2 std geht’s zur Schule :-D"

mit drauf meinte er natürlich Pepp, irgendwie find ich das total beschissen hab’s ihm auch schon mehrmals gesagt er solle aufhören, doch er meint immer jaja ich macht es nicht mehr und so was, aber dann verfällt er doch jedes WE dazu wenn er was bekommt.

Habt ihr vielleicht freunde die auch so sind, vielleicht habt ihr es mal geschafft euren Freund davon los zubekommen, wenn ja wie? Würde mich echt über hilfreiche Tipps freuen, weil er mir eigentlich ziemlich wichtig ist und ich keine Lust hab das er irgendwie als Junky endet. Oder mach ich mir einfach nur zu viele Gedanke und es ist gar nicht so schlimm?
 
In der kurzen Fassung aus Zeitmangel:
Du solltest dich auf jeden Fall gut über Speed informieren.
Ich schätze nicht, dass es bei einem Konsum von einmal pro Woche abhängig macht, wenn er wirklich genug Disziplin hat und es bei diesem einem Mal bleibt. Ansonsten droht eine psychische Abhängigkeit und was das bedeutet, kann dir jeder Raucher erzählen.
 
Klar vielleicht schätze ich das einfach zu hoch ein, aber hat mir schon ein bischen angst gemacht als ich ihn mehrmal "voll drauf" in der disco gesehen hab mit riesigen augen, bleich wie so ne leiche. Früher war der nie so, ab und zu mal ein paar Bierchen aber nie irgentwelche Drogen, deshalb. Und er sagt ja selber er wills nicht mehr machen, und macht es trotzdem immer wieder
 
Lass ihn doch machen wenn er mag, solange es natürlich im Rahmen bleibt und er nicht wirklich zum Junkie wird.
Wenn er es gerne nimmt kannst du im Enddefekt sowieso nichts dagegen machen außer ihn zutexten.
Ausser dich von ihm abwenden wenn du ein Problem damit hast.
 
Lass ihn doch machen wenn er mag, solange es natürlich im Rahmen bleibt und er nicht wirklich zum Junkie wird.
Wenn er es gerne nimmt kannst du im Enddefekt sowieso nichts dagegen machen außer ihn zutexten.
Ausser dich von ihm abwenden wenn du ein Problem damit hast.

Das ist doch vollkommener Blödsinn :roll:

"Solange es im Rahmen bleibt" Das kann es sicherlich, aber wenn sein Freund schon jedes Wochenende behauptet, es war das letzte Mal und dann doch am nächsten WE wieder stofft... Naja, spricht für mich Bände...

Und natürlich kann man etwas machen, wenn er dein Freund ist, dann nimm ihn dir mal in ner ruhigen Minute zur Brust, sag ihm ernsthaft dass du das nicht willst und dass du das nicht gut findest. Ich für meinen Teil würde auf die Meinung eines Freundes in dieser Hinsicht viel geben. Und wenn er dir versichert, dass er es nicht mehr macht, AUCH (nicht nur) dir zuliebe und dann doch wieder rückfällig wird, dann ist das für mich schon eine Art Suchtverhalten.

Was ich allerdings nicht / oder nur im äußersten Notfall machen würde, ist seine Eltern / sonstige Autoritätspersonen einschalten. Da wäre er mit Sicherheit recht sauer auf dich. Wenn er an der Nadel hängt wäre es mir das wert, aber so weit soll es ja gar nicht erst kommen.

LG
 
Kenne auch so eine, ehemals gute Freundin. Erst gesoffen, dann gekifft, dann gesnieft, dann geworfen. Jetzt dauerhaft arbeitslos mit Nachwuchs, Drogenfreund total kaputt und wirft und zieht alles. Von 0 auf - 10.

Vorsicht ist angebracht wenn es sich um labile, nicht gefestigte Personen handelt. Dem erfolgreichen BWL Juppie der sich in den Semesterferien auf Bali mal ne Nase zieht zähle ich da z.B. eher nicht dazu.

Cheers,
Polli
 
Wie kann man behaupten das das unbenklich ist ??

Er nimmt das Zeug ein erzählt dir das er damit aufhören wird und dabei nimmt er es anscheinend eher öfters und beständiger ein anstatt aufzuhören. Da sind doch ganz klar Suchtanzeigen zu erkennen.

Und egal wie man zur Schädlichkeit von Speed steht solche eher weicheren Drogen sind nicht selten der Einstieg in das härtere Zeug.
Ich bin zwar kein Experte für Drogen aber ich warne doch ganz klar davon ab das zu unterschätzen. Wie man jemanden wieder runter bekommt kann ich dir leider auch nicht sagen.

Wenn du dich als sein Freund bezeichnest würde ich dir Raten Kontakt zu einer Beratungsstelle aufzubauen und denen deine Beobachtungen zu schildern. Diese Leute kenne sich mit großer Wahrscheinlichkeit deutlich besser aus als das Klamm Forum und können dir helfen.
 
Danke für eure antworten, also ich werde ihn mir mal zur brust nehmen und nochmal mit ihm reden, sollte er weiter machen, werde ich ne beratungstelel aufsuchen, ansonsten wars das mit der freundschaft.
 
Die Freundschaft würde ich nicht gleich kündigen. Kommt auch drauf an, wie lange ihr euch kennt.
Wenn ihr euch schon von klein auf kennt, dann würde ich schon alles mögliche versuchen, ihm dem Kopf rein zu waschen.
Wenn du ihm die Freundschaft kündigst kann es alles nur schlimmer kommen und ich kann mir gut vorstellen, dass man bei einem Entzug gern jemanden an seiner Seite hat, der einen kennt und der hinter einem steht.

Wenn ihr euch nicht lange kennt, dann eventuell einfach Abstand suchen. Wenn er vernünftig ist, dann fragt er sich, warum du nichts mehr mit ihm zu tun haben willst. Und wenn nicht, dann schreib die Adresse der nächsten Beratungsstelle auf einen Zettel und wirf ihn in seinen Briefkasten.
Wohnt er noch bei seinen Eltern? Umso besser. Dann steht er zumindest nicht ganz alleine da und es besteht noch Hoffnung ...
 
Hmm ja wir kennen uns zwar erst 4 Jahre oder so aber trotzdem, und selbst möchte ich nicht rein in seinen "neuen" Freundschaftskreis. Klar hat er mir schon öfters was angeboten, hab bis jetzt immer nein gesagt, aber warum sollte ich nicht mal ja sagen wenn ich mal besoffen bin, besoffen ist jedem eigentlich alles scheiß egal, deshalb will ich am liebsten das er damit aufhört und mich keinesfalls da rein zieht. Ja er wohnt noch bei seinen Eltern, er ist grade erst 18 geworden und dann hat das auch alles irgendwie angefangen. Naja ich werde heute Abend mal mit ihm reden.
 
Macht Speed eigentlich körperlich abhängig?...
Ansonsten muss ich den anderen Leuten hier zustimmen, wenn man selten mal meint, sich sowas reinziehen zu müssen, dann bitte, aber dein Kumpel mutiert so wirklich noch zum Junkie...
 
...gerne nimmt kannst du im Enddefekt sowieso nichts dagegen machen...

:mrgreen: Cooles Wort :) (sorry, nicht böse gemeint) ^^


Ich bin zur Zeit in einer ähnlichen Situation. Ein sehr guter Kumpel ist meiner Meinung nach kurz vor der Alkoholsucht - was stark mit seinem Elternhaus zusammenhängt -> Die Eltern haben ihm so gut wie alles verboten, selbst jetzt mit knapp 19 Jahren muss er um 2 Uhr zu hause sein etc. Bin mir nicht sicher wie ich reagieren soll/kann/darf/muss/will.

Versuch mit ihm zu reden - aber nicht in einer spaßigen oder Party-Atmosphäre, sondern ernst. Du solltest ihm vermitteln, dass du angst davor hast, er könne in den Drogensumpf abrutschen. Ich weiß, es ist schwer. Ich hab es bisher auch noch nicht mit "dem Alkolator", wie er sich selbst nennt, geschafft.

Den Kontakt zu ihm abbrechen würde ich jedenfalls nicht - vielleicht schadet es ihm sogar, je nach Intensivität eurer Freundschaft. Vielleicht ist es nur eine Phase - kommt ganz auf den Menschen an; möglicherweise fühlt er sich nicht geborgen und hat eben was neues gesucht.

Greetz,
Chris
 
Wie kann man behaupten das das unbenklich ist ??
Das hat doch niemand getan...?
Vielleicht ist es nur eine Phase - kommt ganz auf den Menschen an
Word! Es kommt immer auf den Menschen und viele ihn beeinflussende Faktoren an, also behandle ihn nicht wie einen abgewrackten Drogenabhängigen. Es ist ja auch nicht jeder Alkoholiker, der manchmal am Wochenende übertreibt.
 
Hmm ja wir kennen uns zwar erst 4 Jahre oder so ...

Na, ihr seit 18 und 20, da sind 4 Jahre doch schon eine lange Zeit, da ihr 'ne wichtige Entwicklungsstufe zusammen durchgemacht habt.
Erkundige dich anonym und rede mit ihm. Versuch ihm zu verklickern, dass volljährig sein viel mehr zu bieten hat als Party bis in die Puppen.
Aber ich denke auch, dass das nur eine Phase ist. Is ja meistens so. Gerade 18 geworden, und dann mit dem Ziel im Hinterkopf, alles schnellstmöglich machen zu wollen, wo einem die Eltern 18 Jahre lang immer ein Schloss vorgehängt haben. Ich hab die Phase auch durchgemacht :ugly: allerdings nicht mit Drogen, aber mein Problem artete auch in eine Art Sucht aus.

Versucht öfter mal zusammen was zu unternehmen, Bowlen, Billard oder meinetwegen auch GoCard fahren. Lenkt alles ab vom Alltag und bei ruhigeren Sachen kann man auch ma reden.
Am besten wirken immer Gespräche darüber, wie man sich seine Zukunft vorstellt. Hab durchaus schon erlebt, dass so ein Abend einen Menschen von heute auf morgen verändern kann.
Er muss sich nur bewusst werden, dass es so nich geht.
 
sodele nun melde ich mich auch mal zu wort.
also ich habe früher auch malm drogen genommen.
Zuerst weed, als das nichst mir brauchte zu allen möglichen tabletten und letztendlich zu koks und h.
Meine Freunde haben auch wie verrückt auf mich eingeredet ich solls doch endlich lassen.
Anfangs wollte ich ja gar nicht aufhören.
Es war einfach nur ne geile zeit bis ich mitbekommen hatte, SHIT
ich komm nich mehr weg.
Das hat mich fast umgebracht.
Mein Glück (pech) war ich hab drieckt vor der schule ne überdosis genommen und bin dann in der schule fast gestorben.
Also Krankenwagen und ab ins krankenhaus stress mit der polizei aber im großen und ganzen war ich froh denn ich kam für 6 monate in eine offene Entzugsklinik und das hat mir im großen und ganzen das leben gerettet.
Jedoch möchte ich noch sagen dass ich ab und an 1-2 mal im monat mir auch nen 5 er kaufe und den dann rauch aber nich um breit zu werden sondern um zu entspannen .
Also wenn du denkst dass dein Freund wirklich aufhören will dann mach ihm den vorschlag doch in eine drogentherapie zu gehen um dort wieder clean zu werden.
Jedoch wenn er meint das braucht er nicht und du bekommst mit dass er ein totaler absturz wird dann vergiss ihn als freund .
Meine alten drogen-freunde sind zu 2/3 Tot meistens selbstmord weil sie mit dem psychischen stress nicht zurande gekommen sind
Aber dir viel glück bei deinem freund
 
Ich denke da hilft nur ihn aus diesem "Freundeskreis" rauszuholen. Ich hatte auch mal so ne Phase, komische Freunde gehabt und jedes Wochenende gekifft. Irgendwann hab ich gemerkt, daß das nix für mich ist, zumal das die totalen Zivilversager waren, keine Lehre, kein Job, ganzen Tag zu Hause abgehangen und Playstation gespielt. Ich hab mich dann von diesen Leuten distanziert und mir gings besser.
 
Macht Speed eigentlich körperlich abhängig?...

Nein, machts nicht. Dafuer psychisch umso schlimmer. Die Gefahr beim Speed besteht darin, dass man schnell kein Ende finden kann. Normalkonsumenten, also die, die nur mal am Wochenende ziehen oder so - leiden in den meisten Faellen am naechsten Tag unter schweren Depressionen.
Boese ist auch die Verbindung Alkohol - Speed. Man wird ja nicht mehr wirklich betrunken und merkt nicht wanns zuviel ist.

Ich selbst war vor gut einem Jahr inna Klinik und hab ne qualifizierte Entgiftung gemacht und mein Leben seitdem grundlegend geaendert. Ich bin auch 500km weit weg gezogen um nicht mehr in den Kreisen zu verkehren - anders gings einfach nich.
Natuerlich ist das bei jedem anders, aber bei mir hat der Druck von aussen geholfen. Soll heissen, ich hatte einen sehr guten Freund der mir bei all dem geholfen hat, mir aber auch gesagt hat, wenn ich nich aufhoere will er nix mehr mit mir zu tun haben.
 
Ich kann aus Erfahrung, die ich bei mehreren Leuten gemacht habe, sagen, dass es verdammt schwer ist jemanden da raus zu boxen.
Anfangs ist man neugierig, will sich von Freunden nix sagen über das Zeug.
Irgendwann artet das aus.
Da diese chemischen Drogen keine körperliche Sucht entwickelt, schalten solche Leute auch immer auf stur und lassen sich über irgendwelche Nebenwirkungen eh nix sagen.
Man merkt da sehr lange nicht, dass man sich kaput macht.

Zu der Erkentniss muss jeder selber kommen - so hart das auch klingt. Hab oft versucht den Leuten zu helfen, doch irgendwann ist man es leid.

Zu einem guten Kollegen von mir:

Mit Weed angefangen, dann exessiv Alkohol.
Dann kam Speed und XTC dran. Ab und zu Cocaine da Speed nicht mehr geballert hat. Das ganze vorerst nur am Wochenende, irgendwann auch mal während der Woche, weil man so im Arsch war und das Zeug einen so super aufpeppelt. Irgendwann aus der Banklehre geflogen.
 
Genau, die Geschichten aehneln sich immer sehr. Und ich denke auch, dass man da selbst drauf kommen muss. Sonst faengt man immer wieder an (oder hoert erst gar nich auf).