Die Todesstrafe

Seid ihr für oder gegen die Todesstrafe?

  • Klar, ich bin dafür

    Stimmen: 22 31,0%
  • Nein, ich teile Karl_K's Meinung und bin dagegen

    Stimmen: 42 59,2%
  • Nur in bestimmten Situationen/Ich sehe das so.... (Bitte mit Kommentar)

    Stimmen: 7 9,9%

  • Umfrageteilnehmer
    71

Karl_K

Active member
24 April 2008
32
10
Da hier ja eine Menge Leute in diesem Forum sind, dachte ich mir mal, dass es doch schön wäre mal andere Meinungen zu dem recht heiklen Thema Todesstrafe zu hören. Ich bin komplett gegen die Todesstrafe, da ich der Meinung bin das Niemand das Recht hat anderen das ihm von Gott gegebene Leben zu nehmen. Und was macht den Henker besser als den Verurteilten?
Meiner Meinung nach rein gar nichts.

www.todesstrafe.de/
 
Ich finde den verneinenden Abstimmungspunkt schlecht gewählt.
Nur weil ich dagegen bin, muss ich ja nicht deine Meinung teilen, da ich völlig andere Gründe haben kann als du.

Ich bin dagegen, da eine Strafe ein belehrenden Zweck haben sollte.
Das ist bei Todesstrafe eher nicht der Fall...

/Edit: Abgesehen davon ist es viel einfacher sich zu der Frage engelhaft zu äußern, solange man nicht von der Thematik selbst betroffen ist. Damit meine ich nicht, dass man selbst verurteilt ist, sondern, dass man z.B Angehöriger eines Opfers ist. Die sehen das vielleicht, verständlicherweise, ganz anders.
 
Ich finde den verneinenden Abstimmungspunkt schlecht gewählt.
Nur weil ich dagegen bin, muss ich ja nicht deine Meinung teilen, da ich völlig andere Gründe haben kann als du.

Ich bin dagegen, da eine Strafe ein belehrenden Zweck haben sollte.
Das ist bei Todesstrafe eher nicht der Fall...

Britney Spears sieht das anders. :LOL:

Naja, mies gewählt, aber ein bisschen Selbstbeweihräucherung hebt mein Ego deutlich an. :mrgreen:

Wenn Jemand für "Nein!" ist, dann kann er ja noch einen kleinen Kommentar schreiben. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ist denn deiner Meinung nach die gerechte Strafe für einen Massenmörder?

OK, erst ich dann du....:LOL:

Die gerechte Strafe für einen Massenmörder wäre tot durch Arbeit.
Wenn man ihn schon nicht umbringt kann man ihm wenigstens das Leben versauen. Sterben wird er sowieso, nur dass diese Methode eben das Lebensende nur beeinflusst, aber nicht direkt hervorruft. Ein/Zwei Stück/e Brot, ein/zwei Glas Milch pro Tag, eine dunkle Zelle und ich glaube dagegen ist die Todesstrafe rein gar nichts.

Ich finde den verneinenden Abstimmungspunkt schlecht gewählt.
Nur weil ich dagegen bin, muss ich ja nicht deine Meinung teilen, da ich völlig andere Gründe haben kann als du.

Ich bin dagegen, da eine Strafe ein belehrenden Zweck haben sollte.
Das ist bei Todesstrafe eher nicht der Fall...

/Edit: Abgesehen davon ist es viel einfacher sich zu der Frage engelhaft zu äußern, solange man nicht von der Thematik selbst betroffen ist. Damit meine ich nicht, dass man selbst verurteilt ist, sondern, dass man z.B Angehöriger eines Opfers ist. Die sehen das vielleicht, verständlicherweise, ganz anders.

Natürlich, aber das tut nichts zur Sache in diesem Thema.
Sagen wir sie wollen es nicht, dass der Mörder....ihres Sohnes, als Beispiel, zum Tode verurteilt wird, dass deutsche Recht aber eben Dieses vorsieht, dann haben sie keine Wahl. Ich bitte darum dieses Thema objektiv zu behandeln. :)
 
Benutze bitte
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, wenn du mehrere Beiträge zitieren möchtest; so vermeidest du Doppelposts. ;)

Es gibt Menschen, die wegen der Isolation gestorben sind oder wahnsinnig wurden, die Qualen erleiden mussten... Das Problem am Todesstrafen Pro/Contra Geschreibe ist, dass immer ein Mensch unter der Strafe oder nicht Strafe leidet. Du kannst es niemanden gerecht machen; du kannst die Toten nicht lebendig machen und du kannst den Menschen nicht vorm Menschen beschützen. Der Mensch ist eigentlich nie dazu geeignet, einen anderen zu bestrafen, denn woher nimmt sich dieser das Recht? So zumindest in der Theorie... Praktisch müssen Regeln eingehalten werden, Regelbrecher gestraft werden und ab und an passiert es, dass sich eine Gruppe dazu entschließt einen Schritt weiterzugehen.

Ich bin mittlerweile weder dafür noch dagegen. Ich lebe in einem Staat, in dem sie abgeschaft worden ist; andere Citoyen müssen sich mit ihrem Rechtssystem arrangieren. Ich kann beide Seiten verstehen. Ich denke aber, dass du es dir zu einfach machst... ;)
 
Benutze bitte
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, wenn du mehrere Beiträge zitieren möchtest; so vermeidest du Doppelposts. ;)

Ging nicht, da er es im Nachhinein editiert hatte.

Es gibt Menschen, die wegen der Isolation gestorben sind oder wahnsinnig wurden, die Qualen erleiden mussten...

Und DAS ist dann die Strafe. ;)

Das Problem am Todesstrafen Pro/Contra Geschreibe ist, dass immer ein Mensch unter der Strafe oder nicht Strafe leidet. Du kannst es niemanden gerecht machen; du kannst die Toten nicht lebendig machen und du kannst den Menschen nicht vorm Menschen beschützen.

Das ist ja wohl nicht relevant für dieses Thema. Es geht um die Todesstrafe und nicht um die Genügsamkeit der Menschen. Bitte beim Thema bleiben.

Der Mensch ist eigentlich nie dazu geeignet, einen anderen zu bestrafen, denn woher nimmt sich dieser das Recht?

Da hast du Recht, allerdings hat der Mensch im Gegensatz zum Tier, es geschafft sich ein System bzw. eine Gesellschaft aufzubauben in der es nun mal so gehandhabt wird, dass gewisse "Obrigkeiten" dafür sorgen bzw. hoffentlich dafür sorgen wollen, dass nicht Jeder wahllos mordet und quält. :)

So zumindest in der Theorie... Praktisch müssen Regeln eingehalten werden, Regelbrecher gestraft werden und ab und an passiert es, dass sich eine Gruppe dazu entschließt einen Schritt weiterzugehen.

Meinst du mit Letzterem die Todesstrafe?


Ich bin mittlerweile weder dafür noch dagegen. Ich lebe in einem Staat, in dem sie abgeschaft worden ist; andere Citoyen müssen sich mit ihrem Rechtssystem arrangieren. Ich kann beide Seiten verstehen. Ich denke aber, dass du es dir zu einfach machst... ;)

Da ein naher Verwandter von mir in Amerika diese Leute im Todestrakt betreut hat und ich regelmäßig dieses Briefe gelesen habe, hoffe ich dass ich das nicht tue. :-?

Entweder man ist dafür oder dagegen, dazwischen gibts nur "unentschlossen oder "situationsbedingt".


Freundlichst,
Karl_K
 
Die gerechte Strafe für einen Massenmörder wäre tot durch Arbeit.
Arbeitslager? Mh, hatten wir doch schon mal...

Da ist eine schöne saubere Enthauptung doch wesentlich humaner.

Ich bin für die Todesstrafe für bestimmte Verbrechen. Kinderschänder zb. würde ich ohne mit der Wimper zu zucken hinrichten lassen. Wer einem unschuldigen Kind die Kindheit raubt hat (meiner Meinung nach) das Recht auf Teilnahme in dieser Gesellschaft verwirkt.
 
Ich halte jegliche Form von Todesstrafe für Befriedigung eines niederen Triebs: Rache!

Deshalb bin ich auch Grundlegend GEGEN die Todesstrafe! Eine Gesellschaft, die sich nur mit legitimiertem Mord Absolution verschaffen kann, achtet die Menschenrechte nicht...

JAAA - ich weiß - machen Mörder, Kinderschänder etc. auch nicht, aber:

SIND WIR NICHT BESSER ALS DIESER ABSCHAUM?
 
Ich bin für die Todesstrafe für bestimmte Verbrechen. Kinderschänder zb. würde ich ohne mit der Wimper zu zucken hinrichten lassen. Wer einem unschuldigen Kind die Kindheit raubt hat (meiner Meinung nach) das Recht auf Teilnahme in dieser Gesellschaft verwirkt.
Du willst also einem Kinderschänder die Gnade gewähren, dass er sich davon stehlen kann? 8O Solche Leute haben meiner Meinung nach, etwas viel schlimmeres verdient.
 
ich bin eindeutig dagegen. man stellt sich mit dem widerwärtigen abschaum gleich, wenn man sie umbringen lässt. niemand hat das recht jemandem das leben zu nehmen.

und ich möchte einen punkt ansprechen, der hier noch gar nicht erwähnt wurde. wieviele unschuldige leute sind wohl schon durch die todesstrafe schon umgekommen? schon einer wäre zu viel...
 
https://www.amnesty.ch/de/themen/todesstrafe/facts-figures schrieb:
Seit 1973 wurden in den USA 124 (Stand April 2008 ) zum Tod verurteilte Gefangene aus der Todeszelle entlassen, nachdem ihre Unschuld anerkannt worden ist. Die meisten von ihnen verbrachten viele Jahre im Todestrakt, einige standen nur wenige Stunden vor ihrer drohenden Hinrichtung.

Wer sollte nun für die büßen, die nicht entlassen, dafür unschuldig hingerichtet wurden?
 
Ich bin für die Todesstrafe, gerade in solchen Fällen wie Kindesmissbrauch etc.

Wenn ich z.B. da lesen muss, das ein Vater sein eigenes Kind hundert, oder sogar TAUSENDfach missbraucht und dann am Ende nur 5 Jahre Gefängniss bekommt, da kommt mir die Kotze echt den Hals hoch... Link. Und solche Sachen sind ja auch keine Einzelfälle mehr...

Und selbst wenn eine solche Person dann den Rest seines Lebens hinter Gittern ist, was bringt das ? Im Grunde nichts, ausser das der Staat bzw der Steuerzahler nen heiden Geld aus dem Fenster wirft, weil man ja irgendwie die Unterbringung etc von sonem Dreckskerl finanzieren muss.

Warum so jemanden nicht entsorgen ?


Zum Thema "Arbeitslager":

Halte ich für keine schlechte Idee. Straftäter bekommen die Chance aktiv an der Verbesserung der Gesellschaft mitzuwirken, und könnten somit einen kleinen Teil ihrer Schuld "wiedergutmachen", anstatt sinnlos hinter Gittern zu sitzen, und sich finanziell vom Bürger aushalten zu lassen.
 
also cih wäre auch dafür, das man die "Massenmörder" ;)
schuften läßt oder sie einfach wegsperrt, das sie niewieder
draußen rumlaufen können, dann sterben/selbstmorden sie sich doch ehh
fast alle selbst^^.
 
Kleiner Hinweiß für die Befürworter von Arbeitslagern: In den meisten Gefängnissen arbeiten die Insassen schon - Die Produkte werden u.A. auch bei IKEA verkauft...

Außerdem muss man im Auge behalten, das solche Lager seit "Arbeit macht Frei" ein ziemliches "G'schmäckle" haben
 
Kleiner Hinweiß für die Befürworter von Arbeitslagern: In den meisten Gefängnissen arbeiten die Insassen schon - Die Produkte werden u.A. auch bei IKEA verkauft...

Da magst du Recht mit haben, allerdings bezweifel ich das ein Gefängnis-Insasse auch nur annähernd den gleichen Arbeitsdienst leistet, wie ein normaler Bürger.

Ich glaub kaum das die im Gefängniss um 6:00 Uhr aufstehen müssen, dann arbeiten, und dann irgendwann gegen Abend wieder in die Zelle gehen, und das 5-6 mal die Woche.

Schau dir mal den Screen an:
gefangenenkosten51035.jpg


Da kommt man, wenn es mal für einen Monat hochrechnet, locker mal über 2000€, das sind ,nebenbei erwähnt, ungefähr die Kosten für ne nette kleine Hawai-Kreuzfahrt, bloß halt Monat für Monat...

Und in Bezug auf wirkliche Extremstraftäter: Die werden wohl kaum irgendwelche Regale für IKEA anfertigen, denn solche Leute sind im Gefängnis abgeschirmt, da ist nix mit Holzarbeiten im Werkraum zusammen mit andren Insassen.
 
Ich bin komplett gegen die Todesstrafe

1. Hat Niemand das Recht einen Menschen zu töten egal mit welchem Beweggründen.
2. Hat es schon häufiger Fälle in den USA gegeben, bei denen sich nach der Hinrichttung herausgestellt hat, das der getötete unschuldig war und wie soll man soetwas wieder gut machen?
3. Ist der Tod wohl für einige das, was einige eh ersehnen (z.B. einige amokläufer am Ende ihres "Laufes")
4. Dazu fällt mir dann noch ein netter Spruch ein
"Betrachte den Tod als Heimkehr."
Konfuzius
Kann man einen Lebenden viel härter bestrafen als einen Toten. Seien es Arbeitslager(Sowas kann man auch human machen), Isolation oder öffentliche Provokationen oder sonstige satanischen Strafen.

Mir fallen grade viele für mich grausame und satanische Strafen ein, aber die behalt ich lieber für mich.
 
--> Dafür!

Ich stehe zu meinem Ja.
Menschen die anderen das Leben nehmen oder es auf bestiale Art und Weise zerstören (Kindesmißbrauch etc.) haben kein Recht selbst noch zu leben.
Bis sie abgeurteilt werden sollten sie hart schuften damit sie dem Steuerzahler nicht auf der Tasche liegen.
Über Unschuldige und Irrtum rede ich nicht, ich bestehe auf 100% Beweise.

Natürlich ist dies ein niederer Trieb nach Rache und somit Genugtuung, aber das finde ich doch legitim, denn die Opfer und deren Familien bleiben auf der Strecken, denen darf dann auch gern ein bisschen Genugtuung verschafft werden .
Die Realität zeigt doch das solche Typen immer wieder zulangen kaum das sie wieder auf freien Fuß sind.
Naja immer wieder das leidliche Thema.
Und Arbeitslager haben nichts mit einem KZ zu tun (den Vergleich finde ich im übrigen unter aller Kanone), denn wie oben steht, die Unterbringung und die Beaufsichtigung der Häftlinge kostet ein vermögen, warum müssen wir die Gesellschaft für diesen Abschaum zahlen und denen zu einem netten leben verhelfen? Das sehe ich überhaupt nicht ein. Wer hilft euch wenn ihr in Not seit? Die haben regelmäßig Futter und ein warmes Bett. Die können sich beschweren wenn der Zellengenosse sie mobbt, wer unterstützt den arbeitenden menschen?
Pah die sollen schuften bis sie dran sind und gut.
 
Ich bin ebenfalls gegen die Todesstrafe, stimme aber aufgrund der misslungenen Antwortmöglichkeiten auch nicht ab.

Allerdings aus einem viel einfacheren Grund. Mir geht es nicht darum, ob ich als Henker oder Richter "besser" oder "genauso schlimm" bin, wie der Täter. Wäre mir wurscht. Wer mir vor das Schienbein tritt, dem trete ich vor beide und habe damit kein Problem.

Nein, mein Grund ist viel simpler: Es hat keinen Zweck. Todesstrafe hat aufgrund ihrer Natur keinerlei belehrenden Charakter für den Hingerichteten. Und ob der im Jenseits ein besserer Mensch ist, ist mir auf Erden ziemlich egal. Einzig und allein könnte man der Todesstrafe einen abschreckenden Charakter nachsagen. Den hat sie jedoch nicht.

Die meisten Morde geschehen aus Habgier, Eifersucht oder im Affekt. Das ist hüben wie drüben so. Drüben haben sie die Todesstrafe und die Kriminalitätsrate ist genauso hoch (und höher) wie in Ländern ohne Todesstrafe. Das beweist eigentlich nur, dass im Augenblick des auslösenden Momentes die mögliche Konsequenz egal ist oder man gar nicht über diese nachdenkt. Folglich ist die Todesstrafe sinnlos. Im Gegenteil verwehrt man damit dem Täter die Chance auf Rehabilitation und Vergebung.

Was mich zu dem Punkt "Arbeitslager" führt. "Arbeit macht frei" war ursprünglich auch genau so gedacht. Wer viel und fleißig arbeitet, hatte die Chance früher entlassen und begnadigt zu werden. Dass Adolf die Lager später umfunktioniert hat und keine neuen Tore hat einbauen lassen, das ist ja nun nicht schuld der Lager. Ansich befürworte ich auf ganzer Linie Arbeitslager.

Und ich befürworte eine direkte Täter-Opfer-Entschädigung. Im Falle von Mord sehr schwer zu realisieren, aber bei allen anderen Delikten durchaus machbar. Der Täter wird mit seiner Tat und deren Folgen direkt konfrontiert. Er muss sich nicht beim Staat rehabilitieren, sondern bei den Geschädigten. Ob der Staat nun abkassiert oder nicht, dürfte das Opfer reichlich wenig interessieren. Aber im Gegenteil lebt der Täter oft im Knast besser wie draußen, jedenfalls auch unter seinesgleichen. Wenn der Täter schon seine Schuld sühnen muss, dann bitte beim Opfer. Jeder Cent, den er im Arbeitslager erwirtschaftet, sollte dem Opfer zugute kommen. Oder eben den Hinterbliebenen.

Aber bevor man sowas ins Auge fasst, sollte man vielleicht erstmal ein ernstes Wort mit deutschen Richtern sprechen, dass böse Buben überhaupt mal bestraft werden...

Gruß,
Photon
 
Zuletzt bearbeitet:
Okay, nun sagt mir mein innerer Trieb, dass ich mich doch mal hier einmische :)
ZU allererst: Ich war bisher eigentlich immer für die Todesstrafe. Mittlerweile wurde ich eines besseren belehrt und tendiere dazu, dass ein Täter seine Strafe "abarbeiten" sollte. Ob nun in Form von Arbeitslagern oder in Form von direktem Opfer-Täter-Ausgleich, bin ich mir noch nicht so sicher. Sicher bin ich mir aber, dass ein Täter, ich meine damit jetzt mal die Schwerstverbrecher, ein Leben lang "leiden" sollte, sofern er noch Gefühle hat.

Ebenso wie DragonLilly finde ich es ebenfalls "unter aller Kanone", Arbeitslager mit KZs zu vergleichen. Auch finde ich es sehr traurig, dass zu Hitlers Zeiten der Ausspruch "Artbeit macht frei" einen bitteren Beigeschmack erhielt. Denn der Grundgedanke dieses Satzes ist ein völlig anderer, wie man auf den ersten Blick glauben mag.

Dazu müßte man sich genauer mit dem Begriff "Arbeit" auseinandersetzen. Die Geschichte der Arbeit hier aufzulisten würde aber den Rahmen sprengen. Daher bringe ich mal nur den Hegel´schen und Marx´schen Gedanken hier an: Hegel sieht Arbeit als Mittel der Verwirklichung und Entfaltung seines naturgemäßen Wesens, also zur Selbstbewusstwerdung des Menschen an. Diesen Gedanken nimmt K. Marx später auf und führt ihn insofern fort, dass sich der Mensch aufgrund Industrialisierung und daraus resultierender Spezialisierung der Arbeit entfremdet. Seine Entfremdungstheorie ist stark durch die Analyse der industriellen Arbeit als kapitalistische Lohnarbeit (Warencharakter der Arbeit) beeinflusst. Der Mensch ist gezwungen seine Arbeitskraft aufgrund existenzieller Notwendigkeit als Ware zu veräußern, und sich in dem Moment mit den Mitteln zu begnügen, welche ihm dadurch aufgezwungen werden. Somit kann der Mensch sein Wesen nicht entfalten, und er entfremdet sich von seiner Arbeit und deren Produkt sowie seiner selbst. Er "verkauft" sich, sein Wesen.

Verbindet man zu diesem Gedanken noch die Maslow´sche Bedürfnispyramide, deren höchste Stufe die Selbstverwirklichung ist und man aber zuerst als existenzielle Notwendigkeit die Arbeit durchlaufen muss, so zeigt die Entfremdung, dass man diese nie wirklich abschließen kann. Somit ist der Pfad zur Selbstverwirklichung und zur Freiheit nie wirklich zu Ende zu bringen.

"Arbeit macht frei" ;)

Okay, war jetzt harte Kost (und das war noch nicht mal ausführlich :) ), aber ich hoffe, das ihr versteht, warum ich bei einer Verbindung dieses Satzes mit H****r und KZ nur ausrasten könnte.

Gruß, Poo