Wirtschaft Deutschland ein Wirtschaftsland?

Benutzer-1170

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23 April 2006
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Ich habe mich mit dem Thema kürzlich beschäftigt, zwecks einer Stellungnahme die ich schreiben sollte. Eine durchaus interessante Frage unter dem Gesichtspunkt der Globalisierung, zu der mich eure Meinung interessieren würde.
 
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naja, so schwarz wie Du sehe ich den Standort Deutschland nicht.

Dass wir als Standort für Massenproduktion nicht mehr existieren werden stimmt, jedoch setzen wir hierzulande inzwischen vielmehr auf den Sektor Dienstleistung. Desweiteren hinken Produkte aus China (z.B. Stahl) den deutschen Produkten noch weit hinterher. Mal ganz von den chinesischen Autos abgesehen, die großteils aus Plastik bestehen... teilweise sogar die Sitze... :roll:

Von der Pisastudie halte ich persönlich nicht viel. Ich weiß zwar nicht, wie diese inzwischen durchgeführt wird, aber zu meiner Zeit (1. Pisastudie) hieß es, sie wird nicht benotet und danach hätten wir frei. Die Folge war, dass das Blatt so gut wie leer abgegeben wurde, und alle nach Hause gestürmt sind (jedenfalls in meiner Klasse :mrgreen: ).

Ich kann nicht davon sprechen, dass in Bayern zu wenig für Bildung getan wird, jedoch befindet sich Bayern etwas auf dem falschen Weg im vergleich zu anderen Bundesländern. Hier in Bayern wird sehr auf die Leistung des einzelnen geachtet. Die Prüfungen sind sehr schwer und auch sehr umfangreich was den Stoff betrifft. Projekt- und Gruppenarbeiten gibt es im Vergleich zu anderen Bundesländern kaum. Fazit ist: Es entsteht eine Bildungselite, welche nur bedingt Teamfähig ist...
 
Im Großen und Ganzen ganz nett geschrieben.

Man darf jedoch nicht vergessen, dass die VR China und Indien Schwellenländer sind und deswegen noch großer Nachholbedarf vorhanden ist. Demzufolge ist es für solche Länder leichter ein großes Wirtschaftswachstum zu haben. Denn wo nichts vorhanden ist kann man viel hinsetzen. In einem gesättigten Land wie es die Bundesrepublik ist, da ist es schon schwieriger, weil einfach schon alles vorhanden ist und hier schon neue Bedürfnisse erschaffen werden müssen.

Die Lohn- und Gehaltskosten sind hier nicht das große Problem, eher die ganzen Renten-, Arbeitslosen- und Krankenversicherungen. Aber genau auf solche Sachen bin ich stolz, denn auch ich möchte irgendwann einmal in Rente gehen, auch ich kann einmal arbeitslos werden und auch ich kann einmal krank sein, egal ob es jetzt etwas kleines ist oder etwas gröberes. Medikamente und Ärzte sind nicht billig.

Es ist schon war, in der heutigen Zeit wird nicht mehr viel auf Qualität gesetzt, weil es meist billiger ist ein beschädigtes Gut durch ein neues zu ersetzen, aber daran sind die Konsumenten schuld.

Gegen Zuwanderung von Bildung hab ich gar nichts. Mich stören eher ungebildete Türken aus dem Hinterland, die sich auch in keinsterweise integieren wollen. Und wir können stolz auf unserer Bildungssystem sein, denn Studien wie zB die Pisa-Studie zeigen nur eine Momentaufnahme und wiederspiegeln nur das Ergebnis einer kleinen Gruppe. Ich denke mal, dass sich die Abgänger unserer Mittel- und Hochschulen nicht über zu wenig Bildung beklagen dürfen. Diese sind teilweise besser ausgebildet, als in anderen Ländern. Das einzige was derzeit etwas fehlt ist der Ehrgeiz der Masse etwas zu erreichen, weil wir einfach schon an der Spitze sind.
 
Dass wir als Standort für Massenproduktion nicht mehr existieren werden stimmt, jedoch setzen wir hierzulande inzwischen vielmehr auf den Sektor Dienstleistung.
Dienstleistungen sind aber nur der tertiäre Wirtschtssektor, der ohne den sekündären und primären Sektor eh nicht existieren kann.
https://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftssektor
Man kann den Primärsektor und Sekundärsektor wohl teilweise ins Ausland auslagern und mit dem Tertiärsektor im Inland koppeln, aber das birgt Risiken.

Desweiteren hinken Produkte aus China (z.B. Stahl) den deutschen Produkten noch weit hinterher. Mal ganz von den chinesischen Autos abgesehen, die großteils aus Plastik bestehen... teilweise sogar die Sitze... :roll:
Die Qualität der Produkte spielt eine untergeordnete Rolle. Wenn ein Auto aus China nur halb so lange hält und gelichzeitig nur ein Viertel kostet wie eines aus Deutschland, dann ist das chinesische Auto wohl für bestimmte Kunden die Wahl.


Das ist mal interessant:
Gegen Zuwanderung von Bildung hab ich gar nichts.
Dadurch entzieht man aufstrebenden Volkswirtschaften die Führungskräfte - das ist eine Sauerei sondergleichen.

Mich stören eher ungebildete Türken aus dem Hinterland, die sich auch in keinsterweise integieren wollen.
Wer A sagt muss eben auch B sagen und zu den Führungskräften auch die Arbeiter mit dazu nehmen.

Aber auf Dauer geht beides nicht gut.
 
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