News Bundeswehr-Geheimakten aus mindestens vier Jahren vernichtet

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klamm-Bot
25 April 2006
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[N] Bundeswehr-Geheimakten aus mindestens vier Jahren vernichtet

Folgende News wurde am 25.06.2007 um 19:06:00 Uhr veröffentlicht:
Bundeswehr-Geheimakten aus mindestens vier Jahren vernichtet
Shortnews

Im Zentrum für Nachrichtenwesen der Bundeswehr (ZNBw) wurden Geheimakten aus den Jahren 1998 bis 2003 vernichtet. Das Computersystem "Jasmin" (Joint Analysis System Military Intelligence), in dem Daten aus aller Welt gesammelt und archiviert werden, auch von EU- und NATO-Streitkräften, sei 2004 - sechs Jahre nach Inbetriebnahme (1998) - an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen. Bei Versuchen, die Leistungsfähigkeit zu verbessern, wurden Daten auf Bändern gespeichert. Diese waren jedoch nicht mehr ...
 
Heise-Artikel:
https://www.heise.de/newsticker/meldung/91700/from/rss09

Das isn Witz, oder?

Jahrelange Speicherung hinüber? Keine backups irgendwo?

Jedenfalls:
Das haben nach eigenen Angaben das ARD-Politikmagazin Report Mainz und tagesschau.de ans Tageslicht gebracht. Das Politikmagazin befasst sich in seiner Sendung am heutigen Montag um 21:45 Uhr mit dem Thema.
Das muss ich mir ansehen....
 
Das ist schon echt heftig...aber wer weiß, vielleicht war das ja geplant weil da was drinne steht was nicht drinne stehen sollte ;)
 
Also ich arbeite Beruflich im IT- Bereich!

Es ist eindeutig eine vertuschung, es ist kein Problem Daten aus defeten Festplatten wieder herzustellen, mit den Platten vom 11. September haben es Firmen ja auch geschaft.
Und das alle Bandsicherungen defekt sind glauben die wohl selber nicht, zudem werden die Daten auf mehreren Festplatten gespeigelt und gesichert. ein 100% Datenverlust wie er eingetretten ist ist unmöglich!!!
 
Das Sicherungssystem der Bundeswehr? Das ist zu allgemein. Es kommt auf die Information an die gespeichert ist. Unterschiedliche Informationen beuteten unterschiedliche Datenträger, insbesonderen im Hinblick auf Abwärtskompatibilität. Und die muss auch gewährleistet sein, da manche Institutionen in Deutschland so groß und schwerfällig sind, dass es eine gewisse Zeit braucht bis sie ein Technologieupdate erhalten haben.

Aber wenn wir von dem Sicherungssystem der Bundeswehr sprechen, dann halte ich es für mehr als unwahrscheinlich das 4 Jahre an Daten weg sein sollten. Deutschland hat einen der weltweit größten Etats für Rüstung und Verteidigung, auch wenn das nach außen nicht so scheint. Selbst wenn die Technik älter als 10 Jahre ist, ist sie redundant und das mit 100%iger Gewissheit mehrfach. Das ist schon bei nahezu jedem komplexeren Waffensystem, dass die Bundeswehr besitzt so. Jeder der seinen Wehrdienst geleistet hat wird dieses Wissen bestätigen können. Sensible Daten werden also kaum in schlampige Hände gelegt und "nur" einmal gesichert! Vor allem nicht auf immer wieder gleiche Datenträger die immer an ein und dem selben Ort aufbewahrt werden. Das widerspricht jeglicher Philosophie von Datenschutzmanagement. Ich würde der Bundeswehr die Story nicht einmal glauben wenn sie auch nur einen einzigen Tag an Daten verloren hätten.

Daten über Deutschlands Finanz- und Steuereinnahmen werden zum Teil auch heute noch auf großen Magnetbändern gespeichert und in Salzbergwerken eingelagert. Das schon seit Jahrzehnten.
Geheimdienst- und Militärische Informationen gehen einfach so verloren? In einem Land das zu den Top 10 der Technologieführer der Welt gehört? So etwas passiert ja nicht einmal in einem schlechten Hollywoodfilm!!! (Nicht mal in einem guten!)

Mit dieser Aussage macht sich aber die gesamte Militärische Führung dort lächerlich und verkauft die Politik, die Medien und die Bevölkerung für vollkommen dumm! Soviel zum Vertrauen in unsere Militärs...