News Bundespräsident Christian Wulff vergibt eine Ehrung an radikale Mutter

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25 April 2006
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Folgende News wurde am 27.11.2010 um 20:58:00 Uhr veröffentlicht:
Bundespräsident Christian Wulff vergibt eine Ehrung an radikale Mutter
Shortnews

Eine Gemeinde in Mecklenburg-Vorpommern steht jetzt vor einem Dilemma. Der Grund dafür ist eine Urkunde, vom Bundespräsidenten Christian Wulff ausgestellt und unterschrieben, in dem ein Dank an eine Familie ausgesprochen wird. Der Anlass dafür ist die Geburt des siebten Kindes: die Eltern werden in solchen Fällen mit einer Urkunde vom Staat ausgezeichnet. Die Familie, die in der Gemeinde seit 2009 lebt, soll enge Beziehungen zu NPD-Funktionär und Anwalt Jürgen Rieger, der vor einiger Zeit starb, unterhalten haben. Nun will keiner in der Gemeinde die Urkunde bei der Familie abliefern. "Wir können uns nicht gegen die rechte Kultur in Schulen und Projekten engagieren und dann solchen Leuten Ehrungen überbringen", so der Vorsteher des Amtes Krakow am See, Wilfried Baldermann.
 
Ich denke, da sollte man über seinen Schatten springen. Ich kann doch die siebenfache Mutter ehren und trotzdem ihre politische Gesinnung nicht gut heißen. Das kann man auch und gerade bei einem solchen Besuch zum Ausdruck bringen, bei dem evtl. sogar die lokale Presse zugegen sein wird.
 
Ich denke sämtliche Verantwortliche der Gemeinde handeln hier mal wieder Politiktypisch einseitig, denn eine Ehrung aufgrund von Vorurteilen nicht zu überbringen ist die eine Seite, die andere die sich mir stellt ist ob die Gemeinde gleichsam keine Steuerbescheide an die Familie versendet, Ihnen keine Personalausweise ausstellt oder die Steuern welche an die Gemeinde abgeführt werden für dierse Personen wieder an die Bundeskassen zurück gibt.

Die Gemeinde macht sich ernsthaft lächerlich in meinen Augen.

Ausserdem ist denn eine Verbindung zur NPD nachgewiesen ? Ist hierbei die Verbindung auf politischer Ebene präsent gewesen und liegt überhaupt eine Strafbare Handlung vor die eine Begründung für die nichtdurchzuführende Ehrung belegt ?
 
Ohne jetzt hier bitte in die rechte Ecke gestellt zu werden:

Die NPD ist eine im Moment noch zugelassene Partei. Oder wäre es bei einem LinkenSympathisant genauso schwierig?

Solange eine Partei rechtlich zugelassen ist. sollte man das respektieren, auch wenn man die einstellung dieser Partei nicht nachvollziehen kann. Denn dann dürfte keine der etablierten Parteien stolz auf sich sein.
 
Dass sich aber auch immer die Falschen fortpflanzen müssen... schlimm sowas.

Gut, man hat ja schon das Elterngeld für die Hartz-4-er gestrichten. Schöner Ansatz. Aber für die Reichen? Eine Wahnsinnsentscheidung denen das Geld auch zu streichen. Die sollen doch schließlich werfen, damit wir viele kleine Akademiker bekommen.

Die Würdenträger in der Gemeinde sollten noch mal schnell nachsehen, was Demokratie eigentlich bedeutet und dann die verdammte Urkunde überreichen. Die Ehrung gibt es übrigens nur auf Antrag - wenn das kein Bekenntnis zur Verfassung durch die Antragsteller ist...
 
per Einschreiben Rückschein

Dann hast du sie toll über geben.
Wenn das nicht geht dann einfach einen Mitarbeiter hinschicken und fertig
 
Gut, man hat ja schon das Elterngeld für die Hartz-4-er gestrichten. Schöner Ansatz. Aber für die Reichen? Eine Wahnsinnsentscheidung denen das Geld auch zu streichen. Die sollen doch schließlich werfen, damit wir viele kleine Akademiker bekommen.
Macht man doch gar nicht, oder doch? Bekomme ich jetzt als "Reicher" gar kein Elterngeld mehr?

Marty
 
Die Würdenträger in der Gemeinde sollten noch mal schnell nachsehen, was Demokratie eigentlich bedeutet und dann die verdammte Urkunde überreichen.
Ich kann an der Haltung der Gemeinde nix undemokratisches Erkennen.

Die Ehrung gibt es übrigens nur auf Antrag - wenn das kein Bekenntnis zur Verfassung durch die Antragsteller ist...
Und wenn das genau deshalb gemacht wurde, um die Gemeinde in diese Situation zu bringen?
 
Macht man doch gar nicht, oder doch? Bekomme ich jetzt als "Reicher" gar kein Elterngeld mehr?

Nein, ab 2011 nicht mehr. Im Haushaltsbegleitgesetz 2011 so beschlossen. "Reich" sind dabei diejenigen, die auch die "Reichensteuer" zahlen müssen.

Ich kann an der Haltung der Gemeinde nix undemokratisches Erkennen.

Die Gemeinde möchte der Dame eine ihr zustehende Anerkennung verweigern, weil sie mit ihrer politischen Einstellung nicht einverstanden ist. Wenn sie jetzt z.B. wegen Kindesmissbrauchs verurteilt worden wäre - ok, da kann man dann Bedenken anmelden. Aber weil sie einer legitimen Partei "nahe steht"? Da gilt für mich Artikel 3, Satz 3 des Grundgesetzes: "Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden."
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Nein, ab 2011 nicht mehr. Im Haushaltsbegleitgesetz 2011 so beschlossen. "Reich" sind dabei diejenigen, die auch die "Reichensteuer" zahlen müssen.
Dann muss ich gleich mal schnell meinen Steuerbescheid rausholen... Wobei die Reichensteuer ja erst ab 250.000 Euro gilt, soweit ich weiß... Dann bin ich ja noch fein raus.

Die Gemeinde möchte der Dame eine ihr zustehende Anerkennung verweigern, weil sie mit ihrer politischen Einstellung nicht einverstanden ist.
Nein, man möchte die Urkunde nur nicht persönlich zustellen. Die Anerkennung, sieben Volksdeutsche auf die Welt gebracht zu haben, hat sie sicher.

Aber weil sie einer legitimen Partei "nahe steht"? Da gilt für mich Artikel 3, Satz 3 des Grundgesetzes: "Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden."
Erstens sind die Mitglieder und Nahestenden dieser Partei alles andere als unserem Rechtsstaat verpflichtet, sie würden ihn, so sie könnten, sofort abschaffen. Das diese Partei noch nicht verboten ist, ist mehr der Unfähigkeit beim ersten Verbotsantrag zuzurechnen als einer Demokratie-Verbundenheit der NPD.

Und zweitens finde ich auch: Da sollte jemand hingehen, klingeln, Ihr die Urkunde in die Hand drücken, Glückwunsch zum siebten Kind sagen, Gesundheit wünschen, die Unterstützung bei Problemen anbieten und wieder gehen. Das würde deutlich sinnvoller sein, als dieses Thema jetzt tagelang durch die Medien zu jagen.

Vielleicht könnte ja Michel Friedman das übernehmen... Der hat bestimmt auch die passenden Worte ohne grosse Vorbereitung parat.

Marty