Bewerbung Bewerbungskostenerstattung

resoucer

Gesperrt
ID: 77379
L
20 April 2006
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109
Hallo liebe Klammer,

ich habe mal eine Frage undzwar habe ich in der Familie ein Mädchen welches gerade angefangen ist Bewerbungen zu schreiben...normal stehen einem da ja Bewerbungskostenerstattung zu.

Folgende Situation:
1. macht Realschulabschluss 10 Kl.
2. Bekommt vom Arbeitsamt Stellenangebote und hat sich auch schon beworben
3. Hat ein Bewerbungskostenerstattungsantrag bewilligt bekommen (steht nicht bei wieviele o.Ä.)

Jetzt hatte Sie heute morgen ein Termin beim Arbeitsamt und dort wurde Ihr gesagt das Sie nur 20 Bewerbungen erstattet bekommen (auch nur wenn die Absagen vorliegen) Grund dafür sei angeblich das es eine "Berufsberatung" sei und keine "Arbeitsvermittlung".

Aber ich finde das ist "Bullshit" :ugly: - Ich habe auch die Bewerbungskosten erstattet bekommen und das warn 260 oder 250€ im Jahr. Und ich musste nur die Bewerbungsanschreiben abgeben. Weil im Endeffekt sind "Absagen" abzuschicken nicht wirklich sinnvoll für den Bewerber. Wieviele Bewerber bekommen erst garnicht die Unterlagen wieder? Richtig, sehr viele, wenn man ausrechnet wieviel Geld (5€/Bewerbung) dabei flöten geht.

Jetzt wollte ich mal wissen was Ihr zu dieser Sachlage sagt.

PS: Wenns im falschen Forum ist bitte verschieben. THX
 
Zuletzt bearbeitet:
Tja kein Wunder, das viele Firmen keine Angebote mehr ans Arbeitsamt weiter geben, sondern lieber sich direkt in Jobbörsen tumeln, bei so einer Aussage...

Zur Sachlage kann ich nichts sagen, meine letzte Bewerbung sind ziemlich genau 10 Jahre her (die über das Amt "liefen")!

Damals war es ganz anders, da hat man einfach Quittungen vorgelegt und hat diese erstattet bekommen, man mußte aber vorher sich melden.

Und da ich damsl eh nur ne handvoll schreiben mußte hatte ich eh keine Probleme.

Ansonsten mußt du mal gucken, ob du nicht im netzt die Richtlinen dazu findest, die sollte es denke ich geben.
 
Kann mir mal einer erklären, warum die Bürger für die ganz normalen Bewerbungen um eine Lehrstelle zahlen sollen?

Und wie man auf 5€ pro Bewerbung kommt, ist mir auch schleierhaft.

gruss kelle!
 
^^

Ich glaube man hat da einfach die falsche Sachbearbeiterin. Finde immer nur solche Aussagen wie

Allerdings besteht kein Rechtsanspruch auf die Kostenübernahme, so dass letztlich der zuständige Sachbearbeiter darüber entscheidet, ob und welche Kosten übernommen werden. Zudem erhält der Bewerber Unterstützung immer nur von einer Seite.

Im Forum....

Mal eine weitere Frage, undzwar geht meine Cousine woanders zur Schule (ca. 20km vom Wohnort entfernt) dort haben die ein Arbeitsamt und hier vor Ort aber auch. Sie muss aber jedesmal mit dem Auto 20km fahren zum Arbeitsamt. Kann man das nicht ändern (das Sie direkt hier vor Ort zum Arbeitsamt geht?)
 
Kann mir mal einer erklären, warum die Bürger für die ganz normalen Bewerbungen um eine Lehrstelle zahlen sollen?

Und wie man auf 5€ pro Bewerbung kommt, ist mir auch schleierhaft.

gruss kelle!

Es gibt halt Menschen die zur Schule gehen und nicht arbeiten und so auch kein Taschengeld bekommen.

Sprich: Kein Geld = Keine Bewerbung.

Außerdem kostet dem Staat ein Arbeitsloser bestimmt mehr als ein Arbeitnehmer der mal Bewerbungskosten erstattet bekommen hat. Aber das nur mal so nebenbei.

Back 2 Topic.
 
Stimmt, und die Eltern wollen das nicht bezahlen oder wie?

gruss kelle!

Wollen / können, kann man sehen wie man will. Im Endeffekt beziehen die Eltern nicht "so" viel Geld (beide arbeiten Vollzeit) sodas es beim Arbeitsamt nicht gelten gemacht wurde bzw. nicht in erwägung gezogen wurde.

Hat noch wer Erfahrungen damit vor allem auch das mit Arbeitsamt Niederlassung...
 
Bewerbungen

Also bei uns hier ist das soweit ich weiß so das man für 12 Bewerbungen im Monat kriegt,also 60 Euro pro Monat für einfache Bewerbung mit Absage oder -Zusageschreiben.
 
Also bei uns hier ist das soweit ich weiß so das man für 12 Bewerbungen im Monat kriegt,also 60 Euro pro Monat für einfache Bewerbung mit Absage oder -Zusageschreiben.

Liegt als im Ermessen des Sachbearbeiters oder? Nur was kann man tun um diese Sichtweise zu ändern? Weil das ist nicht gerecht...20 Bewerbungen, wie geht sowas? Entweder ganz oder garnicht...
 
Scheinbar sind das amtsinterne Regelungen, jenachdem wie deren Budget aussieht. Scheint tatsächlich so zu sein.

@(Bier)Kelle
5€ ist glaube nicht viel. ist bei mir schon etwas her aber:
1. Foto
2. Vernünftige Mappe
3. Papier (kann Sinn machen, kein 0815 80g papier zu nehmen)
4. Druck
5. ??DinB4?? Briefumschlag
6. Porto

Auf wieviel kommst du?

Und dann verschick mal paar dutzend davon. es gibt leute die davon 100 verschicken.
 
Die Übernahmeregeln werden im Normalfall je nach Budget der Vermittlungsstelle festgelegt.

Zum Jahresanfang meist deutlich weniger als zum Jahresende (Restbudget raushauen).

Es gibt Ämter, die zahlen 8€/Bewerbung ohne irgndwelche Nachweise (max 50 Stück im Jahr ist die Grenze, die im Allgemeinen angewendet wird). Der Normalfall sollte bei 5 Euro liegen und wenns grade knapp ist, gibts halt nichts.

Es variiert aber auch von Berater zu Berater.

Mittlerweile muss ein Amtmitarbeiter TÄGLICH eine ausführliche Statistik vorlegen, wieviel Geld "bewilligt" wurde und wieviele "Kunden" in Arbeit oder sonstiges vermittelt wurden.

Daraus ergibt sich eine Effizienzquote.
So werden mittlerweile Arbeitslose deutlich bevorzugt, die eine unmittelbare Chance haben, einen Job zu finden.

Sollte das Geld aber wirklich dringends gebraucht werden (und nicht nur, um die volle "Auszahlung" zu erhalten), so hilft meist ein klärendes Gespräch, in dem man auch mitteilt, warum man selber keine Kosten übernehmen "kann"...
 
kann leider zum Thema nix direkt sagen, hab aber ne Frage an die Allgemeinheit.

Sofern jemand mehr als 100 Bewerbungen verschicken muss, denkt man da nicht mal drüber nach, ob

1. an der Bewerbung was nicht stimmt ?
2. der sich Bewerbende sich irgendwie im falschen Licht präsentiert und
3. ob im Zeitalter von Internet sich nicht andere Möglichkeiten ergeben?


Ich hab jetzt in den letzten 3-4 Monaten auch ca 30 Bewerbungen geschrieben. Zu 95% per Internet. Ich hab nur eine Bewerbung ausdrucken müssen und per Post hinschicken. Bei manchen hab ich auch einfach nur angerufen und so mal nachgefragt, die meinten dann alle, dass es ihnen per E-Mail auch reicht. 8O


damit komme ich auf Kosten von ca. 2€ für 30 Bewerbungen.

Ich finde man kann da schon mal nachfragen, warum andere Dutzende von Bewerbungen mit Mappen und drum und dran brauchen, wenn in der Bewerbung eh nix anständiges drinsteht? (Und warum das dann die Allgemeinheit mit Steuergeldern bezahlen soll? da könnte einen doch mal der Verdacht beschleichen, dass manche Leute gar keinen Job wollen?)



Zum konkreten Fall: Finde das gehört zur Pflicht der Eltern sich darum zu kümmern, dass eine Zehntklässlerin ihre Bewerbungen schreiben kann...

da sollte man den Fokus mal auf die Bewerbung selbst legen und nicht auf die "Finanzierung von Bewerbungen"... da kanns doch schon gar nix mehr werden -.-


@resourcer: versteh mich nicht falsch, ich will keinen persönlich angreifen, aber haben sich die betreffenden Personen mal wirklich Gedanken über diese Vorgehensweise gemacht?
 
@mighty-mohab

zu 1. Vielleicht ist die Bewerbung tadellos, nur das Zeugnis leider nicht?
zu 2. vielleicht rückt er sich ins richtige Licht, hat aber das "falsche" Geschlecht, Religion, Herkunft...
zu 3. vielleicht ist das bei dem gewählten Beruf nicht der Fall?

Sicher, sehr viele Firmen nehmen inzwischen Bewerbungen über das Internet an, wünschen sich das sogar, damit sie Kosten sparen für das zurücksenden der Bewerbungsunterlagen. Aber es gibt mind. genau so viele Unternehmen, die noch nicht einmal ein Internetanschluß haben, oder wenn gerade vorhanden, kennen die sich nciht so gut mit aus um Bewerbungen darüber zu empfangen.

Es gab vor kurzem im Tv wieder einen Bericht, das schon ein ausländisch klingender Name zu deutlich höheren Absagen führt!

Du mußt auch bedenken es gibt Berufe, da bekommst "sofort" eine Stelle und andere da ist es nciht so einfach. Davon hängt das natürlich auch ab.

Ich hatte damals ca. 10 Bewerbungen gleichzeitig geschrieben.
5 Absagen Beruf A (war leider zu spät, aus heutiger sicht zum Glück zu spät ;) ) und 5 Zusagen Beruf B und hatte die Qual der Wahl.

Das ist glaube eher selten und mein gutes Zeugnis war denke ich eher nicht Hauptgrund dafür.
 
Aber es gibt mind. genau so viele Unternehmen, die noch nicht einmal ein Internetanschluß haben, oder wenn gerade vorhanden, kennen die sich nciht so gut mit aus um Bewerbungen darüber zu empfangen.
Lol ich bin mir ziemlich sicher das die meisten Unternehmen Internet haben und der Rest wäre mir schon suspekt, selbst ein Schrotthändler kann Internet gut brauchen.

Wer auf die Kosten schauen muss findet jedenfalls genug Unternehmen mit Internet die er erstmal mit Bewerbungen eindecken kann, man muss ja nicht mit denen anfangen die was kosten. Ansonsten sollte das Portemonaie der Eltern (bzw. das Eigene) beim zahlen immer Vorrang vor dem Portemonaie der anderen Steuerzahler haben.
 
Ich hab mitten in der Wirtschaftskrise etwa 300 Bewerbungen schreiben müssen. Etwa 99% waren per Email, also das hat nahezu jede Firma. Nur einige bestehen auf Papier, wie beispielsweise LKAs.
 
@Loshai
Ich kenne einige, die kein internet haben oder halt erst seit kurzem und dann aber auch nur privat. Zudem gibt es auch viele wo der Geschäftsführer dann schon etwas älter ist und es noch auf die altmodische Art haben möchte.
Außerdem gibt es auch noch welche die mitm Modem vielleicht schon ISDN ins netz müssen, die hätten auch kein Bock auf Bewerbungen per Mail (kenne 2, die bekommen vielleicht nächstes Jahr DSL, aber nur vielleicht).

Sollte nicht immer das eigene Portemonaie vorrang haben? ja, aber es geht nun nicht immer. und genau aus dem Grund gibt es die SV-beiträge, damit man auch etwas bekommen kann, was man sich nciht leisten kann, wenn man es "dringend" benötigt.
Seh es mal so, vielelicht haben die Eltern schon 30 Jahre lang in die AV eingezahlt und mußten nie was in Anspruch nehmen, nun muß es aber der Sohn/Tochter, ist das etwa nicht dann gerecht? Ist dann doch quasi das Portemonaie der Eltern...

Diese Kosten sollte auch nicht der Steuerzahler sondern die AV-Zahler tragen.
 
Nur mal so als Hinweis

Der Beruf ist Pferdewirtin mit Schwerpunkt reiten

also die haben zu 90% keine Internetseite teilweise stehen in den Büchern sogar nur Adressen ohne Telefonnummern drin. Man sollte von Beruf zu Beruf abwägen ob eine Bewerbung per Email in Frage kommen (kann).

Da dieser Beruf 0 mit PC zu tun hat ist eine Bewerbung per Mail eher abwägig. Sollte eine Emailadresse vorhanden sein wird diese sicher auch nur 1-2 mal im Monat abgerufen.

Danke schonmal für die vielen Feedbacks
 
Gesetzliche Grundlage für die Unterstützung von Ausbildungssuchenden ist § 45 SGB III.

Wie aus Absatz 3 ersichtlich kann die Arbeitsagentur für die Leistungen Pauschalen ansetzen, wie hier offenbar geschehen.

Wenn Deine Cousine diese Pauschalen tatsächlich überschreiten muss, hilft evtl. noch ein Gespräch mit dem Behördenleiter, da grundsätzlich die angemessenen Kosten übernommen werden sollen.

Wenn die Bewerbung via Internet wegfällt besteht, gerade auch in dem hier gewählten Beruf, ja auch noch die Möglichkeit einer persönlichen Bewerbung oder zunächst einmal einer telefonische Anfrage (insbesondere wenn es sich um Initiativbewerbungen handelt).

@Örtliche Zuständigkeit: § 9 Absatz 1 SGB III ist zu entnehmen, dass die örtlichen Arbeitsagenturen die Förderungen übernehmen sollen.

Ich schließe aus Deinen Angaben, dass es wahrscheinlich 20km entfernt eine Agentur gibt und bei Euch im Ort nur eine Stelle, die Leistungen nach dem SGB II (Hartz IV) erbringt (Jobcenter/Arbeitsgemeinschaft). Ist das richtig so?
 
Also sie bewirbt sich in ganz Deutschland. Hat jetzt zweimal Probearbeiten (einmal 300km und einmal 550km entfernt) Vor Ort ist eigentlich keine Stelle mehr auffindbar, daher ist eine persönliche Vorstellung nicht so angberacht.

Es gibt in 20km Entfernung eine kleine NL von der Arbeitsagentur und hier vor Ort eine mind. 3 mal so große NL. Aber Sie muss 20km fahren und in die kleine NL die Sachlage schildern (nur weil Sie dort zur Schule geht)
 
Ich würde es einfach mal so versuchen, wie das Amt es vorschlägt und erstmal 20 Bewerbungen abschicken. Sie soll das halt vorher eingrenzen nach Betrieben, die ihr von der Lage halbwegs genehm sind und bei denen sie auch nachgefragt hat, ob die ausbilden.

Ehrlichgesagt glaube ich nicht, dass jemand, der nichteinmal eine Telefonnummer hat, ausbildet. ^^
Ich meine, wo lernt man das? Entweder an einer Fachschule mit Praktika, die werden dir dann von der Schule vermittelt. Oder an einem normalen Reiterhof wo normalerweise auch Ställe vermietet werden, Reitunterricht etc. stattfindet oder in einem Gestüt wo Zucht stattfindet und die Pferde dann verkauft werden.
Beide Betriebsarten kämen nie ohne eine Telefonnnummer aus. Ich denke die meisten davon haben sogar eine (kleine) Internetpräsenz.
Also wenn es tatsächlich Betriebe gibt, die keine Telefonnummer haben, dann ist das vielleicht ein Bauer mit zwei Pferden in der Scheune, aber der bildet bestimmt nicht aus. ^^


Dann könnte sie noch einen frankierten Rückumschlag beilegen (das dürfte in dem Budget auch noch drin sein, da sie sich als angehende Pferdewirtin durchaus auf 08/15 Papier bewerben kann), so wird sie vermutlich auch ihre Antworten bekommen und kann die vorzeigen. Und schon bekommt sie ihre Erstattung.
Wenn sie zwanzig Absagen bekommen sollte, kann sie bestimmt nochmal mit der Beraterin darüber sprechen; jetzt soll sie doch erstmal gucken, ob das nicht vielleicht ausreichend ist.