Berufswahl

eminion

abgemeldet
29 April 2006
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Hallo.
Ich mache in einem Jhr mein Abitur und muss mir danach aussuchen, ob ich studieren möchte, oder ob ich einen anderen Weg wähle. Deswegen wollte ich mal fragen, was es so für Bürojobs gibt, da ich doch sehr gut mit Büroarbeit lebe. Mein Ziel ist es, später möglichst als Sachbearbeiter zu arbeiten (ohne höhere Leitposition wie mein erstes Berufsziel Logistiker). Da ich mir jetzt noch aussuchen kann, wo und in welcher Branche, wollte ich mal fragen, was es da so für Jobs in dem Bereich gibt.

Mit dem Studium fallen mir erstmal keine ein außer irgendwelche Managerposten, was nicht unbedingt mein Ziel ist. Ich möchte halt einfach irgendwo 30 oder 40 Jahre meine Arbeit machen können, ohne täglichen Druck zu haben (der bei einer Leitfunktion inbegriffen ist).

Mit einer Ausbildung würden mir zwei Möglichkeiten einfallen:
- Sachbearbeiter in einer Versicherung (nein, Kein Versicherungsvertreter!,
sondern zum Beispiel Schadensfallbearbeitung) >> Ausbildung Versicherungskaufmann?
- Sachbearbeiter in einer Bank >> Ausbildung Versicherungskaufmann
 
Ausbildung zum Bankkaufmann oder Bürokaufmann? Wobei letzteres ja eher eine Umschreibung für Sekretär ist... ;)
Hast du schon Praktika in den verschiedenen Zweigen gemacht?
 
Geh am besten zu einem Berufsberater und bespreche mit dem alles. Denn es gibt in diesem Bereich einfach zu viele Berufsbilder.

Logistik würde mir einfallen: Kaufmann für Logistik und Speditionsdienstleistungen <- ich glaube so heißt heute Speditionskaufmann

Ansonsten schau dich hier mal um https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/index.jsp oder halt im BIZ des Arbeitsamtes und lass dir einen Termin bei einem Berufsberater geben.

Gerade weil du in einem Jahr schon Abitur machst, wird es jetzt höchste Zeit das du weißt was du willst, denn gute Ausbildungen haben 1-1,5 Jahre vorher Bewerbungsschluß.


Alternativ bietet sich für dich natürlich auch der gehobene Dienst in der Verwaltung an, mit Abitur oder Ausbildung+Studium oder oder oder Berufsberater aufsuchen am besten gleich Montag.
 
Hmmm, also mir fällt da spontan noch Industriekaufmann ein (mache ich gerade - also nicht Industriekaufmann, aber Industriekauffrau :biggrin:).

Aber bei der *hust* Bundesagentur für Arbeit, kann man auch so einen Test machen... da gibt man seine Interessen an und der intelligente Computer sagt einem, welcher Beruf am besten zu einem passt... wobei ich sagen muss, egal welche Interessen ich eingegeben habe, der wollte immer, dass ich Kosmetikerin werde obwohl mir das irgenwie mal so gar nicht liegt, bin bei sowas total untalentiert :ugly:

Und Berufsberater, nunja... ist vielleicht eine Frage an wen man da gerät.
Ich war jedenfalls nicht gerade begeistert als er mir vorgeschlagen hat Handelsfachpackerin zu werden, nachdem ich ihm erzählte, dass ich gerne etwas am PC ihm Büro machen würde 8O

Tja, ist leider alles nicht so einfach mit der Berufswahl, aber lass den Kopf nicht hängen - es wird sich schon was passendes für dich finden ;)

Viel Glück noch !
 
Du möchtest also ein (Arbeits-)Leben ohne Druck haben. Das kannst du vollkommen vergessen, sowas gibt es nicht. Selbst das Beamtenleben ist nicht mehr so rosig, wie man es sich als Nichtbeamter immer vorstellt.

Druck wird immer da sein bzw. sich nie vollkommen vermeiden lassen. Er unterscheidet sich nur. Mit deiner Einstellung wirst du dann auf Drücke wie Schulden, Arbeitslosigkeit, Berufsfeldwandel, Massenentlassungen, .. und natürlich auch Altersarmut treffen.

Schau dir mal an, welche Berufe es heute gibt. Wie sehr hat sich diese Liste in den letzten 10 Jahren verändert? Glaubst du ernsthaft, dass man noch Jahrzente im selben Beruf oder gar beim selben Arbeitgeber arbeiten kann? Man kann es vielleicht mit viel Glück, aber verlassen kann man sich darauf nicht. Dann steht man mit 45 plötzlich ohne Arbeit da und ist angeblich zu alt für den Arbeitsmarkt. Manche solcher Menschen würde wirklich niemand mehr einstellen, doch es liegt nicht daran, dass sie schlechte Menschen sind oder sie ihre Arbeit schlecht machen würden.
Die Arbeit die sie erledigen können ist aber vielleicht gar nicht mehr gefragt, z.B. weil der Beruf (als Massenberuf) ausgestorben ist (Bergmann ist z.B. gerade auf der Kippe). Doch auch wenn es noch einen Beruf mit der gleichen Berufsbezeichnung gibt, heißt das noch lange nicht, dass sich die Anforderungen nicht grundlegend verändert haben könnten. Bestes Beispiel für Büroberufe ist die Computerisierung, mit der man vor 20-30 Jahren auch noch nicht zwangsläufig zu tun haben musste.

Man wird also nur langfristig überleben können, wenn man sich 1. offen für Veränderungen lässt (was auch ständiges lernen einschließt) und 2. sich durch Fähigkeiten-/Wissenüberschneidungen von anderen Mitbewerbern (egal ob für eine neue oder eine bestehende Stelle) abheben zu können. Das ist keine Bestrebung nach hohen Zielen, sondern eine nötige Strategie zur Sicherung der eigentlichen Position. An Manager musst du dabei gar nicht denken.

Was sollst du also tun? Suche dir einen Wunschberuf und erlerne ihn. Arbeite mit ihm und lerne auch in der Praxis. Du hast hier bereits dein heutiges berufliches Lebensziel erreicht. Wenn du mir nun auch nur halbwegs zugehört hast, wirst du die wunderbaren Möglichkeiten entdecken, die sich nun bieten.
 
Hallo.
Danke für die Tips. Ich sollte vieleicht noch die Studienrichtung erwähnen, an die ich gedacht hatte (wegen höheren Positionen): BWL.
Ich habe bereits zwei Praktika absolviert: Eines im Jugendamt von Berlin (Pflichtpraktikum 9. Klasse) und ein freiwilliges in den letzten Winterferien bei einem befreundeten Steuerberater (14 Tage), wo ich die Möglichkeit hatte, mit BWL-Programmen zu arbeiten.
 
Ausbildung zum Bankkaufmann oder Bürokaufmann? Wobei letzteres ja eher eine Umschreibung für Sekretär ist... ;)

Was so absolut nicht stimmt. Bürokaufmann ist wesentlich mehr als Sekretär. Es ist immer die Sache, was man aus sich machen lässt. Als Bürokaufmann kann man es aber auch bis zum Bilanzbuchhalter oä schaffen, jenachdem, durch entsprechende (IHK)Lehrgänge. Also Büro-Deluxe :mrgreen: