News Benzinpreis erreicht mit 1,54 Euro je Liter neuen Rekordstand

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25 April 2006
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[N] Benzinpreis erreicht mit 1,54 Euro je Liter neuen Rekordstand

Folgende News wurde am 17.06.2008 um 11:36:37 Uhr veröffentlicht:
Benzinpreis erreicht mit 1,54 Euro je Liter neuen Rekordstand
DPA-News

Hamburg (dpa) - Die Benzinpreise in Deutschland haben ein neues Rekordhoch erreicht. 1,54 Euro je Liter mussten Autofahrer am Vormittag im bundesweiten Durchschnitt an Markentankstellen bezahlen. Das teilten Sprecher der Mineralölwirtschaft in Hamburg und Bochum mit. Diesel kostete 1,51 Euro je Liter. Als Grund werden die überhitzten Öl- und Produktmärkte genannt. Der Preis für Rohöl schwankt immer stärker und hatte gestern fast die Marke von 140 Dollar je Barrel erreicht.
 
Sprit ist noch zu billig

Es tut weh. Benzin wird ein immer größerer Posten im Monatsbudget und gleichzeitig steigen die Preise für Heizöl und Gas.

Ich bleibe aber bei meiner provokanten Meinung, dass Benzin immer noch zu billig ist. Solange immer noch Leute mit dem Auto zum Bäcker und zum Briefkasten fahren oder mit 190 über die Autobahn düsen, kann es ja noch nicht so schlimm sein.

Das kommt nun vielen Berufspendlern wie Hohn vor, was ich hier schreibe. Dennoch ist aber eine Sache nicht zu ändern: Öl wird nie wieder billig werden und in absehbarer Zeit, vielleicht bis 2020, werden wir über die jetzigen Spritpreise nur noch lachen. 3 Euro? Fünf Euro? Ich halte das für realistisch.

Erst jetzt sind langsam die ersten Zeichen für einen Umschwung zu erkennen. Die Deutschen kaufen sich Kleinwagen, Mitfahrzentralen boomen, die Bahn wird auf einmal wieder eine Alternative.

Dieser Umbruch muss weiter unterstützt werden.

- Menschen sollen wieder da wohnen, wo sie arbeiten. Ausserdem soll der ÖPNV mit ausschlaggebend für den Wohnort werden.
- Der ÖPNV muss massiv ausgebaut werden
- Es müssen weiter individuelle Transportmittel (Familien brauchen Autos) bezahlbar beliben die mit alternativen, nicht Mineralstoffgebundenen, Treibstoffen fahren können
- Ökologische Kraftstoffe müssen unter den Aspekten Nachhaltigkeit und Nahrungsmittelsicherheit gefördert werden.

Meine These: Sprit ist noch zu billig.
 
Bis auf die These ...

- Menschen sollen wieder da wohnen, wo sie arbeiten

... kann ich in allen anderen Punkten zustimmen.

Denn wie weit ist für Dich die Definition "da wohnen wo sie arbeiten" ?

Meine bessere Hälfte und ich wohnen in Gross-Gerau in Hessen.
Ich arbeite in Darmstadt (Hessen) und muss mangels flexibler und zeitgünstiger Verbindungen des ÖPNV die 20 km einfache Strecke auf Arbeit mit dem Auto fahren.
Meine Freundin arbeitet in Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz) und hat eine einfache Fahrstrecke von 70 km - ÖPNV ist zwar vorhanden aber a) extrem teuer da länderübergreifend und b) braucht sie mehr als die doppelte Zeit damit.

Ein Umzug "in die Mitte" lohnt sich angesichts der Immobiliensituation im Rhein-Main-Gebiet in keinster Weise.

Ähnlich geht es Freunden von uns in München.
 
Bei mir ist das genauso. Der Arbeitsplatz meiner Frau ist exakt 100km von meinem entfernt. Wenn mein Arbeitsplatz nicht zu mir kommt, muss ich halt pendeln.

Spritsparendes Auto habe ich (4 Liter /100km). Ich würde gerne den öffentlichen Nahverkehr nutzen, leider zur Zeit nicht möglich. Fahrtzeiten lägen bei mehr als 4 Stunden pro Tag. Fahrradmitnahme aufgrund von Überfüllung nicht möglich.

Eine Zweitwohnung am Arbeitsort käme irgendwann in Frage, der Staat macht das im Moment durch Zweitwohnungssteuer und steigende Nebenkosten unattraktiv.

Fazit: Irgendwann übersteigen meine Kosten ein Limit, ab dem sich die Arbeit nicht mehr lohnt. Dann höre ich einfach auf.

Marty
 
Wenn man die ganzen Autokorsos sieht scheint der Benzinpreis wirklich noch nicht hoch genug zu sein :LOL:
 
1,54? Aktueller Rekordstand?

Den hatten wir hier vor 2 Wochen schon, aktuell hab ich heut 1,58 (Benzin/Super) gesehen :roll:

Hoch lebe Österreich :ugly:
 
BeNeLux ist wohl noch fieser. Gibt es da viel Murren in der Bevölkerung und einen neuen Drang zu Alternativen? Das würde mich mal interessieren.
 
- Menschen sollen wieder da wohnen, wo sie arbeiten. Ausserdem soll der ÖPNV mit ausschlaggebend für den Wohnort werden.

Das wird es aber nicht mehr geben. Es wird zunehmende Flexibilität verlangt und dass man von heute auf morgen plötzlich ganz woanders arbeitet. Entweder man pendelt und irgendwann haben wir amerikanische Verhältnisse, wo man alle 2-3 Jahre umziehen muss. Das wird auch verheerende Folgen für die Sozialstruktur (Vereine etc.) ahben.

Wegen der Benzinpreise habe ich mir nach meiner Elternzeit auch einen neuen Job gesucht. Ich habe zwar leichte Gehaltseinschränkungen, aber durch die extreme Preissteigerung im letzten halben Jahr ist die durch die Fahrtkostenersparnis fast nicht spürbar.

Aber wir werden noch oft solche Meldungen lesen, weil die Preise noch weiter steigen werden. Das Problem ist, dass manche Leute sich eben die extremen Preise leisten können und manche Leute eben nicht. Und irgendwann wird es mal Situationen geben, wo man sich es nicht mehr leisten kann, zur Arbeit zu fahren.
 
Der hohe Spritpreis ist gerade auf dem Land ein Problem. Ich würde ja auf Bahn oder Bus umsteigen, wenn es eine Verbindung gäbe.
 
- Menschen sollen wieder da wohnen, wo sie arbeiten. Ausserdem soll der ÖPNV mit ausschlaggebend für den Wohnort werden.

Das muss man etwas differenzierter sehen.
Da ich zweimal umziehen musste, habe ich selbstredend zugesehen, nahe an der Ausbildungs/Arbeitsstelle zu wohnen.
Ich habe nämlich keinen Bock drauf, irgendwie mehr als ne Stunde pro Tag auf dem Arbeitsweg zu verplempern.

Klappt/e problemlos.

Andere Fälle wo es schwer möglich ist, wurden ja schon genannt.

Aber vielleicht sollte man mal wieder eine Idee aus DDR Zeiten aufgreifen, wo es Betriebsbusse gab, die morgens die Leute eingesammelt und abends wieder nach Haus gebracht haben

Ist das nicht "Staat"?

Für mich hat Staat immer etwas mit "zentral" zu tun ;-)
Ist natürlich auch ne Frage der Standortwahl seitens des Unternehmens.
Ca. 2% mehr netto für die Mitarbeiter, ohne Mehrausgaben für die Firma, je nach dem hinter welchem Ortsschild die neue Fabrik gebaut wird, kann schon interessant werden.

Ich habe aber was gefunden, von dem ich dann profitieren könnte, mich würde sie nämlich nicht treffen:
https://www.finanztip.de/recht/steuerrecht/zweitwohnungssteuer.htm

Das wäre auch wirklich ne Frechheit.
Aber wie es in der Erklärung steht, ich kann es mir aussuchen, Du im Falle des Falles nicht.

Wobei man das ganze auch über einen veränderten Schlüssel bei den Bundes/Landeszuschüssen regeln könnte, so dass erst gar keine Steuer notwendig wäre.

gruss kelle!
 
Damals,...

...,als von den Grünen 5 DM pro Liter gefordert wurde, fand ich es witzig und unrealistisch. Mittlerweile bin ich sogar dagegen, dass die Steuern auf Sprit gesenkt werden, weil es keinen richtigen Wettbewerb gibt und die Ölmultis die Preise im Laufe der Zeit um die Ersparnis anheben würden.
 
Ich würde per sofort auf den ÖV umsteigen ... die Jahreskarte kriegen wir in der Firma für 680sFr anstelle von 2400sFr. Das Auto kostet mich da weitaus mehr im Monat schon ... leider habe ich hier frühmorgens keinen Zug obwohl ich direkt am Bahnhof wohne. Also müsste ich zuerst mitm Auto in die City, da nen Parkplatz für teuer Geld am Bahnhof nehmen und dannach zur Arbeit pendeln. Das gleiche ist Nachts nach der Spätschicht, ich müsste pünktlich auf den Feierabend wegrennen damit ich den letzten Zug erreiche ... müsste ich mal länger arbeiten oder nur 5min was fertig machen wäre ich am Arsch und müsste ein Taxi nach Hause nehmen ... aslo das ganze is ziemlich beschissn. Bleibt nur das Auto oder um aktuell kosten zu sparen des Motorrad für die 35km Arbeitsweg ... könnte ich es mir leisten doppelt soviel Miete zu zahlen würde ich per sofort umziehen in die Nähe meines Arbeitsplatzes nur kann ichs mir atm nicht leisten.

Hier is Diesel: 2.25sFr
und Benzin 95: 1.98sFr
 
...,als von den Grünen 5 DM pro Liter gefordert wurde, fand ich es witzig und unrealistisch. Mittlerweile bin ich sogar dagegen, dass die Steuern auf Sprit gesenkt werden, weil es keinen richtigen Wettbewerb gibt und die Ölmultis die Preise im Laufe der Zeit um die Ersparnis anheben würden.

Aber durch die aktuellen Steuern steigt der Bezinpreis um das 4 fache. Wird der Rohstoff Bezin 1ct teurer, bezahlst du als Verbraucher 4ct mehr. Für eine Steuersenkung bin ich aber auch nicht, dass bringt auf die dauer gesehen nix. Wir wären schneller wieder beim alten Preis als man tanken könnte :roll: Ich wäre eher dafür das zumindestens Mineralöl- und Ökosteuer als fixer Betrag festgelegt werden. Somit steigt der Benzinpreis nicht mehr 4 fach so schnell als wie auf dem Weltmarkt, sondern nur noch 1,2 fach (wegen Mwst). Aber ich bezweifle dass das passiert, eher kommt mal eine Steuersenkung. Und was passiert? Das "dumme" Volk jubelt, und freut sich dass es nur noch das 3 fache zahlen muss. :ugly: Aber dass das nur kurzfristig (1 bis 2 jahre) was bringt sieht da keiner und wenn dann wieder das geschrei losgeht hat die Poltik eine ausrede, man kann schließlich nicht jedes Jahr Steuern senken.
 
...,als von den Grünen 5 DM pro Liter gefordert wurde, fand ich es witzig und unrealistisch. Mittlerweile bin ich sogar dagegen, dass die Steuern auf Sprit gesenkt werden, weil es keinen richtigen Wettbewerb gibt und die Ölmultis die Preise im Laufe der Zeit um die Ersparnis anheben würden.

naja damals waren 5 DM auch noch mehr wert ;)
trotzdem shice das mit dem Spritpreis ich habe mir bereits ein Fahrrad gekauft und denke das habe ich in den letzten 3 Monaten schon durch Spritersparnis abbezahlt:mrgreen:
 
Aber durch die aktuellen Steuern steigt der Bezinpreis um das 4 fache. Wird der Rohstoff Bezin 1ct teurer, bezahlst du als Verbraucher 4ct mehr.
Ich wäre eher dafür das zumindestens Mineralöl- und Ökosteuer als fixer Betrag festgelegt werden. Somit steigt der Benzinpreis nicht mehr 4 fach so schnell als wie auf dem Weltmarkt, sondern nur noch 1,2 fach (wegen Mwst).

Das ist doch schon der Fall, oder?

Die Mineralölsteuer wird als fester Steuersatz je Liter erhoben (65,4 Cent je Liter Benzin und 47 Cent je Liter Diesel).
https://www.bundesfinanzministerium...es__BMF/2005/09/050916agmb006.html?__nnn=true
 
Nun ja, die Mineralölsteuer ist schon fix... aber die Mehrwertsteuer die ganz am Ende auf den Roh-Sprit-Preis (samt Mineralölsteuer... also Steuer auf Steuer) erhoben wird, steigt absolut auch bei steigenden Preisen. 1 Euro Benzinpreis (mit Mineralölsteuer) 19 Cent Mehrwertsteuer. 2 Euro Benzinpreis 38 Cent Mehrwertsteuer... der Staat profitiert durchaus - erstmal, die Spätfolgen schaden natürlich immens - von hohen Energiepreisen.