News Bayern: Phädophile sollen zwangsweise GPS-Armband bekommen

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25 April 2006
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[N] Bayern: Phädophile sollen zwangsweise GPS-Armband bekommen

Folgende News wurde am 26.01.2008 um 15:32:00 Uhr veröffentlicht:
Bayern: Phädophile sollen zwangsweise GPS-Armband bekommen
Shortnews

Die Justizministerin Beate Merk aus Bayern will Sexualstraftäter wie z. B. Phädophile nach ihrer Haftentlassung weiter überwachen lassen. Man denkt über ein GPS-Armband nach, das den Aufenthaltsort der Person zeigt und gegebenenfalls Alarm schlägt, wenn man z. B. einem Kindergarten zu nahe kommt. Dem "Spiegel" sagte Merk: "Ziel ist nicht die Totalüberwachung". Die Bundesjustizministerin Brigitte Zypries von der SPD zeigte sich skeptisch gegenüber diesen Plänen, sie sagte: "Das ganze klingt so, als sei es mit unserem Verständnis von Menschenwürde nicht vereinbar". Im slowenischen Brdo sagte Zypries bei einem EU-Justizministertreffen, dass man sich lieber andere Lösungen suchen soll, um solche Gefahren für die Bevölkerung zu minimieren. Wenn man aus dem Gefängnis entlassen wird, habe man seine Strafe bereits verbüßt.
 
Wie leicht doch GPS deaktiviert werden könnte ... bissl Folie drum wickeln und dann wärs auch schon futsch vermutlich, das ganze machst dann noch in der Nähe eines Tunnels oder Gebäudes wo es eh keinen Empfang drin gäbe und niemand würde verdachzt schöpfen ... :roll:
 
Bayern, war ja klar das sowas nur von dort kommen kann. Bitte was soll so ein Armband bringen? Wen soll es schützen? Wer trägt die Kosten?

Ich bin aus folgenden Gründen dagegen:
- Alarm bei Kindergärten, bringt sehr viel wenn man bedenkt das die meisten Fälle innerhalb der Familie passieren und/oder was ist mit den Nachbarskindern, ...
- Brandmarkung, kennen wir dieses Problem nicht aus anderen Ländern, wo aufeinmal eine ganze Stadt Jagd auf vermeintliche Sexualstraftäter gemacht hat.
- Überwachungsstaat, naja Bayern halt, für ein Pilotprojekt bei "Kinderschändern" finden sich sicher viele Wählerstimmen und wenn man erstmal angefangen hat, kann man gleich jedem Bundesbürger oder besser jedem Bayern einen Sender verpassen
- Kostenfaktor, wer soll das überwachen, die Anschaffungskosten, ...
- ...

Ich sehe keinerlei Nutzen in dieser Idee und bin froh das ich weit weg wohne von den Überwachungsstaatlern in Bayern :)
 
Kann mich nur anschließen. Leider weiß ich nicht von wem das Zitat stammt, recht hat er trotzdem: Die Freiheit stirbt Scheibchenweise.
Außerdem stelle man sich das mal Praktisch vor, eine Bushaltestelle in der Nähe eines Kidnergartens wäre gefährlich. Hält er sich länger in einem Tunnel auf verschwindet das signal und man wirft ihm vor er hätte das Ding deaktiviert. Und bekommt dafür eine Strafe. Oder ein defekt tritt auf und er wird zur Fahnfung ausgeschrieben. Wenn man einen Pedophilen rausläßt sollte man sich sicher sein das er nicht so schnell rückfällig wird. Eigentlich stellt die Ministerin sich ja selbst ein Armutzeugnis aus.