News Ausschweifende Trinkorgien von Teenagern: Ist das Gehirn schuld?

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25 April 2006
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[N] Ausschweifende Trinkorgien von Teenagern: Ist das Gehirn schuld?

Folgende News wurde am 13.03.2007 um 21:51:00 Uhr veröffentlicht:
Ausschweifende Trinkorgien von Teenagern: Ist das Gehirn schuld?
Shortnews

Während der Reifezeit junger Menschen vollzieht sich im Gehirn ein entscheidender Umbauprozess. Das sogenannte limbische System wird in dieser Phase ausgeprägt. Dabei geht den Gefühlen schon einmal der Gaul durch. Das emotionale Gehirn jagt in diesem Lebensabschnitt nach allem, was Lust verheißt. Das könnte ein Grund sein, warum Pubertierende so empfänglich sind für oft maßlosen Alkoholkonsum. Das reflektive Gehirn, das das Emotionale etwas einbremsen soll, braucht aber deutlich länger bis es ...
 
Hmm, da ist die Rede von allen Jugendlichen.
Wieso saufe ich dann nicht jedes Wochenende mit meinen Freunden mit, sondern nur hin und wieder auf ner Party (und das ist 2-3 mal im Jahr :ugly:)
 
Die Erklärung ist ja wohl ein bisschen zu einseitig. Es ist ja nicht so, dass alle Jugendlichen plötzlich von ungeheurer Lust auf Alkohol gepackt werden. Manche trinken, manche eben nicht.
Ich denke eher, dass das Umfeld und die Erziehung einen Großteil ausmachen.
 
Hmm, da ist die Rede von allen Jugendlichen.
Wieso saufe ich dann nicht jedes Wochenende mit meinen Freunden mit, sondern nur hin und wieder auf ner Party (und das ist 2-3 mal im Jahr :ugly:)

Vielleicht weil dein Limbisches System eher auf Depri schaltet und du lieber ritzt als säufst.
Wo stand da was von allen Jugendlichen in Bezug auf übermäßigen Alkoholkonsum?
 
Wo stand da was von allen Jugendlichen in Bezug auf übermäßigen Alkoholkonsum?

Stand so niergends - wird aber im Moment durch hektische Aktionen bestimmter Medien und Politiker so verkauft. Das der Alkoholkonsum insgesamt bei Jugendlichen zurückgegangen ist und wir hier von einer Minderheit sprechen, die es übertreiben passt nicht in das allgemeine "Wir müssen unbedingt noch was verbieten"-Konzept.
 
Das ist doch aber Standard bei bestimmten Politikern und Medien und hat mit der Sache an sich relativ wenig zu tun. Gerade diese Quelle hat sich nun nicht dadurch hervorgetan, den allgemeinen Verblödungstendenzen nachzugeben, sondern sagt doch eher das Gegenteil von dem aus, was der Threadersteller daraus macht.
 
Das der Alkoholkonsum insgesamt bei Jugendlichen zurückgegangen ist
Da würde ich bitte gern eine Quelle haben für diese Behauptung? Habe da ehern Gegenteiliges gelesen/gehört. Und wenn man bedenkt, daß immer früher mit dem Alkoholmißbrauch begonnen wird, hab ich erhebliche zweifel an dieser Aussage.
 
Das stand so im Jahresbericht der Drogenbeauftragten. Im Schnitt trinken jugendliche weniger, nur die Exesse einer kleinen Gruppe nehmen immer mehr zu.
 
und das sind dann wahrscheinlich genau die, die wieder auffallen.

aber allgemein gehalten will ich es so sagen, alkohol gehört nicht in die hände von jugendlichen. auch kein bier oder wein, jaja, alkopops sowieso nicht......
 
Klar, aber Alk erst ab 18 würd am Ziel vorbeischießen. Die Jugendlichen dürften dann bis 18 nichts, ab 18 alles. Alkohol trinken und Autofahren gleichzeitig zu beginnen, ob das soooo sinnvoll ist...
 
Ich finde es paradox, wenn aufgrund von Vorfällen Jugendlicher von 13-15 Jahren, die derzeit in den Medien kursieren (die sich teilweise mit Tequila ins Koma tranken) diskutiert wird, ob die Gesetze verschärft werden sollen... Diese Altersgruppe wird schon jetzt "geschützt" durch Gesetze an die sich anscheindend viele nicht halten...
 
Ja, es sollte strengere Strafen und Kontrollen bei der Alkoholausgabe geben.
Und es hat keinen Sinn Bier und Wein ab 18 zu machen, wenn sich 13-Jährige mit harten Sachen zuschütten.
Da sollten einige Politiker mal ernsthaft drüber nachdenken, bevor sie wieder in ihr Verbotsdenken zurückfallen.
Prävention wäre hier angesagt!
 
Das stand so im Jahresbericht der Drogenbeauftragten. Im Schnitt trinken jugendliche weniger, nur die Exesse einer kleinen Gruppe nehmen immer mehr zu.
Diese Entwicklung muß aber relativ neu sein, denn bisher hab ich immer gegenteiliges gelesen.

Interessant bei diesem Thema finde ich die Argumente führender Politiker (Seehofer, Bätzing). Kann mich nicht entsinnen, daß - gerade weil's um den Kinder- und Jugendschutz geht - man mal der Auffassung war, daß die Gesetzeslage ausreichend ist und der Schwerpunkt auf die Einhaltung dieser Gesetze gelegt wurde. Ist ja sicherlich begrüßenswert, aber woher auf einmal dieser Sinneswandel? Ob's am Thema liegt... :mrgreen: